Wenn ein Eigenbetrieb eine ganze Branche übernimmt |

Wenn ein Eigenbetrieb eine ganze Branche übernimmt

KSJ holt Altkleider ab Tnetzbandt jenapolis 704 500

Jena. Regelt der Markt tatsächlich alles? Monopole entstehen dabei nur auf speziellen Teilmärkten, wie dem Angebot beispielsweise bei derTelekommunikation oder Energieversorgern. Womit sich Geld verdienen lässt, ist leicht feststellbar: Menschen beschäftigen sich oder werden beschäftigt, um Dinge zu tun, die kein anderer oder wenige andere tun.

In unserer Wohlstandsgesellschaft sind wir kurzzeitigen Modeerscheinungen und dem Konsum unterworfen. Erzeugnisse, die der Mode nicht mehr entsprechen oder geringe Makel haben – sei es auch nur, weil die Farbe nicht passt – fallen in großen Mengen an. Die Kleidungsindustrie setzt rund 55 Milliarden Euro im Jahr um, etwa die Hälfte davon über Online-Händler. Solche Dinge, die wir nicht mehr brauchen, werfen wir weg. Gut erhaltene Dinge spenden wir. Und wir Deutschen tuen dieses mit gutem Gewissen.

Eine ganze Industrie lebt von unseren Abfällen. Nicht nur, dass unser Müll durch enthaltene oder gewinnbare Rohstoffe einen Wert hat, auch Kleidung besitzt diesen Wert. Jährlich landen 1,6 Milliarden Kleidungsstücke, das sind ungefähr 750 000 Tonnen, in Deutschland in Altkleider-Containern. Doch nur 55 Prozent der Kleidungsstücke sind brauchbar – der Rest landet jedoch nicht im Müll, sondern wird zu Putzlappen in der Industrie oder zu Dämmstoffen verarbeitet.

Doch caritative Organisationen sammeln häufig nicht selbst, sondern beauftragen private Firmen mit der Verwertung, das heißt, dem Verkauf. Die Kleidungsstücke werden nicht nur nach Afrika, sondern vor allem in osteuropäische Länder und den Nahen Osten exportiert. In den Ländern selbst verdienen sich kleine Händler oftmals ihren Lebensunterhalt. Ungefähr 50 Euro erhalten die Organisationen als Verkaufserlös. Dieses Geld wird dann für die Organisationen verwendet, um ihre gemeinnützigen Zwecke zu erfüllen.

Es gibt mittlerweile Organisationen, die selbst die Kleider kostenlos abholen, verkaufen und die Erlöse daraus an bestimmte Stiftungen spenden. Eine solche Organisation ist Packmee , die mit Care Deutschland-Luxemburg e.V. und der Stiftung „RTL – Wir helfen Kindern“ zusammen arbeitet. Zwischen 50 und 80 Prozent der Gewinne werden von Packmee an die beiden Partnerorganisationen gespendet.

In Jena will der Eigenbetrieb Kommunalservice Jena (KSJ) in diesen lukrativen Markt einsteigen. Doch es gibt Hilfsorganisationen und Firmen, die an 35 Standorten in Jena ihre Container aufgestellt haben – noch. KSJ beginnt, eigene Container aufzustellen. Damit dürfen andere Firmen, Organisationen und Vereine keine Sammlungen mehr durchführen. Die Gewinne, die KSJ damit erzielen wird, dienen keinem sozialen oder mildtätigen Zweck, sondern einzig dem eigenen Gewinn. Bis zum März 2013 werden 146 Container aufgestellt. Die Beschaffung von mindestens 140 Sammelcontainern wurden ausgeschrieben. Zum Anfang des Quartals und bis zum Jahresende sollen jeweils mindestens 40 Container geliefert werden. Innerhalb des ersten Quartals 2013 müssen die restlichen Container in Jena sein. Am Verkauf von Altkleidern nach Osteuropa oder Afrika wird häufig kritisiert, dass dort der heimische Markt zerstört wird. Den Bedürftigen vor Ort werden die Textilien nicht geschenkt, sondern verkauft. Allerdings greift die Kritik etwas zu kurz, weil in diesen Ländern der Handel mit den Kleidungsstücken – vor allem aus Deutschland – einigen Menschen den Lebensunterhalt sichert. Sie werden Teil einer Wertschöpfungskette, die in deutschen Wertstoffcontainern begonnen hat.

Vielen Jenaerinnen und Jenaer ist unbekannt, dass sie selbst tragbare und gut erhaltene Kleidungsstücke tatsächlich Bedürftigen vor Ort spenden können. In der Oberlauengasse befindet sich ein Kleiderladen des DRK-Kreisverbandes. In Lobeda-West nimmt der Jenaer Tafelverein ebenfalls Textilien und andere Sachspenden an. Außerdem wird einigen Menschen vor Ort eine Arbeitsmöglichkeit gegeben: Das Sortieren von Kleidungsstücken nach ihrer Qualität kann keine Maschine leisten.


[youtube http://www.youtube.com/watch?v=djXkFedpTrE&version=3&hl=de_DE]

  • Ausführliche Informationen zu Kleidersammlungen finden Sie auf den Seiten des bundesweiten Dachverbandes FairWertung.

41 Kommentare zu "Wenn ein Eigenbetrieb eine ganze Branche übernimmt"

  1. In Winzerla stehen die ersten Container. Wir machen es aber wie der Chemiker. Unsere aussortierte Bekleidung schaffen wir zum Roten Kreuz, vielleicht finden sich noch einige Nutzer aus Jena dafür. In der Oberlauengasse ist ja ein Laden vom DRK, das ist dort richtig hübsch geworden.
    Vor allem kam gerade im MDR, immer mehr Rentner gehen in diese Geschäfte und suchen sich ihre Kleidung dort.
    Sicher sind die Container bequem und verleiten schnell mal einige Sachen loszuwerden. Wer aber noch anderen helfen möchte, sollte dies nicht tun.


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  2. Ich mache es mir ganz einfach. Ich gebe meine Spende direkt beim Roten Kreuz oder der Caritas o.a. ab ! Was will KSJ machen ? Nichts ;-) Da können sie von mir aus Millionen Kontainer aufstellen. Ich stecke der Stadt nicht noch mehr Geld in den Rachen als sie sowieso schon nimmt.


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  3. J.J freuen sich: planlos, da haben Sie recht.

    Dann wäre aber der Seidelparkplatz wirklich kein schlechter Platz für ein P+R Parkhaus, noch dazu, wo man von hier in die Stadt laufen kann und man von Lobeda und Jena-Ost einfahrend schnell da ist. Würde noch ein öffentlicher Parkplatz in Jena-Nord helfen, hier wird zur Zeit auch am meisten gebaut.

    Über Verkehrswegeplanung, Parkraumkonzept und Kundenströme scheinen sich unsere Ratsherren noch keine Gedanken gemacht zu haben, noch nicht einmal mit der neuen geplanten Eichplatzbeplanung.

    Bei den vielen Schlagworten, die unsere Politiker in den Mund nehmen sind diese wichtigen auch nicht dabei.


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  4. Jenaer und Jenenser freuen sich | 1. November 2012 um 20:17 |

    @ Anne Am 31. Oktober 2012 um 11:33 Uhr
    „…Senioren, die nicht mehr so gut zu Fuß sind und vor allem die Gewerbetreibenden in Jena nicht vergessen…“
    Genau die sollen bis an die anzufahrende Stelle fahren dürfen, derzeitig bekommen viele Behinderte keine oder nur ganz schwer einen Behindertenparkausweis für die Stadt. Auch wenn man etwas transportieren will sind die schwarzen Jacken gleich mit der Knöllchenabzocke in Position.

    Bei Fahrscheinlosen Verkehr würde sich alles zum positiven verändern. Bei der Betrachtung mit der derzeitigen Zunahme des Verkehrsüberbelastung.Wenn im Sinne von KIJ ect. Totalbebauung jeglicher Lücken und Plätze weiter forciert werden. So wie das Sonnenhöfe kolospaket in der gesamten Innen-Stadt. Auch mit Parkhäusern kommt der Kollaps.Jeder der hier von außen als Nichtbewohner nach Jena herein fährt sagt; dass die Verkehrssituation extrem wäre negativ ist. Jede zusätzliche Straße und Parkhausflächenzuwachs bringt weitere Autos ins Nadelöhr der Stadt. Das ist durch Institute für Verkehrsplanung erwiesen. Und natürlich auch noch mehr Zubau der Stadt steigert das Verkehrschaos, alles durch das Dichtekonzentrat.

    Wenn der Besucherverkehr mit Individualfahrzeugen sich sogar auf Grund der Nähverkehrsbenutzung reduzieren würde, und der Zubau der Stadt sensibel überdacht ,löst sich das Problem selbst. .Dieser eingefahrene Zwang das jeder ins Zentrum kutschieren muss, ist pervers.

    Die Anwohner müssen nicht ständig in der kleinen Stadt mit kurzen Entfernungen von A nach B fahren.

    Es wirkt auf das eigentliche kommunikative Stadtleben im Sinne des mehr und immer mehr, gegen den Menschen.
    Wo man Transporte und Personen individuell erforderlich benötigt, könnten diese ohne Verbote zugelassen werden. Nicht durch Zwänge funktioniert ein harmonischer Ablauf. Nur durch sinnvolle Lösungen. Auch Transporte im Herz der Innenstadt können vom Lager über kurze Entfernungen mit kleinen Elektrotransportkarren von einer Gruppe bedürftiger benutzt werden. Oder viele andere Ideen gibt es noch. Wir zerstören mit diesen unbeweglichen Überlegungen unser aller Leben.

    Derzeit läuft alles planlos ohne überdachtes Netzwerkdenken. Verkaufen der Flächen und nach uns die Sintflut.
    Kopflose Handlungen!Vorschriften die sich auf weiteres Abzocken orientieren.

    Was die Stadt eingenommen hat und wieder für sinnlose Errungenschaften vergeudet , ist für eine Zukunftsüberlegung nicht von Nutzen, da das Geld sowieso weg ist.Die Renditeüberlegungen sind bei grundsätzlichen Stadtplanungen für diese Planung an 3. Stelle. Derzeitig ist es kein wirtschaften für den hier lebenden Menschen. Wenn ein Investor im Eigeninteresse für sich investiert, ist es sowieso 0 Rendite für die Stadt. Die Abzocke steigert sich und die Geldverwendung wird nicht im Sinne der Bewohner , sondern hinter verschlossenen Türen mehr und mehr abgehandelt. Dem Bürger gegenüber mit vollendeten Tatsachen diktiert.


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  5. Matthias.große | 1. November 2012 um 08:32 |

    Jena ist so krank, da wird jetzt schon den Lumpensammlern das Geschäft weggenommen. Auch eine KSJ kann nicht garantieren, dass wenn sie die Altkleider für 400 € die Tonne verkauft – dies ist ein globaler Markt – nicht doch alles nach Afrika verschifft wird und dort der regionale Markt sich nicht erholen kann. Für Afrika kann nur gelten: Hilfe zur Selbsthilfe :

    “ Wenn du willst, dass der Arme nicht hungert schenke keinen Fisch sondern ein Fischernetz “

    Nach Afrika gehören nicht unsere alten Lumpen, sondern eher Nähmschinen !

    „Mutti“ hat recht: Schämt Euch KSJ !!!


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  6. susi.töpfer | 31. Oktober 2012 um 17:37 |

    Die Frage von Anne nach einem Parkplatzkonzept ist berechtigt. Wenn Eichplatz und Inselplatz bebaut wird, verschärft sich die Lage noch, ohne Parkhaus Inselplatz geht das gar nicht. Wo sollen denn die ganzen Pendler, Mitarbeiter mit ihren Auto hin, die vielleicht auch auf dem Lande wohnen, die keinen stündlichen Bus- oder Bahnanschluß haben. Und am Eichplatz will ja Jenawohnen Wohnungen bauen, da sind von der einen geplanten Ebene, 250 Stellplätze, doch die Hälfte weg für die Wohnungen.
    Die Frage ist auch, wo soll denn der P+R hin. Eigentlich bräuchte man einen im Norden und einem im Süden Jenas oder z.B. auf dem Seidelparkplatz. Ansonsten fahren ja Autokolonnen wieder durch Jena nur um parken zu können.
    Also mit den Stellplatzablösen hätte Jena schon längst ein Parkhaus bauen können auch für Dauerstellplätze.


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  7. J.J.freuen sich. Sie dürfen nicht nur an die vielen künftigen Einkaufstouristen denken. Sondern sollten auch die Anwohner, Senioren, die nicht mehr so gut zu Fuß sind und vor allem die Gewerbetreibenden in Jena nicht vergessen, die händeringend Dauerparkplätze suchen. Hier liegen die Preise bei 13.000 € Kauf Tiefgarage und 80 bis 120 Miete im Parkhaus bzw 40 – 50 € Stellplatz auf einen Grundstück. Problem ist es gibt gar keine freien Plätze zu kaufen oder mieten, wenn dann haben Vermieter schon eine Interessentenliste, die Schillerpassage ist auch ausgebucht. Nicht umsonst ist des beste Renditeobjekt eines Jenaer Investors das Grundstück in der Dornburger Straße mit Dauerparkplätzen für Gewerbetreibende. Die Rendite liegt bei über 10 %, ich kenne die genauen Kalkulationen.
    Die Stadt hat über 20 Jahre Tausende von € für STellplatzablöse eingenommen – mind. 8000 € je STellplatz – ohne sich um ein Parkleitsystem zu kümmern oder als Ersatz für den zustäzlich geschaffenen Wohnraum, Dachgeschoßausbau ein Parkhaus zu bauen mit auch Dauerparkplätzen z.B. am Inselplatz. Sie können von den Gewerbetreibenden nicht erwarten, dass sie in der Stadt ihre Utensilien auspacken, dann wieder aus der Stadt rausfahren, parken und mit der Bus und Bahn wieder in die Stadt gefahren kommen. Das belastet unsere Umwelt viel mehr. Oder sollen sie mit Rucksack und Trägern wie in Indien nur noch mit Bus und Bahn ihren Laden aufsuchen ?


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  8. Jenaer und Jenenser freuen sich | 31. Oktober 2012 um 09:55 |

    Simon Sachse Am 30. Oktober 2012 um 12:13 Uhr
    Am Inselplatz ist ein Parkhaus geplant…

    Wir sind die jüngste Stadt der Republik.Es sind die kürzesten Wege zu laufen.Nach einer Messung werden in Jena die Wegestrecken am schnellsten belaufen. Dazu noch eine Stadt, die erst seit 20 Jahren zu einer Fahrradstadt geworden ist.

    Wenn in Leipzig soviele Parkhäuser wie im Zentrum Jenas wären und werden sollen, wäre Leipzig eine Parkhausstadt.

    Der Trend des jetzigen Verhaltens gegenüber der Individualfahrzeuge ist derzeit noch philosophisch im Wandel aber nicht mehr solange wie diese Jahrhundertbaubetonklötze.

    Die meisten Benutzer sind sowieso aus der Umgegend P&R ist die Zukunft und dazu der fahrscheinlose Nahverkehr. Damit die Stadt wieder lebenswert wird.


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  9. Tobias Netzbandt | 30. Oktober 2012 um 19:56 |

    @Urbaner Indianer:

    unter meinem Beitrag sind bereits einige weiterführende Links aufgeführt, bspw. zum Dachverband Fairwertung oder Reportagen.

    Ich behaupte einmal, dass KSJ „schein-wohltätige“ objektiv nicht von wohltätigen Sammlern unterscheiden kann. Uwe Feige von KSJ spricht nämlich davon, dass die wenigen Firmen, die Altkleider in Deutschland verwerten, nur das Logo von hilfstätigen Organisationen mieten. Und damit unterstellt er, dass (alle?) Kleider-Container (auch solche mit Logos von DRK, Johanniter, Malteser…) von den „großen“ Verwertern (über diese Hilfsorganisationen) angemietet seien.

    Dass „windige Firmen“, die Wohltätigkeit nur vorgeben, in Jena Container abstellen durften oder „einfach so abgestellt haben“, halte ich zwar für wahrscheinlich. Für die Verfolgung dieses mutmaßlichen Betruges ist KSJ jedoch überhaupt nicht zuständig und geht den Eigenbetrieb auch nichts an.

    Und warum KSJ keine eigenen Container in Gebieten aufgestellt hat, die für andere „Kleidersammler“ „nicht lukrativ“ waren, erschließt sich mir nicht.

    Außerdem konnte ich keinen direkten Zusammenhang zwischen Müllgebühr (GEBÜHR) und Erlösen (GEWINN) finden. Das kann aber auch daran liegen, dass KSJ nicht wirklich transparent arbeitet.


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  10. Urbaner Indianer | 30. Oktober 2012 um 19:17 |

    Ich denke, das darf KSJ gar nicht. Untersagt werden darf nur die schein-wohltätige Sammlung. Und zwar dann, wenn Kleiderspender glauben, ihre Kleidung würde z. B. kostenlos an Bedürftige in Deutschland oder in Entwicklungsländern weitergegeben.

    Wie beispielsweise in der WIKIPEDIA nachzulesen ist, warnt in Deutschland der ‚Dachverband FairWertung e.V.‘ vor Altkleidercontainern, die einen wohltätigen Zweck nur vorgeben. Kleidersammlungen des DRK, beispielsweise, werden (so ist es in der WIKIPEDIA nachzulesen) unter dem Namen des Roten Kreuzes durchgeführt, jedoch werden sämtliche Kleider an spezialisierte Textilhändler verhökert, die die Kleidung dann in der dritten Welt mit Gewinn weiterverkaufen. Solche Altkleidersammlungen verfolgen also primär kommerzielle und keine wohltätigen Zwecke.

    Das ist wohl nicht mehr mit dem neuen Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG) vereinbar und soll unterbunden werden. So hat es jedenfalls einmal der ARD Report München im Fernsehen berichtet.


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  11. Tobias Netzbandt | 30. Oktober 2012 um 18:01 |

    @Urbaner Indianer: KSJ wird jegliche öffentliche Sammlung von Altkleidern in Containern untersagen. Lediglich die Kleiderkammern (DRK, Jenaer Tafel, …) dürfen weiter Kleiderspenden entgegen nehmen.


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  12. Urbaner Indianer | 30. Oktober 2012 um 14:56 |

    @Anne: „Wir zahlen dann den Scheiß mit Steuern und hohen Gebühren doppelt.“ Zum Glück sind Ihre Kommentare kostenlos :-)


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  13. Urbaner Indianer | 30. Oktober 2012 um 14:53 |

    Es ging mir nicht darum, zurückzubrüllen (…was ja auch beinhalten würde, dass man zuvor gebrüllt hat). Ich brülle nie. Und es ist auch nicht alles Gold was glänzt – das stimmt.

    Aber hier in diesem Artikel geht es ja darum ob und wie „…ein Eigenbetrib eine ganze Branche übernimmt“. Das ist ja schon fast Lobbyistenarbeit, so eine Schlagzeile zu wählen. Keinesfalls hat das was mit Transparenz zu tun.

    Denn: die Branche der „Altkleidersammler“ soll von KSJ übernommen werden. Ist dem tatsächlich so?

    Wenn ich alles richtig verstanden habe, dann bleibt ja in Jena den caritativen Organisationen das Sammeln von Altkleidern erhalten. Und die machen wohl an die 70 % des Umsatzes mit den gesamten Altkleidersammlungen in Jena aus.

    Wie also kann KSJ „eine ganze Branche“ übernehmen? – Sorry, aber ich frag ja nur. Man lernt schließlich nie aus.

    Noch was: KSJ als Eigenbetrieb wurde vom FDP-OB Röhlinger gegründet; auch wenn die FDP heute gerne vergisst, was sie früher teilweise befürwortet hat. Viel Gegenwehr erwarte ich hier nicht, denn SPD, CDU, GRÜNE und FDP haben 2009 zusammen etwa 65 % der Wählerstimnmen auf sich vereint. Wo sollten da bezüglich des KSJ im Stadtrat Mehrheiten wechseln?


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  14. Frank Cebulla | 30. Oktober 2012 um 14:12 |

    @UrbanerIndianer Nicht so laut zurückbrüllen, sondern Argumente liefern. Selbstverständlich sind Eigenbetriebe Auslagerungen von Stadtbewirtschaftung und Stadteigentum und selbstverständlich wird das damit auch der demokratischen Kontrolle entzogen. Ein Werksausschuss ist eben nur ein Ausschuss, aber nicht der Stadtrat, wo Mehrheiten auch mal wechseln können je nach Sachlage. Selbst für die Stadt sehr wichtige Entscheidungen werden nicht mehr im Stadtrat getroffen, sondern im Ausschuss. Genauso sieht es mit der Transparenz der Eigenbetriebe in Jena schlecht aus, ist hier schon weiter oben auch bemängelt worden. Wenn man nach Daten, Bilanzen, Einnahmen/Überschussrechnungen von einzelnen Eigenbetrieben oder Unternehmen mit städtischer Beteiligung sucht, findet man häufig nur Bruchstückhaftes oder gar nichts. Das trifft nicht auf alle Eigenbetriebe zu, aber auf manche schon. Eigenbetriebe mögen in ihrer unternehmerischen Führung einige Vorteile aufweisen, aber es ist nicht alles Gold was glänzt.


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  15. Urbaner Indianer | 30. Oktober 2012 um 12:45 |

    @ Holger Herrmann: „Für mich ist kritisch, dass sich die Eigenbetriebe offenbar der demokratischen Kontrolle durch den Stadtrat entziehen. Ich weiß langsam nicht mehr, wer in wessen Interessen die Stadt Jena regiert.“

    Wie kann man nur solche Dummheiten in die Welt setuen?

    Kein Eigenbetrieb der Stadt Jena kann autonom agieren. Er hat einen Werksausschuss, in dem alle Parteien des Stadtrates vertreten sind. Was der Werksausschuss beschließt ist Gesetz. Und der Wirtschaftsplan eines jeden Eigenbetriebes wird zusätzlich im Stadrat behandelt.

    @ Jenaer und Jenenser: Anstatt bei Wikipedia zu forschen oder Gesetze aus NRW zu zitieren sollte man vielleicht einfach mal in die „Thüringer Eigenbetriebsverordnung“ schauen … das könnte hilfreich sein.


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  16. Simon Sachse | 30. Oktober 2012 um 12:13 |

    @ Anne:
    Am Inselplatz ist ein Parkhaus geplant, allerdings an der stadtfernsten Ecke (Nordost). Da gleichzeitig durch Uni und Intershop massenhaft Arbeitsplätze da entstehen, wage ich aber nicht zu sagen, wie viele davon wohl für den Rest der Stadt übrig bleiben. Und es bleibt die Frage, wann das Parkhaus entsteht, denn einen richtigen Zeitplan scheint es noch nicht zu geben.


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  17. Jenaer und Jenenser freuen sich | 30. Oktober 2012 um 11:35 |

    @ Anne
    Die Sonnenhöfen strahlen derzeitig soetwas wie ägyptische Pyramiden aus. Nur dass diese nicht von einer Sandwüste ästhetisch in dieser Landschaft wirken, sondern in der künstlich errichteten Betonwüste in einem engen Raum als Kolosse die vorhandene Gründerzeithäuser erdrücken,verdecken und verdrängen wollen.


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  18. Übrigens hat die Stadt auch Zuschüsse in Größenordnung für die Sanierung der Sonne hingelegt, geht alles in nen großen Topf.


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  19. Holger Herrmann: KSJ legt doch seine Daten auch nicht offen. Wieviel ist kalkuliert für die Tonne Grünschnitt, wieviel Biomüll. Ich habe im Netz mich über aktuelle Gebühren informiert. Die Bayern haben ihre Daten veröffentlicht, private Entsorgungsunternehmen. Noch dazu bekommen ja die Eigenbetriebe noch städtische Zuwendungen. Geht alles in einen großen roten Topf, halt wie zu DDR Zeiten. Wie man da gewirtschaftet hat, ist ja noch allen bekannt.

    Man wirtschaftet genauso gut wie in der Zeiss-Genossenschaft.
    Bin bei den 40 Mio Sonnenhöfen vorbeigefahren. Fenster sind immer noch nicht drin und nach dem TLZ Beruhigungsbeitrag von Herrn Prager zu lesen, läuft die Baustelle prima, die Arbeiter sind halt alle im Keller beschäftigt, ja und die Fenster müssen erst bestellt werden, da Sonderanfertigung.

    Hilfe, es gibt nur in Baumärkten fertige Fenster. Alle Fenster werden für die Häuser erst angefertigt, egal ob viereckig oder rund.

    Herr Prager, bitte bei Ihrer nächsten Befragung nicht verscheißern lassen. Von wegen die Baustelle läuft. Sieht jeder Blinde mit einem Krückstock, dass es da klemmt. Aber die Genossen sind ja da , die machen brav den Zahlemann, die Bauherrenzinsen können eine private Baufirma auch in den Konkurs treiben, nur bei Genossenschaften und Eigenbetrieben bzw. Staatsbauten zahlen ja die anderen !!!! Wir zahlen dann den Scheiß mit Steuern und hohen Gebühren doppelt.


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  20. Holger Herrmann | 30. Oktober 2012 um 09:52 |

    Für mich ist kritisch, dass sich die Eigenbetriebe offenbar der demokratischen Kontrolle durch den Stadtrat entziehen. Ich weiß langsam nicht mehr, wer in wessen Interessen die Stadt Jena regiert.


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  21. urbaner Indianer. Riesenvorteil Eigenbetriebe: wird gepfuscht zahlen wir das auch noch, ein privater geht halt pleite. Eigenbetriebe sind viel zu kostenlastig was wir über hohe Gebühren zahlen dürfen.


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  22. Jenaer und Jenenser freuen sich | 30. Oktober 2012 um 07:33 |

    @ Urbaner Indianer Am 29. Oktober 2012 um 15:54 Uhr
    Versehentlich habe ich diese Anwortstichpunkte nicht an den Kommentator gerichtet,


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  23. Jenaer und Jenenser freuen sich | 30. Oktober 2012 um 06:56 |

    „Falschdarstellungen der Lobbyisten“

    -Wer sich angesprochen fühlt wohl schon

    -und eine Mehrheit muß es ja wohl sein, denn diese Politik läuft völlig vor den Baum

    -welche Vorteile haben Eigenbetriebe?

    -der kleine Angestellte ist keineswegs gemeint

    Zitat aus Wikipedia.de :

    § 114 GemO NRW bezeichnet sie fragmentarisch als gemeindliche wirtschaftliche Unternehmen ohne Rechtspersönlichkeit. Eine umfassende Definition des Begriffs „Eigenbetrieb“ ist weder in den Eigenbetriebs-Gesetzen noch in den Eigenbetriebs-Verordnungen enthalten. Die novellierte Eigenbetriebsverordnung vom 25. Februar 2008[1] ermöglicht den Kommunen die Führung sowohl wirtschaftlicher als auch nichtwirtschaftlicher Unternehmen als Eigenbetrieb.
    Zu diesem Zweck muss er klar abgrenzbare Leistungen erbringen.


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  24. Urbaner Indianer | 29. Oktober 2012 um 15:54 |

    Die Behauptung „Die Mehrheit der politischen Entscheider ist nur noch Träger Überbringer und Stützer der Falschdarstellungen der Lobbyisten“ ist eine Unverschämtheit.

    Jeder Stadtrat, der hier in Jena seine Arbeit nebenberuflich in seiner Freizeit erfüllt, muss sich mit so einem dummen Geschwätz ins Gesicht geschagen fühlen.

    Ebenso ist der Satz „Unsere Eigenbetriebe sind nicht für den Bürger entstanden.“ kompletter Unsinn, der nur zeigt, dass sie überhaupt keine Ahnung haben, um was es bei Eigenbetrioeben wie JenArbeit oder JenaKultur geht.

    Und schon gar nicht beim Kommunalservice Jena. Dort wird nämlich rund um die Uhr in der Müllentsorgung, Straßenreinigung, in den Wäldern, Grünanlagen und auf den Friedhöfen, im Winterdienst u.s.w. Großertiges geleistet. Und zwar (auch wenn Sie das nicht wahrhaben wollen) FÜR UNS JENAER. Schon mal was vom „Trauercafe“ gehört?


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  25. Jenaer und Jenenser freuen sich | 27. Oktober 2012 um 16:07 |

    Die Mehrheit der politischen Entscheider ist nur noch Träger Überbringer und Stützer der Falschdarstellungen der Lobbyisten, somit ein komplettes Netzwerk im Sinne von Mehrgewinnen, die der Bürger bezahlen muß. Unsere Eigenbetriebe sind nicht für den Bürger entstanden.

    @ Holger Herrmann Am 25. Oktober 2012 um 19:14 Uhr
    „Die Gewinne von KSJ kommen den Bürgern der Stadt Jena zugute,“

    Wirklich?

    Warum wird vom Bund eine Mufu gesponsert?
    Warum wird gerade Asphalt vom Bund gestützt, der sehr viele Nachteile für uns Menschen bringt?
    Warum werden alle großen Bäume in der Innenstadt vernichtet?
    Warum wird jede Lücke zugebaut, obwohl es nicht zur Lebensqualität aller der hier lebenden und hinzukommenden Bürgern nur negativen Nutzen erreicht?
    Andere Städte macht man arm, damit man reiche Städte melken kann.
    Und richtig reich sind diese Städte erst wenn man die armen vertreibt.Nörgler müssen auch verschwinden, denn sie drängen nach demokratischeren Verhältnissen.

    @ Anne Am 27. Oktober 2012 um 12:46 Uhr

    Herr Dirkes ist wirklich der beste für die Eigenbetriebe , aber nicht für das weitere Leben in dieser Stadt.


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  26. Ich hoffe nur Herr Dirkes läßt seine neuen Baustellen:

    Friedensberg
    Jena-Nord
    Eichplatz
    Engelplatz
    Grundstück Hinter der Kirche

    besser überwachen wie den Bau des Spaßbades, diesmal würde ja den Mietern des Dachgeschosses das Dach auf den Kopf fallen!

    Frage mich immer noch, ob Herr Dirkes wirklich der beste Bewerber für die Leitung der Stadtwerke war.

    Außerdem gibt es ein immer noch sehr gültiges Sprichwort: Schuster bleib bei deinen Leisten ! Stadtwerke sollten Strom anbieten und sich aus dem Wohnugsbau einfach raushalten. Sie konnten es die letzten 10 Jahre ja auch nicht !

    Schreibe dies hier bezogen auf die Überschrift:

    „Wenn ein Eigenbetrieb eine ganze Branche bestimmt !“


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  27. Es ist der absolute Obergau:

    statt sozialen Wohnungsbau zu tätigen (es gibt gewiß noch Baulücken im Besitz der Stadtwerke, verwaltet durch Jenawohnen ) oder das leerstehende Haus in der Saalbahnhofstraße neben der Feuerwehr zu sanieren, hamstert – jetzt wieder unter Leitung von Herrn Dirkes – das Stadtwerk Jena die teuersten Grundstücke in Jena. Eine Unverschämtheit.


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  28. Ina: Wenn ein Eigenbetrieb eine ganze Branche übernimmt. Dies gilt für Müll, wie für den Wohnungsbau und da dies die Stadt ist ein Beispiel für Unternehmerfreundlichkeit.

    Nachdem nun die Stadt die meisten Grundstücke meistbietent verkaufte, hat nun Jenawohnen das Monopol auf die letzten Grundstücke in der Stadt sich gesichert.
    Jene-Nord, ein Grundstück der LEG
    Friedensberg ,
    Engelsplatz, ein Grundstück der TLG
    Eichplatz und noch nicht groß darüber geredet,
    das Grundstück mit den Garagen hinter der Kirche !
    Hier hatte der Inhaber des Teeladens eine Garage gemietet. Jenawohnen kündigte bereits vor einem Jahr und seit dem stehen die Garagen leer und gebaut wird auch noch nicht. Der Unternehmer bat bis zum Baubeginn weiter anmieten zu dürfen.
    Nein Jenawohnen läßt die Garagen lieber leer stehen.

    Und falls immer unsere Politiker noch nicht munter sind was die Eigenbetriebe hier anrichten, eine Frage:

    Es sollen nun 5 große Grundstücke von Jenawohnen bebaut werden. Jetzt meine eindeutige Frage?

    Ohne Eigenkapital ist dies nicht möglich, wir reden hier über eine 2stellige Millionenzahl:

    wo kommt dieses Geld her bei dem Eigentümer jenawohnen, den Stadtwerken Jena?
    Andere Städte hätten längst einen Untersuchungsauschuß gegründet !!!
    in Jena läßt man sich von Stadtverwaltung und Eigenbetriebn berieseln.


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  29. Ein kleiner Hinweis noch zu Parkplätzen. Im Neubau am Westbahnhof wurden mehr Parkplätze gebaut als für die Wohnungen benötigt wird – man hätte aber ruhig 1 m weiter zurückbauen können – die Stellplätze waren hier schneller verkauft als die Wohnungen für 13.000 €. Es gibt also einen Riesenbedarf an Autostellplätzen auch in der Stadt.


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  30. Ina:
    Ich bin gut versorgt, ich arbeite nicht direkt im Zentrum und habe einen Stellplatz für 40 € im Monat. Ich kenne aber die Sorgen der vielen Unternehmer im Zentrum. Was wird mit den Nutzern des Eichplatzes, des Inselplatzes, wenn diese bebaut werden? Die Schillerpassage ist heute schon ausgebucht. Am Eichplatz gibt es später nur noch 250 Stellplätze, da technisch nur eine Ebene möglich ist. Diese sind dann reserviert für die Wohnungseigentümer und den Einzelhandel. Am Inselplatz für die Uni. Was wird auch nach 22.00 Uhr , wo doch Parkhäuser schließen, z.B. Commerzbank und unter C&A.
    Die Stadt macht sich einfach über ein Parkraumkonzept keine Gedanken.
    Ich glaube noch nicht das Intershop bauen läßt. Nutzen wir die Chance und bauen ein Parkhaus auch mit Kurzzeit- und Dauerparkplätzen am Inselplatz. Hier gibt es private Betreiber in Deutschland, die sich auf städtische Parkhäuser spezialisiert haben. Die Stadt müßte also nur das Grundstück bereit stellen.
    Schon heute zahlt man für einen Dauerparkplatz in einer Tiefgarage zwischen 80 und 120 €, es geht also nicht um die Finanzierbarkeit.

    Es war auch einmal ein Parkhaus auf dem Grundstück Neugasse/Engelplatz von einem Investor geplant. Nun da an Jenawohnen verkauft wird, ist dies auch vom Tisch. (Planungen von HI Bauconzept)


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  31. @Anne

    Naja, Deine Klagen hören sich ein wenig nach dem Motto an „Meine Klientel zuerst“. Für zentrumsnahes P+R braucht es halt Platz. Wenn die Flächen statt mit neuen Schulen, Kitas und Wohnungen mit schnöden Parkplätzen bebaut werden, wärs auch nicht recht. Dann wird gejammert, es gäbe kein zentrumsnahes Wohnen – und wo sollen die Kinder hin? In die leerstehenden Schulen im Saale-Holzland-Kreis?


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  32. @Ina:
    Gut, wenn die Wirtschaftsförderung auch kleine Einzelhändlern und Freiberufler unterstützt, wäre das gut.
    Zum Beispiel höre ich verstärkt Stimmen von Händlern und Gewerbetreibenden in der Stadt, welche mit dem Auto unterwegs sein müssen und verzweifelt nach Dauerparkplätzen suchen. Die Schillerpassage ist auch schon komplett zu. Es gibt keine freie Plätze mehr. Wo bleibt denn ein zentrumnahes P+R, z.B. auf dem Seidelparkplatz, dies wäre so wichtig, gerade wenn auch der Parkplatz auf dem Inselplatz wegfällt, wo viele Gewerbetreibende ihr Auto stehen haben.
    Große Firmen die sich entscheiden in Jena zu expandieren haben ihre eigenen Spezialisten für Fördermittel, Finanzierung die kaufen ein Grundstück und gut ist, die bringen ihr Netzwerk mit. Aber die kleinen, wird sich auch um die gekümmert ?
    Aber vielleicht haben Sie recht und man weiß nur nicht was die Wirtschaftsförderung so alles leistet.


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  33. @Anne

    Woher weiß Du dass die Wirtschaft in Jena von alleine läuft? München, Stuttgart und selbst andere prosperierende Städte „leisten“ sich solches ein Amt. Ich denke eine Wirtschaftsförderung ist auch in Jena sinnvoll. Informiere dich doch mal über die Leistungen bevor Du hier rumstänkerst! Schließlich zahlen die Unternehmen Steuern, mit denen viele gewünschte Wohltaten finanziert werden sollen.


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  34. Ich schrieb gerade einen Kommentar unter : Kein Müllmonopol für Kommunen. Nur in aller Kürze hier.

    Tragbare Kleidung gehört zu gemeinnützingen Organisationen . Wir haben unsere Sachen an Studenten verschenkt. Abgetragene Kleidung gehört in den Müll !!!

    Afrika ist zur Müllhalde verkommen und KSJ sollte sich schämen mit der Armut anderer Geld machen zu wollen.

    Geben wir Hilfe zur Selbsthilfe. Unanbeatbar hat hier 200 %ig recht.

    Fangen wir im kleinen an: keine kommunale Kleidersammlung !!!

    KSJ schämt Euch, so einen Gedanken überhaupt zu haben.


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  35. Wenn sich die Politik damit beschränken würde nur Rahmenbedingungen zu schaffen und mehr Markt zulassen würde, ginge es der Wirtschaft in Jena noch besser.
    Aber Freiberufler und Einzelhändler, Gastwirte können ein Lied von der Unternehmerfreundlichkeit in Jena singen. Sie kämpfen jeden Tag um das Überleben und bekommen von der Stadt ein Knöllchen , wenn sie 4 Minuten zu früh ihren Lieferwagen vor das Geschäft fahren, 4 Minuten vor 18,oo Uhr und um Dauerparkplätze in Jena wird sich auch nicht gekümmert, sehr unternehmerfreundlich. FDP, bitte weitermachen, nicht nur bei der Kleidersammlung.


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  36. Urbaner Indianer, beim KSJ muß gar kein Geld hängen bleiben, da er von Gebühren der Bürger lebt, besser wären günstige Gebühren und ein no-Gewinn-unternehmen. Und wenn schon quersubventionieren, dann bitte her mit der Schwimmhalle und dem fahrscheinlosen Nahverkehr, dann müßten auch die Bürger entscheiden können, was mit Gewinnen geschieht. Auf alle Fälle keine 500.000 € für eine Unternehmensberatungsgesellschaft, Wirtschaftsförderung GmbH, Wirtschaft läuft von alleine, das Wasser in einer Schwimmhalle nicht.
    Solange das nicht ist, wird bei den Eigenbetrieben ohne Konkurrenz nur Geld verplembert.


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  37. Urbaner Indianer | 26. Oktober 2012 um 09:58 |

    Etwas überzogen die kritik. Es bleibt ja Geld beim KSJ hängen, das allen Bürgern zugute kommt, während beim bisherigen Verfahren nichts an die Bürger unserer Stadt abgeführt werden brauchte, die mit ihren Altkleidern einen florierenden Gewinnhandel unterstützten.


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  38. Holger, weil wir den regionalen Markt in Afrika mit unseren „Lumpen“ genau wie mit unserem subventionierten Milchpulver kaputt machen. Unanbeatbar hat hier recht. Und 2. denkt KSJ nicht an stabile Gebühren, sonst würden sie den Müll behandeln , was er heute ist, ein Rohstoff, nur Grünschnitt gehört auf den Kompost, Biomüll in die Biogasanlage. Demnächst will KSJ sogar für Biomüll Gebühren. Wir müssen aber unsere Biogasanlage in Kunitz mit Mais füttern, einen Agrarrohstoff. KSJ ist wie KIJ nur ein Staats-/Stadtbetrieb mit einem dicken Wasserkopf, das heißt, sie sind beide einfach nur krank.


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  39. Holger Herrmann | 25. Oktober 2012 um 19:14 |

    Die Gewinne von KSJ kommen den Bürgern der Stadt Jena zugute, indem sie die Gebühren stabil halten oder zur Quersubventionierung anderer Aufgaben dienen.
    Was ist schlecht daran?


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  40. gilt das Sammelverbot für Vereine dann auch für alte Babyklamotten? Denn dann gibt es ja gar keine Tauschbörsen mehr, das wäre wirklich schade


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  41. unanbeatbar | 25. Oktober 2012 um 16:35 |

    „Den Bedürftigen vor Ort werden die Textilien nicht geschenkt, sondern verkauft. Allerdings greift die Kritik etwas zu kurz, weil in diesen Ländern der Handel mit den Kleidungsstücken – vor allem aus Deutschland – einigen Menschen den Lebensunterhalt sichert.“
    diese kritik greift nur bedingt zu kurz, da z.b. in afrika zwar einige arbeitsplätze im handel mit kleidungsstücken entstehen, andererseits aber dort die komplette herstellung von kleidungsstücken zum erliegen gekommen ist, wodurch vielen menschen die möglichkeit, selbstbewußt ihr geld zu verdienen, entzogen wurde, weil wir hier so gute menschen sind.


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