Thüringen stark bei Bildungstest |

Thüringen stark bei Bildungstest

Christoph Matschie_Landtag (Foto: Martina Nolte / Lizenz: Creative Commons CC-by-sa-3.0 de)

Erfurt. Thüringen hat mit starken Ergebnissen beim ersten deutschen Ländervergleich von Deutsch und Mathematik im Grundschulbereich abgeschlossen. „Die Thüringer Schüler erreichten in allen getesteten Kategorien Werte in der Spitzengruppe. Nur zwei andere Länder – nämlich Bayern und Baden-Württemberg – schaffen es ebenfalls, durch die Bank besser als der Durchschnitt abzuschneiden.“

Neben den guten Kompetenzwerten zeigt der IQB-Ländervergleich 2011 eine weitere Stärke des Thüringer Schulsystems: „Die Bildungschancen in Thüringen sind günstiger verteilt. Überall bestimmt die soziale Herkunft den Bildungserfolg. Aber Thüringen, Brandenburg und Sachsen schaffen es, diesen Zusammenhang relativ gering zu halten. Das ist und bleibt wichtig: Denn es ist eine Frage der Gerechtigkeit und der Zukunftsfähigkeit. Wenn wir den wachsenden Fachkräftebedarf erfolgreich begegnen wollen, brauchen wir die klügsten Köpfe.“

Matschie sieht in der Studie eine Bestätigung für die erfolgreiche Arbeit aller Pädagogen im Land: „Das gute Abschneiden der Thüringer Schüler ist das Ergebnis guten Unterrichts unserer engagierten Lehrer und Erzieher.“ Dieses Engagement zeigt sich auch in der Nutzung von Fortbildungsveranstaltungen: „89 Prozent der repräsentativ befragten Grundschullehrer haben eine Fortbildungsmaßnahme genutzt. Das ist deutschlandweit spitze.“

Der aktuelle Ländervergleich bedeutet für Matschie auch einen klaren Auftrag für die Zukunft: „Bessere Schule bleibt unser Ziel. Thüringen kann Bildungsland Nummer eins werden. Unser Hauptproblem zeigt sich dabei erneut im hohen Alterdurchschnitt der Lehrerinnen und Lehrer – gerade auch im Grundschulbereich. Es war ein Fehler der Vorgängerregierung, in der Vergangenheit notwendige Einstellungen hinauszuschieben. Wir sind jetzt auf dem richtigen Weg, dieses schwere Erbe abzuarbeiten. In den kommenden beiden Jahren planen wir insgesamt 800 Neueinstellungen – ein Großteil davon im Grundschulbereich.“

4 Kommentare zu "Thüringen stark bei Bildungstest"

  1. „Das gute Abschneiden der Thüringer Schüler ist das Ergebnis guten Unterrichts unserer engagierten Lehrer und Erzieher.“

    —> Auf keinen Fall aber hat Christoph Matschie auch nur das Entfernteste damit zu tun! Vom internationalen Vergleich zu schweigen.


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  2. gut ist relativ – hier ein paar Stimmen aus der Presse

    die OTZ schreibt unter anderem dazu am Samstag:

    …“ die soziale Herkunft besitzt immer noch entscheidenden Einfluss auf den Bildungserfolg…“ () neu für Thüringen ist, dass der soziale Hintergrund nicht mehr ganz so wichtig wie früher zu sein scheint. Hier liegt das Land inzwischen im nationalen Durchschnitt, nachdem es bei früheren Tests eher negativ aufgefallen war.“ und weiter …“ Dennoch ernüchtert der Blick auf die Detailergebnisse. So verfehlte jeder achte Thüringer Schüler in Mathematik den Mindeststandard. Jeder fünfte Schüler erreichte ihn gerade so. Bei der höchsten Kompetenzstufe der Lesekompetenz zählte Thüringen gar zu den schlechtesten Ländern.

    Soziale Entwarnung gibt es leider auch bei PISA nicht wie wir erfahren:…“Der Anteil der Schüler mit schwachen Leistungen war gesunken – wenn auch die Angabe wohin fehlt – Jedoch unterschieden sich die Ergebnisse der Schüler stark nach ihrem sozialen und ökonomischen Umfeld.“

    Die Bertelsmann Studien sind in diesem Thema noch prägnanter – sie stellen die Chancengleicheit an Schulen als mangelhaft dar. Jeder der weiß was ein mangelhaft im Zeugnis von Schülern bedeutet weiß welche Note Matschie hier bekommen hat.

    Zum Thema sozial schwache Schüler – da man bei der Definition von sozialschwach vom Familieneinkommen ausgeht – und wir hier wohlgemrkt im Billiglohnland Thüringen leben dürfen – dürfte die Definition auf ziemlich viele thüringische Schüler zutreffend sein. Ein Grund zum Feiern sieht bei beiden Theata für mich anders aus. Sorry Herr Matschie Daumen nach unten.


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  3. Jenaer und Jenenser freuen sich | 8. Oktober 2012 um 16:14 | Antworten

    Nur noch Parolen ohne Inhalte ! Hier ist etwas interessantes zur Bildung:

    Macht-Lernen-dumm ?

    http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1720560/Macht-Lernen-dumm%253F#/beitrag/video/1720560/Macht-Lernen-dumm%3F

    Kreative Menschen werden nicht dümmer aber sie langweilen sich oft in der Schule. Dagegen Strebertypen werden häufig nicht schlauer dabei. Der Abschluß kann in Notenform sehr gut aussehen. Sie werden dann blind von schon solchen augebildeten Strebern übernommen und in der Wirtschaft eingestellt.

    Dann machen nur noch Kleider Leute. In unserer Politik und anderen Sparten spiegelt sich dieser Geist wider.


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  4. Jenaer und Jenenser freuen sich | 8. Oktober 2012 um 16:27 | Antworten

    Damit meine ich den Matschie.Dieser Satz sagt alles:
    „…Dieses Engagement zeigt sich auch in der Nutzung von Fortbildungsveranstaltungen: „89 Prozent der repräsentativ befragten Grundschullehrer haben eine Fortbildungsmaßnahme genutzt. Das ist deutschlandweit spitze.“

    Abhacken und die preußische Welt ist ringsum i.O.


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