Vor dem Spiel des FC Carl Zeiss Jena gegen Rathenow |

Vor dem Spiel des FC Carl Zeiss Jena gegen Rathenow

FC Carl Zeiss Jena

Jena. Nach dem torlosen Remis beim FSV Zwickau muss unser FCC in dieser englischen Woche am Sonntag, den 7. Oktober gegen den FSV Optik Rathenow ran (Anstoß ist 13.30 Uhr im Ernst-Abbe-Sportfeld).

Trainer Petrik Sander, der sich nach dem Unentschieden in Zwickau unter dem Strich zufrieden mit dem Ergebnis aber auch durchaus kritisch zur Leistung seiner Mannschaft äußerte, sieht Steigerungspotenzial aber auch Dinge, auf denen sich aufbauen lässt: „Gegen Rathenow muss nicht alles besser werden. Denn was unser Abwehr- und Deckungsverhalten betrifft, da sind wir schon einen Schritt weiter. Dennoch haben wir unbestritten noch viel Luft nach oben.“ Kritisch sieht Petrik Sander, „dass es in Jena nach zwei guten Spielen totale Euphorie herrscht, während nach zwei schlechten Spielen sofort der Teufel an die Wand gemalt wird“, und wirbt weiter um Geduld. „Wir sind auch nicht zufrieden. Aber dafür gibt es objektive Gründe. Aber es gibt nicht nur Schwarz und Weiß – es gibt auch Grauzonen.“

Grau ist aktuell auch noch der Blick in das FCC-Lazarett. Zwar wird der zuletzt beim 0:0 in Zwickau wegen einer Achillessehnenreizung geschonte rechte Außenverteidiger Ronald Wolf wieder ins Training einsteigen, dennoch steht hinter seinem Einsatz gegen den Tabellenneunten aus Brandenburg ein großes Fragezeichen. Ob Sander wieder auf René Eckardt wird zurückgreifen können, ließ Jenas Trainer ebenfalls offen. „Er trainiert wieder mit, und bei ihm sieht es schon deutlich besser aus. Aber wir müssen abwarten.“. Gute Nachrichten gibt es bei Tom Geißler. Der von RB Leipzig zum FCC gewechselte und auf Grund seiner spielerischen Fähigkeiten schmerzlich vermisste Mittelfeldakteur soll in der kommenden Woche wieder ins Mannschaftstraining einsteigen. Am Sonntag freilich wird er definitiv fehlen – ebenso wie Richard Kolitsch.

Daran, dass man das Spiel am Sonntag gegen den FSV Optik Rathenow natürlich gewinnen will, ließ Sander keinen Zweifel. Um dies zu bewerkstelligen, will sich Jenas Trainer „etwas einfallen lassen, um das Offensivspiel anders zu ordnen. Wir müssen mehr Spieler vor den Ball bekommen, um vorn mehr Anspielstationen zu haben. Dafür muss man auch auf den einen oder anderen langen Ball – auch wenn dies ein für diese Regionalliga durchaus typisches Spiel ist – verzichten, um Spielern die Chance zu geben, diese mitzunehmen, nachrücken zu können.

Beim FSV fallen mit Benjamin Wilcke und Leon Hellwig zwei weitere Stammspieler für längere Zeit aus, ebenso wie zuvor schon Sascha Tröger, Vasilios Tsiatouchas und Damir Coric. Letzterer stieg zwar dieser Tage wieder ins Training ein, aber Rathenows Trainer Ingo Kahlisch stellte unmissverständlich klar: „Wir werden die Partie natürlich nicht herschenken. Aber angeschlagene Akteure werden am Sonntag nicht zum Einsatz kommen. Einige Anschlusskader werden ihre Chance bekommen. Das Ziel bleibt ein Punkt.“

Nicht nur auf Grund dieser Äußerung erwartet Petrik Sander für Sonntag ein Geduldspiel: „Bei dieser Zielstellung der Gäste muss man davon ausgehen, dass Rathenow versuchen wird, sich hinten einzumauern. Die Rathenower werden sicher sehr tief stehen und bei zwei kopfballstarken Leuten, die sie vorn drin haben, mit langen Bällen ihr Glück versuchen. Aber – wer in Cottbus 3:2 gewinnt, der ist nicht ganz ohne. Da muss man aufpassen – vor allem bei Standards, um dann nicht der Post hinterher zu rennen.“

Übrigens: In der Geschichte gab es bisher zwei Aufeinandertreffen zwischen unserem FCC und dem FSV Optik Rathenow. In der Regionalliga-Saison 1994/1995 standen sich beide Vereine zweimal gegenüber. Beide Duelle konnte unser FCC unter Trainer Eberhard Vogel für sich entscheiden. Beim Hinspiel am 30.10.1994 im Ernst-Abbe-Sportfeld brachten Jens Gerlach und Mark Zimmermann den FCC mit 2:0 in Front. Gunnar Hintz sorgte mit seinem Treffer für die Gäste für den Endstand. Beim Rückspiel im Stadion „Am Vogelgesang“ am 27.04.1995, erzielten Heiko Weber und Michael Molata die Treffer zum 2:0-Auswärtserfolg unseres FCC.

Es bleibt die Hoffnung, dass diese weiße Weste auch am Sonntag weiter Bestand haben wird. Stadiontore und –kassen öffnen 12.30 Uhr.

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