Zum Semesteranfang in Erfurt noch keine Jenaer Verhältnisse, aber… |

Zum Semesteranfang in Erfurt noch keine Jenaer Verhältnisse, aber…

RedRoxx

Erfurt. Jetzt zum Semesteranfang zeigt sich erneut die verschärfte Situation am Erfurter Wohnungsmarkt. In Erwartung der vielen neuen zunehmend von außerhalb Thüringens kommenden Studierenden erhöhen viele Vermieterinnen und Vermieter bei der Neuvermietung die Quadratmeterpreise deutlich. Damit setzt sich die Tendenz steigender Mietpreise in Erfurt fort.

Susanne Hennig, studierendenpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag, weist daraufhin, dass „in Erfurt zwar noch keine Jenaer Verhältnisse herrschen, wo zu Semesteranfang zahlreiche Studierende erstmal notdürftig untergebracht werden müssen. Aber Studierende sind wie alle Erfurterinnen und Erfurter, die eine neue Wohnung suchen bei Einzug mit Mietpreisen oberhalb des gängigen Niveaus konfrontiert.“ Schließlich nutzten Vermieterinnen und Vermieter die steigende Nachfrage, um bei der Neuvermietung Preiserhöhung zu realisieren, die in laufenden Mietverhältnissen nicht möglich seien.

„Gerade deshalb brauchen wir in Erfurt eine aktive und kreative Wohnungspolitik. Diese sollte sowohl Neubau als auch Sanierung des Bestandes von KOWO und Stadt beinhalten, mit dem Ziel das untere Preissegment zu bedienen. Mehr Schottenhöfe brauchen wir dafür jedenfalls nicht“, setzt Hennig, die auch Stadträtin der LINKEN ist, hinzu. Um eine solche Politik zu befördern, habe die LINKE.Erfurt die SPD und Grünen gedrängt die Wohnungsfragen in die gerade präsentierte gemeinsame schriftliche Vereinbarung aufzunehmen. Daran anschließend werde die LINKE von ihren Partnern verstärkt einfordern Projekte gerade auch für studentischen Wohnraum anzugehen. Hennig ruft in Erinnerung, dass ja im Oberbürgermeisterwahlkampf von Michael Menzel mit dem Alten Gesundheitsamt und der ehemaligen Zahnklinik zwei konkrete Projekte in der Diskussion waren, deren Umgestaltung zu Wohnraum sich die LINKE gut vorstellen könne. „Wir werden jetzt darauf drängen – bei Wirtschaftlichkeit – , solche kreativen Ideen gemeinsam mit dem Studentenwerk Thüringen umzusetzen.“