OB Schröter: Keine Panik, alles chillig, es gibt Schotter…aber keinen Wohnraum |

OB Schröter: Keine Panik, alles chillig, es gibt Schotter…aber keinen Wohnraum

Der Oberbürgermeister nimmt Stellung – Hauptwohnsitz schlägt ein!

Jena. Die 10. Hauptwohnsitzkampagne für die Aquirierung neuer potentieller Hauptwohnsitzler für Jena ist gestartet. Unter dem Motto „Schotter aus dem All – Hauptwohnsitz schlägt ein!“ wird der Campus der FSU Jena dieses Jahr in der Zeit zwischen dem 15. und 26. Oktober zum Schauplatz großer Ereignisse. In der Pressemeldung heißt es dazu: „Mit der alljährlichen Hauptwohnsitzkampagne werden Studierende dazu motiviert, in ihrer neuen Heimat nicht nur wissenschaftlich und sozial, sondern auch offiziell anzukommen. 2012: das Jahr des Weltuntergangs. Was die Maya prophezeiten, trifft jedoch nicht auf Jena zu. Hier schlägt stattdessen in diesem Oktober der Hauptwohnsitz als Meteorit auf dem Campus der Universität ein. Dieser erweist sich als äußerst wertvoll und ermöglicht es der Stadt Jena, jedem Studenten mit 240 Euro Ausbildungsbeihilfe etwas von dem unverhofft erlangten Vermögen abzugeben, sobald er seinen Hauptwohnsitz in der Lichtstadt gemeldet hat.“

Bei solch einem Großereignis darf selbstverständlich eine angemessene Berichterstattung nicht fehlen: Auch im Web können sich die Studenten rund um Jena und den HauptwohnsitzEinschlag unter www.hauptwohnsitz-schlägt-ein.de informieren. Auf der Webseite heißt es weiter: „Exklusiv für unsere Zuschauer haben wir einen Interviewtermin mit dem Oberbürgermeister der Stadt Jena, Dr. Albrecht Schröter bekommen und können Ihnen hier nun die erste offizielle Stellungnahme der Stadt präsentieren.“ Gut zu wissen, das unser Oberbürgermeister noch Interviews gibt. Leider sind die offiziellen Pressegspräche im Rathaus bereits vor mittlerweile fast einem Jahr eingestellt worden, es sei denn es gibt was zu verkünden mit dem man sich „schmücken“ könne. Das Video des OB´s kann man sich nachfolgend ansehen:

Eine witzige Idee, was sich da die studentische Kreativagentur „Goldene Zwanziger“ ausgedacht hat. Ein leichter Beigeschmack bleibt aber trotzdem. Die Idee auf dem Campus ein „Katastropenschutz-Team“ zu stellen, könnte leicht missverstanden werden. Denn viele Studenten laufen aktuell wieder durch Jena auf der Suche nach einer Wohnung oder einer WG und könnten sich leicht mit der Frage nach Wohnraum an das Team wenden. Die haben aber leider nur 240 Euro zu vergeben. Wenn man Glück hat, dürfte das immerhin die Maklergebühr für eine Zimmervermittlung decken. Aber wer schaut schon einem geschenkten Gaul ins Maul.

Man kann gespannt sein, wann weitere Städte im Umland von Jena beginnen auch mit Kampagnen wieder um die Studenten zu werben. Immerhin, Wohnraum haben die in der Regeln zu bieten. Und diesen sogar bezahlbar! Und die Fahrkarte ist auch schon im Preis vom Semesterticket. Und jetzt „halten Sie sich fest“ und profitieren Sie von unserem Lottogewinn! Weitere Informationen gibt es unter www.hauptwohnsitz-schlägt-ein.de.

Über den Autor

Arne Petrich
Ich schreibe in der Regel über Jena mit den Schwerpunkten Kommunalpolitik, Wohnen, Bürgerbeteiligung und Demokratie.

37 Kommentare zu "OB Schröter: Keine Panik, alles chillig, es gibt Schotter…aber keinen Wohnraum"

  1. @Tobias Netzbandt: Danke für den Hinweis, so so man bekommt also die 240 € verteilt auf 6 Semester. Das fällt zu Beginn gar nicht auf.

    Für so etwas hat unser Doktorchen Zeit, aber sich einmal öffentlich zu äußern zu einer Schulnetzplanung, Bebauung Eichplatz, Parkraumkonzept, u.ä Probleme die uns bewegen, da ist Funkstille.

    Na, was will man auch erwarten, er hat ja für Jena gar keine Zeit, ist ja ständig auf Reisen.


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  2. stefan.lange | 10. Oktober 2012 um 08:01 |

    Und ohne Hauptwohnsitzanmeldung an dem Ort, wo sich der Student am meisten aufhält, gibt es halt kein Bafög. Was ist eigentlich daran so schlimm. Jeder Deutsche muß sich schließlich beizeiten an unsere Bürokratie gewöhnen , hier bilden wir ja auch unsere Elite der Zukunft aus, dann fehlt es dieser schon an der Einstellung zum Leben, wenn die Studenten ein Problem mit der Anmeldung zum Hauptwohnsitz haben. Es ist denen wahrscheinlich wichtiger, dass die Strukis von MLP über die künftigen Steuersparmodelle aufklären.


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  3. stefan.lange | 10. Oktober 2012 um 07:55 |

    @nachgeschaut: was für ein Theater wird denn dann mit der Anmeldung zum Hauptwohnsitz gemacht. Mit der Immatrikulation wird gleich der Antrag zum Hauptwohnsitz ausgefüllt, wir Deutschen können doch sonst überall alles so gut durchorganisieren. Wenn es wirklich das Meldegesetz gibt, ist der Fall doch eindeutig.


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  4. Tobias Netzbandt | 9. Oktober 2012 um 16:51 |

    Die versprochenen 240 Euro gibt es allerdings nicht auf einmal, sondern in sechs Semestern auf vier Raten verteilt. http://www.xn--hauptwohnsitz-schlgt-ein-7bc.de/faqs/ (s.u. Was habe ich davon? Punkt 1)


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  5. nachgeschaut | 9. Oktober 2012 um 06:19 |

    @Iche: Meldung über Wohnsitz:
    Es gibt in den Bundesländern ein Meldegesetz. Hier ist geregelt, dass sich jeder dort mit einem Hauptwohnsitz zu melden hat, wo er sich hauptsächlich aufhält.
    Das heißt, dies Geld ist überflüssig, es bedarf nur der Aufklärung, da ja Studenten hier studieren und sich auch hier überwiegend aufhalten.

    Eine Zweitwohnsitzsteuer ist demnach für Studenten kein Nachteil oder ein aufzwingen, sondern betrifft vielleicht eher Arbeitnehmer und Unternehmer, die 2 Wohnsitze haben, insbesondere Ferienwohnungsbesitzer.

    Studenten hätten sich schon per Gesetz in Jena als Hauptwohnsitz anzumelden .

    Ich gestehe zu, dass es gerade Unistädte sind, die die Zweitwohnsitzsteuer einführten und dies als schöne Geldquelle nutzen, einen Nachteil von Studenten sehe ich aber hier nicht.
    Es ist eher eine kleine Erinnerung an das Meldegesetz.


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  6. susi.töpfer | 8. Oktober 2012 um 12:34 |

    Außerdem gibt es gewiß Statistiken, was mit den Studentenrückgängen mit zweitwohnsitzsteuer wirklich geschah. Ich finde es auch ungerecht, dass Studenten 240 € bekommen, aber AZUBIS nicht. Und die Löhne kann man vergessen 400 netto im ersten Lehrjahr, ich bitte sie. Da gibt es ja mehr Bafög. Hier zeigt sich das einseitige Elitedenken unseres Pfarrers.


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  7. susi.töpfer | 8. Oktober 2012 um 12:23 |

    Ich denke eine zweitwohnsitzsteuer ist nicht so ausschlaggebend wie studiengebühren. Wer diese nicht zahlen will, kann ja seinen Wohnsitz anmelden. Vor einer Studiengebühr kann man sich nicht drücken.


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  8. @Jenenserin: Ja, das Konzept Zweitwohnsitzsteuer ist für eine Studentenstadt veraltet. Es spricht sich rum, wie Städte mit ihren Studenten umgehen, ob sie sie fördern oder ihnen ihren Willen aufzwängen wollen. Und deshalb bin ich mir sicher, dass mit einer Zweitwohnsitzsteuer weniger Studenten in Jena studieren würden.


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  9. Zu den Grundstück in Jena-Ost ist noch zu sagen, man kann nur 2geschossig bauen, wäre also zu kleinfür uns. Und auch hier werden die Gebote weit über den Bodenrichtwert gehen.


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  10. noch kurz zum Thema Wohnungsbau. Zu DDR-Zeiten und in der BRD wurde der Wohnungsbau direkt oder indirekt immer subventioniert.
    Die Investitionen sind zu hoch für günstige Mieten, jetzt kommen auch noch als Verschärfung die Energieeinsparverordnungen dazu. Wir stehen also eher vor einer Verschärfung des Themas. Und wenn Jena keine Mittel des Sozialen Wohnungsbaues abruft, weil sie die Zusammenhänge nicht erkennt, wird es in Jena noch schlimmer mit der Wohnungsnot.

    In DDR-Zeiten gab es die große rote Kasse. In der BRD hieß das Investzulage, Berlinzulage, Grenzgebietzulage sowie Eigenheimzulage also direkte Subventionierung und indirekt bis 50 % Steuerabschreibung für Kapitalanleger . Im Moment gibt es hier nur noch die 8,8 % Abschreibung für Denkmalsanierung, leider gibt es in Jena keine unsanierten Denkmäler mehr. Man könnte hier nur noch an Lobeda das alte Schloß denken, welches gerade versteigert wurde.
    Die Rot-Grüne Regierung dachte, ach die Reichen werden hier bezuschußt, das streichen wir mal alles. Das heißt es gibt keine Investzulage, keine Steuerabschreibung, keine Eigenheimzulage mehr – die degressive Abschreibung wurde gestrichen.

    Es gibt nur noch den Sozialen Mietwohnungsbau !!!

    Und bitte schön wir leben im Kapitalismus, manche sagen dazu ganz lieb soziale Marktwirtschaft. Wer aber soll denn Wohnungen bauen, doch nur entweder die Kapitalisten oder die Kommune oder Wohnungsbaugenossenschaften. Ja oder es finden sich Bauherrengemeinschaften, man baut privat. Dafür weist Jena aber keine Grunstücke aus. Die wenigen sind doch ein Lacher und immer nur max. 3 bis 4 Stück in die Ausschreibung geben, damit das knappe Gut noch teurer wird !!!

    Ich glaube ich muß noch einige Kommentare schreiben, ehe das hier in manche Köpfe reingeht.

    Ich könnte platzen vor Wut.

    Ich bin engagiert bei einem Verein für Mehrgenerationenwohnen, seit 3 Jahren betteln wir um ein Grundstück oder eine Ruine und für alle: n i c h t geschenkt, sondern zum Bodenrichtwert, welches uns eine Bank auch finanziert. Eigenmittel vor allem Eigenleistungen bringen wir auch mit.

    Wir sollten bei der Ausschreibung die jetzt kommt mitmachen in Jena-Ost. Aber darunter liegt eine Wasserader, die Gründungskosten könnten wir uns nicht leisten und das Mindestgebot für 2400 m² liegt bereits bei 200.000 €. Weit über den Bodenrichtwert !


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  11. Jenenserin hat eine gute Idee, die ich auch befürworte, die Zuwendungen des Landes sollten nach der Anzahl der Wohnungen gehen, dann wird vielleicht wieder schneller gebaut und es gibt dafür wie früher vielleicht einen 5-Jahresplan.
    Die Planungen von Jenawohnen sind ja nun wie ich auf Jenapolis überall lese wirklich Murks.


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  12. Ich möchte mich auch noch einmal zu Wort melden. Die Stadt hat kein Geld für Vereine, Breitensportgelder werden eingefroren, ja Vereine werden sogar auf die Straße gesetzt, da man die Häuser lieber verkauft oder saniert für viel mehr Geld vermieten kann. Nun mal ganz ehrlich , was ist das für ein System, wo man für eine Statistik Geld ausgeben muß. Ich verstehe so einiges in Jena nicht mehr.


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  13. Jenenserin | 7. Oktober 2012 um 12:39 |

    Anstatt runzutricksen, sollte man generell die Finanzierungsonzepte überarbeiten.


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  14. Jenenserin | 7. Oktober 2012 um 12:36 |

    Na dann her mit der Zweitwohnsitzsteuer. Ist das Prinzip der zuwendungen für eine Stadt nicht auch veraltet ? Vielleicht sollte man eher nach der Anzahl der Mietverträge und Wohnungsanzahl die Zuwendungen für eine Stadt bemessen. Wäre doch viel vernünftiger.


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  15. Eingemeindungen: extrem schwierig, siehe Landtagsdebatten. Sollte bei Jena alles vor 20 Jahren schon passieren, und etliche Leute haben sich eine blutige Nase geholt. (Okay, Röhlinger hatte damals das Maß etwas übertrieben.) Ich glaube erst an einen neuen Anlauf, wenn es dem SHK wirtschaftlich so schlecht geht, dass ein paar Orte von dort selbst den Anschluss nach Jena suchen. Wobei m.W. Sulza schon mal wollte, der Ort hängt aber mit Rutha (und Zöllnitz?) zusammen, und die wollten nicht. Wachstum nach Osten: Ohne die Grundeigentümer geht das leider nicht, und ein paar Leute in der Ecke leben nun mal von der Landwirtschaft. Habe die Agrargenossenschaft Golmsdorf (m.W. auf diesen Flächen aktiv) in der Hinsicht als sehr bissig in Erinnerung, dort kämpft man um jeden Quadratmeter, den man noch umpflügen kann. Allerdings beliefern die auch die Biogasanlage der Stadtwerke, das nützt Jena.

    @ Anne: (Keine) Radfahrerstadt mit Bergen, das wurde in den älteren Radverkehrskonzepten immer behauptet. Der wesentliche Urheber der Behauptung war m.W. ein leitender Jenaer Verkehrsplaner (nun seit ca. 10 Jahren in Rente), der zur DDR-Zeit aus Mecklenburg nach Jena gezogen ist, übrigens ein ausdauernder Radfahrer. Der kam mit den Bergen hier absolut nicht klar und übertrug seine Meinung auf alle anderen. War ein guter Fachmann, hat sich damit aber ordentlich verschätzt. Die Jenaer CDU-Fraktion bestand in den 90er Jahren meist aus fundamentalen Fahrradgegnern (wobei die FDP noch eine Nuance schlimmer war) und plapperte diese Meinung unkritisch nach. (Natürlich die Frage: Wenn man einem leitenden Fachmann nicht trauen kann, wem dann?)


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  16. Onkelmoses | 7. Oktober 2012 um 12:09 |

    Ich muss mich dann doch noch mal zu Wort melden: die Diskussion um den Wohnraum in Jena ist völlig richtig und meiner Meinung nach auch notwendig. Meinen Infromationen nach gibt es einen längerfristigen Plan der Stadt mehr studentischen Wihnraum zu schaffen. Was daraus wird, wird sich zeigen müssen und es ist durchaus richtig, die Strategie der Stadt zu hinterfragen.

    Was ich allerdings etwas befremdlich finde ist die Tatsache, dass sich diese Diskussion (immer) an der Hauptwohnsitzkampagen der Studenten entzündet!! Nochmal: die Kampagne richtet sich an diejenigen, die bereits in Jena wohnen und nur noch nicht ihren Hauptwohnsitz angemeldet haben. Es wird kein Student mit der Kampagne nach Jena gelockt und steht dann hier vor dem Problem, dass er keine Wounhng findet.
    Die ganze Kampagne ist übrigens daraus entstanden, dass die Stadt Jena für Studenten eine Zweitwohnsitzsteuer einführen wollte, um diese dazu zu bewegen ihren Hauptwohnsitz hier anzumelden. Daraufhin haben siche einige Studenten zusammengetan und die Stadt dazu überredet die Kampagen zum Hauptwohnsitz ins Leben zu rufen anstelle der Zweitwohnsitzsteuer. Nur so mal als Hintergrund bevor mal wieder der Sinn hinter der Kampagen in Frage gestellt wird…….


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  17. Mal eine ganz andere Idee, in Porstendorf und Zöllnitz leben schon viele, die in Jena arbeiten, diese Gemeinden profitieren doch von ihrer Nähe zu Jena. In Porstendorf und Zöllnitz gibt es nicht einmal mehr einen Markt zum Einkaufen, die müssen nach Jena fahren. Warum werden die beiden Orte eigentlich nicht eingemeindet, wie Isserstedt oder Wogau ?
    Dann kann das Geld für Vereine ausgegeben werden, die drehen jeden € dreimal rum.

    Ich habe auch noch eine Idee, wo Jena wachsen kann und zwar Richtung Wogau. Früher oder später wächst Jena und Wogau eh zusammen. Das Neubaugebiet Fuchslöcher geht ja schon fast bis Wogau.


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  18. Moin TomWed, oh die Idee von Röhlinger ist ja interessant. Langsam vermute ich aber hinter den letzten 15 Jahren eine Strategie. Unsere Politiker sind vielleicht gar nicht so einfaltslos, wie ich hier immer vermute. Baut nur teure Wohnungen, kein P+R, Radwege wollte man ja eigentlich auch gar nicht, da wir so viele Berge hätten, wären wir ja keine Radfahrerstadt, kam die Info nicht von Ihnen? Hier haben die vielen Radfahrer unsere Politiker etwas gedrängelt. Ich selbst rief während der Sanierung des Fürstengrabens Herrn Seela an, warum kein Radweg mitgeplant wurde: Wissen Sie was seine Antwort war? Es fahren doch eh nur Studenten mit dem Rad.
    Bei diesen Maßnahmen hat man eine schön von gewissen Subjekten gereinigte Innenstadt . Es gab von Jenawohnen Mitte der 90er nur einmal sozialen Mietwohnungsbau, dass waren in Nord die ehemaligen Russenwohnungen am Ende der Naumburger Straße.
    Keine Angst, die Saale müssen wir noch nicht eindeichen, hier mal eine kleine Liste zu freien Grundstücken und Brachen in Jena, falls sich jemand dafür interessiert gleich mit Eigentümer. Fangen wir mal in Süd an:

    Zöllnitz (gehört nicht zu Jena, aber man kann ja mal ein paar Meter weiter schauen, das Uniklinikum ist ja nicht weit weg): die große Fläche vor Praktiker (dort gibt es auch keine freien erschlossenen Baugrundstücke mehr) ist ausgewiesenes Mischgebiet, also Wohnungsbau ist gestattet, die gesamte Fläche gehört Juden, welche auch Vermieter von Praktiker und Roller ist, diese würden sogar bei einer Nachfrage bauen und vermieten, weilt unser OB nicht manchmal in Israel ?
    Göschwitz, fahren sie in das alte Dorf hoch gibt es Richtung Jena oberhalb der Waldorfschule tausende m² landwirtschaftlich genutzte Fläche. Könnte man ja mal nachdenken, als neues Baugebiet für Einfamilienhäuser. Der Hang ist hier auch nicht sehr steil.Problem nur, man will die Bauern wahrscheinlich mit 2 € je m² abspeisen. Die Gewerbegebiete Lobeda, Zöllnitz, Isserstedt wurden von privat den Bauern damals für 20 bis 25 DM je m² abgekauft. Die LEG versucht gerade in Hermsdorf für 2 € den Bauern wiedermal Land für Gewerbegrundstücke abzluchsen, das ich nicht lache.
    Kommt man von Göschwitz nach Burgau liegt hier eine große Brache das alte Gut: Eigentümer je 1/2 die Stadt und E-Abbe-Stiftung. Frage: warum hat man das für die Jugend einfach geschlossen ? In Burgau gibt es auch die alte Bauschule mit Sportplatz, diese ist z.Z. leer würde sich als Gymnasium ja anbieten. Argument von der Stadt dagegen: zu Laut für Abiturienten und neben einer Mewa ist hier auch kein schöner Ausblick, wollte man hier aber nicht die Stoy Schüler aussiedeln ? Fahren wir weiter Richtung Ammerbach. Dort möchten die Bauern schon lange das Erdbeerfeld für Wohnungsbau verkaufen neben der Antriebstechnik, hier will die Stadt keine Baugenehmigung erteilen, weil es den Luftzug behindert. Als Biotop kann man ja nun ein Erdbeerfeld leider nicht bezeichnen. Ein Abstecher nach Altlobeda, hier stand die ehemalige Schule das alte Schloss 2 Jahre in Zwangsverwaltung, es wurde dieses Jahr versteigert an privat. Erst bei der 3 Versteigerung klappte es. Mal sehen was man daraus macht. Jetzt schnell die Schnellstraße nach Jena rein und in Wöllnitz abfahren. Hier wird gerade trotz Protest der Anwohner eine Straß erschlossen für viel Geld, hier gibt es nach der alten Brauerei-Runine, wird glaube gerade saniert, viele schöne Wiesen bis zu den letzten Häusern. Kommen wir in die Stadt, die Bachstraße wird mit Auszug der Uniklinik in den nächsten Jahren frei, die Grundstücke gehören dem Land, hat hierfür Jena schon eine Planung ? vielleicht eine kleine Idee ? aber vielleicht eine winzigkleine Vorstellung ? na, mal sehen. Fahren wir Richtung Jena-Nord, da kommen wir zu Beginn der Dornburger Straße an einem riesigen privaten Parkplatz vorbei , jetzt u.a. an Sixt vermietet. Dieses Grundstück gehört unseren großen Investor in Jena Herrn Krimmer, dieser wurde gerade vom Bauamt verärgert, da er in der Jenergasse 2 einen Gewölbekeller , welcher zugeschüttet ist erhalten sollte, Denkmalschutz. Machen Sie bitte dort mal einen Spaziergang. Es steht ein Schild am Parkplatz: Hier verhindert die Stadt Jena Wohnungsbau. Nun warum soll Herr Krimmer denn sein Grundstück in der Dornburger Straße zum Bebauen hergeben, wenn er schon mit Vermietung von Dauerparkplätzen über 10 % Rendite macht ? Die Stadt hätte ja auch Herrn Krimmer ein Angebot machen können, vielleicht auch Grundstückstausch. Hier ist Platz für 2 Schulen. Fahren wir nun weiter nach Jena-Nord: Hier vergammeln seit Jahren alte Baracken, hier hätte die Stadt richtig Druck machen müssen. Die Baracken gehören dem Land Thüringen.
    Mein Kommentar ist schon zu lang, ich langweile sicher einige Leser schon. Es gibt noch einige Ecken, die Jena verschönern und bebauen könnte, wenn man wollte. Aber schauen Sie wie lange die LEG für die Vermarktung ihrer Russengrundstücke in Jena-Nord brauchte, hier hätte doch Jena wunderbar auch selbst Wohnungsneubau betreiben können. Man überläßt dies aber schön dem freien Markt, unter anderem baut jetzt ja dort schon eine Gerarer Wohnungsbaugenossenschaft, die unser Elend nicht mehr anschauen konnte. Es ist schön wenn Investoren aus Gera uns unterstützen, zur Vervollständigung hier baut jetzt noch ein privater Investor und aus Jena die Wohnungsgenossenschaft Saaletal und die CZ-Genossenschaft. Die Nordlichter , welche die CZ schon gebaut hat, sind noch echt günstig W a r m miete 10 € je m².

    Interessant finde ich auch ihren Hinweis, Wohn-, Verkehrs- und Freizeitfläche pro Nase. Was Freizeitfläche betrifft schläft ja Jena auch den Tiefschlaf, wir haben ja den Botanischen Garten, Planetarium und die Philharmonie. Wenn ich sehe was andere Städte so herausputzen Erfurt den Zoo z.B.
    Nicht das man deswegen die MUFU bauen möchte, wäre ja entsetzlich. Jetzt möchte ich aber nicht weiter aufhalten.
    Bis demnächst und allen einen schönen Sonntag.


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  19. Ja, Steuermann. Also doch den Talkessel größer sprengen, oder die Saale mit 3 m hohen Dämmen eindeichen, damit das Überflutungsgebiet wegfällt und man die Saaleaue mit Häusern zustellen kann. Nee, würde ich nicht machen, aber es geht nicht nur nach mir.
    Vielleicht hatte Alt-OB Röhlinger doch recht, als er jedem Arbeitslosen eine Prämie aus der Stadtkasse zahlen wollte, wenn er aus Jena weg zieht. Ist zwar eine Weile her (Ende 1990/Anfang 91, jedenfalls als Herr Späth noch nicht andeutungsweise für Jena in Sicht war), aber man wollte damals von 104.000 auf 70.000 Einwohner ‚runter, die man unter „westlichen“ Ansprüchen (Wohn-, Verkehrs-, Freizeitfläche pro Nase) für den Talkessel als verträglich ansah. (Kam damals nur in der „Westpresse“, an OTZ und TLZ wurden diese Gedankengänge offenbar absichtlich nicht durchgereicht.) Ach ja: auch Murks, Arbeitslose wird’s demnächst kaum mehr geben.
    Also: weiter diskutieren. Und sich trotzdem freuen, dass wir heute nicht 63 Jahre DDR feiern müssen.


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  20. Ja und es ist so, sind die Darlehen der Länder zurückgeführt, gibt es keine Mietpreisbindung mehr. In den alten Bundesländern ist dies schon länger ein Problem. Deswegen ist ein ausgewogener Wohnungsmarkt so wichtig. Hier zählt der Markt. Kein Angebot : hohe Mieten. wird viel gebaut, sinken die Mieten. Das nennen einige Ökonomen auch Marktwirtschaft. Und hier ist die Stadt als Steuermann gefragt.


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  21. TomWed, Herr von Wedel baut ohne Fördermittel, ein Problem ist die lange Beantragung, es dauert 1 Jahr ca. Herr Wedel hat aber erst Mitte diesen Jahres das Objekt erworben. Es rechnet sich für ihn aber trotzdem. Die Miete liegt zwischen 6,50 und 7,50 €.
    Es ist hier nur eine Komplettsanierung notwendig. Er hat die Platte günstig bekommen und die Substanz ist o.k. Man kann sagen er hat das Geld für den Rohbau und Gründungskosten gespart, die Platte wird schlechter gemacht wie sie ist. Über die Vermietung würde ich mir keine Gedanken machen. Der Block gegenüber ist auch voll vermietet.


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  22. @Anne: Das hieße also: Wenn man immer eine Anzahl Wohnungen mit Mietpreisbindung in der Stadt haben möchte, müsste man fortwährend neu bauen, weil der Vermieter nach 15 Jahren nicht mehr auf die Mietpreisbindung festgenagelt werden kann. Schöner Murks, wenn ich keinen Platz zum Bauen habe. Oder mache ich da gerade einen Denkfehler?
    Baut eigentlich der Herr von Wedel das alte Arbeits- und Finanzamt mit oder ohne Fördermittel um? Das Objekt wäre für mich der Härtetest für den Jenaer Wohnungsmarkt, nebenbei gesagt. 469 Wohnungen (meiner Erinnerung nach) würden ja die Einwohnerzahl eines großen Dorfes aufnehmen. Ohne Fördermittel bauen, wäre auf Grund des schlechten Rufes dieser Ecke dort m.E. ein ziemliches Wagnis. Könnte natürlich sein, dass man wegen der rationellen Sanierung (fast gleiche Wohnungen) ohne Fördermittel auch auf niedrige Mieten kommt. Bin gespannt, wie es dort läuft.


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  23. Iche, ich bin über jede Wohnung froh, egal zu welchem Preis, die gebaut wird. Auch teure sind hier wertvoll, da andere Wohnungen wieder frei werden. Der gesunde Leerstand für eine Stadt ist 2 % hierbei ist noch Zuzug und Umzug möglich. Jena hat aber unter 0,5 % Leerstand. Und das hat unser rotes Rathaus zu verantworten inkl. mein besonderer Freund Herr Schenker, schöne Koalition.

    In der Lutherstraße baut die E-Abbe-Stiftung Studentenapp. und an der Naunburger Straße baut eine Gerarer Wohnungsgenossenschaft Studentenapp. , diese machen es aber nicht aus politischen Gründen, sondern aus Rendite Gründen. Bei 10 € je m² für studentischen Wohnen ist das ein guter Schnitt. Ich wundere mich nur das nicht eine Jenaer Wohnungsgenossenschaft hier STudentenapp. baut.
    Ach hat ich ja fast vergessen, die CZ WG kämpft ja momentan mit ihren Sonnenhöfen. Hier ist die REndite aber noch besser. Die Genossenschaft vermietet für 14 € je m² Wohnfläche. Nun , könnten Sie sich denn so eine Wohnung von der Carl Zeiss Genossenschaft leisten ?

    ES ist die Aufgabe der Stadt Wohnraum in allen Preislagen zu garantieren. Herr Schröter sagte selbst im MDR: wir haben ein Problem der sozialen Entmischung.
    Selbst in München werden 20 % aller kommunalen Grundstücke für den sozialen Mietwohnungsbau ausgeschrieben. Hier kann man nicht sagen, dass die Linken regieren.

    Es gibt wohl keine Stadt in Deutschland, die so wie Jena, ohne Wohnungsmarktpolitik agiert und alles, selbst den kommunalen Wohnbestand der Willkür des freien Marktes überläßt. Unsere SPD hat vergessen, dass wir zumindestens auf dem Papier in einer sozialen Marktwirtschaft leben.


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  24. Da ich so weit ausgeholt habe, noch eine Info:
    Die Eigenkapitalrendite (also für die eingesetzten 20 %)beträgt 4 % nette, hier sind Kosten für Verwaltung und Investitionsrücklage bereits berücksichtigt. Man kann also nocht Geld verdienen, halt nur keine 10 %.
    Wer hat nun eine sichere Geldanlage von 4 % ?
    Sollte ich nun doch bei jemanden Interesse geweckt haben, rufen Sie bei Herrn Friedel von der Wohnraumförderung an.


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  25. @Matthias: Du bekommst von deinem Arbeitgeber Geld, Studenten am Anfang des Studiums nicht.

    @Naseweis: Das Problem an Studenten dürfte sein, dass viele von Ihnen nach dem Studium wieder wegziehen… Vermutlich werden nicht viele von Ihnen in Jena bleiben.

    @Wieland Rose: Es gibt eine detaillierte Auswertung der Haupt- und Nebenwohnsitzanmeldungen in den letzten Jahren. Die sind stetig gestiegen, was durchaus wohl auch auf diese Kampagne hier zurückzuführen sein dürfte. Sie sollten da wohl nochmal nachfragen.

    @Onkelmoses: Gab es nicht in den letzten Jahren eine Abschlusspräsentation zu den Kampangnen? Wenns so etwas dieses Jahr auch wieder gibt, werden ja da bestimmt die Zahlen gezeigt…

    @Anne: Vor kurzem wurde zum Beispiel erst ein neues Studentenwohnheim eröffnet, in der Clara-Zetkin-Straße mit 150 neuen Wohnplätzen. Das ist schon ne beachtliche Zahl, würde ich meinen.


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  26. Und zum Thema Sozialen Mietwohnungsbau wiederhole ich die Worte von unseren Dezernenten für Soziales und Bildung Herrn Schenker: „Wir wollen keine Subjektförderung!“ Dies sagte er auf der Immobilienmesse vor nunmehr 4 Jahren im Volkshaus.


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  27. Noch ganz kurz, der soziale Wohnungsbau ist unabhängig von der Größe einer Stadt, auch kleinere können sich so fördern lassen.

    Falls sich hier jemand betätigen möchte, dies können ja auch private Investoren eine Kurzzusammenfassung der Bedingungen:
    20 % Eigenkapital erforderlich
    15 Jahre zinsloses Darlehen von der Thüringer Aufbaubank, dies wird nur bis 800 € je m² Wohnfläche gewährt.Die exakten Förderbedingungen können direkt auf der Plattform der Thüringer Aufbaubank nachgelesen werden. Der Rest müßte über die Hausbank aufgenommen werden.
    Bei ca. 1200 € Baukosten je m² Wohnfläche werden also ca. 2/3
    der Baukosten gefördert. Die Kosten für das Grundstück entspricht (gerundete Kalkulation )dem Eigenkapital.
    Bedingung: Der Vermieter darf nur die Kostenmiete verlangen z.Z. ca. 6,40 € je m²

    Weitere Informationen zu geförderten Wohnungsbau erhalten Sie von Herrn Friedel von der Wohnraumförderung in der Stadtverwaltung Jena. Beantragungen laufen auch über Herrn Friedel.

    Nach 15 Jahren fällt die Mietpreisbindung, ab da gibt es immer noch zinsgünstige Darlehen von der TAB von max. 3 % Zins.


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  28. Großstadtstatus heißt nicht es gibt Subventionen, sondern pro Kopf gibt es mehr Zuwendungen aus dem Landessäckel. Warum weiß ich bis heute nicht, weil dadurch ja kleinere Städte benachteiligt werden. Jetzt bin ich als alte Jenenserin ganz neutral und sage: Die meisten Fördermittel in Thüringen sind in den letzten 20 Jahren nach Jena geflossen. Wir können uns nun wirklich nicht beschweren. Fahren Sie einmal nach Kahla, Stadtroda oder Apolda.
    Und morgen ziehe ich durch Jena und suche die vielen Wohnungen die durch den Großstadtbonus in Jena durch die Stadt gebaut wurden. Die gibt es nämlich nicht, alle Wohnungen wurden vor 2000 mit Investzulage bzw. 50 % Steuerabschreibung Ost von Kapitalanlegern (meist aus den Westen ) saniert und gebaut und nach 2000 (vergessen wir nicht es wurde auch die Eigenheimzulage gestrichen) von privaten Bauträgern bzw. Wohnungsgenossenschaften. Sehr geehrter Herr Maier gerade, dass in Jena ohne die Mittel des sozialen Wohnungsbaues gebaut wird, dies bemängeln wir ja hier fast in jedem Artikel, welcher sich mit Wohn- und Gewerbebau beschäftigt. Die Herren aus den Rathäusern haben kein Interesse an geförderten Wohnungsbau, da hier die Miete nach oben gekappt wird. Man spricht von Kostenmiete in Jena ca. 6,40 € je m2. Mit diesen seit mehreren Jahren zur Verfügung stehenden Fördermitteln hat keine Wohnungsgenossenschaft neu gebaut bzw. Jenawohnen. Nur die Heimstättengenossenschaft ist hier lobend zu erwähnen, diese haben mit den Mitteln saniert und bieten die günstigsten Mieten in Jena mit an.

    Wieviel Geld von den Großstadtbonus ist in die Kultur, in Soziales, in den Wohnungsbau geflossen ? Sie lesen hier, dass selbst die Soziokultur am Inselplatz ihr selbst renoviertes Objekt verliert. Das Vereinshaus in Ziegenhain wurde auch mit eigenen Mitteln saniert und in den Breitensport fließen auch nicht mehr Mittel.
    Aber sie haben Recht, wo bitte fließen unsere Großstadtbonuszuwendungen des Landes denn hin ?
    Die Frage sollten wir unseren Ratsherren einmal stellen.
    Und so viel ich weiß gibt es die 240 € auch nicht für Azubis, sondern nur für Studenten. Man bleibt sich also treu.


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  29. Wieland Rose | 6. Oktober 2012 um 19:42 |

    @Onkelmoses

    Kein Grund hier pampig zu werden. Die Stadt selber hat uns geantwortet das sie über die Auswirkungen und Effekte der Hauptwohnsitzkampange keinerlei Kenntnisse hat. Wenn die recht Hand nicht weiß was die Linke tut ist es nicht meine schuld.

    Sie dürfen mir gerne das Protokoll verlinken.


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  30. Jenaer und Jenenser freuen sich | 6. Oktober 2012 um 19:19 |

    Das sogenannte Begüßungsgeld kursiert in ganz Deutschland in vielen Städten so z.B. ein Zitat aus:
    http://www.potsdam.de/cms/beitrag/10095480/1529108/

    „Originalvorschlag:
    Nachdem sich die Bildungseinrichtungen der Stadt etabliert haben, kann man künftig auf die Praxis vergangener Jahre verzichten und, falls noch nicht gestrichen, Begrüßungsprämien entfallen lassen. Ein besseres Mittel Studenten in die Stadt zu locken, wäre es für günstigen Wohnraum für Auszubildende und Studenten zu sorgen. Dann würde auch die Pendelei von Vielen zwischen Berlin und Potsdam sich verringern.“


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  31. horst maier | 6. Oktober 2012 um 18:21 |

    Würde die Stadt nicht für den Hauptwohnsitz werben, würde Jena sehr zeitnah unter die 100.000er-Grenze fallen und ihren Großstadtstatus verlieren. In diesem Fall wäre überhaupt kein Geld mehr da um Wohnraum zu schaffen, da große Teile an Subventionen gestrichen würden…


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  32. Onkelmoses | 6. Oktober 2012 um 18:01 |

    Ähm Entschuldigung, aber hat sich mal einer mit dem Thema Hauptwohnsitz überhaupt beschäftigt. Es geht der Stadt doch darum, dass die Studenten (und Auszubildenen), die eine Wohnung in Jena bereits haben und hier wohnen auch ihren Haupteohnsitz hier anmelden, damit die Stadt Jena auch eine Großstadt bleibt und damit auch die entsprechenden Fördermittel bekommt, mit denen z.B. die Infrastruktur saniert wird.

    @Wieland Rose: im Studiernedenbeirat der Stadt Jena wurden Vertreter der Agentur „Die Goldenen Zwanziger“ eingeladen und die Stadt und die Agentur haben den Vertretern der Studentenschaft dort Rede und Antwort gestanden. Das Treffen wurde übrigens mit einer Präsentation seitens der Stadt mit ausführlichen Statistiken über den Effekt der Kampagne in den letzten Jahren begonnen. Die Mitglieder des Studierendenbeirates wurden sogar von der Agentur eingeladen bei der Kampagnenentwicklkung mitzuwirken bzw. mitzubestimmen. Es hat sich dann aber NIEMAND mehr aus diesem Gremium bei der Agentur gemeldet und es ist auch keiner zum vorgeschlagenen Termin erschienen!!!!!!

    Also bitte erstmal nachdenken bevor man hier so einen Unsinn schreibt!! Ach und bevor die Frage kommt: ich saß in diese Sitzung und weiß daher genau was dort besprochen wurde. Es gibt auch ein offizielles Protokoll in dem das alles nachgelesen werden kann!!

    Nichts für Ungut, aber meckern ist scheinbar einfacher als nachzudenken…..


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  33. Wieland Rose | 6. Oktober 2012 um 15:30 |

    Und wieder wird mit einen neuen „griffigen“ Namen das Hauptwohnsitzanwerben von Studenten gestartet.

    Einer der Anfragen der Piraten wollte übrigens wissen, ob diese Kampagnen für ihren Preis überhaupt einen Zweck erfüllen. Leider konnte die Stadt keinerlei Zahlen aufzeigen wieviele Studenten sich deswegen hier niedergelassen haben. Und da man nichts in der Hand hat, kann man ja schön weitermachen.

    Das Geld wäre meiner Ansicht nach besser in die Schaffung von Wohnraum zu stecken bzw. in Projekte die Wohnraum für Studenten fördern (Umbauten, Alt-Jung WGs usw.)


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  34. Jenaer und Jenenser freuen sich | 6. Oktober 2012 um 15:21 |

    Mit den 240 Euro könnte man mit Glück schon starten. Bei ebay einen alten Bauwagen mit viel Glück günstig ersteigern. Diesen als Dauercamper auf dem Campingplatz am Ostbad aufstellen. Im Winter mit Kanonenofen heizen. Dann macht das studieren richtig Spass.
    Aber das würde ja zu alternativ sein. Und viele kreative Energien entwickeln. Das kann die Stadtverwaltung nicht zulassen. Sie verdienen zu wenig daran. Es rechnet sich nicht für den Einsatz des Geldes der Stadt welches ja als Bumerang dienen sollte.


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  35. Also wie lang ist eigentlich Eure Leitung ? Immer noch nicht geschnallt ? In Jena möchte man nur Akademiker , welche sich Wohnungen langfristig für 10 € je m² und mehr auch leisten können. Das arbeitente Volk und die Künstlergarde kann nach Lobeda oder Stadtroda ziehen. Kahla soll ja auch sehr schön sein, bekommt von Herrn Saller gerade einen schönen Einkaufstempel hingebaut.


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  36. Matthias.große | 6. Oktober 2012 um 14:26 |

    Und was ist mit mir? Ich lerne seit einem Jahr in Jena Einzelhandelskaufmann in einem Baumarkt. Seit 3 Monaten bin ich glücklicher Besitzer einer 2er WG. Bekommen Azubis auch etwas ? Vielleicht wenigstens die Hälfte ?

    P.S. Maklerkosten werden damit nicht gedeckt. ich mußte 2 Monatsmieten bezahlen 720 € für eine teilsanierte Wohnung, wir haben auch noch alte Fenster und in der Küche ist nur ein Elektroheizkörper. Mal sehen ob es im Winter wenigstens warm wird. Der Vorgänger hatte noch einen Heizlüfter oft laufen.


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  37. Krieg ich auch ein wenig Geld ? Immerhin bin ich hier geboren, wohne seit 33 Jahren in Jena und arbeite auch hier. Wenn das mal nicht eine kleine finanzielle Aufmerksamkeit wert ist, Herr Schröter, dann weiß ich auch nicht. ;)


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