Jenaer Bauamt als eigenständiger Entscheidungsträger? |

Jenaer Bauamt als eigenständiger Entscheidungsträger?

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Jena. Wer hat den längeren Atem? Im Philosophenweg soll eine orthopädisch-unfallchirugische Praxis entstehen. Gegen eines der beiden Gebäude ist am 8. Oktober ein Baustopp verhängt worden. Es ist bereits der dritte seit Anfang Juli 2012. Benachbarte Anlieger der neuen Praxis klagen gegen die Stadtverwaltung. Sie kritisieren Art und Weise sowie den Umfang der künftigen Nutzung der Gebäude. Unklar ist nämlich, ob der Philosophenweg ein „reines Wohngebiet“ ist.

Im Sommer bezweifelte ein klageführender Nachbar die Verträglichkeit dieses Neubaus in diesem Wohngebiet. Am 4. Juli verhängte das Oberverwaltungsgericht (OVG) Weimar einen Baustopp auf einen Eilantrag der Kläger. Das Hauptverfahren selbst ist nicht abgeschlossen, der Eilantrag hatte aber aufschiebende Wirkung. Ende Juli legte der Bauherr einen neuen Bauantrag mit Änderungen vor. Die Stadtverwaltung genehmigte diesen Antrag sehr schnell. In Weimar sahen die Richter die beantragten Änderungen als zu gering an und bestätigten den Baustopp. Einige Wochen später lag der Stadt ein neuer, geänderter Bauantrag vor. Darin wurde eine Verkleinerung der Praxisräume vorgesehen. Sehr rasch wurde dieser genehmigt. Zum 8. Oktober wurde erneut ein Baustopp für den Praxis-Neubau verhängt, da die Weimarer Richter die Änderungen im Bauantrag als zu gering befanden. Nach Angaben des Klägers wurde dieser erst am 11. Oktober durchgesetzt.

Unverständlich für die Richter ist, dass die Genehmigung der geänderten Bauanträge durch die Stadt zügig erfolgten und den Baustopp damit aufhoben. Peter Fehrmann, Fachdienstleiter Bauordnung der Stadt Jena, erklärte, dass man das Urteil im Hauptverfahren, in dem es um die Zulässigkeit eines solchen Neubaus in diesem Wohngebiet geht, abwarten wolle. Eine Urteilsverkündung ist  jedoch noch nicht absehbar. Ob das Gebiet am Philosophenweg ein „reines Wohngebiet“ ist, muss entscheiden werden. Die Stadtverwaltung selbst sieht es anders und befürchtet Ansprüche des Bauherren, der durch die verhängten Baustopps unter wirtschaftlichen Druck steht. Martin Pfeiffer, Leiter des Rechtsamts der Stadt, hat sich bereits gegenüber dem Oberverwaltungsgericht geäußert. Ein wirtschaftlicher Schaden des Bauherrn der Praxis wiegen schwerer als das Interesse der Kläger an der „Nichterrichtung des Gebäudes“. Den Klägern geht es aber nicht um die Verhinderung des Baus, sondern um die Nutzung und die Größe der fertigen Gebäude.

 

 

58 Kommentare zu "Jenaer Bauamt als eigenständiger Entscheidungsträger?"

  1. Jenaer und Jenenser freuen sich | 15. Oktober 2012 um 14:49 | Antworten

    „Ein wirtschaftlicher Schaden des Bauherrn der Praxis wiegen schwerer als das Interesse der Kläger an der “Nichterrichtung des Gebäudes”. Den Klägern geht es aber nicht um die Verhinderung des Baus, sondern um die Nutzung und die Größe der fertigen Gebäude.“

    Ich glaubte früher einmal eine Stadtverwaltung ist für den Bürger der Stadt,da diese vom Portemonnaie der Bürger finanziert werden?

    Die Konzernstadt der Betonköpfe ist daraus geworden. Hoch leben die Eigeninvestoren. Man kann diese auch als Stadtzerstörer einordnen.

    Gut das es noch solche Leute gibt, die sich nicht alles bieten lassen.


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  2. Endlich mal ein Jenaer mit Mut und Ausdauer um gegen die Stadt zu klagen. Wir leben hier in einer Klassengesellschaft.
    Die einen werden von der Stadt bevorzugt, siehe auch Papageienhaus oder Neubau Westbahnhofstraße, den anderen verwehrt man gleich ganz die Baugenehmigung, dies wäre nicht im Interesse der Stadt. Fragt sich nur, welche Interessen vertritt die Stadt ?


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  3. Urbaner Indianer | 15. Oktober 2012 um 15:37 | Antworten

    „Welche Interessen vertritt die Stadt?“ – Ich denke unser aller Interesse. Und da ist es eben schon merkwürdig, dass ein Nachbar (der möglicherweise einst selbst nur bauen konnte, weil seine Nachbarn tolerant waren) genehmigte Bauvorhaben einfach so stoppen kann, weil ihm das Gebäude auf dem Nachbargrundstück nicht in den Kram passt.

    Mir gefällt vielleicht der Hund des Nachbarn nicht. Und trotzdem kann ich den nicht verbieten lassen. Es gibt eben heute zu viele Menschen mit Rechtsschutzversicherung und die muss eben irgendwann einmal etwas einbringen.

    Bei uns nebenan wurde mal ein Bau verzögert, weil ein Nachbar freie Sicht behalten wollte. Er meinte, dass dort nicht gebaut werden dürfe, weil das sein Grundstück verschattet. Später wurde doch gebaut. Mit richterlichem Segen-


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  4. urbaner Indianer: hier geht es nicht um Aussichten, sondern um die Einhaltung des Baugesetzbuches. Und dies hat die Stadt hier eindeutig nicht, sonst gäbe es keinen Baustopp vom OVGin Weimer und das 3 mal hintereinander. Es geht hierbei auch nicht nur um dieses eine Bauvorhaben, sondern darum dass die Stadt bestimmte Bauvorhaben einfach durchdrückt und damit die Nachbargebäude oder Rathaus (Papageienhaus war 1. Etage zu hoch gebaut, sieht doch echt scheußlich aus, muß bei den Marktfest immer daran denken) oder Fuß- und Radweg einengt, wie in der Westbahnhofstraße und das woanders Bauanträge einfach abgelehnt werden und daraufhin die Investoren sich schnell zurückziehen. Es gibt ja auch noch Leipzig oder Zwickau wo man bauen kann. Haben Sie sich einmal überlegt, warum man in Jena nicht das Glück hat, dass hier auch Ínvestoren von außerhalb herkommen und bauen, vielleicht auch Wohnungen. Die einzigen hier sind jetzt in Jena-Nord eine Wohnungsgenossenschaft aus Gera mit gut vermietbaren Studentenapp. Ansonsten bleibt man in Jena lieber unter sich, man könnte dies auch Innzucht nennen.


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  5. Innzucht erzeugt überall ein Ungleichgewicht. Bei den Menschen sind die Kinder oft krank, in Jena haben wir Wohnungsmangel, so einfach ist das.


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  6. Nun denn, die Nachbarschaft hat wahrscheinlich nicht genug für die SPD gespendet. Ich habe in der Thüringer Landeszeitung am Sa. auch einen Artikel dazu gelesen. Es hat wohl nicht nur ein Nachbar Einspruch eingelegt. Unter anderem ist hier auch Martin Fischer, ehemals Sparkasse mit dabei. Also scheint der Baugenehmigung nicht rechtens zu sein.

    Werte Nachbarschaft, haltet durch und laßt Euch nicht alles gefallen.


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  7. Na klar herrscht in Jena Innzucht. Schaut Euch doch die Bauschilder in Jena an immer dieselben Bauträger. Hier liegt dies aber nicht an Korruption, sondern das Bauträger sich dieses Bauamt in Jena einfach nicht antun möchten. Wie bereits gesagt Wohnungen baut man da lieber in Leipzig oder Erfurt oder Dresden. Ich kenne den Investor von der Nollendorfer Straße aus Berlin, seine Aussage: Meine erste und letzte Baumaßnahme in Jena. Auch hat die KIJ die hohen Grundstückspreise durch Ihre Versteigerungen zu verantworten, die Privaten sind einfach nur nachgezogen.
    Wie gesagt, man bleibt in Jena beim Bauen unter sich, da nur die Jenaer die Ausdauer mit dem Bauamt haben .
    In Nord baute einmal die NCC (aus Fürstenwalde), so viel Trabbel wie mit den Bauamt in Jena hatten die Projektanten noch nie. Schaut Euch doch die 3Geschosser in der Weißenfelser Straße / Zeiter Str. an Doppelhaushälften mit Dachterasse , typische Häuser mit Flachdach, nein in Jena mußte ein Satteldach drauf, obwohl gleich nebenan die Genossenschaften mit einem Flachdach bauten und bauen. Ist doch nun irre oder nicht ?


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  8. einfach nur Willkür. Es kommt darauf an, auf welcher Seite man steht.


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  9. Urbaner Indianer | 15. Oktober 2012 um 17:19 | Antworten

    Inzucht? SPD-Spenden? Oh Gott, schicke ein wenig Hirn herab in unsere Saalestadt!!!

    Ich lese Bauschilder zu hauf und finde darauf immer neue Bauträger. Und KIJ macht doch die Preise nicht. Da kann jeder mitsteigern…oder sollen die KIJ Baugrundstücke verlost werden?

    Wer es noch nicht weiß: Ein Baustopp ist eine vorübergehende Maßnahme bis zur Klärung des Sachverhalts im Gerichtsverfahren und hat nichts damit zu tun, dass eine Baugenehmigung nicht rechtens wäre. Das kann jeder beantragen, unabhängig davon, ob er im Recht ist oder vielleicht sogar im Unrecht. Nur kostet so ein „Spaß“ den Bauherren viel Geld.

    Wie kann man denn im Philsophenweg überhaupt auf die Idee kommen, dass (links die Friedenkirche, rechts ein Gewerbe, links die Universitätsklinik, rechts die Mensa u.s.w.) hier ein „reines Wohngebiet “ ist?


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  10. „Ich lese Bauschilder zu hauf und finde darauf immer neue Bauträger“, ja urbaner Indianer vielleicht bei Einfamilienhäusern, aber wenn es um die große Stückzahl von Mehrgeschossigen Wohnungsbau geht, mal gleich ein paar Baustellen benennen, ich lauf gleich hin und bewerbe mich für eine Mietwohnung. Ich sehe aber nur Wohnungsbau im Eigentumsbereich: z.B. Heimstättengenossenschaft im Mühltal und neu (war auf der Immobilienmesse) in Jena Nord, TW Immobilien Herrn Klug in Burgau neben dem Wasserkraftwerk und Jena-Ost kleine Dammstraße, in Jena-Ost Karl Liebknecht Straße und am Bibliotheksweg baut Fintax /Herr Schierle. Aplan in der Grietgasse, Bauschild steht allerdings schon 2 Jahre. An der Westbahnhofstraße hat uns Herr Marx mit einen bis fast zur Straße gebauten Hochbau beglückt. Finde ich ja gut für die künftigen Nutzer, man hätte aber auch ein klein wenig weiter hinter dem Gehweg bauen können. Wo sind die Investoren von außerhalb ? In Nord bauen die Jenaer Genossenschaften und eine aus Gera baut Studentenwohnungen. Ich suche gerade eine neu gebaute Mietwohnung, gibt es gar nicht. Aber das Bild über mir hat mir einen Tip gegeben. Da werde ich mal den Bauherren anfragen wegen einer hochwertigen Mietwohnung, der Baustopp betrifft ja nur das Gewerbeobjekt. Und hier muß ich sagen, es gibt Gewerbegebiete, da muß man seine Arztpraxis nicht am Philosophenweg bauen. Wo das Objekt steht, ist wirklich reines Wohngebiet, bisher. Die Uni ist weiter vorne. Und sie möchte ich einmal sehen , wenn gar kein Licht mehr durchs Fenster kommt. Man muß die Auslastung der Bebauung des Grundstückes nun nicht übertreiben.


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  11. Die Nachbarn wie ich noch einmal lese, wollen ja den Bau nicht verhindern, sondern dass die Größe des Baues an die Umgebungsbebauung nur angepaßt wird.


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  12. @Jenaer: ..“das Bauamt wahrscheinlich mit zweierlei Maß entscheidet“ Danke Sie haben die feineren Worte gewählt. Für unseren Indianer waren meine zu grob. Hier aber mal ein Beispiel einer Absage für einen Bauantrag:

    Der Investor ist ein Herr aus München welcher nach der Kago-Pleite das Objet in der Kahlaischen Straße erwarb, jetzt vermietet an ein Küchenstudiio. Die hinteren Gewerberäume wurden damals von Kago als Büroräume genutzt und stehen zur Zeit leer. Nun jammert ja Jena um fehlende Studentenwohnungen. Besagter Herr dachte, da nehme ich noch einmal 200.000 – 300.000 € in die Hand, saniere , stocke eine Etage auf und vermiete dann diese an Studenten. Gesagt getan und es wurden auch mindestens 5000 € in Architektur und Bauantrag gesteckt. Wohlgemerkt ein Architekt aus Jena, der keine Schwierigkeiten bei der Genehmigung sah. Und liebe Freunde. Abgelehnt. Es darf nicht aufgestockt werden, da die alten Räumlichkeiten zu nahe am Bahndamm sind. Bemerkenswert ist aber, dass die Häuser neben der Schranke genauso nahe am Bahndamm stehen, müßten wir da nun abreißen ?

    Dieses Beispiel habe ich genommen, da es gerade aktuell ist. Vielleicht ruft ja das Bauamt den Investor noch einmal an und fragt, ob er noch bauen möchte. Ich weiß aber nicht ob die entsprechenden Mietarbeiter dies lesen. Fakt ist aber, dass es in Jena heute sehr viele Mehrfamilienhäuser gibt, die sehr nahe am Bahndamm stehen, z.B. Löbstedter Straße, ach und ich bin heute dort gerade vorbeigefahren, die Häuser sind sogar alle bewohnt. Na so was aber auch.

    Bemerkenswert ist ja auch, dass sich sogar die Eigenheimbauer um solche Grundstücke regelrecht schlagen. Da stehen z.B. ganz nah am Bahndamm in der Ringwiese neue Einfamilienhäuser und ganz aktuell in Nord wird direkt neben der Bahn ein neues Baugebiet (Drösel) für Einfamilienhäuser erschlossen.

    Aber man muß schon dazugehören zum … Klüngel, sonst geht das nicht.

    Folge 2 der abgelehnten Bauanträge ist in Arbeit. Bis demnächst liebes Bauamt


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  13. Für die Eichplatzbebauung darf man dann folgern, dass ein Investor letztlich bauen kann, was er will.
    Hauptsache ihm entstehen aus seiner Sicht keine wirtschaftlichen Nachteile
    und er baut eine ausreichend große Drohkulisse
    gegenüber der Stadt Jena auf.


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  14. Klassischer Fall von egozentrischem NIMBYismus. Der größte Witz zum Schluss: „Den Klägern geht es aber nicht um die Verhinderung des Baus, sondern um die Nutzung und die Größe der fertigen Gebäude.“
    Was für ein gequirlter Nonsens. Viel Spaß mit der Bauruine in direkter Nachbarschaft! Hoffentlich stellt der ach so herzensgute Kläger dann auch noch das Geld für den Abriss parat …


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  15. Die Situation ist wohl so wie ich das sehe eher ein Egokrieg. Herr Fischer und sein Klägerfreund haben das Grundstück ebenfalls kaufen und bebauen wollen, kamen zu spät und machen jetzt auf beleidigt. Ohne Rücksicht auf Verlusten anderer.


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  16. KarSteN, Innenstadt, ich finde dies ist kein Problem der Nachbarschaft, sondern wirklich ein Problem des BAuamtes selbst. Ich kenne noch das Theater um die Baugenehmigung von 3 Einfamilienhäusern neben der Waschstraße in Ammerbach. Ich frage mich, wer darf in Jena was bauen. Das ist doch hier die Frage. Den einen erlaubt man alles, bis zu einer zu hohen Bebauung direkt neben dem Rathaus oder z.b. der Bau Westbahnhofstraße sogar auf den Fußweg. Hier habe ich die Diskussion verfolgt, angeblich wäre der Fußweg nicht überbaut, rein optisch sieht das für mich anders aus. Andere sollen gar nicht bauen. Das BAuamt macht wirklich willkürliche Entscheidungen.

    Das Gericht wird nicht grundlos den Baustopp immer wiederholen und es wird auch gesagt, der Richter ist über die schnelle erneute Baugenehmigung sehr erstaunt. Bei anderen Bauherren ist das Amt nicht so schnell. Das ist doch einmal eine Übelegung wert.


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  17. Jenaer und Jenenser freuen sich | 16. Oktober 2012 um 01:19 | Antworten

    @ Urbaner Indianer Am 15. Oktober 2012 um 15:37 Uhr
    “Welche Interessen vertritt die Stadt?” – Ich denke unser aller Interesse.“

    Unser aller Interessen sind nicht die eines Einzelnen der die Landschaft zubauen will, ohne ästhetische architektonische Betrachtungsweise.
    Ihre Interessen gehen nur egoistisch auf den Einzelnen, dem es egal ist wie die Stadt mit Betonklötzen zerstört wird.


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  18. @Jenenserin. Leider ist es so wie Ich es schrieb. In diesem Fall ist das Bauamt ziemlich schnell und kooperiert.


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  19. @jenaer u. Jenenser Das Grundstück war schon bebaut. Vor Baubeginn stand dort jahrelang ein alter Kindergarten seit Jahren lehr.


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  20. @Jenenserin: Innenstadt, es geht wie doch bemerkt, nicht darum das gebaut wird, sondern wie. Der alte Kindergarten hatte nich diese überdimensionierten Ausmaße. Was ich traurig finde und was in einem anderen Blog schon angesprochen wurde ist, dass durch den Nichtmietwohnungsbau in ausreichender Menge der kommunalen Stadtwerkewohnungsgesellschaft und der Wohnungsgenossenschaften die Bürger gegeneinander ausgespielt werden. Um die letzten Grundstücke entstehen jetzt Diskussionen:
    Wohnungen, Schwimmhalle, Büros oder doch lieber eine Schule ?
    Man kann doch nicht nur v e r d i c h t e n !!!
    Warum darf Jena mit Wogau nicht zusammenwachsen, warum werden am Stadtrand keine weiteren Baugebiete erschlossen. Ich habe auf die Seite von Erlangen unserer Partnerschaft geschaut, hier gibt es 5 – 6 Baugebiete für 1 und kleine Mehrfamilienhäuser an den Stadträndern. 3 neue Baugebiete sind hier in Planung. Jena sollte mal ein bißchen von ihrem „Bräutigam“ sich abschauen. Auch die Stadtseite ist ein Genuß. Gefällt mir viel besser , wie die neue von Jena.Und auweia in Erlangen gibt es ein Büro für aktive Bürgerinnen und Bürger. Na in Jena würde man so etwas nicht dulden. Da werden Bürgerbegehren (Klage gegen die Stadt läuft hier ja auch noch, nicht aufgeben!!!) schon 2mal hintereinander abgelehnt. Was ist in Jena los, kann man seine Rechte nur noch mit Klagen durchsetzen.


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  21. @jenenserin Es geht doch hier nicht um Wogau etc., es geht um den Philosophenweg. Die Gebaüde werden doch nicht höher als die benachtbarten Wohnhäuser und Wohnungen entstehen laut Bauschild auch. Die Praxis wird wohl den kleinsten Teil nutzen. Vorher gab es da uberhaupt nichts, nur eine lehre Barakke. Gruß


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  22. Setze sich doch mal jemand mit denen zusammen, denen die Felder zwischen Jena-Ost und Wogau gehören, und bekomme heraus, zu welchem Preis die das Land verkaufen würden. Ich befürchte: einen sehr hohen. Etwa wie damals bei der Holzmann-Fläche an der Autobahn. Die Gleistal-Agrargenossenschaft kämpft um jeden Quadratmeter, die muss schließlich von der Bewirtschaftung leben. Enteignung dürfte nicht gehen. Also hat der Baugrund gleich wieder eine ziemlich hohe Belastung, noch bevor das erste Haus steht.


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  23. legt doch mal offen, wer die bauherren und die zukünftigen mieter sind. nehme an, dann wird schnell klar, warum hier die verwaltung parteiisch ist.


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  24. TomWed: Die Grundstücke linker Hand der Straße sind privat und gehören nicht der Agrargenossenschaft. Es lag einer Erschließungsfirma ein konkretes Kaufangebot vor nach dem Ordsausgangsschild Jena-Ost linke Seite gleich nach dem Gärten. Die gewidmete Straße die hier hochführt heißt Eisenberger Straße . Das Angebot lag bei 10 € hinter den Bäumen z.z. als Wiese genutzt, ca. 4000 m².
    Aussage der Stadtentwicklung Jena vor 3 Monaten: dies wird nie Bauland. Na da bleibt es halt Wiese.


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  25. Oh Gott. Wann wachen die Jenaer mal wirklich auf. Die Privatwirtschaft möchte bauen und rennt immer wieder sich beim Bauaumt die Köpfe blutig. Noch einmal: Warum gibt es in Jena keine Investoren aus z.B. Kulmbach ? Berlin ? Hamburg ? Frankfurt ? Doch nicht wegen der zu niedrigen Mieten !!!


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  26. Wir haben halt in Jena eine kleine DDR.


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  27. @anne es gibt sehr viele investoren außerhalb von jena, die hier ne menge geld reingesteckt haben. wurden ja über jahre selbst mit n-tv und wirtschaftszeitungen in die hochpreisstadt gelockt. man erkennt es nur nicht immer gleich, weil erst ein bauentwickler baut und dann verkauft. aber z.b. das alte zeissgebäude wo mal das olg drin war und jetzt pom, gegenüber der kecksrolle, ist ein typisches bsp. für spezielle finanzinvestoren.


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  28. Nun denn , wenn die Stadt keine Baugrundstücke für den Wohnungsbau ausweist, müssen wir halt enger zusammenrücken.
    Dann frieren wir wenigstens nicht. Das Problem ist nur, politisch schlägt uns eine Eiseskälte entgegen.


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  29. Wolfgang Kuhnle, wieviele Jahre ist das her ? Da hatten wir auch noch unseren Großmeister Lothar. Der hat die Investoren mitgebracht. Ohne ihn würde die Wirtschaft auch nicht so brummen. Geschichte des Baues B 59: Es stimmt, typisch für Finanzinvestoren, diese haben auch eine in sich geschlossene Gesellschaft, die Anleger müssen dies büsen, da die Immobilien zwischen den Fonds immer wieder hin- un her geschoben werden. Es profitieren vor allem Projektentwickler, wie ECE und die Fondsmanager:

    1. Sanierung des Baues mit teilweise ABM Kräfte der JenBauentwicklung von Lothar Späth
    2. Verkauf an den Dresdner Fonds – offener Immobilienfonds –
    3. Allianz kaufte ein Portfolio von 50 % des Fonds, damit er nicht pleite ging
    4.Verkauf an Hoch-Tief
    5. Verkauf an einen offenen Immobilienfonds Goldman Sachs
    Während dieser Zeit begann die Entmietung des BAues B59, da sich keiner darum kümmerte. Die Fonds haben andere Prioritäten.
    6. Verkauf an unseren neuen Großinvestor in Jena von Wedel. Dieser saniert und vermietet den Bau 59 zu fast 100 %
    Jetzt hat er sich dem ehemaligen Fritz-Ritter-Heim angenommen und baut dort Wohnungen. und zwar für 6,50 bis 7,50 je m²

    nun wer ist der bessere Investor für Jena? Jenawohnen oder ein privater Immobilienprofi, der nicht aus der Finanzwirtschaft kommt ?


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  30. Entschuldigt bitte ich schweife ab. Das Fehlen eines Stadtentwicklungs- und Wohnungsbauprogrammes in Jena macht mich so wutig.

    Zurück zum Thema. Ich habe mich gerade einmal kundig gemacht. Das Problem besteht wirklich hier beim Bauamt. Man hätte hierzu gar keine Baugenehmigung erteilen dürfen. Wenn schon Wohngebiet (die letzten ausgewiesenen von Jena) müssen wir dies in unserer Situation auch für Wohnungsbau nutzen , punkt. Und dies aber unter Berücksichtigung der Nachbargebäude bzw. Fuß- und Radwege. Für Gewerbeobjekte, da hat Jena mehr Grundstücke anzubieten. z.B. wird immer noch ein Grundstück für Gewerbebau von der KIJ in der Wiesenstraße angeboten. Es gibt für Gewerbebau genügend Grundstücke an vielbefahrenen Straßen, wo es vielleicht für ein Wohnhaus zu laut ist. Bei der gewünschten Verdichtung müssen wir noch genauer überlegen, was kommt wo hin.


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  31. ich frage mich nur, ob in dieser, ach so feinen gegend, wirklich der von anne geforderte soziale wohnungsbau funktionieren würde? hr fischer oder der ein oder andre klagefreudige zahnarzt da nicht auch noch was zu klagen gefunden hätte? hauptsache man hat dort vor10 jahren sein bauhaus-schießscharten-eigenheim hingesetzt. mit solch einer arztpraxis vor der türe wird man womöglich mit dem gemeinen pöpel konfrontiert?


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  32. Urbaner Indianer | 16. Oktober 2012 um 16:43 | Antworten

    …oder auch Augenarzt!!! Jetzt weiß man wenigstens, woher im Philosophenweg der Wind weht!

    Motto: „Ich bin als Letzter in den Bus gestiegen. Jetzt ist er voll und nun lasse ich keinen mehr rein“.


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  33. @coolmccool, urbaner Indianer:

    Es geht doch nicht darum, dass das Grundstück nicht bebaut werden soll, sondern bitte wie. Dies ist im Baugesetz geregelt. Das Bauamt hat bitteschön hier a l l e gleich zu behandeln. Es bevorzugt aber die einen und benachteiligt andere, dafür gibt es in Jena mehrere Beispiele. Und mal ehrlich was soll der Ausdruck feine Gegend. Bis vor 5 Jahren konnte sich auch ein Verdiener mit mittleren Einkommen ein Haus in Jena auch in dieser Gegend leisten. teilsanierte Häuser wurden für 250.000 € verkauft. Erst seit 5 Jahren, seitdem die KIJ die letzten Grundstücke versteigert hat und kein weiteres Bauland zur Bebauung von Eigenheimen erschließt und anbietet (Ausnahme ca.40 Grundstücke z.B.Ringwiese, Paraschkemühle, Lobeda) sind die Preise für Einfamilienhäuser in Jena überall explodiert. Im Philosophenweg wohnt nicht nur der Feine Pinkel. Man bekommt z.Z. in der Ringwiese unsanierte 90 m² Häuschen nicht unter 180.000 € und in Jena Ost werden DHH ab 295.000 € Neubau angeboten. Im Moment kann man sich in Jena nur ein Häuschen leisten wenn man mindestens ein Familieneinkommen von 4.000 € netto hat oder man hat geerbt.
    Ein Normalverdiener kann sich höchstens eine 3 Raumwohnung kaufen, dann ist Ende. Die gestiegenen Immobilienpreise lassen in Jena keinen mehr rein. Und ich bin hier ganz pragmatisch.
    Wenn es zu wenig Bauland für Wohnungsbau gibt, muß dieser zwingendst für Wohn- und nicht Gewerbebau reserviert werden. Gewerbebau kann auch an eine Straße, die etwas häufiger befahren wird. Es gibt in Jena mehr Grundstücke für Gewerbebau, wie für Wohnungsbau. Hätte man hier nur Wohnungen gebaut in entsprechender Größe hätte niemand aufgeschrieen. Wenn die Flächen so knapp sind, muß man hier auf die Nutzungskonzepte achten. Sie möchten sicher nicht, dass ich sie mit einer Aufzählung von Grundstücksflächen für Gewerbebau in Jena langweile.


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  34. Urbaner Indianer: …“und nun lasse ich keinen mehr rein“. Sie haben mit diesem Ausspruch des Pudels Kern getroffen . Ja in Jena ist kein Platz mehr für das gemeine Volk. Nur noch für Doktoren und Professoren und leitende Verwaltungsangestellte. Dies ist traurig genug.


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  35. @Anne: Denken Sie wirklich, dass ihrer absurden Jammerei dazu führt, dass sie von irgendjemandem ernst genommen werden? Das ist ja schon pathologisch!

    @Innenstadt: Danke für die aufklärenden Infos!


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  36. KarSten: Ja es ist zu jammern, unsere Ratsherren und ihre Eigenbdetriebe haben dafür gesorgt, dass für Normalsterbliche Wohnungen nicht mehr bezahlbar sind. Anne hat recht, es werden ganze Bevölkerungsschichten aus dem Zentrum ausgeschlossen, selbst mieten ist ja nur noch für die Oberschicht möglich. Bei den Sonnenhöfen liegen wir bereits bei 14 € , ja das ist wirklich zum jammern !

    Was hier Recht ist, wird das Gericht in Weimar entscheiden, dann werden wir sehen ob das Bauamt einen Fehler gemacht hat, wir brauchen uns hier nicht zu zerreißen.

    Fakt ist aber auch dass ein Verwaltungsgericht nicht ohne Grund einen Baustopp erwirkt.


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  37. @Jenenserin: Warum versuchen Sie nicht wenigstens ansatzweise, sich einmal mit den realen Gegebenheiten vertraut zu machen und die tatsächlichen Entscheidungsspielräume der Verantwortlichen zu ergründen. Sie argumentieren hier stets am Rande der Verschwörung. So sind naturgemäß die Chancen gering, dass man ernst genommen wird. Bei Anne sind gelegentliche Ansätze, sich mit der Realität vertraut zu machen zu erkennen, aber am Ende wird dann wie im vorangegangenen Post doch wieder der Holzhammer rausgeholt. Zu Demokratie gehört auch, dass man sich mit den Fakten vertraut macht, bevor man meint, seine Meinung wäre es wert gehört zu werden. Jammerei darf jedenfalls getrost ignoriert werden …


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  38. KarSteN: In Ordnung , dann helfen Sie mir, was sind die realen Gegebenheiten hier ?


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  39. Es ist ihre Aufgabe, das herauszufinden bevor Sie anderen irgendwelche Unterstellungen unterjubeln, die im schlimmsten Fall völlig unzutreffend sind. Ich sitze weder im Stadtrat, noch verfolge ich die Details. Ich weiß jedoch, dass es auf Entscheidungsebene grundsätzlich etwas anders ausschaut, als man gemeinhin von außen vermutet. Die Wenigsten handeln in mutwillig schlechter Absicht, soviel sei Ihnen versichert. Bevor ich zu irgendeinem Thema die Klappe zu weit aufreiße, mache ich mich jedenfalls vorher mit den Fakten vertraut. Das ist eine verdammt zeitaufwändige Sache, aber wem an Veränderung oder Mitgestaltung ernsthaft gelegen ist, der kommt um diesen Aufwand keinesfalls herum! Ich würde mir jedenfalls von Jemandem, der nachweislich über keinerlei Sachverstand verfügt (das ist ein allgemeines Bsp. … demnach bitte nicht persönlich nehmen), keine Handlungsempfehlungen geben lassen. Mitsprache erfordert ein Mindestmaß an Sachverstand, was Jedem vernünftig denkenden Menschen eigentlich sonnenklar sein sollte.


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  40. Verzeihung, sie verfolgen keine Details, sagen Sie. Woher wissen Sie dann, dass hier falsche Unterstellungen gemacht werden? In den Ämtern in Jena scheint man serwohl mutwillig zu handeln, ob in schlechter Absicht, weiß ich nicht.

    So wie ich es verstehe, geht es um die Auslegung, handelt es sich hier um ein reines Wohngebiet, wo generell Gewerbebauten nicht genehmigt werden können oder handelt es sich um ein Mischgebiet. Der zweite Streitpunkt, sonst hätte man ja schon nicht verkleinert, sind die Ausmaße des Baues im Verhältnis der Grundstücksgröße, bzw. die absolute Höhe des Baues un die Abstände zur Nachbarschaft, diese müssen bei höheren Bauten (absolute Höhe, nicht Anzahl Geschosse) nicht nur 3 sondern auch schon einmal 6 Meter vom Nachbarn betragen. Das dies einem Bauträger schon einmal zum Verhängnis wurde, sehen sie an den ewigen Ruinen (werden jetzt gerade nach 10 Jahren saniert) in Cospeda. Die Doppelhäuser, die dort ewig standen bekamen Baustopp, weil die Höhe der Häuser nicht dem B-Plan entsprach. Es waren wohl 20 cm zu viel. Das Problem war auch, dass er nicht so eine gute Lobby hatte, dass Jena sagte, gut die Wirtschaftlichkeit stimmt sonst nicht, wir lassen mal höher bauen. So etwas soll es ja auch schon einmal gegeben haben. Dies gilt aber nicht für alle ! Hier mißt man eben mit zweiterlei Maß. Stellt nun das Gericht fest, mehr wurde auch nicht gesagt, dass das Bauamt die Baugenehmigung so nicht geben konnte, da reines Wohngebiet und die Häuser zu groß, kann man nicht so weiterbauen lassen. Dann muß eben ein Rückbau erfolgen. Gleiches Recht für alle. Ausnahmen kann man nicht willkürlich tätigen. Dann baut jeder wie er will, vor allem wenn die Nachbarschaft oder Fuß- und Radwege beeinträchtigt werden, ist dies nicht die feine englische Art.

    Und hier habe ich nur gesagt, laßt die Richter entscheiden, diese sind zum Glück in Deutschland noch unabhängig. Drei Baustopps zeigen aber doch sehr wohl, dass die Genehmigungen zumindest überprüft werden müssen ob sie dem Baugesetz entsprechen. Um mehr geht es auch nicht. Und hier werden keine falschen Unterstellungen gemacht.


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  41. Unabhängig von dem Nachbarschaftskrieg, wenn wir Wohnungsmangel haben, sollten da nicht alle neuen Gewerbeobjete auch Büros ! in Gewerbegebieten gebaut werden? Wichtiger für Praxen ist doch nicht wo, sondern das genügend Parkplätze da sind und man auch mit öffentlichen Nahverkehr – in der Nähe einer Haltestelle – hinkommt. Hier ist der Philosophenweg ja nun wirklich nicht so optimal.


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  42. @stefan.lange…es entsteht unter der Praxis eine Tiefgarage für die Patienten!


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  43. Ohne Parkplätze gibt es weder für Wohnungen noch für Gewerbebauten eine Baugenehmigung. die Frage bleibt, warum keine Wohnungen bauen in einem Wohngebiet bei Grundstücksmangel in Jena?


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  44. Es werden Doch 2 Wohnhäuser gebaut?! Mit Praxis..


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  45. Ich verstehe das so, dass die Praxis zu groß ist und die nach dem 1 Baustopp getätigte Verkleinerung dem Richter nicht ausreicht. Hier gibt es sicher das Problem, dass die Praxis einfach eine größere Fläche benötigt, wie das Gericht dem Arzt in diesem Baugebiet zugesteht. Also meiner Meinung nach, sollte der Bauherr einfach Wohnungen daraus machen und kann ja seine Praxis in einem Mischgebiet oder Gewerbegebiet errichten.
    Man kann ja die Wohnungen hier zu einem sehr hohen Preis verkaufen, da ist das Geld wieder drin.


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  46. martin, ich stimme ihnen zu . Wohngebiet bleibt Wohngebiet, wir haben eh zu wenig davon. Das meiste ist doch Mischgebiet, wo Wohnen mit Gewerbe konkurrieren muß.


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  47. Verehrter „martin“,…wie ich das in Jena sehe,steht doch nun schon der Rohbau. Von daher ist doch auch das raumgreifende Moment außer Diskussion.Also geht es doch hier nur um SozialNeid und Selbstgefälligkeit zweier als Gruppe agierender älterer Kläger unter Kampagnenverdacht. Haben Sie Vorstellungen von Baukosten eines solchen Bauwerkes ? Und ist Ihnen gar der Begriff beruflicher Ansiedlung bei gleichzeitiger Herausbildung von Arbeitsplätzen geläufig ? Stellen Sie sich -so ist das in Sachsen -vor, Sie haben den Kaufpreis für das Flurstück mit all seinen Steuern und Gebühren an den Staat korrekt geleistet und den Architekt geordert für das Bauwerk selbst -auch für die Einhaltung der baulichen Abstandsgrenzen- und nach dem und im Vertrauen darauf positiven Bescheid der zuständigen Baubehörde der Bauunternehmung den Bauauftrag erteilt und bereits ordnungsgemäß nach erreichtem Baufortschritt die Abschlagszahlungen gezahlt. Und nun soll dieses Werk an Existenz und Leben fragwürdig gestellt werden ? Ihr Beitrag verleitet eigentlich schon zu einer deutlicheren Schreibweise.
    Meinen Sie nicht auch, dass hier die hiesige Stadtverwaltung incl. übergeordnetem Organ tatkräftiger gegenüber den rechts-(un)-kundigen Aussitzern auftreten müssten ? Wenn es nur diese Figuren selbst beträfe , … Und WARUM besitzt nicht ein einziger Lokalreporter der TLZ das Vermögen, das Rückgrat, sich doch einmal mit den Bauherren selbst zu kontaktieren ? ! Zwei Fotos wie oben , wie eloquent, wie intelligent ?!


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  48. @Rudolf:
    hiesige Stadtverwaltung tatkräftiger auftreten?

    Wo leben wir hier eigentlich. Hier geht es um einen Rechtsstreit und der wird von einem Richter und Gericht entschieden und nicht von einer Stadt.

    Diktatur hatten wir einmal.


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  49. @rüdiger:
    Aaaaachtung, die Augen links, vorwärts marsch !

    Aus welcher Zeit bisten du ?

    Die Mauer ist weg und wir leben im Zeitalter des Grundgesetzes,
    der BGB und des HGB.

    Keine Angst , auf den Bauherren kommen keine weiteren Kosten zu. Er begann mit einer bis dahin rechtsgültigen Baugenehmigung und damit ist die Stadt schadenersatzpflichtig !
    Meinen Sie wirklich, die neuen Genehmigungen kommen aus Gefälligkeit immer so schnell, nein die Stadt muß ab dem Zeitpunkt des 1. Baustoppes für den Schaden des Bauherren aufkommen.

    Die Stadt Jena liebt wahrscheinlich Schadenersatzansprüche. Ich erinnere hierbei in den 90 Jahren an die Klage von Globus. Hier zahlte Jena Millionen. Ja liebe Stadtkämmerer schaut noch mal in eure Archive. Ich sage nur Isserstedt. Na klingelt es ?
    Man möchte dies gerade wiederholen. Frau Lukin stellte in der letzten Stadtratsitzung die Anfrage zum B-Plan Isserstedt Mischgebiet, wo auch Wohnbebauung möglich wäre. Die Stadt möchte einen alten B-Plan aufheben und hat schon einen Bauantrag eines Bauherren für ein Eigenheim abgelehnt mit der Begründung, wir wollen verdichten und die Erschließung ist nicht gesichert. Dabei stehen 2 Erschließungsträger mit schriftlichen Zusagen bereit, das Gebiet auf eigene Kosten zu erschließen. Der Eigentümer ist auch noch galant und wartet auf das Ergebnis der Stadtratsitzung im November. Die Anwälte warten nur auf eine Aufhebung des B-Planes. Dann darf die Stadt richtig löhnen. Es wurden z.B. Grundstücke der Stadt Jena zur Abrundung des Baugebietes angekauft, ein Schweinestall abgerissen, das entsprechende Regenwasserrückhaltebecken gebaut und die Gewinnausfälle. Da reicht 1 Mio Schadenersatz nicht. Da ist so ein bißchen Grundrissänderung am Philosophenweg doch eine Kleinigkeit.


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  50. Was Wohnbebauung betrifft, bin ich nicht umsonst so eine Nervensäge, hier geht doch aber auch alles in Jena schief.


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  51. KarSteN,
    ist es nicht sachverständig, bei Wohnungsmangel in einem Wohngebiet Wohnungsbau zu fordern ? Was hat das mit Jammern zu tun ? Sie haben gar nix zum Thema beizutragen aber belehren und beleidigen andere. „Die Wenigsten handeln in mutwillig schlechter Absicht“ ist ja schon niedlich. Im Grunde ist es doch für das Resultat egal, ob Fehlentscheidungen aus schlechter Absicht, aus Dummheit, Unwissenheit, Unfähigkeit, Egomanie, Hörigkeit, Korruption oder Klüngelei getroffen werden. Sie bleiben falsch.
    Das ewige „das ist alles gar nicht so leicht wie es für außenstehende aussieht“ bla bla ist unerträglich und keine Entschuldigung.


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  52. @ Felix:
    Das ganze Gejammer und Genörgel sowie die immer wiederkehrenden Verschwörungstheorien finde ich persönlich bedeutend unerträglicher…


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  53. Verschwörungstheorien sind etwas anderes, das sind nur Vermutungen, hier sprechen wir aber von Tatsachen liebe Sabine.
    Sonst würde sich damit auch kein Gericht befassen. Hier geht es ganz einfach um Fakten, die von der Stadt einfach geschaffen werden. Auf der einen Seite werden Baugenehmigungen erteilt, die zumindest nach dem Baugesetzbuch fragwürdig sind und auf der anderen Seite werden anderen Bauherren einfach Absagen verschickt mit Falschaussagen, es wäre keine Erschließung gesichert, siehe meinen letzten Kommentar zu Ísserstädt. Nun diese Handhabung kann man beruhigt auch als Willkür bezeichnen. Aber ich erwähnte ja schon, wir können uns in aller Ruhe zurücklehnen. Jena zahlt ja gerne Schadenersatzansprüche, dafür scheint das Geld da zu sein.
    An Globus hat ja Jena auch mehrere Millionen gezahlt. Das sind keine Verschwörungstheorien mehr.


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  54. @ Jenenserin :

    Aus der Ferne von Jena verfolge ich aufmerksam Ihre Auslassungen vom 19.10.12- 07:58 Uhr. Als Rechtskundiger darf ich Ihnen gern bestätigen, dass sich ihrerseits hinsichtlich sachlich-fachlicher Qualifikation und de-jure-Vermögen zu diesem Vorgang objektiver Nachholebedarf zeigt. Ich gehöre tatsächlich auch zu denjenigen ,welche von anderen Menschen sehr gern lernen, deren Wissen „aufsaugen „. Ihre hier zutage tretende Naivität gibt mir dazu keine Chance. Und bitte : lassen Sie bei Ihren Statements die DDR aus der Betrachtung. Hier ist kein runder Tisch !


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  55. Also rein aus ökonomischer Sicht hat der Bauherr noch keinen Nachteil, sondern könnte ein Geschäft noch daraus machen.
    Wenn der Richter dies zum reinen Wohngebiet erklärt, ist die Stadt Schadenersatzpflichtig und müßte zumindest ein kleines Gewerbegrundstück – diese sind viel preiswerter als ein Grundstück am Philosophenweg – in Jena als Entschädigung zur Verfügung stellen.
    Dann könnte o.g. Objekt als reines Wohnobjekt umgeplant werden, mann teilt dies in Eigentumswohnungen und der Investor verkauft 1 bis 2 Wohnungen. Mit diesem Geld kann er dann spielend eine Praxis auf den von der Stadt gestellten Grundstück errichten.
    Er macht auf alle Fälle bei diesem Geschäft ein plus.
    Ein cleverer Geschäftsmann kann aus einem Nachteil für sich noch einen Vorteil gewinnen.


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  56. zwei Häuser die Straße aufwärts, befindet sich eine Augenarztpraxis, und noch weiter gen Wohnheim findet man änliche Beispiel (reine Wohnbebauung?)

    der klageführende Nachbar, sollte mal seinen Blick gen Westen wenden. Da steht, direkt vor seiner Nase, seit kurzem ein Betonklotz, welcher definitiv nicht als Wohnhaus dienlich sein wird.


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  57. wohnungsbewohner, herzlichen Glückwunsch sie haben ja auch eine schöne Wohnung. Wie wir hier überall lesen haben wir in Jena Wohnungsnot und nicht jeder hat schon eine ausreichend große Wohnung gefunden.

    Fakt ist, dass das Verwaltungsgericht festgestellt hat, dass es sich hier um ein reines Wohngebiet handelt und Gewerberäume nur eingeschränkt gebaut werden können. Keiner hat gesagt, die Praxis darf nicht sein nur die Ausmaße erwirkten bisher den Baustopp, der bis heute wohl anhält. Ich gehe mal davon aus, dass die Gerichte in Deutschland noch entsprechend Recht und Gesetz entscheiden.

    Die Frage die hier gestellt ist, heißt also nicht ob sondern wie groß darf in einem Wohngebiet Gewerberaum neu errichtet werden, wo doch in Jena Grundstücke für Wohnungsbau in einer viel geringeren Zahl vorhanden sind, wie Gewerbegrundstücke, bzw. Baulücken an viel befahrenen Straßen. Zum Beispiel hat ein Investor erst an der Rudolstädter Straße, Kreuzung Lidl, erst eine Arztpraxis neu errichtet. Hier beschwert sich bestimmt niemand.


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  58. Auch darf in Jena generell die Frage gestellt werden.
    Kann man nur noch über den Klageweg Gerechtigkeit erstreiten und dabei meine ich nicht nur in Sachen Baurecht?


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