Obdachlos in Jena: Bleibe für Studenten gesucht |

Obdachlos in Jena: Bleibe für Studenten gesucht

Wohngemeinschaft (Bild: Jaro.p) cc 3.0

Jena. Am Freitag, den 12. Oktober 2012 findet ab 16 Uhr in der Carl-Zeiss-Str. 3 im Hörsaal 7 das WG-Gründungstreffen der Studierendenräte statt. Da noch viele neu angekommenen Studenten keine Bleibe gefunden haben, findet diese Veranstaltung nun zum dritten Mal in diesem Herbst statt. Um für Abhilfe des Problems zu sorgen, können sich die Jenaer melden, die vielleicht ein Zimmer zur Miete frei haben oder gar eine kleine (Einlieger-)Wohnung vermieten möchten. Eine vorherige Anmeldung ist nicht nötig. Einfach 15:45 Uhr im Hörsaal 7 einfinden. So haben sie die Chance sich ihre potenziellen Mieter gleich vorab anzuschauen und mit ihnen Kontakt aufzunehmen.

7 Kommentare zu "Obdachlos in Jena: Bleibe für Studenten gesucht"

  1. Was für ne zynische Überschrift. Schämt euch Studienrat!


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  2. Verstehe ich nicht, was ist daran zynisch lieber einkommentator ?


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  3. Viele Menschen verbinden mit obdachlos ‚keinen festen Wohnsitz habend‘. Der Vergleich von Studis, die keine Wohnung ‚finden‘ und Menschen, die aus unterschiedlichsten Gründen auf der Straße leben, ist halt eine ziemlich krude Übertreibung.

    Eine Hilfestellung bei der Wohnungssuche ist aber trotzdem eine nette Sache.


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  4. Referat für Sozialpolitik | 10. Oktober 2012 um 21:06 | Antworten

    Lieber „EinKommentator“ und „z“,

    was ist daran falsch, Menschen die keine Wohnung finden können und von Freund_innen auf dem Sofa schlafen gelassen werden oder Bettgeherei betreiben, als „obdachlos in Jena“ zu bezeichnen? Es ist genau das!

    Im Übrigen waren 75 Menschen beim Treffen.

    Mike


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  5. „Viele Menschen verbinden mit obdachlos ‘keinen festen Wohnsitz habend’. Der Vergleich von Studis, die keine Wohnung ‘finden’ und Menschen, die aus unterschiedlichsten Gründen auf der Straße leben, ist halt eine ziemlich krude Übertreibung.“

    Genau. Das Schicksal von Menschen die dauerhaft auf der Straße leben als Metapher für den eigenen (durchaus gerechtfertigten) politischen Kampf herzunehmen ist mal einfach unterste Schublade. Dass das „Referat für Sozialpolitik“ (ich nehme mal an das ist authentisch) hier so kommentiert zeigt mal wieder aus welchem gutbürgerlichen Milieu die meisten Studenten kommen. Man jammert gerne über das eigene Schicksal aber interessiert sich einen Sch… für Leute denen es noch schlechter geht.

    Welche Ausmaße die symbolische Ausbeutung von Obdachlosen annehmen kann dürft Ihr gerne hier nachlesen:
    http://shehadistan.wordpress.com/2012/09/25/vogue-der-teufel-tragt-plastiktasche/


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  6. Referat für Sozialpolitik | 12. Oktober 2012 um 22:09 | Antworten

    @ jakob
    Schade, was wir wie und warum unternehmen, gerade beim Thema Wohnen für _alle_ sozialen Gruppen, scheint Ihnen völlig unbekannt zu sein. Die Behauptung des Desinteresse geht völlig ins Leere und fehlt es an jeder Substanz und Begründung.
    Aber da wir beim Vermuten sind: Welchen Überblick, welchen Einblick haben Sie zur Wohnsituation Studierender, gerade in den ersten Semestern? Ob jemensch einen entfernten Ort hat, zu dem er/sie zurückkehren könnte und nur hier keinen oder überhaupt keinen ist in der konkreten Situation subjektiv kaum von Bedeutung. Und Hinweise auf Notlösungen sind in beiden Fallgruppe völlig neben der Sache und gehen am Kern des Problems vorbei.

    Ob obdachlose Menschen dauerhaft oder „nur“ zeitweise auf der Straße oder in unzulänglichem (zeitweisen) Räumen leben ist übrigens bloße Spekulation. Es gibt dafür viele Ursachen. Sie sind nicht für Gedankenspielereien über die soziale Herkunft Studierender geeignet.

    Ansonsten sehe ich in Ihrem Beitrag den Versuch, berechtigte Anliegen zweier Gruppen, die beide auf sozialen Wohnungsbau und adäquaten Wohnraum angewiesen sind, gegeneinander auszuspielen, als einen Versuch der Entsolidarisierung und Vereinzelung, statt gleiche Mechanismen und Gründe als solche zu akzeptieren und gleichsam zu bekämpfen.


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  7. Liebes „Referat für Sozialpolitik“. Ich habe als Student durchaus Einblick in die soziale Probleme von Studenten. Die sind auch durchaus relevant aber einfach nicht zu vergleichen mit denen von Obdachlosen.

    Um mal zum nachdenken anzuregen: Einfach mal die Google-Bildersuche mit dem Wort „Obdachlos“ füttern und überlegen ob das der Situation der Jenaer Studierenden entspricht oder ob Ihre Wortwahl nicht eher eine Verharmlosung DIESER Verhältnisse ist!

    Und Entsolidarisierung findet doch hier deshalb statt weil eine vergleichsweise privilegierte Gruppe behauptet „man sitze doch im selben Boot“, das haben SIE zu verantworten.

    Dass Sie mir vorwerfen ich würde beide Gruppen gegeneinander ausspielen ist doch besonders zynisch, ist es doch gerade Ihre unreflektierte Wortwahl die das Leiden der Obdachlosen verharmlost. Außerdem kann ja hier von „gleichsam bekämpfen“ ja gar keine Rede sein. Das Angebot richtete sich nämlich explizit nur an die eine Gruppe (Student_innen).


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