Wiedereröffnung des Galaxsea noch vor Weihnachten 2012 |

Wiedereröffnung des Galaxsea noch vor Weihnachten 2012

Galaxsea-innen2 Oktober 2012 TN Jenapolis

Jena. Seit Anfang September 2011 ist das Jenaer Freizeitbad Galaxsea geschlossen.

Am und im Freizeitbad Galaxsea wird derzeit viel gebaut und saniert. Foto: T. Netzbandt/Jenapolis

Seit der Schließung kostet das Galaxy der Betreibergesellschaft Jenaer Bäder und Freizeit GmbH im Durchschnitt rund 2 500 Euro täglich. Am 21. Dezember soll, wenn alles nach Plan läuft und es keine weiteren Überraschungen gibt, das Freizeitbad wieder eröffnet werden.

Alles soll dann „hübsch und schön und neu“ sein, so Bäderchef Wolfgang Weiß. „Das ist eine ganz, ganz schwierige Baustelle.“, meint der neue Stadtwerke-Chef Thomas Dirkes. Dieser Baustelle sei man „gewissermaßen ausgeliefert.“

Bäderchef Wolfgang Weiß vor der „schwierigsten Baustelle“, dem Freizeitbad Galaxsea. Foto: T. Netzbandt/Jenapolis

Die gefundenen Mängel seien größer als gedacht, meint Dirkes. Anfang September 2011 wurde der Baupfusch bei regulären Reinigungsarbeiten entdeckt und das Bad wegen Einsturzgefahr des Daches gesperrt.

„Es weicht alles von allem ab. Es stimmt gar nichts.“, ärgert sich Bäderchef Weiß besonders über die Dachkonstruktion. Andere Schwimmbäder aus dem gleichen Bauzeitraum hätten aber auch ähnliche Abweichungen. Immerhin wurde die Klage der Stadtwerke Jena-Pößneck als Muttergesellschaft nicht zurückgewiesen. Derzeit läuft ein aufwendiges Beweissicherungsverfahren mit ungewissem Ausgang.

Ungefähr 1 250 Quadratmeter Dachfläche mit der Unterkonstruktion müssen abgetragen werden – 20 Tonnen Stahl, der demontiert wird. Die neue Konstruktion wird von einer Spezialfirma hergestellt, wobei sehr strenge Regeln bei der Qualitätskontrolle der Schweißnähte angewendet werden. Diese werden noch im Betrieb mit Ultraschall- und Röntgentechnik untersucht.

Insgesamt werden 4 000 Kubikmeter Raumgerüst verwendet. Foto: T. Netzbandt/Jenapolis

Die Sternenhimmeldecke musste abgetragen werden und wird durch eine neue ersetzt. Kostenpunkt: Rund 100 000 Euro. Im Bad selbst platzen einige Kacheln wegen der fehlenden Luftfeuchtigkeit ab. Schönheitsreparaturen, die auch nach zehn Jahren Betrieb anfallen, werden gleich durchgeführt. Alle Armaturen werden erneuert. Im Saunabereich wird die Decke großräumig geöffnet, da Gutachter hier Mängel an den Schraubverbindungen festgestellt haben. Im gesamten Schwimmbad wurde der Beton sandgestrahlt und saniert. Beschädigter Bewehrungsstahl wird frei gelegt und vor weiterer Korrosion geschützt. Alle Einbauten über dem Sportbad müssen erneuert werden. Bei den umfangreichen Arbeiten am und im Freizeitbad werden heute geltende Richtlinien erfüllt, was beispielsweise den Schneeschutz auf dem Dach betrifft.

Zur Zeit steht ein Kran bereit, ein weiterer, größerer Kran wird zum 1. November dort sein, um die Stahlkonstruktion abzutragen. Derzeit wird täglich der Bauablaufplan überprüft. Alles sei im Zeitplan, versichert Dirkes. Im kommenden Jahr soll eine zweite Rutsche gebaut werden, das Kinderbecken wird erneuert. Im Bereich soll ein Strand entstehen und eine Rutsche gebaut werden. Trotz dieser umfangreichen Bauarbeiten und Sanierungen soll es keine Veränderungen am Tarifsystem geben. Dieses habe sich bewehrt und könnte Vorbild für andere Freizeitbäder werden, so Weiß.

Ob der Termin 21. Dezember eingehalten werden kann, bleibt offen. Aber die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zu letzt.

3 Kommentare zu "Wiedereröffnung des Galaxsea noch vor Weihnachten 2012"

  1. Holger Herrmann | 25. Oktober 2012 um 23:07 |

    In die Hände gespuckt. In der Druck OTZ von heute wird Bäderchef Herr Weiss zitiert: „Der 21.Dezember bleibt das Ziel.“ Jahresangaben wurden nicht gemacht.
    Herr Dirkes schätzt die Reparaturkosten mit 700.000€ ein.
    Wette dass…Herr Dirkes… unter eine Mio. geht nichts.


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  2. „Immerhin wurde die Klage der Stadtwerke Jena-Pößneck als Muttergesellschaft nicht zurückgewiesen. Derzeit läuft ein aufwendiges Beweissicherungsverfahren mit ungewissem Ausgang.“

    wird wohl wie so oft bei gerichtlichen vergleichen aufgrund von versäumnissen auf beiden seiten auf halbe halbe rauslaufen(wenn die baufirma nicht pleite geht ;) )


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  3. Das wäre ja wirklich ein schönes Weihnachtsgeschenk für alle Gäste, die schon auf die Wiedereröffnung warten.

    Wer zahlt denn eigentlich nun die Zeche für diesen Pfusch ?


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