Witt kritisiert Situation Beschäftigter bei Bündnispartnern von Umfairteilen |

Witt kritisiert Situation Beschäftigter bei Bündnispartnern von Umfairteilen

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Erfurt. Sehr geehrte Damen und Herren, zu den gestern in vielen Städten durchgeführten Aktionen des Bündnis Umfairteilen erklärt der gewerkschaftspolitische Sprecher und Vize der Thüringer LINKE Sandro Witt:

„Ich unterstütze als Gewerkschafter die Forderungen des Bündnisses beispielsweise nach Einführung einer Vermögenssteuer und freue mich vor allem über die vielen kreativen Aktionen am heutigen Tage auch in Thüringen. Wenn ich aber dieses wichtige Bündnis näher betrachte, stehen hier unzählige Organisationen zwar geschlossen für die richtige Sache gemeinsam öffentlich ein aber aus gewerkschaftlicher Sicht ist es eigentlich ein problematisches Verhältnis.“

Meine Erwartung an den Tag danach sind ordentliche Tarifverträge einiger Bündnispartner mit den DGB Gewerkschaften

„Das Zurückstellen der eigenen Interessen für einen gemeinsamen Aktionstag und so verstehe ich den Charakter dieses Bündnisses ist in der Sache vernünftig. Wer aber die Umverteilung des gesellschaftlichen Reichtums einfordert, darf auch bei sich selbst nicht halt machen. Nach diesem erfolgreichen, gemeinsamen, bundesweiten Auftreten ist es an der Zeit Nägel mit Köpfen zu machen. Die Mitgliedsorganisationen des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes deren Tarifverträge mit bspw. christlichen Gewerkschaften abgeschlossen wurden, können jetzt ein deutliches Zeichen setzen in dem sie diese Billigverträge kündigen und auf die im Bündnis vertretene Gewerkschaft ver.di zugehen. Das wäre ein politisches Zeichen des Paritätischen, dass die gemeinsamen Forderungen auch ernsthaft voran getrieben werden sollen. Nebenbei würde es tausenden Beschäftigten helfen ihre Situation real zu verbessern.“

Katholische Arbeitnehmerbewegung (KAB) unterstützen und stärken

„Am meisten erfreut hat mich die Unterstützung der Katholischen Arbeitnehmerbewegung. Deren Forderungen nach mehr Mitbestimmung auch in kirchlichen Einrichtungen muss dringend unterstützt werden. Kirchliche Arbeitsstätten gelten rechtlich meist als frei von betrieblicher Mitbestimmung. Mitbestimmung darf aber weder vorm Betriebstor noch vor den Kirchentoren enden. Die KAB will das ändern. Die Bündnispartner werden diesen Kurs sicher zu Gunsten der kirchlich Beschäftigten unterstützen“, zumindest erhofft sich Witt eine produktive Zusammenarbeit des Bündnisses auch in diese Richtung.

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