Das Arbeitskräftepotential im Land wird kleiner |

Das Arbeitskräftepotential im Land wird kleiner

CDU-Fraktion-Th-Landtag

Erfurt.  „Der Thüringer Arbeitsmarkt wird durch zwei gegenläufige Entwicklungen gekennzeichnet. Für Arbeitslose mit größeren Vermittlungshindernissen trüben sich die Aussichten etwas ein. Zugleich schrumpft dennoch das vorhandene Arbeitskräftepotential“. Das hat die arbeitsmarktpolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion, Elke Holzapfel, zu den heute vorgelegten Arbeitslosenzahlen gesagt. Gute Arbeitsmarktpolitik heißt daher für Holzapfel weiterhin, ausreichend attraktive Löhne zu zahlen, die vorhandenen Potentiale zu qualifizieren und auszuschöpfen und für Problemgruppen keine weiteren Vermittlungshindernisse aufzubauen.

Die Arbeitslosenquote ist in Thüringen sowohl im Vergleich zum Vormonat August wie zum Vorjahresmonat September 2011 auf jetzt acht Prozent zurückgegangen. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten ist erneut gewachsen und die Unterbeschäftigung auf jetzt 125 800 Personen zurückgegangen. „Das ist die Anzahl der Menschen, die für eine Arbeitsaufnahme wenigstens grundsätzlich zur Verfügung stünden. Das ist angesichts der Tatsache, dass zurzeit reichlich eine Million Menschen in Thüringen einen Arbeitsplatz haben und sich in den nächsten Jahren altersbedingt ein hoher Ersatzbedarf ergibt, nicht sonderlich viel“, sagte Holzapfel.

Erfreulich ist nach ihren Worten, dass die Arbeitslosigkeit insbesondere bei jungen Menschen überdurchschnittlich gesunken ist und nach Angaben des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung auch nur noch vier Prozent der ostdeutschen Jugendlichen für eine Ausbildung in den Westen gehen. „Es gilt, die jungen Leute auch nach der Ausbildung durch anständige Löhne an das Land zu binden. Unsere Aufmerksamkeit muss aber auch der Generation 55plus gelten, in der noch immer mehr als zehn Prozent arbeitslos gemeldet sind. Da liegen Ressourcen brach“, ist Holzapfel sich sicher.

Abschließend warb sie dafür, Lohnuntergrenzen so zu gestalten, dass sie nicht für die zum Hindernis werden, die es am Arbeitsmarkt ohnehin schwerer haben. „Eine regelmäßige Arbeit mit einem Zuschuss ist in jeder Hinsicht besser als mit Stütze vom Amt zu Hause zu sitzen“, so die Abgeordnete.

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