35.000 Euro für Erfurter Innovationsnetzwerk „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ |

35.000 Euro für Erfurter Innovationsnetzwerk „Bildung für nachhaltige Entwicklung“

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Erfurt. Mit 35.000 Euro unterstützt das Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen eines Wettbewerbs zur Förderung von lokalen Bildungs- und Kompetenznetzwerken ein Kooperationsprojekt, das die Universität Erfurt zusammen mit der Stadt Erfurt, dem Thüringer Institut für akademische Weiterbildung (TIAW e.V.) und der Koordinationsstelle UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ Thüringen angestoßen hat. Gemeinsam wollen die Kooperationspartner im Rahmen eines Innovationsnetzwerks „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ in Erfurt Strukturen und Projekte im Sinne der „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ vorantreiben. Vertreter der Universität Erfurt haben in Berlin den Preis entgegengenommen.

„Unser Ziel ist es, die vorhandenen Kompetenzen vor Ort zu bündeln und vor allem Partner aus Wirtschaft und Technologie, speziell im Bereich Elektromobilität oder erneuerbare Energien, für unsere Sache zu gewinnen“, erklärt Prof. Dr. Alexander Thumfart, der zusammen mit Prof. Dr. Sandra Tänzer von der Universität Erfurt den Förderantrag gestellt hatte. „Gemeinsam wollen wir es schaffen, innovative Technologie-Ansätze mit erfolgreichen Bildungsprojekten zu verknüpfen und solche Angebote weiter auszubauen. Im ‚Studium Fundamentale Nachhaltigkeit’ sind an der Universität Erfurt bereits zahlreiche engagierte Projekte in diesem Bereich auf die Beine gestellt worden, so dass wir auf einige Ideen und Erfahrungen zurückgreifen können, die wir nun noch weiter professionalisieren und für die wir auch weitere Projektpartner in der Wirtschaft gewinnen wollen.“ Dass sich die Kooperationspartner dabei besonders auf nachhaltige Mobilität und erneuerbare Energien konzentrieren wollen, kommt dabei nicht von ungefähr, sondern entspricht genau den Schwerpunktsetzungen des integrierten Stadtentwicklungskonzeptes „Erfurt 2020“. In der Thüringischen Landeshauptstadt soll handlungsorientiertes Lernen im Hinblick auf Nachhaltigkeit noch stärker auch im schulischen Bereich verankert und mit bisherigen Maßnahmen zur nachhaltigen Stadtentwicklung, zum Lernen vor Ort und der Lokalen Agenda 21 verknüpft werden. Dabei leisten die Hochschulen im Sinne von Service Learning einen wichtigen Beitrag, weil sie Lehre mit praktischem Handlungs- und Gestaltungwissen sowie mit Berufskompetenz verschränken. Gleichzeitig können die zivilgesellschaftlichen Akteure Bildung für nachhaltige Entwicklung in die Gesellschaft hineintragen. „Durch die Verknüpfung von Theorie und Praxis, also wissenschaftlichem Input, der in der Wirtschaft bzw. in der Praxis ergänzt und schließlich in die Tat umgesetzt wird, bekommt das Innovationsnetzwerk Kraft, das wechselseitige Lernen verleiht ihm dabei seinen besonderen Charme“, erklären die Vertreter der Universität. „Unsere Studierenden arbeiten an ganz konkreten Dingen und liefern Knowhow in die Wirtschaft, das am Ende der gesamten Region zugute kommt.“ Das Preisgeld soll nun dazu verwendet werden, die Akteure entsprechend zu professionalisieren und weiterzubilden. Außerdem sollen neben einer Website weitere Handreichungen entstehen, die der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden.

Prof. Dr. Sandra Tänzer: „In einem ersten Schritt haben wir für unser Vorhaben eine Steuerungsgruppe aus Vertretern der im Netzwerk verbundenen Einrichtungen gegründet. Sie soll künftig unsere Aktivitäten koordinieren, Musterverträge für neue Projekte erstellen, Best-Practice-Beispiele sammeln und so weiter. Und schon zum nun startenden Wintersemester soll es mit zahlreichen Veranstaltungen im ‚Studium Fundamentale‘ weitergehen, in denen wir konkrete Projekte innerhalb des Netzwerkes anstoßen und unterstützen werden“.