Hat die Vertreibung aus dem Paradies begonnen? |

Hat die Vertreibung aus dem Paradies begonnen?

Friedensbergterrasse netzbandt jenapolis

Jena. Titelgeschichte der heutigen Ausgabe (8. Oktober) der OTZ ist der Bericht zur 26. Immobilienmesse im Jenaer Volkshaus. Am 6./7. Oktober fand diese bereits zum 26. Mal statt. Zwei Möglichkeiten werden darin für die Schaffung von Wohnraum in Jena angeboten: eine qualifizierte Lückenschließung – also Verdichten –  oder Baulanderschließung auf freiem Feld – Zersiedeln. In Jenas Partnerstadt Berkeley , die ein ähnliches Problem hat, wird eine weitere Option gezogen: Die Aufgabe der Geschosshöhen-Begrenzung: Dort wird in die Höhe gebaut.

In seiner Eröffnungsrede sprach sich Jenas Oberbürgermeister Dr. Albrecht Schröter (SPD) für ein Verdichten als „politisch bevorzugte Marschrichtung“ aus. Dabei wird in Kauf genommen, Wohnungen im höherpreisigen Marktsegment zu schaffen, denn Bauland ist in Jena teuer. In dieses Segment werden auch die Heimstätten eG tätig werden. „Wir sehen uns als städtisches Unternehmen, das darauf setzt, die städtischen Strukturen zu stärken.“, sagte die Vorsitzende der Heimstätten-Genossenschaft, Sabine Hemberger.  Sie ist kommunalpolitisch aktiv:  Als Stadtratsvorsitzende mit SPD-Parteibuch leitet Hemberger die Sitzungen.

Ein größeres Projekt der Heimstätten-Genossenschaft entsteht im kommenden Jahr im „Himmelreich“. Im Norden Jenas werden 54 Eigentumswohnungen errichtet. Dort fehlt aber weiterhin eine Anbindung an den Jenaer Nahverkehr durch eine Straßenbahnhaltestelle.

Die im Frühjahr 2012 aufgekommene Diskussion über die Stadtentwicklung durch Preisgabe von Kleingartenanlagen hat sich derzeit wieder beruhigt, wenngleich eine verlässliche Lösung noch nicht in Sicht ist. Im Wahlkampf war die Stadtentwicklung ein wichtiges Thema. Vor allem der OB-Kandidat der CDU, Professor Dietmar Schuchardt, setzte mit seinen 7 Meilensteinen für Jena Maßstäbe:

• Die Schaffung von 3 000 neuen Wohnungen in unserer Stadt durch die Bereitstellung der dafür erforderlichen Flächenpotenziale

• Eine zügige Entwicklung von Eichplatz und Inselplatz um unsere Stadt noch attraktiver und leistungsfähiger zu machen

 Zukunftsorientierte Großwohngebiete durch verstärkte Investitionen in die Infrastruktur in Lobeda, Winzerla und Jena-Nord

• Eine bessere Einbindung unserer ländlich strukturierten Ortschaften in das Jenaer Nahverkehrsnetz

So lasen sich vier der sieben Punkte. Im Frühjahr 2011 sprach sich Schuchardt auch für eine engere Zusammenarbeit im Umland für Gewerbeansiedlungen aus. Aber, was wurde aus den Plänen? Immerhin gelang Schuchardt mit diesem Programm in die Stichwahl mit Schröter. Wie soll eine wirtschaftliche Entwicklung ohne eine darauf abgestimmte Stadtentwicklung stattfinden? Wie soll Jena vernünftig wachsen?

Die Jenaer Wohnungsgesellschaften und Wohnungsgenossenschaften bauen weder Sozialwohnungen oder bezahlbaren Wohnraum. In Jena-Nord werden Mietpreise unter 10 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche durch Thüringens größtes Wohnungsunternehmen, Jenawohnen, nicht möglich sein. Auch auf den Friedensbergterrassen, die einmal von der Heimstätten-Genossenschaft erworben wurde, jetzt aber von Jenawohnen bebaut wird, entstehen Luxuswohnungen in einer reizvollen Lage. Sicher, der Wohnungsmarkt in Jena ist angespannt. Der Neubau im höheren Preissegment, auch zum Teil als Eigentumswohnungen, kann den  Wohnungsmarkt nicht entschärfen. Welche Familien mit einem Durchschnittseinkommen wird sich in zehn Jahren noch eine Wohnung in Jena leisten können.

Selbst die eingemeindeten Ortschaften können kaum die Lage auf dem Wohnungsmarkt mildern: Hier ist die Anbindung an den Jenah meist nicht gewährleistet. Ein fehlendes Park&Ride-System oder Parkraumkonzept machen den motorisierten Individualverkehr nicht attraktiv. Auch die Nachbargemeinden im Saale-Holzland-Kreis bieten nicht das an, was in Jena vielen lieb und teuer ist: Ein Kino- oder Theaterbesuch, kulturelle Angebote und vieles andere sind in der Fülle und Vielfalt nicht an einem Ort erlebbar.

Wohnungsgesellschaften sollten nicht nur an der Rendite orientiert sein, sondern den Menschen auch mit kleineren Budgets eine angemessene Wohnung in einer guten Nachbarschaft anbieten können. Dann könnten die Wohnungen für Jahrzehnte Erfolg haben. In einer lebenswerten Stadt mit einer guten sozialen Durchmischung.

In der nächsten Zeit wird von Jenapolis ein Kartensystem erstellt, das sich der Problematik annimmt. Entwickelbare Grundstücke für Wohnnutzung oder Gewerbe, aber auch leerstehende Gebäude werden darin verzeichnet und mit einem Foto veranschaulicht. Wenn die Karte veröffentlicht wird, haben Sie die Möglichkeit, dort mit Einträgen an der Erweiterung und Vervollständigung mitzuwirken.

 

47 Kommentare zu "Hat die Vertreibung aus dem Paradies begonnen?"

  1. Vielleicht sollte man berücksichtigen, dass die jenigen die sich hochpreisige Mieten leisten können oder Eigenheime bauen, wiederum den Wohnraum verlassen der für Geringverdiener bezahlbar ist. Das ist nicht generell der Fall, kommt aber ( erfahrungsgemäß ) oft vor. Ich würde es nicht nur als Schande sehen dass Hochpreisiger Wohnraum geschaffen wird, sondern als Möglichkeit Platz zu schaffen, für die die es sich nicht leisten können. Solche Beiträge sind reine Stimmungsmache und einseitig.


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  2. @sc; Ganz so kann man das ja auch nicht sehen. Wenn ich Eigentümer einer Wohnung wäre und mein Mieter auszieht, sagen wir mal für derzeit 6,90 kalt, würde der nächste Mieter mit Sicherheit nicht mehr diesen Preis zahlen. seien wir doch mal realistisch, wer bleibt heute freiwillig unter 8 Euro und das ist schon fast günstig. Da ich aber keinen Wohnraum habe stellt sich für mich diese Frage nicht.


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  3. sc, hab großes Verständnis dafür, den Dauersound des Heulens und Zähneklapperns (zu dieser Thematik) hier, unterbrechen zu wollen. Ein schlüssiges Argument der Bedenkenträger gegen den Mainstream des Bauens im „hochpreisigen Segment“ ist allerdings die auf den Fuß folgende Erhöhung des Mietspiegels. So sorgen die Genossenschaften mit ihren aktuellen Investitionen dafür, dass die (dadurch nicht besser werdenden) Wohneinheiten im Bestand schon kurzfristig teurer = ertragreicher werden. Das ist aus meiner Sicht ein Problem, das klar den Stadtrat fordert (letztlich qua Aufsichtsräte), diesen Automatismus zu brechen. Dies vorausgesetzt wäre m.E. auch exklusiver/teurer Neubau von Wohnraum grundsätzlich sinnvoll bzw. ethisch mindestens vertretbar.


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  4. Jenaer und Jenenser freuen sich | 9. Oktober 2012 um 10:48 | Antworten

    Hat die Vertreibung aus dem Paradies begonnen? Im doppelten Sinn.Der Mietwucher ist die eine Seite. Der Lebensraum wird fortschreitend vernichtet. Das betrifft auch die Reichen. Die Warnungen wollen die Gierigen schon seit 2 Jahrzehnten nicht hören.Das hat sich in den letzten 3 Jahren mächtig gesteigert. Versiegelungen, vernichten von großen gesunden Bäumen hauptsächlich in der Innenstadt. Lückenbebauung ohne Rücksicht auf die vorhandenen Häuser. Der Zubau der Berghänge. Die geplanten Gartenenteignungen ect.Wer hat etwas vom Gebäude- und Strassenzuwachs?
    Auch Vorgärten und Höfe werden versiegelt. Alle Einwohner haben nur Nachteile.Auch andere Städte, die nicht so für den Bauwahn gestützt werden haben zusätzlich noch Bevölkerungsabwanderungen.Die Bauart ästhetisch gesehen ist häufig lebens vernichtend.
    Zuwachs für wen? Wo ist ein Ende absehbar. Wenn alles zerstört ist?


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  5. Artikelzitat: „Wohnungsgesellschaften sollten nicht nur an der Rendite orientiert sein, sondern den Menschen auch mit kleineren Budgets eine angemessene Wohnung in einer guten Nachbarschaft anbieten können.“

    Im real existierenden Kapitalismus geht es systemmäßig immer nur um die Rendite.
    Wer das ändern möchte, muß das System ändern. Da höre ich’s dann wieder: „Ihh, Sozialismus …“


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  6. Jenaer und Jenenser freuen sich | 9. Oktober 2012 um 11:06 | Antworten

    Max Headroom Am 9. Oktober 2012 um 10:52 Uhr
    „Wohnungsgesellschaften sollten nicht nur an der Rendite orientiert..“

    Das ist aber der Sinn einer Genossenschaft. die Genossenschaftsmitglieder sind gleichzeitig Nutzer und Besitzer und haben damit das Recht der Enscheidungsfindungen aller Belange der Genossenschaft.
    Sie wissen das selber häufig gar nicht.Und gegen diese Diktaturen kann man dann schwer anzukommen.


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  7. Ich kann mich immer nur wiederholen. Die Politik darf sich durch Eigenbetriebe gar nicht als Unternehmen beteiligen, dies tut sie aber in Jena, KIJ, Stadtwerke , KJS und Jenkultur. Unser OB sagt auch stolz: Konzernstadt Jena !!!
    Zu aller Zeit wurde Wohnungsbau subventioniert:
    Zu DDR-Zeiten aus der großen Kasse, in der BRD vor der Wende durch Investzulage, Berlinzulage, Zulage Zonenrandgebiet und Sonderabschreibungen. Nach der Wende 50 % Sonderabschreibung für Ostimmobilien, degressive Abschreibung, Investzulagen sowie Eigenheimzulage.
    Nach 2000 hat die rot-grüne Regierung gemeint, die Reichen bekommen zuviel Geld, das streichen wir mal alles.
    Im Moment gibt es nur 2 % lineare Abschreibung, Sonderabschreibung auf Denkmäler bei Sanierung 8,8 % sowie den s o z i a l e n M i e t w o h n u n g s b a u.

    Frage: wer soll denn Wohnungen bauen?
    die Kapitalisten fallen jetzt weg, die gehen in „nachhaltige Energien“ mit einer Verzinsung von 8 % Rendite und mehr.

    die Kommune? in Jena wurden kommunale Immobilien durch den Verkauf an die Stadtwerke privatisiert, da baut man doch lieber eine Mais-Biogasanlage in Kunitz, bringt ja viel mehr Rendite und noch Subventionen.

    die Genossenschaften? Es gibt nur noch eine Genossenschaft , die den Namen verdient, in der T.-Renner-Str. Lobeda West. Nach Tilgung der Darlehen werden hier die Mieten auch noch sinken.

    so jetzt an Alle: Ist dieser Wohnungsmangel auf die Politik von rot-grün zurückzuführen ?

    P.S. Keine Angst ich werde mich solange wiederholen, bis dies in unsere rot-grün-schwarzen Köpfe angekommen ist.


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  8. Ich habe das Gefühl, den Westdeutschen Arbeitnehmern ging es nur so gut, da es bei uns den Sozialismus gab. Jetzt gibt es in allen Bereichen eine Entsozialisierung.


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  9. Wie gesagt, mit den Vegatarien dieser Welt muß man reden, wenn Sie eine Wurstfabrik geerbt haben. Und man sollte einen Friseur auch nie fragen, ob man einen neuen Haarschnitt braucht….

    Das Mangel gierig macht, sieht man schon bei 10 Kindern, die sich um die 2 blauen Kekse in 1000 gelben streiten, obwohl man von beiden Typen satt und gezuckert wird.

    Es geht um Gewinn. Und nur darum. Darauf sind all unsere Gesetze und Regeln abgestimmt. Und unser dogmatischer Glaube an materielle Dinge, der stets erst bei Sepsis oder Krebs endet…

    Wer Recht hat oder ob es GE-RECHT ist, interessiert doch gar nicht. Die Tatsachen sind doch einfach nur der Spiegel der 4 jährigen Entscheidungsmöglichkeit, die wir mit der Wahl haben. Und ich würde es nicht mal „Sozialismus“ nennen. Sondern Änderung des Regelwerkes.

    Klingt abstrakt. Ist aber einfach. Abwählen!


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  10. keine Angst, bei der nächsten Wahl macht die Bürgerschaft eigene Plakate: Was aus Jena wurde !


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  11. @super: Wenn das geänderte Regelwerk eine soziale Gesellschaft hervorbringt, dann ist es mir völlig wurscht, wie die heißt. Allerdings sehe ich nicht, daß es nach der nächsten Wahl besser wird, denn eigentlich ist es wie im Schweinestall: Wer am Trog sitzt, frisst!

    @Anne: Völlig richtig. Als es die DDR noch gab, hieß der Kapitalismus „soziale Marktwirtschaft“, da er ständig zeigen mußte, wieviel besser er doch war. So konnte er die Unzufriedenheit im Osten schüren und als die Ossis dann ihr großes Ziel, den Westen, erreicht hatten, war diese Notwendigkeit verschwunden. Da die Menschen nun „alternativlos“ dastanden, konnte anschließend der große Triumph der „freien Markwirtschaft“ losbrechen. Auch nur ein anderes Wort für „ungebremste Geldgier“ oder „das Recht des Stärkeren“. Insofern haben die Wessis also sogar recht, wenn sie meinen, an ihrer jetzigen Misere seien die Ossis schuld. Nur eben völlig anders, als sie denken …

    @Jenaer und Jenenser freuen sich: Gerade eine Genossenschaft hätte es in der Hand ihre Entscheidungen sozial zu treffen. Nur wenn die Mitglieder ihre Entscheidungen „unsozial“ treffen, weil sie auch am Kuchen mitnaschen wollen, dann geht’s genauso schief wie im restlichen Staat.
    Als Beispiel sei an die Empörung der vielen kleinen deutschen Sparer bei der Pleite der isländischen Kaupping Bank erinnert, als sie ihr Geld verloren hatten. Über Gewinne (die sie ja machen wollten) hätten sie sich nicht aufgeregt, aber über die Verluste schon. Plötzlich war das alles ganz schlimm.
    Wenn Genossenschaften, die ja gegründet wurden, weil es gemeinsam leichter, besser und billiger geht, auch auf den Gewinn-Express aufspringen, dann kommt halt auch nix anderes raus.

    „Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, die allgemeine Finanz- und Wirtschaftskrise sowie die aktuellen Sparmaßnahmen der
    Bundesregierung zwingen uns dazu, das Licht am Ende des Tunnels auszuschalten. Wir bitten um Ihr Verständnis!“


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  12. Ich werde mir schon einmal auf dem Zeltplatz / Ostbad einen Platz reservieren. Noch eine Mieterhöhrung von Jenawohnen (letztens über 15 % im Juli 2011) kann ich mir nicht mehr leisten.
    Und liebe Freunde, es heißt ja: wer zu spät kommt , den bestraft das Leben. Nicht dass dann schon alle Stellplätze belegt sind.


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  13. http://www.ge.jenacamping.de/index.php/preise.html

    @ ADE
    Siehe Preise – ich hoffe, Du willst da nicht „länger“ bleiben oder leistest Dir gar den Luxus einer Familie…… dann wirds teuer…..

    @ Max

    Klar hast Du recht. Aber ich vermeide gern die Schlagworte, bei denen viele Menschen nicht weiter folgen wollen. Egal wie der Inhalt ist. Und diese schreien uns ja dann bald wieder von den Wahlplakaten entgegen…..


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  14. für den einfachen Bürger gibt es hier schon lange kein Paradies mehr, bei uns ist jeder Cent verplant, ich verstehe wenn einige Rentner (69 Jahre) noch nebenbei einen 400 € Job annehmen. Mein Freund hat einen Hausmeisterjob für 400 €. Ohne diesen müßte er Wohngeld beantragen, was ihm sehr schwer fallen würde. Ein anderer Bekannter repariert nebenbei Mikroskope, ohne diesen Zuverdienst könnte er sich die Urlaube oder Fahrten zu den Kindern auch nicht mehr leisten.
    Ich finde dies allerdings auch deshalb traurig, weil es sicher viele junge Leute gäbe, die diesen Job gerne machen würden. Es ist wie eine Spirale. Die Gehälter für den einfachen Arbeiter stagnieren oder werden weiter aufgeteilt, das heißt statt 1 Arbeitsplatz entstehen 2 oder 3. Auf diesen Seiten fällt mir auch auf, dass man über die Probleme des kleinen Mannes gar nicht berichtet. Mit Ausnahme der Probleme der Kreativen. Aber vielleicht kenne ich ja hier nur die ärmeren Leute, vielleicht geht es fast allen Jenaern schon sehr gut.


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  15. @Anne
    Wer ist die Bürgerschaft? Wer macht Plakate?
    Es geht nicht darum, was aus Jena wurde, sondern darum was aus Jena wird!
    Wir müssen uns alle an unsere Taten messen lassen und nicht an unseren Worten.


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  16. @ OPA

    Das findet meine Zustimmung. Ich würde mir SEHR wünschen, dass diese Plattform ausgewogen auch über die Probleme des kleinen Mannes berichtet ….. Es gibt ne Menge davon.


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  17. Super: richtig, die Probleme des kleinen Mannes werden hier gar nicht publiziert. Man kann dies aber nicht der Plattform selbst ankreiden. Diese ist eine offene Kommunikationsplattform für jedermann. Wir selbst sind hier die Journalisten und Kommentatoren. Und hier zeigt sich ein Riesenproblem in unserer Gesellschaft.
    Die „ärmere Bevölkerung“ hat keine Lobby und sie ist auch nicht auf Plattformen wie dieser aktiv. Diese große Anzahl an Menschen ist einfach stumm, hat sich zum großen Teil aufgegeben. Wie sonst kann man auch beobachten, dass zur Montagsdemo so wenig Leute kommen ? Man hat sich mit Hartz 4 eingerichtet und ist mit einem täglichen Überlebenskampf beschäftigt, wo es keine Zeit zum philosophieren gibt.
    Dieses Problem hat aber jede Gesellschaft und die Intellektuellen kümmert dies zur Zeit recht wenig.


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  18. Wer schreibt zuerst einen Artikel: Armut in Jena?
    Ich dachte immer die Linke ist hier ein Sprachrohr.
    Die Linke beschäftigt sich auch z.Z. lieber mit sich selbst.
    Ich habe gehört das Frau Wagenknecht mit ihrem Freund in Weimar war. Diese tuen aber z.Z. auch nur eines reden,reden,reden, wir könnten dies aufnehmen, der Text ist immer derselbe. Die böse,böse BRD . Doch was machen diese Leute persönlich um ihre stumme Wählerschaft zu mobilisieren, wenigstens sich an Diskussionen einzubringen egal wo ?
    Hartz VI macht nicht nur arm auch stumm.


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  19. vielleicht hat ja Frau Lukin oder Frau Kaschuba eine Mailadresse, an die man das weiterleiten kann oder liest dies…..


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  20. Heimstättengenosse | 12. Oktober 2012 um 15:31 | Antworten

    „In dieses Segment werden auch die Heimstätten eG tätig werden. “Wir sehen uns als städtisches Unternehmen, das darauf setzt, die städtischen Strukturen zu stärken.”, sagte die Vorsitzende der Heimstätten-Genossenschaft, Sabine Hemberger.“

    Hat Frau Hemberger wirklich gesagt, das sie die Heimstättengenossenschaft als städtisches Unternehmen sieht?

    Wenn das so gesagt wurde, dann sollten die Eigentümer der Heimstätten eG, die Genossenschaftsmitglieder, diese Frau aus ihrem Vorstand entfernen! Kann man für diese Aussage eine gerichtsfesten Nachweis bekommen?


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  21. Vielleicht hat sie es nicht *so* gemeint. Städtisch kann heißen „Eigentum der Stadt“, aber auch „in der Stadt verwurzelt“. Letzteres wäre jetzt nicht so schlimm. Ist mir lieber, die Wohnungsbauunternehmen sehen sich als lokale Akteure, als dass sie als vaterlandslose Gesellen dort investieren, wo es gerade Rendite gibt. Dresden kann ein Lied davon singen.
    Also lieber noch einmal nachfragen. Nicht jeder redet druckreif.


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  22. Heimstättengenosse | 12. Oktober 2012 um 16:35 | Antworten

    @Simon Sachse

    Da haben sie Recht, daher die Nachfrage, ob das wörtlich so gesagt wurde.
    Man sollte als Vorstand seine Worte genau wählen. Gerade wenn man persönlich so stark ausserhalb der Genossenschaft mit Institutionen der Stadt verknüpft ist. Ausserdem ist die Heimstättengenossenschaft kein Wohnungs-bau-unternehmen, sondern eine Wohnungsgenossenschaft. Sie sieht sich aber gern als Bauunternehmen.


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  23. Tobias Netzbandt | 12. Oktober 2012 um 17:05 | Antworten

    @Heimstättengenosse: Das Zitat von Frau Hemberger wurde aus der Ausgabe der OTZ vom Montag, 8. Oktober, entnommen. Der Artikel lautet: „Jena verdichtet sich“


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  24. @Heimstättengenosse: na sind die Genossen in Jena auch mal munter geworden?! Besonders nett fände ich es ja, wenn vor allem die Genossen der Carl Zeiss Genossenschaft endlich einmal aus dem Tiefschlaf kommen würden, die müssen auch noch die Gelder für ihre Anleger einspielen und vor allem ihr 40 Mio Bauwerk Sonnenhöfe. 40 Mio – 1 Mio für das Grundstück (nur geschätzt) = 39 Mio für 29 Wohnungen 6 Ladenflächen und Büroflächen ist schon eine Menge Holz. Für 40 Mio könnte die Stadt Ihre Multifunktionarena sogar ohne die Fördermittel bauen. Nehmen wir an, dass ein 130 m² großes Eigenheim
    150.000 € kostet könnte man für 39 Mio € genau 260 Eigenheime bauen. Über die Sonnenhöfe war gestern auch ein netter Artikel in der TLZ/2. Seite des Lokalteiles.

    Lieber Heimstättengenosse ihre Aussage Heimstättengenossenschaft ist kein Wohnungsbauunternehmen sondern eine Wohnungsgenossenschaft kann ich so nicht stehen lassen. Egal ob die Heimstättengenossenschaft oder eine 100 %ige Tochter sich als Bauträger beschäftigt. Es ist und bleibt dann ein Wohnungsbauunternehmen. Wenn Sie eine echte Genossenschaft wären, würden ja ihre Nutzungsentgelte nicht steigen sondern nach Tilgung der Darlehen einmal sinken, so wie künftig in der T.-Renner-Str. der Genossenschaft Lobeda West.


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  25. Heinstättengenosse: …außerhalb der Genossenschaft mit Institutionen der Stadt verknüpft…,
    Hallo, Sie haben die SPD vergessen, sie kennen doch wohl noch das Lied: die Partei, die Partei, …

    Willkommen im verfilzten Jena.

    Möchte noch jemand für unseren Genossen Aufklärungsarbeit leisten?


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  26. Aber Naseweis, ich bitte Sie, ohne dieses rote Parteibuch hätte doch Frau Hemberger diesen Posten gar nicht bekommen.


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  27. Schade nur, dass ich nicht von Sitzung aus Versammlungen der Genossenschaft zitieren darf. Dann würde klar, dass dort mit Kritik umgegangen wird, wie sonst nur mit Redebeiträgen der Opposition im Stadtrat. Ob das an der gleichen Vorsitzenden liegt?

    Auch hier gilt stets, vertuschen, bagatellisieren, unter Druck setzen. Und bestenfalls: das Wort verwehren und Nachfragen zum Rechenschaftsbericht nicht zulassen. Die hätten vorm Bericht beantragt werden müssen…


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  28. Liebe Genossen, ich habe in der TLZ diese Woche ebenfalls den Artikel über Heimstätten gelesen, eine viertel Seite mit dem Modell ihrer neuen „Gartenstadt“ in Jena Nord. Die Heimstätten Genossenschaft bietet hier Eigentumswohnungen an. Das Modell hat mir eigentlich sehr gut gefallen, da es mehrere kleine Mehrfamilienhäuser sind. Was ich mich nur Frage, es war ja keine Anzeige, weshalb die anderen privaten Baufirmen sich hier nicht aufregen. Es wurde eigentlich von der Messe berichtet im Volkshaus und man sprach nur über die Angebote von Heimstätten 3 Spalten und die Grundstücke der KIJ. Hieran sieht man auch, dass unsere Presse nicht mehr unabhängig ist. Wenn ich hier Makler gewesen wäre, hätte ich einen gleichgroßen Artikel gefordert wo alle Aussteller benennt werden. Aber wir wissen ja: Stadt, SPD, Heimstätten und WAZ-Presse eine große allesumfassende Familie.

    Wer jetzt immer noch glaubt die DDR ist längst Vergangenheit. Dann allen Guten Morgen !

    (Jena und seine Genossenschaften und Eigenbetriebe)

    Wohnungsmangel wie zu DDR Zeiten haben wir ja schon.


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  29. Ein weiteres Beispiel für den Bauwahnsinn in Jena:

    KIJ: versteigert meistbietend die letzten Baulücken von Jena,
    Erschließung preiswerter Grundstücke am Stadtrand? 0

    Jenawohnen: in unser unabhängigen Presse wurde von dem Bauvorhaben in Jena-Nord berichtet: einfache unkomplizierte Wohnungen ohne Gebrauchsanweisung (hier hat man von dem tollen Passivhaus in der Kunitzer Straße gelernt) für 10 € je m²

    Genossenschaften Jena: Neubau Zeiss Genossenschaft: Sonnenhöfe für 14 € je m² bzw. Bau von Eigentumswohnungen durch die Heimstättengenossenschaft

    Soziale Entmischung ist keine Naturgewalt !

    Wann werden die Jenaer endlich munter was man aus I h r e r Stadt macht !!!


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  30. Nun unser OB und Frau Hemberger und unser Graf von Jenawohnen haben einen Workshop besucht: Jena wächst.
    Vielleicht haben wir die Chance, das dies jetzt auch bei diesen Herren angekommen ist, dass man nicht nur teure Wohnungen in Jena bauen kann.
    Oder ist das alles wirklich so gewollt?


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  31. Verzeihung: … auch bei dieser Dame und bei diesen Herren angekommen …


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  32. Ich arbeite und wohne seit 10 Jahren in Jena. Leider noch in Jena muß ich sagen. Jena ist eine schöne kleine Stadt mit viel Charme, aber ich Frage mich warum nur Wohnraum in der Stadt gebaut werden soll. Ich habe zu Beginn am Stadtrand ein Haus zur Miete gesucht, da ich 2 Kinder habe und ein Arbeitszimmer benötige. Ich würde auch gerne in Zöllnitz oder Großlöbichau wohnen, dass Problem ist aber für uns immer noch die schlechte Anbindung mit Bus und Bahn der umliegenden Ortschaften. Wir sind beide berufstätig und können unsere Kinder nicht immer hin- und herfahren. Ich lebe eigentlich lieber am Ortsrand wie Mitten in der City mit wenig grün und Bewegungsfreiheit für die Kinder. Ich denke, so denken viele. Warum werden die nächstgelegenen Ortschaften nicht an den Nahverkehr angeschlossen ? Hier liegt ein Riesenpotential für Jena. Es sollten auch am Ortsrand Baugebiete ausgewiesen werden. Hier gibt es keine Baugrundstücke mehr um selbst zu bauen. Jena ist eine schöne Stadt, sie sollte aber auf die weichen Wirtschaftsfaktoren ebenfalls achten und diese ausbauen. Man kann nicht nur in Gewerbegrundstücke investieren. Sonst sind die, ich muß gestehen verwöhnten Fachkräfte auch schnell wieder weg.

    Für die Top – Fachkräfte ist Jena immer noch eine Kleinstadt und wir haben Mühe, die besten nach Jena zu bekommen.


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  33. Jenaer und Jenenser freuen sich | 14. Oktober 2012 um 09:57 | Antworten

    @ Nur ganz anders Am 12. Oktober 2012 um 21:17 Uhr
    Machtkonzentrat auch wieder in SPD-Hand, so wie im Stadtparlament. Nur bei den Ortsteilbürgermeistern hat man es nicht geschafft. Aber die werden deswegen nicht akzeptiert.


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  34. aucheinJenaer: Sie sprechen ein wahres Wort, die weichen Wirtschaftsmerkmale vernachlässigt Jena an allen Ecken.
    Nahverkehr, Freizeitangebote, kein Parkraumkonzept bzw. P+R , demnächst stellt man Betonklötze auf den Eichplatz, wo doch die Jugend schon jetzt öfter ins Internet geht zum Einkaufen, wie vor Ort. Man möchte sich doch lieber mit Freunden zum quatschen, relaxen, rummsitzen, essen einfach nur treffen. Und da haben wir nur eine Kneipenmeile, die Wagnergasse sowie die Caffè. Auch fehlt ein echtes Tanzcafe. Warum hier keiner anspringt und das Cafè Prag wieder eröffnet, ist mir ein Rätsel. Bei den vielen Tanzvereinen, die es in Jena gibt. Für die feine Gesellschaft bleiben nur die vereinzelten Galaveranstaltungen. Jena hätte hier auch sicher Potential. Fehlen hier die Betreiber ?
    Und ganz wichtig, wo bitte sollen denn die Fachkräfte wohnen, mit kleinen Kindern ist ein Haus am Stadtrand doch viel attraktiver, wie eine große Wohnung in der Stadt. Hier fehlen wirklich Baugebiete. Vor allem, wenn man am Stadtrand baut, werden auch wieder Wohnungen in der City zur Miete frei.

    Was für ein Konzept hat eigentlich Jena, hat es überhaupt eines ? Oder können wir nur Gewerbegrundstücke erschließen , dafür können wir Fördermittel abrufen, und für ein Schwimmbad, wie von vielen gewünscht in Jena-Nord ? Still ruht der See.

    Uns fehlen die modernen 7 Wunder von Jena.


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  35. Gewerbegrundstücke sind wichtig und richtig, wenn die KIJ aber mit der Erschließung von weiteren Grundstücken überfordert ist, sollte sie diese Aufgabe an private Erschließungsträger abgeben, die freuen sich und wir auch.


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  36. @Nur ganz anders:
    Ich muß Ihnen beipflichten, auch bei unserer Genossenschaft hält man von Transparenz nicht viel. Ich habe bereits 2 mal an unseren Vorstand geschrieben. Es treten für mich Ungereimtheiten der Verflechtung Carl Zeiss Genossenschaft und der Rautal GmbH auf. Es gibt auf der einen wie auf der anderen Seite Forderungen und Verbindlichkeiten, die ich einfach nicht nachvollziehen kann. Man bekommt aber keine Antwort. Aus dienstlichen Gründen bin ich das halbe Jahr nicht in Jena. Die Höhe der Kosten für das Projekt Sonnenhöfe, 40 Mio erfährt man ja zum Glück noch aus der Zeitung. Mein Bekannter informierte mich schon, dass sich seit 3 Monaten nichts bewegt und jetzt kommt der Winter. Nun schrieb man in der Zeitung alles keine Problem , die Bauarbeiter sind nur alle im Keller, man baut halt von unten nach oben. Na dies ist ja sehr beruhigend. Nur eine Frage dazu, wie lange soll die Baustelle dauern, wenn man ein viertel Jahr nur im Keller arbeitet und wieviele Arbeiter sind denn hier bei der Arbeit? Braucht man für jede Etage jetzt ein Viertel Jahr ?


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  37. Ich habe gelesen es gibt demnächst einen qualifizierten Mietspiegel. Nun, dann weiß künftig jeder , wo sein Platz ist in diesem Paradiese.

    Soziale Durchmischung war einmal, bald sind die „Bürgerschichten“ unter sich.

    Bin mal gespannt, ob die Stadt auch genug Wohngeld zurückgelegt hat, wenn sich dann die Mieten der noch günstigen Wohnungen an den Durchschnitt anpassen.


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  38. Martin:

    Das sieht dann so aus:
    Unterschicht: Lobeda, Winzerla, Jena Nord
    Oberschicht: Damenviertel, Landgrafen, Kernbergviertel

    Sag mir wo du wohnst und ich sage dir, wieviel Geld du verdienst.


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  39. Stadt Jena: wer zu spät kommt, den bestraft das Leben,
    Diesen Spruch haben unsere Generäle wohl vergessen, ja ja
    jetzt werden die letzten Euros für das Wohngeld zusammengekratzt,


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  40. Ein Bekannter von mir ist seit 3 Wochen stolzer Besitzer eines 12 m² großen Zimmers in einer WG am Bibliotheksweg. Es handelt sich um ein Niedrigenergiehaus, wo man ja der Meinung ist, dass man Nebenkosten sparen kann. Weit gefehlt. Ich glaube er muß mit die höchste Miete von Jena zahlen : Warmmiete inkl. Strom satte 390 €. Mich hat es fast umgehauen. Man müßte eigentlich eine 2 Raumwohnung dafür anmieten können, nicht aber in Jena. Hier zeigt sich auch, dass ein Mieter von einem Niedrigenergiehaus gar nix hat. Der Vermieter erhöht einfach die Kaltmiete !


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  41. Auf dem Bauschild wird auf das Baugebiet Friedensberg von Jenawohnen hingewiesen. Weiß jemand wann da Baubeginn sein wird ?


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  42. Das Baugebiet „westlicher Galgenberg“ (Der B-Plan stammt von 1939!) soll ab Februar 2013 in Angriff genommen werden, nachzulesen unter:
    http://egov1.kommunenonline.de/sessionnet/buergerinfo//to0050.php?__ktonr=26608
    Es sollen insgesamt 80 Wohnungen an dieser Stelle entstehen. Über das angepeilte Preissegment gibt es leider keine Angaben. Aber an dieser Stelle werden tatsächlich größere Wohnblocks statt Einfamilienhäusern gebaut.


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  43. Heidrun der Hinweis B-Plan stammt von 1939, ja das ist schon traurig, mit neuen B-Plänen hat es Jena nicht so. Jetzt konzentriert man sich nur noch auf den Hausberg. Einen neuen B-Plan hat man geschaffen bei den Gärten über den Parkplätzen von Zeiss. Bin ja mal gespannt ob Zeiss seine Grundstücke dort jetzt für Wohnbebauung anbietet und sich dafür noch ein Parkhaus baut. Ich habe hier gehört man will ohne die Erschließung aber mindestens 200 € je m² haben. Das hat nun Jena von seiner Preistreiberei von KIJ, Versteigerung von Bauplätzen meistbietend , statt zum aktuellen Grundstückswert – Bodenrichtwert zu verkaufen. Die privaten Verkäufer ziehen nur nach und wollen ohne Erschließung überall schon 200 € für Bauland. Warum nicht, wenn man überall kommuniziert, man will die Grundstücke am Hausberg für 300 € erschlossen verkaufen. Die Konzeptlosigkeit der Stadt schreit zum Himmel.
    Ein Weg wäre die Freigabe des Landes zwischen Jena und Wogau, nach dem Jenaschild ist aber mit bauen Schluß obwohl hier Bauern verkaufen wollen, wird sogar noch zum Gartenlandpreis im Moment angeboten. Hier ist man gar nicht so gierig.

    Aber den Namen westlicher Galgenberg kannte ich auch noch nicht. Schön Jenawohnen baut auf dem Galgenberg.


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  44. Anne, lass sein, wir bauen z.Z. bei Erfurt, da gibt es keine Probleme mit dem Bauamt. Wir hatten in Jena auch nur Ärger. Zuletzt haben wir uns um das Grundstück Waschstraße Ammerbach bemüht. Da will aber das Bauamt Institute statt Wohnungen bauen lassen. Der Bauer hier ist schon beim Haara raufen.

    Wir befassen uns nicht mehr mit Jena.

    Jena ist wohl die einzige Stadt in Deutschland, wo man nur verdichten will und an den Stadtrand nicht bauen läßt. Genauso ihr Isserstedt. Wenn die Stadt einen B-Plan aufheben will, macht sie das auch und zahlt lieber Schadenersatz.

    Ihre Mühen sind einfach zwecklos.
    Ja und der Stadtrat hat doch gar nichts zu sagen. Die Stadtverwaltung macht doch was sie will.


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  45. Bausepp, Ammerbach ist mir auch bekannt. Aber warten wir mal ab, das Bauamt hatte sich auch gegen die 3 Einfamilienhäuser gewehrt. Mal sehen wer hier wirklich den längeren Atem hat.

    „ihre Mühen sind einfach zwecklos“.

    Das sehe ich nicht ganz so. Ich habe mich jetzt zum ersten Mal richtig mit Politik befaßt. Bisher habe ich von außen nur die Stadtratsitzungen belächelt und war im Früjahr bei der Mini-Demo Eichplatzbebauung. Jetzt wo ich aber einigen Einblick habe, läuft mir es kalt den Rücken runter, mir stehen die Haare zu Berge. Mein Haarspray reicht kaum.

    Wir werden von einem „Gefolge“ regiert, dass weder Ahnung von Volkswirtschaft, Betriebswirtschaft, einer Stadtentwicklung, wo sich neben der Wirtschaft auch Kultur und Soziales entfalten kann, hat. Jena kennt nur noch die Förderung des „Theaterhofes“ und der Philharmonie.
    Noch kann KIJ bauen, die Erschließungskosten von 10 mio werden ja auch wieder weit überschritten. Noch kann Jena seine eigenen Baustellen überwachen / Spaßbad.

    Wenn man einen Architekten mit Bauphase 1 – 9 beauftragt hätte, also Bauüberwachung inkl. hätte auch die Haftpflicht des Architekten gezahlt. Von Risiken am Bau hat man aber in Jena keine Ahnung, man glaubt ich beauftrage mal eine Firma und los gehts. Bagger marsch. Oh lieber Gott lass in Jena Hirn regnen.

    Lieber Bausepp ich bin nunmal eine waschechte Jenenserin und ich lass mir nicht die Butter vom Brot nehmen, noch dazu da ich dieses Chaos jetzt vor Augen habe. Die Studenten kommen und gehen. Wenn wir unser Jena liebenswert machen möchten, dann müssen wir das selbe tun.

    Ansonsten haben Sie recht, da hilft nur auswandern.


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  46. @ Anne:
    Es gibt tatsächlich auch neue Baupläne in den Randlagen. In Göschwitz ist ein Baugebiet in Planung:
    http://www.jena.de/de/stadt_verwaltung/stadtrat/sitzungskalender/243214
    Die Erschließung erfolgt allerdings über einen Bauträger. Dass es billig wird, ist wohl kaum zu erwarten. In Jena kann man jeden Maulwurfshügel meistbietend versteigern, und es wird sich immer jemand finden, der das Geld zusammenkratzen kann.


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  47. Danke Heidrun Jänchen, Göschwitz habe ich ganz aus dem Auge verloren. Werde mal nachfragen ob der B-Plan schon durch ist.
    Billig ist es sicher nicht aber ein Tip zum preisbewußten Bauen mit einem Bauträger, welcher ein gesamtes Baugebiet vermarktet. Hier ist Zeit Geld. Oft hat man die Möglichkeit zu verhandeln. Dann kann man ein Grundstück mit einem Rohbau erwerben, dies spart erst einmal Grunderwerbssteuer und Notargebühren. Danach nimmt man Elektriker, einen Installateur für Wasser, einen Spezialisten für Innenausbau und gibt den Rest selbst in Auftrag. Einen Heizungsbauer braucht man gar nicht mehr. Es gibt Infrarotheizungen, welche selbst bei hohen Stromkosten, es gibt hier auch von Eon günstig Heizstrom z.Z. ca 13 ct die kwh, nur die Hälfte der Anschaffungskosten und Betriebskosten haben. Schauen Sie ins Internet . Infrarotheizung, dies wird nicht von jedem Heizungsbauer angeboten, da dies nicht ihr Geschäft ist, man muß ja keine Heizkörper und Leitungen mehr verlegen.
    Es müssen nur noch Wasserleitungen verlegt werden, welches man auch mit Boiler oder Solarthermie erwärmt.
    Im Innenausbau kann man das meiste Geld sparen.
    Also könnte Göschwitz auch für Bauwillige , welche bei Bauträgern kaufen eine Option sein.
    Es ist ein Trugschluß , wenn man meint, man könne ohne Streß mit einem GU bauen der alles aus einer Hand bietet, dann lieber selbst alles gleich organisieren.
    Es gibt bei den Immobilienmaklern ein Sprichwort:
    Das erste Haus baust Du für deinen Feind, das zweite für deinen Freund und das dritte für dich selbst. alles klar?


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