Basta Politik ist keine Lösung – Ein neuer B-Plan für die Bebauung des Eichplatzes muss her! |

Basta Politik ist keine Lösung – Ein neuer B-Plan für die Bebauung des Eichplatzes muss her!

Eichplatz

Jena. Bei Eichplatzdebatten im Jenaer Stadtrat tun sich regelmäßig Gräben zwischen den einzelnen Akteuren auf. Unterschiedlicher und unsicherer können die Standpunkte der verschiedenen Fraktionen zum Thema nicht sein.

Der grüne Eichplatz von Jena Foto: Jürgen Michel/Fotograf

Der grüne Eichplatz von Jena Foto: Jürgen Michel/Fotograf

Bürgerbefragungen werden in solchen Fällen gerne herangezogen und dies dann als Bürgerbeteiligung verkauft. So auch aktuell geschehen mit der Auswertung der Bürgerbefragung zum Eichplatz. Zusammengefasst kann man sagen, es ist kein eindeutigen Votum für Entwürfe der Bebauung durch die Bürger erfolgt. Alleine die grundsätzliche Aussage, dass der Platz bebaut werden soll, steht außer Frage. Das hatte in Jena aber bisher auch keiner bezweifelt. Auffällig ist, das es in Stadtratsdebatten einfacher erscheint, politisch zu argumentieren als inhaltlich. Aber ja natürlich, ein Stadtrat ist ja auch das politische Gremium einer Stadt. Und in diesem Zusammenhang vertritt man eben auch politische Standpunkte. Das diese Standpunkte schnell kippen können, hat auch die Debatte zur Schulnetzplanung am selbigen Tag gezeigt. Nach monatelanger teilweise geheimer Debatten kippen dann schon mal politische Meinungen schnell, wenn der öffentliche Druck zu groß wird. Egal was man dabei für sinnvoll hält oder eben auch nicht.

Beim Eichplatz ist das noch etwas schwieriger. Hier geht es mittlerweile um einen Machtkampf auch innerhalb der Koalition aus CDU, SPD und Grüne. Erstaunlicher Weise hatte sich als einzige Fraktion die CDU nicht zur Befragung geäußert. Dort scheinen die Akteuere mittlerweile noch unsicherer zu sein wie man mit dem Thema weiter umgehen soll. Im Stadtentwicklungsaauschuss hatte die CDU schon kleinlaut bemerkt, das man hier im Ergebnis der Bürgerbefragung nun ein Problem habe mit den aktuellen Entwürfen. Auch habe ja die CDU mittlerweile mit der Jenaer Koalition (SPD, CDU und Grüne) ein großes Problem, immerhin knallt es ja auf Landesebene permanent zwischen den beiden Regierungsparteien. Das schlägt sich kurz oder lang auf die kommunale Ebene nieder. Die SPD (vertreten wird das Thema Eichplatz durch Herrn Liebscher) und die Grünen (vertreten wird das Thema Eichplatz durch Herrn Peisker) scheinen sich ihrer Sache aber weiterhin sehr sicher zu sein. Herr Birkner (Bürger für Jena) fand in der Debatte neben Frau Langhammer von den LINKEN die klarsten Worte. Im Falle von Herrn Birkner schlug es dann auch mal mit den Worten gegenüber Herrn Peisker „da verstehen sie die deutsche Sprache einfach nicht genug“ die sonst so wichtige Netiquette aus dem Ring. Bürger die sich mit den Debatten zum Eichplatz schon länger beschäftigen, hüpfen derzeit nur auf und nieder. Die Unsicherheit durch die schönen Broschüren ohne Inhalt, die zur Befragung verteilt wurden, haben nun letztendlich Sorge dafür getragen, dass das Thema noch breiter in der Bevölkerung angekommen ist.

Einhergehend damit aber eben auch die Unsicherheit in der Bevölkerung, dies zeigen ja auch die Ergebnisse der Befragung. Hier jetzt einfach so weiter zu machen, wäre ja fast schon als fahrlässig zu bezeichnen. Und hier so zu tun als sei alles in Ordnung, wie das Herr Liebscher (SPD) und Herr Peisker (Grüne) zelebrieren, grenzt schon fast an Verhöhnung der Bürgerantworten und somit auch der Bürger. Hier wird seitens der regierenden Parteien SPD und Grüne in Jena bewusst ein öffentliches Bild aufgebaut, welches auch wissenschaftliche Grundlagen in Frage stellt. Für Herrn Liebscher erscheint es auch nur als logisch die Internetbefragung nicht weiter in die Bewertung bzw. Argumentation einfließen zu lassen.

Hätte man dies aber eigentlich nicht überlegen müssen, bevor man flankierend eine Internetbefragung durchführte? Und nur so am Rand bemerkt, das Petitionssystem des deutschen Bundestages funktioniert völlig anonymisiert. Sobald dort aber 50.000 Unterschriften zu einem Thema zusammengefunden haben, muss sich der Bundestag öffentlich damit beschäftigen. Ein weiters Beispiel sind die Wahlen. Jeder Bürger wählt in unserem Land anonym und das ist auch gut und wichtig. In Jena scheint man sich die Leute gerne persönlich auszusuchen zu wollen die dann wählen dürfen. Das Internet steht dabei natürlich auch im Wege. Ein Armutszeugnis für die Jenaer SPD und die Grünen, wenn man sich die Politik der Parteien auf Bundesebene anschaut. Diesen scheinen definitiv andere politische Ideale zu Grunde zu liegen. Gefährlich ist es, was hier einige Stadträte machen, die oft die Idee der bewussten Täuschung der Bürger aufkommen lassen könnte.

Und dies alles verspielt weiter das Vertrauen in die Politik. Immer mehr Bürger wenden sich dem politischen System ab, sicherlich wird man das auch bei den nächsten Wahlen zu bemerken haben. Wo ist die ehrliche und faire und vor allem bürgerfreundliche Politik geblieben, für die die Abgeordneten kurz vor jeder Wahl werben und schwanger gehen? Haben wir nicht nur eine Finanzkrise, sondern vor allem auch eine politische Krise ja sogar eine Demokratiekrise? Und wäre es nicht gerade im Lokalen wichtig hier neue Formen, die auch ehrlich gemeint sind und professionell umgesetzt werden, zu entwickeln. Es gibt genügend Beispiele in Deutschland wie  mit Hilfe einer wirklich bereiten und öffentlichen Beteiligung Bürger, Fachleute und Verwaltung zusammenarbeiten können. Die Konzepte sind da und die Menschen in Jena die das wollen auch. Scheinbar alleine der politische Wille und Mut bei den politisch Verantwortlichen fehlt.

Aber zurück zum Thema Eichplatz. Um jetzt aus dieser miserablen Situation wieder herauszukommen kann es nur eine Lösung geben. Ein neuer B-Plan für die Bebauung des Eichplatzes muss her! Die Basta Politik muss endlich ein Ende haben und der „gemeine“ Bürger muss endlich seine Rolle einnehmen dürfen, die er für sich in der Wirklichkeit schon lange definiert hat. Alle Bürger in Jena müssen in einem breiten Prozeß einbezogen werden. Und damit meine ich vor allem auch die Kinder und Jugendlichen in unserer Stadt, denn diese werden über viele Jahre hinaus auch die jetzt verantwortlichen Stadträte überleben. Und das kann man nicht einfach so als Argument entkräften. Ein Stadtrat muss sich für die Belange aller Bürger engagieren, auch derer, die noch keine politische Stimmen in dieser Republik haben oder eben auch für jene, die ihn gar nicht gewählt haben. Dafür haben sie alle einen Amtseid abgelegt, übrigens auch die Dezernenten.

Abschließende Bemerkung: Sollten sich hier wieder einige Personen persönlich auf den Schlips getreten fühlen ist dies nicht beabsichtigt. Alleine Kritik ist hier der Vater des Gedankens. Dabei zitiere ich hier gerne mal aus der Wikipedia: „Unter Kritik versteht man die Beurteilung eines Gegenstandes oder einer Handlung anhand von Maßstäben. Wie die Philosophin Anne-Barb Hertkorn ausgeführt hat, ist Kritik damit „eine Grundfunktion der denkenden Vernunft und wird, sofern sie auf das eigene Denken angewandt wird, ein Wesensmerkmal der auf Gültigkeit Anspruch erhebenden Urteilsbildung. Ich vertrete hier ganz alleine meine persönliche Meinung, nicht die irgendwelcher Parteien, politischer oder gesellschaftlicher Gruppen.

51 Kommentare zu "Basta Politik ist keine Lösung – Ein neuer B-Plan für die Bebauung des Eichplatzes muss her!"

  1. Holger Herrmann | 21. September 2012 um 10:32 |

    Zur unabhängigen Meinungsbildung hinsichtlich der neuesten Aussagen unserer Kommunalpolitiker möchte ich nochmals auf die Übertragung der Stadtratssitzung in Jena TV mit den entsprechenden Redebeiträgen ab der 168.2 Minute „Auswertung der Bürgerbefragung zur Wiederbebauung des Eichplatzes“ hinweisen
    http://www.jenatv.de/sendungen/stadtrat/Stadtrat_vom_19092012-664.html


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  2. Frank Cebulla | 21. September 2012 um 13:22 |

    Die Tatsache, dass man eine Befragung im Internet zuerst als tolle Möglichkeit der Bürgerbeteiligung in Szene setzt, dann aber die Ergebnisse nicht wertet, ist letztendlich skandalös. Sicher ist eine Onlineabstimmung anfälliger für Manipulationen. Aber kann uns die statistische Expertise der Fachhochschule einfach mal die Frage beantworten, welche Hinweise es auf eine tatsächlich stattgefundene Manipulation gibt? Damit meine ich nicht, dass es nicht Enthusiasten für oder auch gegen die Eichplatzpläne gibt, die mal eine zweite oder gar dritte Mailadresse nutzen, um ihrer Stimme mehr Gewicht zu verleihen. Derartige Einzelfälle dürften sich über die Grundgesamtheit nämlich herausmitteln. Ich meine eine absichtliche Manipulation, die das Online-Ergebnis so verfälscht und unglaubwürdig erscheinen lässt, dass man es in den Papierkorb befördert.
    Es ist schon recht beschämend, unsere Stadträte darauf hinweisen zu müssen, dass vor allem die junge Generation das Internet nutzt und bevorzugt – eine bestimmte Bevölkerungsgruppe, die man also von vornherein als vernachlässigbar und „nicht repräsentativ“ abtut? Vielleicht ja deswegen, weil sich junge Leute „ihr“ Stadtzentrum anders und nicht so altbacken und fantasielos vorstellen wie das die örtliche Kommunalpolitik mit ihren Herrenausstatter-Träumen favorisiert? Wenn in den Ergebnissen der Internetbefragung andere Prioritäten zum Vorschein gekommen sind, dann gibt es nicht den geringsten Grund diese geringzuschätzen oder vornherein zu ignorieren. Es ist ausgesprochen schade, dass sich hier die Fachhochschule als wissenschaftlicher Auswerter vor einen fragwürdigen Karren spannen lässt und die eigene statistische Kompetenz hintenan stellt. Denn was auf diese Weise passiert ist, spricht jeder sinnvollen Analyse Hohn. Ich wähle mir das Klientel aus, das meinen Erwartungen am ehesten entspricht und werte nur dessen Votum aus, alles was aber dabei stören könnte, lasse ich von vornherein draussen. Mit wissenschaftlicher Statistik hat das wohl kaum noch was zu tun. Es ist eine zurechtgezimmerte und bunt angestrichene Blamage einer politischen Koalition, die stur und durch nichts zu beirren ihre Interessen durchsetzen will. Die sogenannte Bürgerbeteiligung ist doch nur das schöne Mäntelchen, das man sich dabei umhängt.


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  3. Tobias Netzbandt | 21. September 2012 um 15:01 |

    Bei der Online-Befragung zeigte sich bereits bei der Abstimmung im Ausschuss, dass hier nicht auf die Erfahrungen des Bürgerhaushalts zurück gegriffen wurde: Die Manipulierbarkeit war schon Bestandteil. Jede/r hätte so oft abstimmen können, wie er/sie will. Beim Bürgerhaushalt wird es so gehandhabt: Wer abstimmen möchte, klickt auf die Seite, gibt dort seine Email-Adresse ein und erhält dann den Link auf die Seite, wo er/sie die Stimme abgeben kann. Sicher ist das auch nicht die beste Lösung, aber doch viel weniger anfällig für Leute, die ein bestimmtes Ergebnis haben möchten und Dauerklicker ihr Unwesen treiben.

    Bei der Eichplatz-Befragung war es möglich, ohne eine „echte“ Email-Adresse abzustimmen. Ich habe das ausprobiert (und meine Abstimmung neutral gehalten). Ob – und wenn ja, wer ein Interesse hat, ein Ergebnis zu manipulieren, sei erst einmal dahin gestellt. Außerdem gibt es ja dafür Methoden.

    Leider wurde ja die Befragung aller Bürger Jenas im Ausschuss wie auch im Stadtrat abgelehnt. Dieses Ergebnis wäre repräsentativ gewesen und bindend. Jetzt stehen nur Interpretationen im Raum. Und so wird es das, was es eigentlich schon immer war: eine politische Entscheidung.


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  4. Von vornherein durfte man keine großen Erwartungen an die Auswertung der Bürgerbefragung hegen. Wurde nicht von vornherein gesagt: Die Bürgerbefragung ist für den Stadtrat nicht bindend ? Schade um das viele Geld für die Hochglanzprospekte. Das Geld wäre im Schulgarten besser angelegt gewesen.

    Sollte es zu einer Abstimmung zur Aufhebung des jetzigen B-Planes kommen bin ich mit dabei, auch mit Name und Anschrift !


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  5. Heidrun Jänchen | 21. September 2012 um 17:29 |

    @ Anne:
    Genau das ist das Problem. Die 15000 Prospekte waren der demokratische Teppich, unter den man die Probleme kehren wollte, aber selbst die Papierstimmen waren zu negativ, um daraus eine Bestätigung der eigenen Meinung ableiten zu können.
    Es war schon erstaunlich, dass im Stadtentwicklungsausschuss die Frage der Manipulierbarkeit einfach vom Tisch gewischt wurde, weil es ja nur um ein Stimmungsbild gehe.
    Jetzt wird der Umstand, dass die Online-Stimmen negativer ausgefallen sind, als Hinweis auf Manipulationen gewertet. Wenn man ein ECE-Shopping-Center haben möchte, muss man ja nicht abstimmen – das kommt automatisch. Wenn es einem egal ist, braucht man auch nicht extra abzustimmen. Aber wenn man ECE nicht will und keinen Stimmzettel bekommen hat, dann greift man halt zur Tastatur. Ich finde das ganz natürlich.
    Umso dreister finde ich, dass Leute, die 2009 ganze 334 bzw. 150 Wähler von sich überzeugen konnten, jetzt darüber entscheiden, dass 2200 Online-Abstimmer nichts zu melden haben.
    Die CDU scheint immerhin begriffen zu haben, dass es bis zur nächsten Wahl nicht mehr so lange hin ist. Die SPD hält sich für unverwundbar. Woher freilich die Grünen die Gewissheit nehmen, irgendein ökologisch denkender Mensch könnte sie noch einmal wählen – das verstehe ich wirklich nicht.


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  6. Simon Sachse | 21. September 2012 um 18:58 |

    Nachdem ich den von Holger Herrmann dankenswerterweise verlinkten Livestream gesehen habe, weiß ich wenigstens, dass die SPD absolut beratungsresistent ist. Herr Liebscher (SPD)nannte die Befragung tatsächlich „beispielgebend für Bürgerbeteiligung“, obwohl 2200 Stimmen einfach ignoriert werden. Ich fand es auch äußerst aufschlussreich, dass er in seinem Beitrag sagte, der Eichplatz könne von nur einem Anbieter bebaut werden. (Wir erinnern uns an Diskussionen, MK2 und MK3 einzeln zu vergeben???)
    Es ist leider genau das aufgetreten, wovor das BI-Flugblatt gewarnt hat: Die grundsätzliche Zustimmung zur Bebauung wird von Herrn Wiese (FDP) zur Zustimmung zum Bebauungsplan gemacht – weil die Bürger sonst dagegen gestimmt hätten. In der Befragung stand aber nicht „Sind Sie für den Bebauungsplan?“ sondern „Sind Sie für die Bebauung?“.
    Immerhin hat sich BfJ die Gästebücher ausgewertet und festgestellt, dass im ersten 30 Pro-Stimmen 63-Contra-Stimmen gegenüberstanden. Im zweiten stand es sogar 20:68, wie Herr Birckner mitteilte.
    Die Koalition nimmt die Befragung aber einzig zum Anlass, jenawohnen aus dem Verfahren zu kicken. Da waren’s nur noch zwei.
    Fein fand ich, dass Lutz Liebscher Frau Langhammer von den Linken vorwarf, sie hätte wissenschaftliche Arbeitsweise nicht verstanden, wenn sie die Einbeziehung der Online-Stimmen verlange. Er selbst aber glaubt, 45 % seien eine klare Mehrheit. In der Naturwissenschaft sind 51 % eine sehr knappe Mehrheit, und 45 % eindeutig keine Mehrheit. Das könnte man wissen, wenn man in Mathe in der 5. Klasse aufgepasst hätte. Und von sowas wird man nun regiert … O tempora, o mores!


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  7. Von einigen Mitgliedern wurden die Ergebnisse einfach so hingebogen wie es in die eigene Meinung passt… Das ist ein Unding, dass es keine sachliche Reflektierung der Ergebnisse von einigen Personen, z.B. Herrn Liebscher, gibt…


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  8. Aus der Landeshauptstadt | 21. September 2012 um 20:02 |

    Es ist schon irgendwie entzückend wie ihr euch wehrt. Dabei habt ihr, als Bürger nicht wirklich ein Mitsprecherecht, oder? Die Entscheidung ist doch längst gefallen!!! (?)


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  9. Mehrheiten zu akzeptieren, muss schwierig sein. Ihr verzweifelten Verhinderungsversuche haben was Erheiterndes an sich …


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  10. Wir wollen nur verhindern, dass das Zentrum Jenas, auf Jahrzehnte verschandelt wird. Mehr nicht!


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  11. Simon Sachse | 24. September 2012 um 08:05 |

    @ KarSteN:
    Welche Mehrheiten? 45 % sind keine Mehrheit, sondern eine Minderheit, und 30 % der Stimmen, nämlich 2200 Online-Stimmen, wurden einfach ignoriert. Damit kommt erst recht keine Mehrheit zustande. Ich verweise auf die Auswertung von Bastian Ebert: http://bastianebert.de/209/die-wirklichen-ergebnisse-der-eichplatzbefragung/
    Den Bürgern wurde mit der Online-Abstimmung eine Beteiligungsmöglichkeit vorgespiegelt, die es tatsächlich nicht gab. Das ist schlicht Verarsche.
    Es scheint schwer zu sein, die Mehrheiten zu akzeptieren, ja. Eine Mehrheit ist gegen alle drei Entwürfe. Offenbar waren nur wenige Bürger so begeistert, dass sie unaufgefordert online für diese Bebauung gestimmt hätten. Die kritischen Stimmen aber kann man mit dem Verweis auf die bewusst eingebaute Manipulationsmöglichkeit unter den Tisch fallen lassen.
    Schön, dass wenigstens Stadtratswahlen eine 100%-Befragung ohne Hintertür sind.


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  12. Holger Herrmann | 24. September 2012 um 08:54 |

    Das Ergebnis der Befragung wird suggestiv ausgelegt. Die Zahlen werden nicht hinterfragt!
    Die Nichtbewertung der ca. 10% K.A. ist in meinen Augen eine bewusste Verfälschung des Ergebnisses in der öffentlichen Darstellung, um ca. 5% mehr Zustimmung zu konstruieren.

    Bei der Auszählung der tatsächlich zurückgegebenen Fragebögen macht offenbar eine konstant große Zahl von ca. 10 Prozent aller Befragten keine Angaben zu den einzelnen Konzepten.
    Im Gegensatz dazu gibt es bei der online-Befragung nicht eine einzige Stimme keine k.A.
    Warum verweigern sich mindestens 449 Personen der Bewertung der einzelnen Konzepte?
    Darstellung 6 ECE ( k.A 449 Stimmen 9,8%,)
    Darstellung 7 jenawohnen ( k.A. 482 Stimmen 10,5%)
    Darstellung 8 OFB ( k.A. 491 Stimmen 10,7%)

    In der Öffentlichkeit und Presse werden ausschließlich die Zahlen der Darstellung 13 Repräsentatives Ergebnis zu Frage 2 publiziert. Bei dieser Betrachtung entfallen die 1422 Stimmen k.A.

    In der Tabelle 13 entsteht dadurch eine größere prozentuale Zustimmung für die einzelnen Konzepte:
    gefällt mir, gefällt mir gut
    ECE Darstellung 6 42% Darstellung 13 47,6% +5,6%
    Jenawohnen Darstellung 7 22,2% Darstellung 13 24,1% 1,9%
    OFB Darstellung 8 38,6% Darstellung 13 43,9% +5,3%

    Natürlich erhöhen sich in Darstellung 13 auch die %Werte für neutral und gefällt mir gar nicht und gefällt mir weniger gut.

    • Es gibt keine überwiegende Zustimmung zur Bebauung für ECE?
    Postrücksendung 1921 Zustimmung = 42,0% das ist keine einfache Mehrheit.
    1705 Ablehnung = 37,3%
    502 neutral
    449 k.A
    449 k.A.bei ECE und den anderen Investoren ähnlich hat doch einen Grund, Der garantiert nicht in der Zustimmung zu den vorgestellten Entwürfen liegt.
    Die Menschen haben an der Abstimmung teilgenommen und bei der Frage 1 zur generellen Bebauung waren nur 100 Stimmen k.A. 2,2%

    Zu den Stimmen k.A möchte ich zu bedenken geben, dass ich nicht glaube, dass die Menschen, die so abgestimmt haben, geistig zu keiner anderen Abstimmung fähig waren.
    Bei der OB Wahl waren 314 Stimmen ungültig von 39.386 Wahlteilnehmern
    Bei der Stichwahl zur OB Wahl waren 479 Stimmen ungültig von 28.210 Wahlteilnehmern
    **** Bei der Abstimmung zum ECE Konzept waren 449 Stimmen von 4.577 k.A. ***

    • 10% der Stimmen k.A. einfach unter den Tisch zu kehren, dass ist in dieser wichtigen Angelegenheit zu einfach.
    10% k.A. bei Wahlen ist statistisch ein sehr außergewöhnliches Ereignis! Warum wurde dies nicht näher untersucht? Waren es doch mehr Unmutsbekundungen als Fehler beim Ausfüllen?
    Vielleicht sollten sich unsere gewählten Vertreter im Stadtrat von den Vertretern der FH noch mal genauer zeigen lassen, was es mit den 10% k.A. auf sich hat.
    Festsstellung eines Statistische Landesamtes zur Problematik ungültiger Stimmen:
    „Fazit Die Analyse der Stimmzettel hat gezeigt,
    dass die Abgabe von ungültigen Stimmen
    in den meisten Fällen bewusst geschieht.
    Die Wählerinnen und Wähler, die eine oder
    beide Stimmen ungültig abgeben, sind nicht
    politisch desinteressiert. Oft ist das Gegenteil
    der Fall: Sie haben ihre Stimme wohlüberlegt
    ungültig abgegeben. Insofern stellen
    sie ein Wählerpotenzial dar, das von der
    Politik noch erreicht werden kann.“
    http://www.statistik.rlp.de/fileadmin/dokumente/monatshefte/2010/03-2010-190.pdf


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  13. Holger Herrmann | 24. September 2012 um 09:10 |

    Damit jeder persönlich meine Aussagen nachprüfen und wir vielleicht eine wissenschaftlich begründete Antwort geben kann, verweise ich hier auf den Link zur Auswertungsbroschüre der Fachhochschule Jena.
    http://www.eichplatz.jena.de/fileadmin/website/media/B%C3%BCrgerumfrage_Material/Endbericht_B%C3%BCrgerbefragung_Eichplatzbebauung-1.pdf


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  14. Danke Holger Herrmann, auf Seite 4 ist eine Kurzzusammenfassung. Nun kann dies jeder etwas anders interpretieren. Ich lese die Auswertung so: (Nur die verteilten Bögen)
    31 % sind gegen eine Bebauung , die Höhe wäre gewiß noch anders wenn nach dem wie gefragt worden wäre.
    Also von 100 Befragten sind 31 dagegen. Verbleiben also 69 Stimmen, davon haben 40 das Kreuz bei ECE gefällt mir nicht gemacht. 40 % von 69 sind abgerundet 27 Ablehner einer ECE-Bebauung. 31 + 27 = 58 möchten diese Bebauung nicht !
    Na jetzt bin ich mal auf die Interpretation von KarSteN gespannt. Ich kann ja auch auf dem Holzweg sein.


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  15. Korrektur: 40 % haben bei ECE das Kreuz gemacht, gefällt mir nicht. Ich schrieb nur 40


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  16. Simon Sachse | 24. September 2012 um 10:45 |

    @ Anne:
    Die Rechnung ist leider nicht korrekt. Die Wahrscheinlichkeit, dass die 31 % Ablehner der Bebauung AUCH ECE, OFB und jenawohnen ablehnen, ist ziemlich groß. Das heißt, man kann die 40 % nicht auf die Bebauungszustimmer übertragen. Bei denen gibt es mutmaßlich mehr Befürworter für alle drei Konzepte.
    Das Problem in der Fragestellung: Viele Leute sind grundsätzlich für eine Veränderung des Platzes. Ich hätte auch nichts gegen eine Bebauung z. B. mit einer Schule. Aber ebenfalls viele finden den Bebauungsplan überdimensioniert. Die Frage, wie sich die Bürger die Bebauung wünschen würden, wurde von den Linken vorgeschlagen, aber von der Koalition abgelehnt. Das hätte möglicherweise eine noch klarere Befürwortung der Bebauung bei ebenso klarer Ablehnung des B-Planes ergeben.
    Da es in der Befragung die Option „Ich hätte lieber was anderes“ nicht gab, haben vermutlich viele der Abstimmenden das in ihren Augen kleinste Übel gewählt. Das u. a. hat Herr Birckner (BfJ) in seiner Rede ausgeführt. Es gab in den Gästebüchern offensichtlich mehrere Äußerungen der Art: „Wenn schon unbedingt so gebaut werden muss, dann wäre XXX am besten.“ Ich fürchte, in der Auswertung fällt das unter „Zustimmung für XXX“.
    In der Stadtratsdebatte hört man von SPD und Grünen allerdings ganz deutlich, dass man nicht bereit ist, die Gästebücher und die Online-Stimmen zur Kenntnis zu nehmen. Herr Liebscher nennt sie zwar „wertvoll“, aber das meint er anscheinend im Sinne von: „hilft bei der Ruhigstellung der Querulanten, weil sie glauben, sie könnten ihre Meinung sagen.“


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  17. Holger Herrmann | 24. September 2012 um 10:49 |

    Wo ist bei der Auszählung der postalisch zurückgesandten Stimmen gemäß Darstellung 6 eine Mehrheit für das Projekt von ECE?

    gefällt mir weniger gut
    /gefällt mir gar nicht………..1705 Stimmen

    keine Angaben…………………449 Stimmen

    gefällt mir /gefällt mir gut….1.921 Stimmen

    neutral………………………502 Stimmen

    abgegebene Stimmen insges…….4.577 Stimmen


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  18. Wie auch immer, ich bin für die Eichplatzbebauung. Am liebsten in einer Qualität mit Charme, sprich Altstadtflair, ich befürchte nur das wird nix, zu teuer.


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  19. Holger Herrmann | 25. September 2012 um 09:17 |

    Ich habe mir noch mal die Aussagen unserer Stadträte zum Eichplatz angehört ab 168 Minute
    Es ist mir unverständlich wie Herr Liebscher und Herr Peisker aus der allgemeinen Zustimmung zur Bebauung eine Zustimmung zum Bebauungsplan herleiten. Die Worte der Herren Liebscher und Peisker sind etwas verworren und durcheinander.
    Herr Liebscher spricht mal von 2 und mal von 3Anbietern die noch im Rennen sind. Er stellt dann aber fest dass nur einer bauen kann.
    Um besser klären zu können, wer dieser Anbieter ist soll KIJ oder der Stadtentwicklungsausschuss Auskunft darüber geben, wie viele Bürger eines oder beides der Projekte gut oder sehr gut bzw. schlecht oder sehr schlecht gefunden haben.
    Diese Fragestellung wurde so nie abgefragt. Das ist absolute Kaffeesatzleserei. Die Koalition ist übrigens für die unglücklichen Fragestellungen selbst verantwortlich.
    http://www.jenatv.de/sendungen/stadtrat/Stadtrat_vom_19092012-664.html

    Herr Birckner hat Recht, wenn er darauf verweist, dass dem Fazit der Fachhochschule nicht mehr hinzuzufügen ist:

    „4. Fazit Die diesem Bericht zugrundeliegende Datenanalyse verdeutlicht, dass sich die Mehrheit der Befragungsteilnehmer für eine Wiederbebauung des Eichplatzareals ausspricht. Weniger eindeutig sind die Meinungen zu den drei zur Auswahl stehenden Bebauungskonzepten. Während sich die positiven und negativen Einschätzungen beim ECE-Konzept sowie beim OFB-Konzept in etwa die Waage halten, überwiegen beim jenawohnen-Konzept die negativenEinschätzungen leicht.
    ………………………………………
    Insgesamt bleibt festzuhalten, dass die Erhebung den Wunsch der Befragungsteilnehmer nach einer Neugestaltung des Eichplatzareals verdeutlicht. Eine Präferenz für eines der zur Auswahl stehenden Bebauungskonzepte lässt sich aber nicht eindeutig ableiten, wenngleich die Akzeptanz für das jenawohnen-Konzept deutlich geringer ausfällt.“

    http://www.eichplatz.jena.de/fileadmin/website/media/B%C3%BCrgerumfrage_Material/Endbericht_B%C3%BCrgerbefragung_Eichplatzbebauung-1.pdf


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  20. Simon Sachse | 25. September 2012 um 10:26 |

    @ Holger Herrmann:
    Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Die Koalition wollte von vorn herein eine Zustimmung, also sieht sie auch eine.
    Wenn man auf einer Skala von -2 bis +2 auf einen Mittelwert von stolzen 0.07 kommt, dann ist das natürlich eine deutliche Mehrheit für ECE. Deutlicher geht es gar nicht. Wenn man eine Lupe nimmt, sieht diese schwarze Null sogar noch größer aus.
    Mal sehen, mit welcher fadenscheinigen Begründung demnächst OFB aus dem Rennen gekickt wird. Das ganze Manöver ist inzwischen so offensichtlich, dass man nur noch mit Sarkasmus reagieren kann.
    2014 abwählen!


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  21. Simon Sachse | 25. September 2012 um 10:31 |

    @ green velvet:
    Im Grunde bin ich auch für eine Bebauung des Eichplatzes. Darum geht es aber gar nicht. Es geht um
    Eichplatz
    + halbe Rathausgasse
    + komplette Grünanlage
    + ein Streifen Johannisstraße
    + 2/3 Kirchplatz.
    Und das finde ich einfach überdimensioniert. Charme ist nicht geplant. Es wird aussehen wie die Neue Mitte oder die Neue Vitamine. Namensvorschlag: Neue Scheußlichkeit. Passt prima und schafft endlich ein einheitliches Erscheinungsbild im Zentrum, nur das Rathaus müssen wir dann noch abreißen. Das stört den Gesamteindruck.
    Wahrscheinlich sind von dem Drittel Bebauungsgegnern etliche, die für eine (kleinere) Bebauung wären, sich aber anders nicht zu helfen wussten (und nach der neuen Lesart im Stadtrat sogar richtig gehandelt haben).


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  22. Das „Familienunternehmen“ steuert diese Planung mehr als der Stadtrat. Dort stimmt man nur über die Fassaden ab, um in der „Fairtrade Stadt“ Jena nicht über die tatsächliche Optimierung der Rendite darin sprechen zu müssen. Denn während in der Realisierbarkeitsstudie noch von „Zielsetzungen für den Mieterbesatz / Branchenmix“ als Vergabekriterien die Rede war, ist trotz Veröffentlichung der Originalpläne nur bekannt, dass es „Shops“ geben wird, und zwar kleine und große. Die genauere Liste der Geschäfte ist intern selbstverständlich längst analysiert und durchgerechnet, geht aber offensichtlich außer dem zukünftigen Eigentümer des Platzes keinen Jenaer etwas an.

    Die Arroganz, mit der die Stadträte Peisker („grüne“ Partei), Liebscher und Löbel (beide „Arbeiterpartei“) hier auftreten, ist spätestens dann völlig unverständlich, wenn man einen Blick auf deren Stimmenzahl bei der Stadtratswahl 2009 wirft: Denis Peisker erhielt 690, Lutz Liebscher 111 und Janek Löbel sagenhafte 50 Stimmabgaben von über 85.000 Wahlberechtigten. Ihre Wählerschaft entspricht also in etwa ihrem erweiterten Bekannten- und Familienkreis. Fragt sich, wer hier eigentlich die „kleine Interessengruppe“ (Liebscher) darstellt. Solche „Demokraten“ sind in Wirklichkeit lediglich der Wurmfortsatz des Kapitals – Pardon: des „Familienunternehmens“.


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  23. Heidrun Jänchen | 26. September 2012 um 07:57 |

    Das kann ich ergänzen um die Aussage vom Investorenabend:
    Über die künftig geplanten Geschäfte könnte man natürlich nichts sagen, das sei Geschäftsgeheimnis. Aber es werde irgendwas mit Schuhen und Bekleidung werden. Das ist, wenn man sich den durchschnittlichen Branchenmix von Einkaufszentren oder auch Stadtzentren ansieht, eine völlig inhaltsleere Aussage, denn diese beiden Segmente sind überall überdurchschnittlich vertreten. Die einzige Alternative wäre ein Mix aus Billigläden und Handyshops. Insgesamt finde ich weder das eine noch das andere überzeugend, zumal bei der Ausschreibung für den Inselplatz ausdrücklich von Bekleidung abgeraten wurde. Damals wurde Outdoor/Elektronik/Frischemarkt empfohlen. Elektronik hat sich mit Saturn erledigt. Bei Outdoor scheint es einen derartigen Bedarf zu geben, dass Känguruh-Trekking ganz aus Jena weggezogen ist. Bleibt ein Gemüseladen …
    Es gibt nur eine einzige logische Schlussfolgerung: Der ECE-Bau wird in Jena keine Marktlücke stopfen, sondern gnadenlos gegen die Läden außerhalb der drei Center konkurrieren. Aber die scheinen immer noch zu glauben, dass alles nicht so schlimm kommen wird. In anderen Städten sind Einzelhändler, die um ihre Existenz fürchten, die Anführer des Protestes. In Jena schlummern sie seelig.


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  24. susi.töpfer | 26. September 2012 um 08:49 |

    Das schlimme ist doch, das dieses „Familienunternehmen“ von dem was sie sagen gar keine Ahnung haben und sich auf ein Gutachten berufen, speziell für den Einzelhandel, welches über 10 Jahre alt ist. Man sollte vor so einer Vergabe von weiteren ,ca. 16000 m² Ladenflächen, den tatsächlichen Bedarf klären. Dies geht wenn man mal die jetzigen m² aller Läden in der Innenstadt, die Flächen der Goethegalerie (hat sich um Saturn vergrößtert), der Jenaer Mitte und der neu errichteten Sonnenhöfe zusammenzählt.
    Wir haben gar kein aktuelles Entwicklungskonzept für Ladenflächen, für öffentlichen Parkraum, ganz zu schweigen für ein Konzept, wo die neuen Schulen hin sollen. Aber man will einfach mal die letzten Flächen der Stadt auf die schnelle verkaufen.

    Entschuldigt, aber auf so eine Idee käm noch nicht mal ein Kind in der Grundschule.


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  25. Simon Sachse | 26. September 2012 um 10:45 |

    @ susi.töpfer:
    Ich glaube alles, aber nicht, dass das Familienunternehmen keine Ahnung hat. Nach den Erfahrungen der letzten Jahre setzen sich Einkaufszentren wegen des optimierten Managements (die sorgen dafür, dass der Branchenmix perfekt ist, indem sie an Beisortimente billiger vermieten, ziehen mit Veranstaltungen und Ausstellungen Leute ins Center, werben offensiv) am Ende gegen den ortsansässigen Handel durch. Das heißt, das Eichplatz-Center wird ein Erfolg werden, so oder so. Aber andere Läden am Markt und noch weiter vom neuen Gravitationszentrum des Geldausgebens entfernt werden eingehen. Dann kann die Stadt nachdenken, wie sie mit dem Leerstand umgeht. Die Neugasse ist schon so eine Ecke, wo sich kaum ein Laden auf Dauer hält.
    Die Ahnung fehlt im Stadtrat. Ich habe langsam das Gefühl, die wollen nur noch zeigen, dass sie sich vom Bürger nicht reinreden lassen. Egal was es perspektivisch kostet.
    2014 wird abgerechnet.


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  26. Jenaer und Jenenser freuen sich | 26. September 2012 um 10:47 |

    Wer sind diese installierten Marionetten. Mit 2 Eigenschaften Machtgeilheit und Realitätsfremdheit.Alle Schaltzentralen werden im gesamten Land seit Jahren damit bestückt. Nicht das Volk hat sie eingesetzt.Schritt für Schritt wird die Demokratie untergraben.


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  27. Holger Herrmann | 26. September 2012 um 11:14 |

    @Simon
    Der B-Plan sieht doch kein Einkaufscenter mit einer Mall vor. Zum Erlebniseinkauf braucht es entweder eine Mall oder eine Fußgängerzone mit hoher Aufenthaltsqualität. Beides ist auf dem Eichplatz nicht vorgesehen.
    Es soll doch niemand glauben, dass die Menschen bei Wind und Wetter herbeieilen und durch die leeren Gassen um die Betonklötzer rennen und dann in Einzelgeschäften einkaufen.


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  28. Simon Sachse | 26. September 2012 um 12:39 |

    Wenn der Platz erst verkauft ist, kann alles mögliche passieren. Den Baukörper an der Kollegiengasse kann man ganz leicht umkrempeln. Angeblich liegen innen nur „Verkehrsflächen“ für Warenlieferungen. Aber die hat man ratzfatz zu Verkehrsflächen für Kunden umgewandelt. Die schmalen Gassen zwischen den Gebäuden kann man auch überdachen. Ist zwar nicht vorgesehen, aber in zwei, drei Jahren sicher „alternativlos“.
    Was passiert, wenn ein Investor sich nicht an den B-Plan hält, sieht man am Papageienhaus: nichts.
    Mein Glaube daran, dass sich der Stadtrat an selbstgemachte Regeln hält ist inzwischen … geschrumpft.


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  29. Holger Herrmann | 26. September 2012 um 12:49 |

    Es kann natürlich sein, ECE buddelt ein riesiges Loch und wir erfahren anschließend, was alles nicht geht und wie geändert werden muss.
    Dann hätten wir nur die Wahl zwischen einen ECE Einkaufscenter und einem Feuchtbiotop hinter Bauzäunen, die mit Graffiti verschönert sind.


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  30. Max Headroom | 26. September 2012 um 16:33 |

    Dann wäre ich für das Feucht-Biotop …


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  31. Simon Sachse | 26. September 2012 um 18:25 |

    Wir finden bestimmt einen seltenen Lurch dafür. Auf dem Goethe-Galerie-Baugruben-Teich schwammen auch immer Enten. Kinder mögen Enten. Also: Schule, Biotop und Spielplatz. Wer ist dafür?


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  32. gute Idee wir bauen auf das Dach (muß nur entsprechende Statik haben) ein großes Schwimmbecken und eine Gaststätte/Cafe.
    1. Haben wir gleich den Platz für den Schwimmsport aller Schulen im Zentrum, so dass in Lobeda endlich mehr Vereine und die Allgemeinheit wieder schwimmen kann.
    2. Dann kommen auch die gewünschten Touristen: wo kann man sonst beim Schwimmen vom Beckenrand in die Stadt schauen.
    3. Wir bauen es im stil von Hundertwasser, wo Bäume aus den Fenstern wachsen , dann ist Jena eine Attraktion.


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  33. Wie wäre es , wenn die Stadt die Grundstücke per Erbpacht ausschreibt für z.B. Wohnungsgenossenschaften oder Bauherrengemeinschaften ? Dafür gäbe es genügend Interessenten und im Erdgeschoß könnten trotzdem noch weitere Läden öffnen.Von mir aus auch Burger King. Dann müßten hier die Mieter auch keine 40 € je m² zahlen, so wird nämlich von ECE kaklkuliert. Ich denke Jenaer Einzelhändler können dies nicht und die Ketten sitzen schon in der Goethegalerie und der Neuen Mitte. Auch haben wir ja schon H&M und C&A. Aber bitte nur im Erdgeschoß. Ab dem 1 OG sollte man bereits Wohnungen bauen dürfen.


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  34. P.S. Ich bin auch für einen geänderten B-Plan, die Fläche vor dem Rathaus sollte frei bleiben. Man könnte hier auch wieder den Orchideenbrunnen wieder aufbauen. Ich habe gehört der wurde eingelagert. Man bräuchte nur ein Becken bauen und ihn wieder aufstellen. Ein bißchen Erinnerung an alte Zeiten ist für die älteren Jenaer auch nicht schlecht. Hier würden sich sicher viele Wohlfühlen, alt und auch jung. Für die Kinder war dies im Sommer immer ein toller Spielplatz. Ach ja leider hat man für Spielplätze im Stadtzentrum keinen Bedarf.


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  35. Muß jetzt wieder arbeiten, ich hoffe nur einige Entscheider der Stadt schauen auch mal hier rein.


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  36. susi.töpfer | 27. September 2012 um 13:15 |

    @bausepp: die schauen schon rein, aber dann kommt nur ein hämisches Grinsen raus. Ich habe mal ein Gespräch bei zwei Verwaltungsangestellten mit angehört, da glaubt man hier sind schnöde Meinungsmacher am Werk, die nicht als Representanz des Bürgerwillens zu werten sind. Für die sind wir nur eine Handvoll Nörgler, die man am besten links liegen läßt. Vor der Wahl hat sich Herr Peisker an einer Diskussion mal mit beteiligt. Ich denke aber, er tat dies recht widerwillig.


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  37. Hava Sanning | 27. September 2012 um 17:08 |

    Selbstverständlich nehmen sowohl die Mitarbeiter Verwaltung als auch die Verantwortliche in der Politik die hiesigen Meinungen nicht ernst. Wie schrieb der Geschäftsführer SPD-Fraktion kürzlich so schön „Meckerforum“…


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  38. Es sollte ursprünglich kein Jena 21 geben, nach dem Lesen der neuesten Meldung von Lobbycontrol über die Ausmaße der Manipulation zugunsten von S 21 kommt mir der Spruch „Nichts ist unmöglich …(J..a)“ in den Sinn.
    Ich hoffe es ist nur ein „Hirngespinst“.
    http://www.lobbycontrol.de/blog/index.php/2012/09/stuttgart-21-wie-die-bahn-den-burgermeister-wahlkampf-1996-beeinflusste/


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  39. Aus der Landeshauptstadt | 28. September 2012 um 20:20 |

    Was muss man da lesen?
    Die Jenaer Bürger werden als Meckerer wahrgenommen, wenn sie sich gegen dermassen schöne Bebauungspläne wehren?
    Da braucht ihir euch über eure Verwaltung und die ehrgeizigen Politiker doch nicht wundern….
    Macht weiter so, ich sag nur: Profil schärfen, so wird es auch was mit dem Status „Elitestadt“!


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  40. Denkmal Jena | 25. Juni 2013 um 20:49 |

    Ist der Entwurf und Standort des „Denkmal für die Verfolgten der kommunistischen Diktatur 1945-89“ verworfen worden, weil bereits damals ersichtlich war, dass sie mit dem Konsumtempel Eichplatz unvereinbar waren.
    Es geht dabei einzig um die räumlichen Dimensionen des Denkmals und der Bebauung des Platzes nach Investoren-Bebauungsplan-Eichplatz mit einer max. bebauten Fläche.
    Diesbezügliches Wissen konnten nur die verantwortlichen Städteplaner und jene Politiker der Stadt Jena besitzen, denen ein solches Wissen zugänglich war.

    http://www.google.de/imgres?imgurl=http://www.virtualdesigns.de/images/eichpl1.jpg&imgrefurl=http://www.virtualdesigns.de/plan/studien/eichplatzjena/index.html&h=963&w=1204&sz=647&tbnid=zP4Z4KcFJQtWEM:&tbnh=90&tbnw=113&prev=/search%3Fq%3Deichplatz%2Bjena%26tbm%3Disch%26tbo%3Du&zoom=1&q=eichplatz+jena&usg=__bqskUfEBqU_SHiJTopxyw5kbF5w=&docid=GDoLEeV4D2_4PM&hl=de&sa=X&ei=GtvJUeCkD8vT4QTux4GQCQ&sqi=2&ved=0CEEQ9QEwAw&dur=779


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  41. stefan.koster | 27. Juni 2013 um 15:02 |

    Spannende vermutung. Danach hätten sich aber die Bürger von Jena über Jahre an der Nase herumführen lassen. Darum brauchen wir auch künftig keinen Rummel alle viertel Jahre auf den Eichplatz – in Jena gibt es jeden Tag einen Rummel und die Geister aus der Geisterbahn sitzen in unserer Verwaltung.


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  42. http://www.virtualdesigns.de/images/inspersp.jpg

    sollte da auf dem inselplatz ein superparkhaus hin? lustig auch die kastenplanung neben dem rathaus „neues rathaus“.

    lächerliche kastenbauten, wie auch ind er neugasse sein bankgebäude.

    http://www.virtualdesigns.de/plan/studien/neugasse21jena/index.html


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  43. ne, das sollte ein „fachmarktzentrum werden

    http://www.virtualdesigns.de/images/inslp.jpg

    nur dann wäre der eichplatz weiter leer geblieben.

    die planer merken wohl immer noch nicht, dass ihnen die großen ankermieter in städten wie jena wegbrechen, weil die die kosten nicht mehr erwirtschaften können.

    baut doch im eg eine markthalle mit flexiblen ständen, auch für nachtflohmarkt o. ä. und darüber die uni. ob tiefgarage oder hochgarage muss man nach den örtlichen geologischen gegebenheiten sehen.


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  44. Heidrun Jänchen | 27. Juni 2013 um 19:07 |

    Es gab mal eine Planung, gegenüber dem Kupferhütchen ein Parkhaus zu bauen – das gilt inzwischen als stadtplanerische Todsünde. Jetzt ist das Parkhaus in der hinteren Inselplatzecke gegenüber (nicht ganz) der Schillerpassage geplant. Inwieweit das aber mehr als den Bedarf der Uni abdeckt, muss man sehen. Bisher gibt es keine hinreichend genauen Pläne dafür.
    Das Bankgebäude sieht dem heutigen Zustand doch ziemlich ähnlich, oder? Ist offenbar ungefähr das, was der Bauherr wollte – und es gibt echt hässlichere Bauten in Jena (siehe Magdelstieg).


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  45. denk mal Jena | 27. Juni 2013 um 20:43 |

    Im Erdgeschoss des neuen Gebäudes Ecke Karl-Liebknecht-Straße / Camsdorfer Straße befindet sich eine Großraumgarage. Das Erdgeschoss mit seinen vergitterten Fenstern erinnert eher an einen Knast bzw. Stall als ein an die umliegende Bebauung angepasstes Wohngebäude. Typischer „Baustil Neujena“.


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  46. aucheinBürger | 29. Juni 2013 um 00:30 |

    @denk mal Jena:
    Tatsache, als ich heute aus Jena-Ost kam, habe ich darauf geachtet. Das sieht ja wirklich scheußlich aus.
    Früher war mal das Erdgeschoß, die Eingangstür das Aushängeschild eines Hauses mit Schaufenstern, oder auch begrünten Vorgärten. Habe mich gerade noch daran erinnern können. Jetzt will man an solchen Häusern nur schnell vorbeifahren, nichts was da einladet. Und die Gitter wirken echt auch noch billig. Unsere Stadt wird mit jedem Neubau unattraktiver und an die Verhunzung des Eichplatzes, will ich gar nicht erst dran denken.
    Also mich wird man da nicht groß langbummerln sehen. Ich weiß gar nicht wann ich das letzte Mal Zeit und Lust zum Gassenwandeln hatte. Wenn ich in die Stadt fahre, dann fahre ich gezielt zur Wagnergasse oder auf unseren Marktplatz bzw. in das Eiscafè am Holzmakrt mit den Enkeln. Überhaupt, was bringt ein Ausflug mit Kindern noch in die Stadt außer Kino und Eis essen. Übrigens der schönste Spielplatz ist immer noch in Erfurt auf der EGA. Manchmal fahren wir auch nach Bad Kösen in den Zoo oder zum Rudern. Und dann gibt es in Saalburg einen niedlichen Märchenwald. Aber was hat Jena für Familienausflüge zu bieten ?
    Das einzige was mir da einfällt. Der Schleichersee öffnet wieder.


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  47. und dafür wurde ratz fatz nach der wende die kleine grünecke mit bänken abgerissen und es war jahrelang ein schandfleck.


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  48. @denk mal Jena: Volle Zustimmung. Das ist der Preis, den wir für eine veraltete Stellplatzsatzung aus der Zeit, als man noch an die autogerechte Stadt glaubte, zahlen. Aber wie ich letztens erstaunt festgestellt habe, wird ausgerechnet das von den Protagonisten hier, die sich sonst nicht genug für die lebenswerte Stadt und das Mikroklima einsetzen können, nicht moniert. Im Gegenteil, am liebsten würden sie den Faktor noch auf 2 Stellplätze je Wohnung erhöhen. Und von einer Befreiung von der staatlich verordneten Stellplatzpflicht per kommunaler Satzung, wie sie die ThürBO vorsieht und die in Jena überfällig ist, wollen sie nichts hören. So werden wir eben in den nächsten Jahren immer mehr solcher Häuser bekommen, was weder dem Stadtbild, noch den Mieten, noch einem umweltfreundlichen Mobilitätsverhalten zugute kommt.


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  49. Simon Sachse | 29. Juni 2013 um 23:31 |

    @ TomTom
    Die Leute, die sich hier für eine lebenswerte Stadt und das Mikroklima einsetzen, halten mehrheitlich die Eichplatzpläne für einen Fehler. Damit sollen täglich so zwischen 1000 und 1500 zusätzliche Einkaufstouristen in die Innenstadt gelockt werden, und dass die alle umweltfreundlich mit Bus und Bahn kommen, glaubt kein Mensch, wahrscheinlich nicht einmal der grüne Stadtentwicklungsdezernent. Meine Ideallösung ist eigentlich nicht die Erhöhung der Stellplatzzahl in der Innenstadt (die nach Zählungen derzeit durchaus in Ordnung ist, auch wenn man nicht immer genau den Wunschplatz bekommt), sondern die Verringerung der Bebauung. Es gibt einen Plan, die Eichplatz-Stellplätze unter die Erde zu verlegen und darüber irgendetwas zu machen – auch Grünanlagen.
    Die Zahl der Autos reduziert sich nicht, wenn man einfach irgendeine Satzung ändert und Hausbau ohne Stellplatzverpflichtung ermöglicht. Welchen Vorschlag haben Sie denn z. B. für Berufspendler oder Leute, die in den vom Nahverkehr nur spärlich bedienten Randgemeinden Jenas wohnen? Nicht jeder hat das Glück, zu Fuß auf Arbeit laufen zu können. Ich habe als Student unterm Landgrafen gewohnt. Da fährt nie ein Bus, und es geht verdammt steil bergauf. Für alte, gehbehinderte Leute oder Familien mit kleinen Kindern ist es sicher ein Riesenspaß, von da in die Stadt und zurück zu laufen. Inzwischen gibt es da oben nicht mal mehr einen Laden, wo man Lebensmittel kaufen könnte.
    Was nicht heißt, dass Tiefgaragen hässlich sein müssen. Es geht auch anders. Aber während man privaten Häuslebauern noch die Farbe für die Hauswand vorschreibt, schaut man bei größeren Projekten offenbar nicht so genau hin.


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  50. Tom Tom:
    Das Problem: man versucht das Zentrum bis auf den letzten cm zu verdichten ohne phantasievolle und abwechslungsreiche Fassaden. Nicht umsonst sind Hundertwasserhäuser touristische Attraktionen. Problematisch auch. Es fehlen jetzt schon überall Anwohnerparkplätze aus diesem Grunde hatte ich bei Neubauten 2 Stellplätze pro WE gefordert, wie es heute schon viele private Bauherren, siehe Friedensberg als Vorgabe haben, nur eben werden hier nicht alle gleich behandelt. Wenn man den Platz selbst nicht nutzt, kann man ihn an die Nachbarschaft vermieten.
    Hier ist meine erste Forderung:
    1. Alle Bauherren sollten gleich behandelt werden, egal ob man Jenawohnen heißt oder ob man am Eichplatz bauen möchte. Dazu kommen noch die Stellplätze für Handels- und Büroflächen in der Stadt.
    2. Bei den hohen Fahrpreisen für Familien für den Nahverkehr, können es sich manche Familien nur leisten mit den Auto in die Stadt zu fahren, egal ob von Cospeda oder von Lobeda. Bereits bei 2 Personen im Auto rechnet sich der Nahverkehr nicht mehr.

    Das häßliche Erdgeschoß in der Karl Liebknecht Straße ist auch nicht Resultat einer falschen Bauordnung, sondern der hier gewünschten Gewinnmaximierung. In Jena-Ost gibt es viele neu errichtete Wohnanlagen, welche eine Tiefgarage gaben, wo die Autos in der Erde verschwinden. Dies betrifft fast alle Neubauten in der Rosenstraße, Beutnitzer Straße … .Und die gestiegenen Investitionskosten sind nicht den sicher auch gestiegenen Betonpreisen sondern hauptsächlich den gestiegenen Grundstückspreisen (hochgejagt auch durch KIJ) und den neuen Energievorschriften geschuldet.
    Man hätte auch hier eine echte Tiefgarage bauen können. Aber gewisse Bauträger in Jena sind für ihre phantasielosen Einheitsbauten bekannt und so lange die Nachfrage das Angebot übersteigt, wird auch das verkauft.
    Deshalb bin ich auch froh über den neuen B-Plan in Jena-Nord. Es wird einigen Druck auch bei Eigentumswohnungen bzw. Bauprojekten nehmen. Übrigens ist hier die Nachfrage neben der Bahn schon heute hoch. Herr Drösel kann es sich leisten seine bahnfreudigen Grundstücke für 280 € auf den m² zu verkaufen. Dieses Jahr wurden bereits mehrere Grundstücke zu dem Preis verkauft und ich sehe hier dieses Jahr auch noch den Preis bei den nächsten Grundstücke auf 300 € steigen.

    Und zum guten Schluß:
    Wenn man eine autofreie Innenstadt möchte, muß die Politik dies offen und ehrlich kommunizieren und nicht so versteckt. Dann können sich die Bewohner darauf einstellen und müssen ja im Innenstadtbereich sich keine Wohnung nehmen, sondern wenn man nicht auf das Auto verzichten möchte, dann kann man sich auch ganz nett am Stadtrand einrichten. Dann weiß jeder der ins Zentrum zieht , ich brauch keine Auto sondern ein Fahrrad.

    Ich bin hier sogar offen für ein Experiment, aber bitte vorher die Bürger fragen, ob sie das auch so möchten.

    Wenn nicht, dann muß man sich auf die Bedürfnisse seiner Bewohner einstellen und Parkflächen schaffen, egal ob über oder unter der Erde. Es gibt Städte, die lassen Parkhäuser bauen, warum nicht Jena? Wer dann für den Parkplatz nicht zahlen möchte oder sein Auto direkt vor der Haustür stellen möchte, muß sich halt bei der Parkplatzsuche beteiligen oder schafft sein Auto ab. Man muß doch aber in einer Großstadt die verschiedenen Bedürfnisse der Bewohner unter einen Hut bringen.


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