Reisen für den Frieden mit Außenminister Schröter |

Reisen für den Frieden mit Außenminister Schröter

Videobotschaft OB Schröter screenshot

Jena. In der thüringischen Universitätsstadt Jena wird nicht nur über Straßenbeleuchtung, Kita-Plätze oder Wohnraum geredet. Das Stadtoberhaupt, Dr. Albrecht Schröter (SPD), reiste in den vergangenen Wochen in die palästinensische Partnerstadt Beit Jala und in den Bezirk HaGilboa in Israel. Die Bewohner der 33 Dörfer in dem  nordisraelischen Gebiet befürworten eine Zusammenarbeit mit Jena, Bei Jala und Aubervilliers, so OB Schröter in seiner aktuellen Videobotschaft. Die palästinensische Stadt und der Pariser Vorort sind bereits seit 1997 Partnerstädte.

OB Schröter spricht sich in seiner Videobotschaft für die Bildung eines palästinensischen Staates aus. Dabei sollen die vier Städte im palästinensischen Autonomiegebiet, in Israel, Frankreich und Deutschland als Vorbild für partnerschaftliche Beziehungen dienen und eine neue Gemeinschaft bilden wollen. Ein erster, kleiner, international-kommunaler Schritt in Richtung Frieden.

Wird Jenas Oberbürgermeister bald eine Art Außenminister? Eine solche Initiative wäre zu begrüßen. Dennoch wurde hier das Pferd von hinten aufgezäumt. Mit Informationen bereits zu Beginn, Teilnahme von Bürgern dieser Stadt an den ersten Treffen in Israel und nicht das Berichten nach einer solchen, aufwendigen Reise – das wäre wünschenswert und würde auch dem OB mehr den Rücken stärken, um in Verhandlungen zwar nicht biblischen, doch international-politischen Ausmaßes zu treten.

Ein Konstrukt Partnerstadt muss von den Menschen – einzelne Bürgern oder Vereinen – getragen werden. Andernfalls droht die Vergessenheit in Form eines Papiertigers – wie bei so vielen der ehemals deutsch-deutschen Partnerstädte. Partnerstädte funktionieren nur über Menschen, die sie leben. Auf der offiziellen Webseite der Stadt Jena finden sich keine weiterführenden Informationen dazu. Aber es kommt noch schlimmer. Im Bereich „Team Strategie & Kommunikation“ des Bereiches des Oberbürgermeisters wird im unteren Bereich auf die Partnerstädte der Stadt Jena verlinkt. Leider führt auch dieser Link ins Leere. Der Fachdienst Jugend der Stadtverwaltung betreut seit einiger Zeit einen eigenen Weblog zum Thema. Weitere Informationen gibt es hier!

Es bleibt einem glatt die Spucke weg, wenn man überlegt, wieviel Kraft und Zeit in dieses Thema investiert wird, jedoch jede Art von öffentlicher Information für den Interessierten Bürger fehlen. Vielleicht sollte sich dies erstmal ändern, bevor wir auf die Suche nach weiteren Partnerstädten gehen! Und vielleicht ist ja auch eine Debatte über die Sinnhaftigkeit und das Ausmaß von Partnerstädten überfällig!


Die Videobotschaft von OB Dr. Albrecht Schröter finden Sie hier.

Pflegen Sie als Bürger Kontakt zu einer der Partnerstädte Jenas? Wenn ja zu welcher?

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29 Kommentare zu "Reisen für den Frieden mit Außenminister Schröter"

  1. anallePolitiker | 22. Oktober 2012 um 10:02 | Antworten

    bevor man fremde Probleme klärt, wie z.b. einen neuen Staat Palästina, sollte man erst einmal vor seiner eigenen Haustür die Probleme wegkehren. Zeit ist Geld !


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  2. Mit seiner Unterstützung für den Boykott israelischer Waren (Aufruf durch Pax Christi im Mai 2012) und seiner diversen Auftritte zusammen mit Holocaust-Leugnern und Hamas-Terroristen hat Herr Schröter schon seinen Salon-Antisemitismus unter Beweis gestellt. Dass er sich jetzt noch eine Alibi-Partnerschaft mit einer israelischen Stadt abquält, macht ihn umso schäbiger. Auf der Welt gibt es hunderte von Konflikten, der Antisemit arbeitet sich ausschließlich an einem ab, so auch Herr Schröter. Nord-Korea? Nie gehört! Situation der Palis im Libanon? Alles nicht so schlimm!
    Herr Schröter, Sie sind OB von einem Provinznest mit eigenen Problemen. Sie müssen den Nahostkonflikt nicht lösen.
    Und noch was. Die Israel umgebenden Völker hassen Juden nicht weil es Israel gibt, sondern weil sie Juden sind. Daran wird keine wie auch immer geartete Lösung etwas Ändern. Israels Feinde wollen den Nahen Osten „judenrein“. Israel ist der einzige Schutz.


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  3. Jedes Haus sollte man vom Fundament her bauen.
    Man löst lokale Probleme nicht, indem man sich anderen in der Welt Problemen widmet.
    Und ich persönlich wähle einen Bürgermeister dafür, dass er für die „ach so simplen lokalen Probleme“ da ist, die der Herr im Himmel noch nicht für uns gelöst hat ….
    KITA´s
    Schulen und Schulspeisung
    Bahnanbindung
    Nazitralala
    Mieten
    Bebauungen
    Nachhaltigkeit
    Sozial Schwache
    (Reihenfolge ohne Wertung!)
    und viele andere mehr…..

    Ich würde mich auch riesig freuen, wenn die Welt anderswo friedvoll und gut wäre, aber man sollte realistisch sein.

    Ist das die Bewerbung für höhere Weihen als Politiker …?


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  4. Super,das wäre ja super.Ich helfe gern bei dieser Bewerbung. Nur müssen wir wohl noch 5 1/2 Jahre warten.


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  5. im lichte des auslands betrachtet, sind die probleme in jena wohl eher klein.

    nur wofür ist schröter in jena von den einwohnern gewählt worden?

    mach erst mal die hausaufgaben daheim, bevor du auf wohltätigskeits-gutmenschen-reise in die welt ziehst.

    ich versteh aber schon, warum es einen theologen speziell in die region zieht. nur sind die meisten jenenser nicht mitglied einer religionsgemeinschaft.


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  6. Herr Schröter hat von den wahlberechtigten Bürgern unserer Stadt ein Mandat bekommen – ein Auftrag, für diese Stadt zu sorgen. Wenn sich Herr Schröter zu höherem berufen fühlt bzw. im das Wohlergehen der Palis so am Herzen liegt, sollte er sich zur nächsten Wahl nicht mehr stellen. Ein Mandat ist keine Aufforderungen, seine persönliche Agenda oder schrullige Hobbies zum Programm zu machen. Dafür wurde er (hoffentlich) nicht gewählt. Das mal unabhängig von seinen o.g. Verfehlungen erwähnt.


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  7. Ein Komunalpolitiker sollte vorrangig in seiner und für seine Kommune tätig werden. Sicher gibt es immer Begründungen für eine Auslandsreise, man sollte über seinen Tellerrand schauen … aber hier hat man schon den Eindruck, dass diese Reisen eine Flucht sind…. Ist ja auch viel interessanter in der Welt als sich hier vor Ort mit Kleinkram wie Wohnungsnöten und Schulneubauten zu befassen. Im Ausland erfährt der OB sicher Anerkennung, während hier Kritik und Auseinandersetzungen drohen.


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  8. Tobias Netzbandt | 22. Oktober 2012 um 17:42 | Antworten

    Inzwischen wurde auf die im Beitrag geäußerte Kritik reagiert, dass unter http://www.jena.de/de/stadt_verwaltung/stadtverwaltung/dezernat1/bereich_des_oberbuergermeisters/team_strategie_kommunikation/221255 der Link ins Leere verweist. Dieser Link wurde entfernt – eine Übersichtsseite der Partnerstädte fehlt weiterhin.

    Vielleicht sollten sich die Jenaer Verantwortlichen einmal auf erlangen.de umsehen: http://www.erlangen.de/desktopdefault.aspx/tabid-1139/

    Die Erlanger Startseite wurde einige Tage nach dem Relaunch der Jenaer Seite überarbeitet ins Netz gestellt.


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  9. Wer sich mal die Mühe macht im städtischen Organigramm http://www.jena.de/fm/1727/Organigramm_Dez1_August2012.pdf
    zu schauen wie sich die Verwaltung verselbständigt hat, den wundert doch nichts mehr.
    Die Zahl an Teams und Referenten ist jedenfalls beeindruckend, für Jenaer Städtepartnerschaften gibt es z.B. zwei hauptamtliche Referentinnen. Ich denke auch da könnte man noch aufstocken, das mindeste wären ja ein paar ständige Vertretungen in unseren Partnerstädten :-).
    Wie kommt man eigentlich über den Tag so als Städtepartnerschaftsreferentin? Ich denke mir fehlt da einfach die Vorstellungsgabe ;-).


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  10. @ Carsten

    Wundern Sie sich auch ueber ausufernde Bürokratie ?
    Und fragen sich, was einige tun, wir als ALLE also von denjenigen bekommen?
    Was wir geben ist klar – Gehalt und Job von Steuergeld.
    Leistung ohne Gegenleistung nennt man Parasitismus in der Biologie.

    Auch dort muss man fair sein. Manche Leute bei der Stadt arbeiten auch sehr gut engagiert und hart.
    Offenbar ist es wie überall. Kastenbildung. Vetternwirtschaft. Korruption.
    Unter dem Deckmantel SOZIAL.


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  11. Super, es ist noch besser, man verteilt hier Gelder, obwohl man die Aufgaben ausgegründet hat. Jenkultur, Wirtschaftsförderungs GmbH, KIJ, KSJ, Tiefbauamt, …, private Beratungsfirmen.
    Man könnte da sicher auch an Mieten von Verwaltungsgebäuden sparen.
    Das Angergymnasium gehört an den Anger, lassen wir wenigstens die Bürohengste sich die Zimmer im neuen Verwaltungsobjekt teilen.
    Raus aus der Angerschule !


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  12. Ich finde es gut, dass unser OB endlich mal „klar Schiff“ da unten macht.
    Nach so viele gescheiterten Versuchen, meine ich schon, dass ein aufrechter protestantischer Pfarrer, der ganz nebenbei auch noch OB der (Welt-)Stadt Jena ist, es schaffen kann, dem Nahen Osten den Frieden zu bringen.


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  13. Hava Sanning: genau, die Christen schaffen Frieden zwischen den Moslems und den Juden. Ich habe gerade gehört , dass zwischen dem Grenzgebiet heute wieder Raketen verstärkt hin und her fliegen. Ich hoffe nur unser OB ist auch ordentlich ausgerüstet und hat sich beim BND für seine Mission ordentlich beraten lassen.


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  14. @ Martin

    Zitat: „die Christen schaffen Frieden zwischen den Moslems und den Juden“

    … so wie in der gesamten bisherigen Geschichte, gelle….. Herr Eppelmann läßt grüßen


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  15. am besten paar leute vom verfassungsschutz mit ihren netten klamotten mit hakenkreuz und co. als schutz mitgenommen.


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  16. http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/spd-bundeslaender-wollen-vermieter-maklergebuehren-zahlen-lassen-a-863157.html

    Das wäre doch ein Vorschlag, bei dem unser OB punkten koennte. ;-)


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  17. Und mit welchem Resultat kam unser OB von seiner Auslandsreise ?
    Hat er ein Stück aus der Mauer zwischen Juden und Moslems mitgebracht ? Oder wurde auf dem heiligen Berg ein Kreuz aufgestellt ?


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  18. Es war eine schöne Reise in wärmere Gebiete, bin über die nächsten Themen unseres OB gespannt. Vielleicht sucht er einen schönen Platz für ein Bank, die er uns zu Weihnachten wieder spenden möchte. Wie wäre es in Jena-Nord, da soll es noch an Bänken mangeln. Herr Ferge und Herr Herrmann freuen sich.


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  19. Dezernent für Stadtabwicklung | 17. November 2012 um 09:58 | Antworten

    Grüße aus Nikaragua


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  20. Dezernent für Stadtabwicklung, was für ein herrlicher Name !


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  21. @stefan.lange eine Bank ist nicht das Problem. Es handelt sich um ein privates Einkaufszentrum, in dem die Stadt und unser Oberbürgermeister Herr Dr. Albrecht Schröter nichts zu vermelden haben.
    Genauso wird es mit dem Eichplatz geschehen.
    Herr Dr. Albrecht Schröter wohnt in den Fuchslöchern, da ist er schnell im noch Grünen oder auf der Autobahn.
    Meine Mutter hat da keine große Wahl mehr. Vor ihrem Haus hat das Pflaster Paradontose. Der Frost in diesem Winter wird dann das zerstörerische Werk weiter fortsetzen.
    Alle Steine wackeln. Man müsste nur einige Eimer Sand oder Splitt einkehren. Niemand ist zuständig, das Gelände ist privat. Das Altenheim ist nur Mieter im Haus. Der Betreiber ist inzwischen eine französische Gesellschaft.

    Niemand ist zuständig, niemand ist verantwortlich!


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  22. Da hatte unser OB aber Glück, dass er bereits vor einem Monat
    in Israel und der palästinensischen Partnerstadt Beit Jala war.
    Von denen dort vor Ort, können wir wohl nichts lernen.


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  23. Ja Holger, stellen Sie sich vor, er hätte die geplante Reise nicht antreten können. Entsetzlich 2 Wochen mehr in diesem grauen Jena. Wo geht es denn nach Nikaragua hin. Ist er eigentlich auf Missionsreise oder für Jena in Nikaragua? So richtig klar ist mir dies immer nicht.


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  24. Würde mal feststellen, Friedensmission Palästina gescheitert. Was hat unser Dr. Schröter da nur angestellt, dass man sich so beschießen muß? Würde mich ja auch mal interessieren, was unseren OB jetzt nach Nikaragua treibt. Aber auf alle Fälle ist es dort viel wärmer und auch bunter, wie in diesem tristen Jena. Ach ich weiß, er hatte ja den Auftrag der Stadtverwaltung Proberäume für die Bands zu suchen. Sind die Fahrtkosten aber nicht ein bißchen teuer für unsere Bandmitglieder ?


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  25. Martin: Um Jena kümmert sich unser OB wieder zur Weihnachtszeit, da ist es auch bei uns wieder etwas angenehmer. Alle sind im Weihnachtseinkaufsrausch und man kümmert sich eh nur noch um Familienfeierlichkeiten. Die Politik macht dann Pause.


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  26. Keiner würde in Jena den OB vermissen, wenn er erst Weihnachten wiederkommt. Nur Proberäume kann er bis dahin auch nicht gefunden haben. Das wird dann halt auf den Januar verschoben.


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  27. Anne: Dr.Schröterchen auf Missionsreise oder für Jena in Nikaragua ? Na vielleicht besucht er dort einen schicken Herrenausstatter und ordert schon mal die Weihnachtsgeschenke. Was hat denn Jena mit Nikaragua zu tun ? Oder will man uns die nächste Partnerstadt aufs Auge drücken. Also unsere Partnertadt in Palästina besuche ich jedenfalls nicht. Ich frage mich die ganze Zeit, was für einen Sinn machen eigentlich Partnerstädte ?
    Erlangen kann ich noch nachvollziehen, aber sonst ?


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  28. Habe gerade mal nachgesehen, ob es dazu Rathaus-Nachrichten gibt, gibt es nicht. Also weiter rätseln, was macht unser OB in Nikaragua ?


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  29. Aus der Landeshauptstadt | 18. November 2012 um 19:02 | Antworten

    Na das nenne ich mal weltläufig!

    Habe ich das richtig gelesen?

    Euer Oberbürgermeister war eben noch in Palästina (übrigens komisch, dass sich gerade jetzt die dortigen Konflikte verschärft haben), und ist nun schon wieder in Nicaragua? Will er dort einen Solibasar für Daniel Ortega organisieren?

    Ihr könnt euch die große Politik offensichtlich wirklich leisten…

    Respekt!


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