Ilmenauer Studenten gewinnen renommierten deutschen Filmpreis |

Ilmenauer Studenten gewinnen renommierten deutschen Filmpreis

Auszeichnungsveranstaltung in Berlin: Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (ganz links) und Laudatorin Petra Felten-Geisinger, Geschäftsführerin der BUBBLES Film GmbH, übergaben den Preis an die Ilmenauer Studenten Matthias Krüger, Philipp Reinhart und Thilo Gundelach (v. l. n. r.). (Foto: TU Ilmenau)

Ilmenau. Drei Studenten der TU Ilmenau haben beim diesjährigen Deutschen Wirtschaftsfilmpreis einen hervorragenden zweiten Platz in der Kategorie Nachwuchsfilm belegt. Der vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie im Jahr 1968 gestiftete Preis ist einer der ältesten deutschen Filmpreise, er wurde in diesem Jahr zum 45. Mal verliehen. Die Auszeichnung dient der Förderung deutscher Filme, die sich mit Themen der modernen Industrie- und Dienstleistungsgesellschaft in der Bundesrepublik Deutschland befassen.

Die Ilmenauer Preisträger Thilo Gundelach, Matthias Krüger und Philipp Reinhart wurden für ihren Film „BIONADE – Trink was Gutes!“ ausgezeichnet. Die drei filmbegeisterten Studenten der Angewandten Medienwissenschaft waren bei ihrer Recherche nach einem interessanten Thema für ein Studienprojekt im Frühjahr 2011 auf das im unterfränkischen Ostheim angesiedelte Unternehmen gestoßen. BIONADE ist ein biologisches Erfrischungsgetränk, das gebraut wird, aber dennoch keinen Alkohol enthält. „Das ist einzigartig, und es hat uns fasziniert, wie es der bodenständigen Familienbrauerei gelungen ist, aus einer scheinbar undurchführbaren Idee eine international bekannte Marke zu schaffen“, so Thilo Gundelach.

Insgesamt zehn Tage drehten die von Seiten der TU Ilmenau von Oliver Klosa (Fachgebiet Kommunikationswissenschaft) und von Seiten der BIONADE GmbH von Susanne Seufert betreuten Studierenden in der Heimat des Unternehmens, der idyllischen Rhön. Ihre Ausrüstung bestand dabei lediglich aus einer videofähigen Spiegelreflexkamera, einem Stativ und einem Ton- und Lichtset, das Budget betrug: null Euro. Umso wichtiger war es, ein gutes Konzept in der Tasche zu haben, und an diesem hatten die drei Studenten viele Wochen zuvor getüftelt. Neben den Hauptdarstellern von BIONADE übernahmen die Filmemacher selbst, ihre Familien und Freunde zahlreiche Statistenrollen, auch die Kindertagesstätte der TU Ilmenau unterstützte das Projekt für eine kurze Einstellung. Bis zur Fertigstellung des vierminütigen Films im Januar 2012 fielen weitere unzählige Arbeitsstunden an, und auch die Musik produzierten die Studenten selbst. Am Ende stand ein Imagefilm, der die Herstellung und Sortenvielfalt der BIONADE-Getränke eindrucksvoll illustriert und darüber hinaus von den außergewöhnlichen Menschen und dem Unternehmen hinter dem Produkt erzählt. „Wir wollten zeigen, dass BIONADE mehr ist als ein einfaches Erfrischungsgetränk, sondern auch für Leidenschaft, Kreativität, Durchhaltevermögen und den Mut, etwas scheinbar Verrücktes zu tun, steht“, erklärt Matthias Krüger.

Das ist den Ilmenauer Filmemachern offenbar hervorragend gelungen: Als einziges studentisches Team unter den fünf Nominierten der Nachwuchskategorie konnten sie mit dem 2. Platz sogar eine professionelle ZDF-Produktion hinter sich lassen und mussten sich lediglich den Absolventen einer renommierten Filmakademie geschlagen geben. „Dieser Preis ist eine großartige Auszeichnung für uns“, freut sich Philipp Reinhart. „Für uns ist sie der Beweis, dass man als Student mit einfachen Mitteln einen hochwertigen Film produzieren kann, wenn man von seiner Idee überzeugt ist und sie mit Ehrgeiz verfolgt. Hier sehen wir durchaus Parallelen zu unseren Protagonisten von BIONADE selbst“, fügt er lächelnd hinzu. „Ihnen und allen anderen, die uns unterstützt haben, sagen wir von Herzen Dank.“

Auch an der Universität ist man stolz auf die Auszeichnung. Rektor Professor Peter Scharff: „Dieser Preis ist einer der renommiertesten Filmpreise Deutschlands. Wir freuen uns sehr, dass zum ersten Mal ein Filmprojekt der TU Ilmenau nominiert wurde. Das zeigt einmal mehr das hohe Niveau unserer Ausbildung, was längst auch für unseren interdisziplinär aufgestellten Medienbereich gilt. Den drei Preisträgern gilt meine große Anerkennung und herzliche Gratulation!“

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