FC Carl Zeiss Jena am Samstag zu Gast in Leipzig |

FC Carl Zeiss Jena am Samstag zu Gast in Leipzig

FC Carl Zeiss Jena

Jena. Der FC Carl Zeiss Jena gegen den 1. FC Lokomotive Leipzig. Am Samstag, den 29.09. (Anstoß 13.30 Uhr in der WM-Arena, dem ehemaligen „Zentralstadion“), wird es am 6. Spieltag der Regionalliga Nordost die nunmehr 88. Auflage dieses Klassikers des ostdeutschen Fußballs geben.

Mit aus FCC-Sicht 27 Siegen und 33 Niederlagen spricht die Statistik zwar leicht zu Gunsten des 1. FC Lok – die Statistik der aktuellen Saison macht hingegen unseren FC Carl Zeiss Jena zum leichten Favoriten. Von den bisherigen fünf Saisonspielen des 1. FC Lok gingen vier verloren. Lediglich gegen Greif Torgelow behielten die Sachsen mit 3:1 die Oberhand. Jenas Trainer Petrik Sander gibt sich selbstbewusst – aber respektvoll. „Dass wir nach Leipzig fahren, um dort gewinnen zu wollen, sollte für uns alle selbstverständlich sein. Hingegen ist es keine Selbstverständlichkeit, dass dies am Ende auch so eintritt.“

Die Aufgabe nicht leichter macht der sorgenvolle Blick Sanders ins FCC-Lazarett. Zwar wird es bei Torwart und Kapitän Tino Berbig nach überstandener Prellung wohl für Samstag reichen, aber hinter den Einsätzen von Przemyslaw Trytko und René Eckardt stehen dicke Fragezeichen. Während der polnische Stürmer, der in der Partie gegen die TSG Neustrelitz verletzungsbedingt ausgewechselt werden musste, noch immer an einem Muskelfaserriss laboriert, plagt sich Jenas Flügelspieler mit einer auf den Oberschenkel ausstrahlenden Rückenverletzung. Die langzeitverletzten Tom Geißler (im Aufbautraining nach Innenbandanriss) und Richard Kolitsch (Knöchelverletzung) fehlen am Samstag ohnehin. Die endgültige Entscheidung, ob Trytko und Eckardt noch fit und mit in den Bus nach Leipzig steigen werden, wird wohl erst am Samstagmorgen fallen.

Der Tatsache, dass es für die Jenaer Mannschaft anstelle des Bruno-Plache-Stadions nun mit der WM-Arena in die Heimspielstätte von Ortsrivalen RB Leipzig geht, kann Sander durchaus Positives abgewinnen. „Ich denke, dass es für uns eher ein Vorteil ist als für Lok, die ja irgendwie auch Gäste im Zentralstadion sind. Darüber hinaus sitzen die Fans nicht so eng am Spielfeld wie im Bruno-Plache-Stadion, was auch immer etwas Heimvorteil nimmt.“ Auf tolle Unterstützung kann sich in jedem Falle auch der FCC freuen. Der Sonderzug aus Jena ist mit 350 Zeiss-Fans restlos ausgebucht. Darüber hinaus wurden im Jenaer Ticketcenter bereits 600 Gästekarten im Vorverkauf abgesetzt, was durchaus darauf schließen lässt, dass sich eine vierstellige Zahl von Zeiss-Fans auf den Weg nach Leipzig machen wird, um ihren FCC vor Ort lautstark zu unterstützen. Für kurzentschlossene Fans wird es in jedem Falle an den Tageskassen noch ausreichend Tickets (Block D) geben. Für alle Jena-Fans, die individuell mit dem Pkw anreisen, stehen Parkmöglichkeiten im nördlichen Bereich der WM-Arena auf dem Parkplatz Goyastraße (nahe Gästeblockeingang) zur Verfügung.

Auf eine zahlreiche Unterstützung durch den eigenen Anhang setzt auch Trainer Petrik Sander. „Ich hoffe auf viele Jena-Fans vor Ort, denn unsere Mannschaft braucht diese Hilfe. Wir wollen in Leipzig gemeinsam etwas reißen und dann gemeinsam auch etwas zu feiern haben.“