Bioenergieregion gründet Genossenschaft und lädt BürgerInnen zum Mitmachen ein |

Bioenergieregion gründet Genossenschaft und lädt BürgerInnen zum Mitmachen ein

Vordergrund: Photovoltaikanlage Barfusshaus, Hintergrund: PV_Anlage Rittergut Nickelsdorf (Foto: Ronny Kilian)

Eisenberg. Dass sich mit einer Solarstromanlage auf dem eigenen Dach Geld verdienen lässt, weiß mittlerweile fast jeder. Doch was ist, wenn man kein eigenes Dach hat oder das zur Verfügung stehende „Kapital“ nicht für diese Investition ausreicht? Wer trotzdem an der Energiewende teilhaben möchte und nicht dabei zusehen will, wie sich beim Nachbarn mit Solaranlage der Stromzähler rückwärts dreht, der kann in Kürze Mitglied in der Genossenschaft „BürgerEnergie Saale-Holzland“ eG werden. Derjenige, der dort Anteile zeichnet, investiert sein Geld nicht irgendwo, sondern weiß, wo er es anlegt und was er damit bewirkt. Und das ist fürwahr nicht ganz selbstverständlich bei allem, was man von den Finanzmärkten derzeit so hört. Die Energiegenossenschaft wird hier im Landkreis Anlagen errichten, die erneuerbare Energie erzeugen. In erster Linie werden das  Photovoltaikanlagen auf Hausdächern sein. Ebenso ist es auch denkbar, z.B. die neue Holzheizung oder das Blockheizkraftwerk einer Schule zu bauen und zu betreiben und die Energie dann an die Schule zu verkaufen.  Dies wäre ein sogenanntes Contracting-Modell, die Genossenschaft würde also zum Energieversorger. Die BürgerEnergie eG will damit in erster Linie für umweltfreundliche Energie aus der Region für die Region sorgen. Für die Mitglieder soll zudem noch eine recht passable Rendite für ihr investiertes Geld drin sein: „Wir haben unsere Vorhaben vernünftig und sauber durchkalkuliert.“, so Thomas Winkelmann, Mitarbeiter der Bioenergieregion: „Für die ersten Anlagen können wir von einer Rendite von zweieinhalb bis drei Prozent ausgehen. Wenn wir mit vielen Mitgliedern, also mit genügend Eigenkapital starten, sieht die Prognose eher noch günstiger aus.“ Um nun in der Energiegenossenschaft dabei zu sein, braucht man keine riesigen Summen zu investieren: bereits mit einem Anteil von 500,- Euro ist man dabei, eine Obergrenze gibt es bei 25.000,- Euro. Wie bei einer Genossenschaft üblich, hat jeder nur einfaches Stimmrecht, ganz egal wie viel Geld er einbringt. Mit der Umsetzung der Energiegenossenschaft wird ein wichtiger Beitrag zur Versorgung des Landkreises mit umweltfreundlicher und dennoch bezahlbarer regional erzeugter Energie geleistet.
Das sieht auch Landrat Andreas Heller so, der, wie das gesamte Team der Bioenergieregion, zu den Gründungsmitgliedern zählen wird. Wer nun selbst auch Teil der regionalen Energiewende werden möchte, der kann sich am Telefon der Bioenergieregion unter 036693-230944 informieren und zur Gründungsversammlung der „BürgerEnergie Saale-Holzland“ eG am 15. Oktober, um 19.30 Uhr in das Landratsamt Eisenberg kommen.

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