Mehrheit der Jenaer Ortsteilbürgermeister gegen Gebührenpflicht bei Biomüll |

Mehrheit der Jenaer Ortsteilbürgermeister gegen Gebührenpflicht bei Biomüll

Ortsteilbürgermeister für Jena-SüdSten LindnerOrtsteilbürgermeister für Jena-SüdSten Lindner

Jena. Zum 01.01.2013 tritt in Jena eine geänderte Abfallsatzung und Abfallgebührensatzung in Kraft. Derzeit wird der Grundsatzentwurf in den städtischen Gremien intensiv debattiert. Am gestrigen Montag gab es

Ortsteilbürgermeister für Jena-SüdSten Lindner

Ortsteilbürgermeister für Jena-Süd, Sten Lindner

seitens der Stadtverwaltung eine Informations- und Diskussionsveranstaltung, zu der Mitglieder der Ausschüsse von KSJ sowie Stadtentwicklung, Jenaer Wohnungsunternehmen und Ortsteilbürgermeister eingeladen waren. Ein strittiger Punkt war dabei die Einführung einer Gebührenpflicht für Bioabfall, deren Entsorgungskosten bislang über die Grundgebühr finanziert wird.

„Eine gebührenpflichtige Bioabfallentsorgung läuft den Zielen Mülltrennung und niedrige Entsorgungskosten entgegen. Jena besitzt mit jährlich 120 kg/ Einwohner ein überproportionales Aufkommen an biogenen Abfällen als der Thüringer Durchschnitt mit nur 70 kg/ Einwohner (1). Diese erfolgreiche Mülltrennung droht mit der Einführung einer Gebührenpflicht zu scheitern. Der Biomüll landet dann verstärkt in den kostenfreien gelben und blauen Tonnen oder einfach in der schwarzen Restmülltonne, weil sich eine strikte Mülltrennung für die Bürgerinnen und Bürger finanziell weniger lohnt. Da die Entsorgung einer Tonne Restmüll für den Kommunalservice allerdings teurer ist als die einer Tonne Bioabfall, werden die Entsorgungskosten insgesamt in Jena steigen. Das kann niemand wollen“, so der Ortsteilbürgermeister von Jena-Süd, Sten Lindner.

„Die große Mehrheit der Ortsteilbürgermeister teilt diese Befürchtungen. Bis auf Lobeda lehnten alle gestern anwesenden Ortsteilbürgermeister eine Gebühreneinführung bei der braunen Bioabfalltonne ab“, so Lindner abschließend. Grundsätze für die Überarbeitung

32 Kommentare zu "Mehrheit der Jenaer Ortsteilbürgermeister gegen Gebührenpflicht bei Biomüll"

  1. Wie ist das zu verstehen? Jena besitzt ein überdurchschnittliches Aufkommen an Biomüll im Gegensatz zum Thüringer Durchschnitt. Sind im Durchschnitt nicht auch Gemeinden und Grundstücksbesitzer enthalten, die eine eigene Kompostierung haben ?

    Möchte man jetzt, dass die Bewohner von Lobeda und Winzerla hinter dem Haus Kompostieranlagen errichten?


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  2. Die Stadtverwaltung verbietet mir als Gärtner,meinen Baum-und Strauchschnitt und anderes zur Kompostierung nicht geeignete Bio-Material zu verbrennen.Statt dessen soll ich diese Sachen mit dem Auto zu der Biomülltonne an meinem Wohnhaus bringen,Das tue ich auch.Und auch andere Gärtner.Dass damit das Bio-Müllaufkommen steigt,sollte jedem denkendem Menschen klar sein.Nur bei den Bürokraten der Stadtverwaltung scheint diese Logik neu zu sein! Und jetzt soll ich auch noch extra Zahlen!
    Nicht genug,dass wir mit unseren Müll-Grundgebühren schon für den Biomüll zahlen.Auch subventionieren die Bewohner von Winzerla und Lobeda schon die Müllentsorgung der Villenviertel…
    Die Folge wird sein,dass der Bio-Abfall im Hausmüll landet und die Gartenbesitzer ihre „Abfälle“ anderweitig (teils illegal) entsorgen…


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  3. Ich kenn Thüringer Gemeinden,die ihren Bürgern die Möglichkeit bieten,Gartenabfälle an festgelegten Kompostplätzen kostenlos abzuliefern.Zu den festgelegten Zeiten kann dort jeder Bürger seine Bio-Abfälle abliefern.Ein Aufsicht garantiert,dass dabei kein anderer Müll entsorgt wird…Allerdings verstehen sich die Verwaltungen dort als Dienstleister für die Bürger.In Jena scheint es ja so zu sein,dass der Bürger im Besitz der Stadtverwaltung ist und für diese bezahlen darf…


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  4. Es ist wirklich dumm, Biomüll zu besteuern. Einen Wert an sich, wenn er sauber getrennt ist. Aber eine Steuerschraube mehr brauchen unsere Verwaltungsbeamten, die ja sonst überflüssig wären.

    Wie wäre es, ALLE Steuern sofort abzuschaffen. Und durch eine einzige Steuer – die Mehrwertsteuer – zu ersetzen. Diese wird vierteljährig dem Bedarf der Gemeinschaft auf 0 gerechnet angepasst…. keine Verwaltung, keine Bürkratie, null Schulden, Belastung und Konsum korreliert, Komplexität entfernt, für alle verständlich, kein Topfdenken mehr……

    und der Biomüll verrottet wie auch die überflüssigen und parasitischen Strukturen, die in unserem Land nur zeigen, dass es eigentlich zu viel Geld gibt…..


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  5. Holger Herrmann | 9. Oktober 2012 um 23:24 | Antworten

    @Rose
    Private Haushalte können zurzeit, noch kostenlos •Gartenabfälle, Ast-, Baum- u. Grünschnitt in den Wertstoffhöfen der Stadt Jena abliefern. Das Problem ist sicher für viele der Transport.

    http://www.ksj.jena.de/sixcms/detail.php?id=87839&_nav_id1=84347&_nav_id2=99157&_lang=de


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  6. Holger Herrmann | 9. Oktober 2012 um 23:39 | Antworten

    @ Rose Es ist völlig in Ordnung, dass das Verbrennen von Baum-und Strauchschnitt und anderes zur Kompostierung nicht geeignete Bio-Material in der Tallage der Stadt Jena verboten ist. Da wird nasses Material und aller „alter Mist“ verbrannt. Das kann niemand kontrollieren und es ist völlig richtig, dass diese Stinkerei verboten ist.

    Die Verteuerung der Entsorgung von Bioabfällen ist eine ganz andere Sache. Ich kann mir vorstellen, dass dies langfristig zu einer Veränderung unserer Gärten führen wird:
    Nadelbäume bis Weihnachtsbaumgröße,
    Sträucher nur noch so stark, dass sie bequem in den Häcksler passen
    und viel Trockenrasen.


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  7. Holger Herrmann | 9. Oktober 2012 um 23:49 | Antworten

    Es kann natürlich auch sein, dass die Bürger dann das gleiche machen wie unsere Stadtväter und ihre Gärten zupflastern und zubetonieren.
    Bestenfalls wird das Unkraut dann abgefackelt oder chemisch vernichtet.


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  8. Wusste gar nicht, dass die Ortsteilbürgermeister einen Sprecher gewählt haben.


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  9. Jenaer und Jenenser freuen sich | 11. Oktober 2012 um 09:58 | Antworten

    1. Warum wird nicht viel mehr Gründüngung in den Gärten gemacht?
    2. Warum wird von der Stadt der Gartenbesitzer nicht dafür animiert und
    aufgeklärt, denn das ist pervers den natürlichen Dünger für den eigenen Garten kostenpflichtig zu vernichten. Ausgeschlossen sind dabei Miniaturgärten und Vorgärten.
    In Jena müsste das Aufkommen des Biomülls sehr gering sein. Bei den „noch“ hohen Anteil an Gartenflächen.
    3. Es gibt auch einen Gewinn bei der Zentralen Müllkompostierung. Wie hoch ist dieser. Was geschieht mit der fertigen Komposterde? Die finanziellen Hintergründe der gesamten Müllentsorgung müssen offengelegt werden!!!
    4. „Die Entsorgungskosten sollen steigen wenn….“ Wieso ist das möglich,
    denn wir zahlen pro Abfalltonne. Wer sein Gründünger in der Tonne landen lässt würde seine kosten selber steigern.Ein Zwang der Bezahlung für echte „Grüne“ Erdenbürger ist die Krönung, dafür daß sie naturgemäß ökologisch handeln. Das ist eine Strafzahlung ohne eine Strafe begangen zu haben. Ähnlich wie der Regen auf den Dächern.


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  10. Jenaer und Jenenser freuen sich | 11. Oktober 2012 um 10:11 | Antworten

    zu Punkt 4. Ich verstehe zB. bei Genossenschaften wird pauschal abgerechnet, da kann man schön aufschlagen , aber auch als Nutzer nachlässig sein.Überdimensionierte Müllkübel kann man z.B.berechnen.
    Bei den immer höher werdenden Preisen wäre eine Mengenmessung zum Vorteil der Bürger angebracht. Leider geht es nur noch um gewinnträchtige Abzocke.
    Die Grünen haben im Stadtrat wieder einmal versagt. Ausgeschlossen Sten Lindner Ortsteilbürgermeister und echter „Grüner“


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  11. @ Holger Herrmann
    Sicher kenne ich die Möglichkeit,Grünschnitt in den Wertstoffhöfen abzugeben.Zumindest die theoretische …
    Einmal wollte ich es auch tun.Da ich nur einen kleinen PKW besitze,bat ich einen Kollegen,mir mit seinem PKW plus Anhänger zu helfen.Leider hatte der das falsche Kennzeichen.In den Jenaer Wertstoffhöfen werden „Abfälle“ nur angenommen,wenn das richtige „J“ am Fahrzeug ist!Mein Angebot,mich auszuweisen,lehnten die Mitarbeiter ab.Also retour,das ganze Zeug im Garten abgeladen und in der Folgezeit in Säcken in die Biotonne gebracht….
    Im übrigen kompostiere und shreddere ich den grössten Teil der Grünmasse!Aber einiges möchte(Pilz-oder Virenbefall z.B.) oder kann ich nicht(stärkere Äste,die nicht in den Shredder passen)
    so entsorgen.Meine Anfrage beim KSJ,gegen Bezahlung mit einem grösseren Shredder auszuhelfen blieb ohne Antwort!


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  12. @Rose
    Das hätte ich mir nicht gefallen lassen, da wäre ich mit dem Grünzeug gleich weiter zum KSJ gefahren.
    Für stärkere Äste sollten sich inzwischen eigentlich genügend Interessenten mit Ofen und Kamin finden.
    Ob kranke Pflanzen, gut für den Biomüll sind vermag ich nicht einzuschätzen. Auf den Kompost gehören sie jedenfalls nicht, genauso wenig wie Wurzelunkräuter und Unkrautsamen.

    Als sehr problematisch sehe ich kleine Mengen von kritischen Küchenabfällen wie Fleisch-und Fischreste. Auf dem Kompost locken sie allerlei Getier an und in einer nur gelegentlichen geleerten Tonne stinken sie vor sich hin.
    Essenreste in der Toilette zu entsorgen, führt sicher zu einer Rattenplage.
    Als Zwischenlösung sehe ich da nur Kühl- oder Gefrierschrank. Das mag aber nicht jedermanns Sache sein.

    Falls es zu erheblichen Kostenerhöhungen bei Biomüll kommt werden wir diesen sicher an anderer Stelle wild in der Umwelt abgelagert wiederfinden bzw. unsere Gärten werden sich gravierend verändern.


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  13. … ein Depp, wer dann noch einen Laubbaum pflanzt …


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  14. @ ottone:
    Stimmt, aber Nadelbäume sind auch nicht viel besser.
    Ich habe als Rand-Jenaer einen eigenen Komposthaufen. Dafür gibt es einen minimalen Rabatt bei der Müllgebühr. Sollte man aber doch mal etwas haben, was sich nicht so leicht kompostieren lässt, wird es ab dem zweiten Biomüll-Sack teurer als beim Normalverbraucher, der 52mal im Jahr seine Tonne rausstellen kann, voll oder leer. Das motiviert nicht unbedingt. Wenn es nicht um den Kompost für die Beete und eine Unterkunft für den Igel ginge, dann käme ich besser, ich würde das Zeug über die braune Tonne entsorgen.
    Und natürlich kann man Jena nicht mit ganz Thüringen vergleichen – auf dem Land wird viel mehr kompostiert und auch verbrannt. Wie wäre es denn mal mit einem Vergleich der kreisfreien Städte?


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  15. Günter Platzdasch | 15. Oktober 2012 um 15:02 | Antworten

    Daß Biomüll in die braune statt in die schwarze Tonne geworfen wird, kann doch kein Argument sein!? Mit dieser „Begründung“ könnte man auch argumentieren, daß gelbe und blaue Tonne nix kosten dürfen, weil doch sonst… alles in der schwarzen landen „muß“.
    Sodann ist’s doch so, daß die Müllentsorgung auch jetzt bereits etwas kostet und nicht zum Nulltarif zu haben ist. Die Frage ist nur: wer zahlt?
    Mein Verdacht, die (im Durchschnitt ärmeren) Bewohner der Plattenbaugebiete subventionieren die Entsorgung der (reicheren) Haus- und Wohnungseigentümer, bei denen sowieso mehr Biomüll durchschnittlich anfallen dürfte als bei den Plattebewohnern. Und bei denen die Entsorgung außerdem noch teurer ist als in verdichteten Plattenbaugebieten (wegen drei Häusern einiger weniger Bewohner in einen engen Weg reinzufahren ist natürlich aufwendiger als an gut und schnell zugänglichen Plattenbau-Müllcontainern einer großen Masse von Bewohnern mit dem Müllauto vorbeizufahren).
    Zweiter Verdacht: an dieses Thema der sonst so gern thematisierten „sozialen Ungerechtigkeit“ geht keiner ran, weil im Stadtrat diesbezüglich eine Allparteienkoalition der Wohneigentümer bzw. Nicht-Plattenbaugebiet-Bewohner besteht. Vielleicht legt mal jemand diesen Kostenaspekt dar; ich lasse mich gern vom Gegenteil überzeugen…


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  16. @ Günther

    Siehe ganz oben. Müll ist ein + Geschäft. Und wir sollten dafür garnichts bezahlen müssen. Mit Platte versus Rest und Bio versus grüner Punkt und all dem Kram macht man doch nur gezielt Nebenkriegsschauplätze auf, um vom Kern abzulenken.

    NIEMAND SOLLTE BEZAHLEN MÜSSEN. Aber Geld stinkt nicht mal bei Müll…..


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  17. Günter Platzdasch | 16. Oktober 2012 um 00:47 | Antworten

    Ich bin schon der Ansicht, daß Abfälle auch den Abfallverursachern etwas kosten sollten; Geld hat in dieser Gesellschaft nun mal eine Steuerungsfunktion, und sowohl Knappheit als auch ein Zuviel sollten sich in Preisen ausdrücken. Die Zeiten à la 1990ff., wo mancher einfach seinen Trabi irgendwo in Wald + Flur entsorgen konnte, will ich nicht wiederhaben. Insofern: nicht nur Müllgebühren („Trittins Dosenpfand“), sondern bitte auch Sanktionen gegen illegale Abfallbeseitigung („Mülldetektive“) usw.


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  18. Günter Platzdasch, was ist aber wenn mit ihrem Müll jemand Geld verdient – Plastik z.b. – wenn Müll , auch Biomüll für clevere Verwerter ein Rohstoff ist ?


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  19. @ Günter Platzdasch:
    Wenn wir derartige Rechnungen erst aufmachen, dann gute Nacht. Wer dann in einem Kleckerdorf wie Untergneus wohnt, müsste konsequenterweise höhere Gebühren für Strom, Wasser, Gas, Post und Müll bezahlen, weil alles mit höheren Aufwänden verbunden ist als in der Stadt. Wenn Sie tatsächlich noch mehr Dorfsterben und Verödung in der Fläche wollen, noch mehr Leute, die in die Stadt mit ihrer Wohnungsnot drängen – nur zu. Es ist schon dreist, dass Leute außerhalb wohnen, wo die Mieten niedriger sind, dann aber ihre Grundversorgung zum gleichen Preis haben wollen. Nein, es müssen endlich alle maximal abgezockt werden, damit die Müllentsorger ordentlich Gewinn machen können. Die nichtlukrative Entsorgung in den Randbereichen übernehmen die Kommunen, die wir mit unseren Steuern bezahlen.
    Derartige Dinge sind nie hundertprozentig gerecht. Ich zahle auch Steuern, die für Kindergärten und Schulen ausgegeben werden, obwohl ich weder ein Kita- noch ein Schulkind habe. Ich werde mich nicht darüber beschweren. Soll ich dann ein schlechtes Gewissen haben, weil der Müll einer fünfköpfigen Familie in Lobeda leichter abzufahren ist als bei mir?


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  20. Günter Platzdasch | 16. Oktober 2012 um 15:23 | Antworten

    Mit Müll Geld verdienen: Das Erwirtschaftete fließt doch nicht nach Singapur oder versickert irgendwo in Kalabrien!? Daß unsere Jenaer Kommunalbetriebe „wirtschaftlich“ arbeiten können, darum geht’s doch gerade – und kommt der Kommune, mithin auch deren Bürgern, zugute. Problem ist eher, daß KSJ beispielsweise beim Sperrmüll mit den doch hoffentlich inzwischen allseits bekannten Lastrkraftwagen aus dem Baltikum und anderswo von einer Müllmafia gezielt genau das weggeklaut wird, womit unsere Jenaer Betriebe Kohle machen könnten. Insofern habe ich Verständnis für eine Neuerung der Abfallsatzung, die diese Art der Sperrmüllabfuhr zugunsten der Beseitigung ad hoc, auf Bestellung, abschaffz.

    Und, zu einigen o.g. Einwänden, natürlich geht’s auch in puncto Kommunalgebühren um soziale Gerichtigkeit – wider schichtenspezifische Privilegierungen! Und natürlich müssen Kommunen langfristiger bedenken, was sie sich leisten können. Mir scheint, da haben einige der beiträger hier immer nox nix daraus gelernt, wie Thüringen nach Untergang der DDR zum Land mit der größten Spaßbaddichte Deutschlands wurde – wo nun die Pleitegeier kreisen. Daß in in Barandenburg Straßen und Kläranlagen rückgebaut werden, das sind zukunftsorientierte Investitionen! Da hilft kein Augenzudrücken & Wünschdirwas. Stichwort: shrinking cities. Daß Jena es wider einigen Neufünfland-Trends besser geht, das sollte eher Grund dafür sein, an eben jenen ökonmischen Stimuli und Instrumenten weiter zu feilen.


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  21. Das Ganze macht dann Sinn, wenn der Gewinn aus dem Müll auch allen wieder zufließt. Zum Beispiel in Form einer KITA, einer Straße, einer Schule, Schulessen, medizinischer Betreuung, Kultur …. ist das denn nachweislich hier so?

    Wohin also fließt der „Gewinn“ ?


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  22. Es ist doch ganz einfach. Geringe Müllgebühren, das kommt den Bürgern am ehesten Zugute und keine Gewinne von kommunalen Firmen. Wir sollten unsere Müllgebühren mit anderen Städten vergleichen, dann wissen wir wo wir liegen.


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  23. Jenaer und Jenenser freuen sich | 17. Oktober 2012 um 08:39 | Antworten

    @ Günter Platzdasch Am 15. Oktober 2012 um 15:02 Uhr

    „Mein Verdacht, die (im Durchschnitt ärmeren) Bewohner der Plattenbaugebiete…“

    Ist nicht an dem, denn man betrügt sich selber, wenn man Kübel mengen zulässt, die aus Überkapazität unvollständig gefüllt abfahren und berechnen lässt. Das Problem wäre nur zu lösen wenn man kleinere kontainer hätte, die 100% ig ausgelastet würden. Und zusätzlich noch einen großen der bis er voll ist, als Reserve benutzt wird. oder eine andere Alternative.
    Um so größer die Tonne ist, um so niedriger der Volumenpreis. Es gibt auch genügend Arme, die nicht in der Platte wohnen. 60 % in Jena sind auf diesem Level!


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  24. Jenaer und Jenenser freuen sich | 17. Oktober 2012 um 08:49 | Antworten

    Ausserdem gibt es im Lobedaer Rennerviertel 2 Vermietergenossenschaften, welche für gleiche Wohnungsgrößen gleicher Bauart unterschiedliche Nebenkosten zahlen. Wohngenossenschaft Lobeda-West e.G und Wohnungsgenossenschaft „Carl Zeiss“ eG. Wie kommt das zustande?


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  25. Jenaer und Jenenser freuen sich | 17. Oktober 2012 um 11:30 | Antworten

    @ super Am 16. Oktober 2012 um 15:38 Uhr

    alles wird finanziell vermischt. Autosteuern. Stromkosten,Wasserkosten,
    Regenwassergebühr (ist eine besonders tolle Erfindung!).
    Warum wohl diese Vermischungen. Ein Beispiel Sparkasse spendet von unserem Gebühren und Zinskosten unseres Geldes als grosser freizügiger Spender für selbsternannte Günstlinge irgendwelche Vorgänge, die wir nicht beeinflussen können.

    Glasnost muß sein und nicht alles vermischt zur Tarnung zum Schmücken mit fremden Federn. Die Abzocke ist immer uferloser. Die Ausgaben sind häufig nicht mehr für den Bürger. Nur noch im Schritt der Lobbygesellschaft. Der Bürger wird dadurch immer mehr versklavt. Im geheimen Kämmerchen wird über unsere Köpfe hinweg verhandelt.
    Öffentliche Abstimmungen im Stadtrat sind vorher festgelegt
    auch wenn es noch so unlogisch sind, wird dann dafür gestimmt.

    Mit dem Müll werden viele Millarden Gewinne in die Taschen von wenigen geschleust.


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  26. @ Jenaer und Jenenser freuen sich

    Danke.
    So in etwa sehe ich das eben auch.
    Und deshalb ist das Argument, wir wollen ja „Marktwirtschaft“ und „es rechnet sich dann“ absolut fasch, weil einfach die Voraussetzungen für eine direkte Rückkopplung nicht gegeben sind. Es ist nur simple Abzocke.

    Es ist wie mit der Spende. Schenke ich einem Bettler eine Bratwurst und sehe, dass er satt wird, sind wir beide froh.
    Spende ich auf Konto XYZ, bleibt das ungute Gefühl, weil die Garantie des zweckgebundenen Einsatzes fehlt.

    Zahle ich Steuern, tue ich das GERN. Und ich bezahlte auch gern für Müll. Wenn es denn nicht zur Bereicherung weniger führt bzw. wenn sichergestellt würde, es kommt allen sinnvoll zugute!

    So wie es jetzt ist, kann man es nur noch durch Chaos oder Abwahl reformieren….


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  27. ganz einfach soziale Marktwirtschaft in Jena und BRD:
    Gewinne werden privatisiert – Kosten werden sozialisiert !

    Wir werden einfach verarscht.


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  28. @ stefan.lange

    Stimmt schon irgendwie….. Aber doch nur so lange, wie sich die Mehrheit verarschen lässt, um bei der Vorlage zu bleiben.

    Und immerhin haben wir die Möglichkeit, der friedvollen Änderung, was ich sehr schätze.

    Egal, wie man z.B. über die Piraten denkt. Eines hat die Sache doch gezeigt. Die Herrschenden haben nur vor einer Sache wirklich Angst.

    Abwahl!

    Denn mit der Ausbildung der meisten „gewählten Führenden“ kann man ja danach nichts mehr wirklich anfangen …. Stellen Sie sich mal Kanzlerinnen im Hörsaal oder Landesväter als Skilehrer, Staatschefs als Dachdecker, Außenminister als Scheidungsanwälte usw usf vor….. geht nicht? Stimmt – es folgt Bedeutungslosigkeit mit Geld verdient. Für Egomanen sehr schwer….

    Ich kann´s nur immer wieder wiederholen:

    Sie werden alles tun, was die Mehrheit per Wahl erzwingt …. zur Not das Richtige……

    ABWÄHLEN! Und vierjährige Merkspickzettel schreiben…..


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  29. Nun, dann sollten wir das bedingungslose Grundeinkommen doch einführen. Wir geben lieber solchen Leuten etwas freiwillig in die Tasche, dafür können Sie keinen Bockmist mehr machen.
    Fragt sich nur, wie hoch das dann sein müßte.


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  30. ha,ha,ha das ist heut hier wieder lustig. Bedingungsloses Grundeinkommen für abdankende Politiker und für die Fianzbeamten gleich ebenfalls inkl. Steuerberater. Dann machen wir eine echte Steuerreform ohne Sonderregelungen, eine Staffelung von 15,25,35 % je nach Einkommenshöhe und Wegfall aller Subventionen. Das wäre doch mal eine Maßnahme.
    Und egal ob Privat oder Kapitalgesellschaft. Laßt uns gleich damit beginnen.


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  31. Warum eigentlich nicht . Das wäre doch eine geglückte Übergangsregelung. Wir können ja unsere ehemaligen Politiker, Finanzbeamten und Steuerberater auch nicht verhungern lassen. Sie sind aber der Grund für unseren enormen Reformstau !!!


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  32. Wenn ich immer höre,“Satzung muß überarbeitet und angepasst werden“,wird mir Schlecht.(wie bei Versicherungen)Herraus kommt immer eine Beitragserhöhung.
    Es kann doch nicht angehen,das der mülltrennungswillige Bürger noch bestraft wird.Die Kippgebühr für die Biotonne wird zur Folge haben das der Biomüll irgendwo landet,nur nicht in der Biotonne.Sei es in anderen Tonnen,auf der Strasse oder im Wald.Und was ist mit denjenigen die sich doch mal mit Schaufel und Besen auf den Bürgersteig trauen um Laub und Geäst aufsammeln.Das wird es nicht mehr geben.Was haben wir eigendlich für“kluge Rechner“im Amt.Abschluss 6.Klasse????


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