Reise zum Mittelpunkt des Einzelhandelskonzepts |

Reise zum Mittelpunkt des Einzelhandelskonzepts

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Jena. Im Zusammenhang mit der öffentlichen Diskussion um den Investorenwettbewerb für den Eichplatz wurde zuletzt häufig die Frage nach dem Einzelhandelskonzept aufgeworfen. Die Stadt Jena hat auf ihrer Internetseite eine neunseitige Zusammenfassung veröffentlicht (Stand 12/2010). Einsicht in das vollständige Dokument gewährt der Fachdienst Stadtentwicklung in seinen Räumlichkeiten Am Anger 26. Bislang habe jedoch kein Bürger diese Möglichkeit wahrgenommen. Die vorgelegte „Konzeption für die Entwicklung des Einzelhandelsnetzes in der Stadt Jena (Fortschreibung 1997)“ datiert auf das Jahr 1999. Das Konzept umfasst 30 Seiten. Darin wird für Jena ein Marktgebiet definiert, das von Naumburg bis Pössneck und von Magdala bis Hermsdorf reicht. Darüberhinaus gibt es noch einen größeren diffusen Bereich.

ECE: „offenes High Street Konzept“

Auf das Stadtzentrum wird der Schwerpunkt gelegt. Das Stadtzentrum erstreckt sich in dieser Definition zwischen Fürstengraben/Lutherplatz im Norden, Am Anger, Eisenbahndamm, Knebelstraße im Osten, Ebertstraße im Süden und Haeckelstraße/Carl-Zeiss-Straße im Westen. „In der Vergangenheit haben sich gewinnbringende Projekte schneller und problemloser in der Außenstadt realisieren lassen“ (S.19). „Mindestens 40% der Gesamtverkaufsfläche der Stadt Jena sollte mittel- bis langfristig wieder im Stadtzentrum angesiedelt sein“ (S.27). Die Gesamtverkaufsfläche (200.000 m2) wird als konstant angenommen. Derzeit beträgt der Anteil der innerstädtischen Verkaufsfläche 25% (50.000 m2). Daraus ergibt sich eine auszugleichende Differenz von mindestens 30.000 m2. „Besonders in den Branchengruppen Elektrogeräte, Leuchten, Uhren, Schmuck, Lederwaren, Haushalt, Glas, Porzellan, Unterhaltungselektronik, Spiel, Sport, Hobby und Bekleidung [sind] noch bedeutende Reserven bezüglich der Kaufkraftbindung vorhanden“ (S.23).

In der Arbeitshilfe Zum Umgang mit großen innerstädtischen Einkaufszentren des Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen steht: „…eine Verkaufsflächenerweiterung von 15 Prozent sollte bezogen auf die vorhandene innerstädtische Verkaufsfläche nicht überschritten werden“. 15% der innerstädtischen Verkaufsfläche Jenas entsprechen 7.500 m2. Auf dem Eichplatz sollen aber annähernd 15.000 m2 Einzelhandelsfläche entstehen. Dazu die Arbeitshilfe: „Ein Überschreiten der als ‚Regelgröße‘ zu verstehenden Flächenerweiterung setzt jedoch eine besonders intensive und kritische Prüfung sowie die Durchführung von Verträglichkeitsgutachten voraus.“ Thomas Dirkes (Werkleiter KIJ bis 2012, heute Geschäftsführer der Stadtwerke) und Dr. Matthias Lerm (Fachbereichsleiter Stadtentwicklung) bestätigten beide gegenüber Jenapolis, dass ein solches Verträglichkeitsgutachten das Überschreiten der Obergrenzen für den Eichplatz rechtfertige.

OFB: „Flächenmix der sowohl größere Ladenkonzepte als auch kleinere Shop’s anspricht“

Dieses Gutachten kann ebenfalls beim Fachdienst Stadtentwicklung eingesehen werden. Es trägt den Titel „Aktualisierung des städtebaulichen Konzeptes im Bereich zwischen Leutragraben und Rathausgasse sowie Johannisstraße und Kollegiengasse im Stadtzentrum Jena (hier: Bewertung Einzelhandelspotentiale)“. Es datiert auf das Jahr 2001 und umfasst 61 Seiten. Erstellt hat es GfK (Gesellschaft für Konsumforschung) Prisma: „Alle Rechte, vor allem Urheberrechte, verbleiben beim GfK PRISMA Institut, Hamburg“. Die zuständigen Mitarbeiter des Dezernats Stadtentwicklung haben Jenapolis wörtliche Zitate einzelner Sätze oder kurzer Absätze daraus untersagt, obwohl das Gutachten mit öffentlichen Mitteln finanziert worden ist. Darum kann an dieser Stelle nur ein kurzes Gedächtnisprotokoll wiedergegeben werden.

Die Quintessenz des Gutachtens ist, dass im Bereich des im Titel beschriebenen Areals (umfasst MK1, MK2 und MK3) maximal 11.000 m2 Verkaufsfläche neu geschaffen werden sollten, im Wesentlichen für einen Elektrofachmarkt, ein Bekleidungskaufhaus und einen Frischemarkt. Diese Empfehlung wurde noch vor dem Bau der sogenannten Neuen Mitte ausgesprochen. Die dort vorhandene Verkaufsfläche beträgt etwa 5.000 m2 und muss daher noch von den 11.000 m2 abgezogen werden. Übrig bleiben 6.000 m2. Damit weist dieses Gutachten die Verträglichkeit für die beabsichtigten 15.000 mnicht einmal annähernd nach.

Nur ein Investor wird im gesamten Gutachten beispielhaft namentlich genannt: ECE. Nach Aussage der Mitarbeiter des Fachbereichs soll nun zunächst abgewartet werden, bis die Investoren ECE, OFB und jenawohnen ausgereifte Nutzungskonzepte für den Eichplatz vorlegen. Im Anschluss möchte die Stadtentwicklung versuchen, die Investorenkonzepte entsprechend der Reststadt anzupassen. Diesen Prozess könne man aber nicht festschreiben, sondern müsse man immer wieder neu justieren. Abgesehen davon halte ohnehin KIJ die Fäden in der Hand.

95 Kommentare zu "Reise zum Mittelpunkt des Einzelhandelskonzepts"

  1. unentschlossener wähler | 3. April 2012 um 11:28 |

    Vielen Dank Herr Winkler für Ihre Recherche. Alle Beteiligten insbesondere unsere OB-Kandidaten sollten dies mal lesen. Die letzte große zu bebauende Fläche in Jena an nur einen Investor zu verhökern, finde ich schon allerhand. Jetzt kommt heraus, dass auch noch o b e r f l ä c h l i c h gehandelt wurde. Die Informationspolitik der KIJ ist schon eine Zumutung.

    Weiterhin ist zu beachten, daß z.B. wie in anderen Blogs schon diskutiert die großen Anbieter im Elektrogerätebereich alle die selben Marken anbieten. Medimax, Mediamarkt,Promarkt sind ja auch so „überlaufen“, dass nur eine Kasse geöffnet ist. Jetzt kommt Saturn auch noch in GoetheGalerie. Wird am Eichplatz also nicht mehr benötigt. Ich sehe nur noch Bedarf für einen Lebensmittelhändler und 1 bis 2 Bekleidungsgeschäfte, ich hoffe nur es geht nicht wieder kik und co. da rein, dann hätten wir uns das auch sparen können.

    Desweiteren mache ich unsere Stadtoberhäupter darauf aufmerksam, dass sich gerade ein Wandel im Kaufverhalten abzeichnet, da ja überall nur noch Ketten das selbe anbieten, kaufen doch viele schon im Internet. Ein kleiner Einzelhändler kann sich die Mieten ja schon gar nicht mehr leisten, und das bei einem höheren Angebot die Mieten auf ein bezahlbares Niveau sinken bezweifel ich. Z.B. am Rathaus steht seit längerer Zeit die Eisdiele lehr und man will weiterhin 25 € je m² erzielen, dann lassen die großen Fonds, doch einfach die Läden leer bevor Sie die Mieten sinken lassen. Das selbe gilt für das halb leer stehende Drackendorf-Center. Neue Mieter sollen sogar noch Umbaukosten zahlen !

    Zusammengefaßt gesagt der Bedarf an freien Ladenflächen ist auf dem Eichplatz gewiß nur die Hälfte, als das was jetzt geplant ist.

    Eine Konzeption aus dem Jahr 1999/2001 ist nicht Ernst zu nehmen. Wie bereits erwähnt hat sich auf der Käufermarkt geändert. Wir sollten bei der Eichplatzbbauung einfach noch mal von vorn anfangen!!!


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  2. jenenserin | 3. April 2012 um 12:56 |

    Wenn ich nicht noch einen alten DDR-Mietvertrag hätte und nach der Mieterhöhung 2010 nicht immer noch bei ca. 5,50 €/m² Kaltmiete in einer teilsanierten Plattenbauwohnung, Bad haben wir selbst gefliest, wäre könnte ich mir eine Wohnung in Jena nicht mehr leisten. Ich hoffe, dass n i c h t ,jenawohnen den zuschlag erhält, dann wird wieder Geld für teure Innenstadtwohnungen mit Dachterasse ausgegeben. Es reicht mir schon das teure Passivhaus in der Kunitzer Straße.
    Jenawohnen sollte sich mal um preisgünstigen neuen Wohnraum kümmern, von mir aus auch am Stadtrand. Vom Land gibt es sogar Fördermittel für den sozialen Mietwohnungsbau, welche in Jena nicht beantragt werden. Wenn das so weiter geht, kann sich das einfache Volk in Jena keine Wohnung mehr leisten, dann müssen sich die Herren Doktoren, Professoren und Wissenschaftler sowie Lehrer selbst den Arsch abwischen. Ich weiß das Kellnerinnen dringend in Jena gesucht werden. Wo sollen die aber wohnen, alle nach Gera ziehen ??


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  3. na dann mal die liste hervorzeigen, wo die leerstände in jena und den stadtteilen aufgelistet sind.


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  4. schon lustig, aus welchen jahren die daten und studien sind.

    Bürgerfragestunde im Stadtrat

    Leere Geschäfte, Bauruinen usw. vom 30.07.2004
    Die Fragen 1-7 und 13-14 bitte jeweils in die einzelnen Stadtteile (Stadtzentrum/Mitte, Ost, West, Nord, Löbstedt, Winzerla, Zwätzen,…) gliedern!

    1. Wie viel m² stehen sofort ohne Renovierung/Sanierungsbedarf als Ladengeschäfte zum Mieten zur Verfügung?

    2. Wie viel m² stehen sofort ohne Renovierung/Sanierungsbedarf als Büroflächen zum Mieten zur Verfügung?

    3. Wie viel m² stehen sofort ohne Renovierung/Sanierungsbedarf als sonstige Gewerbeflächen zum Mieten zur Verfügung?

    4. Wie viel m² stehen sofort ohne Renovierung/Sanierungsbedarf als Wohnflächen zum Mieten zur Verfügung?

    5. Wie viel m² an Gebäudeflächen können nicht renoviert/saniert werden und müssten abgerissen werden?

    6. Wo befinden sich Freiflächen für mögliche Wohnbebauung?

    7. Wo befinden sich Freiflächen für mögliche Gewerbebebauung?

    8. Warum gibt es keine Gesamtübersicht der oben genannten Flächen im Internet bei jena.de?

    9. Wenn die Fragen 1-8 nicht oder nur teilweise beantworten werden können, warum?

    10. Wie viel Studenten benötigen neuen/sanierten Wohnraum, weil sie in schlechten/unzumutbaren Wohnverhältnissen leben?

    11. Was wird aus den Bauruinen in der Innenstadt von Jena (z. B. „Zur Sonne“, „Hortenkaufhaus“, Inselplatz, Oberlauengasse, Unterlauengasse, Westbahnhofstrasse, Markt, alte Polizeistation u. a.)?

    12. Wie viel Kilometer Strasse befinden sich in Jena, welche durch die Stadt Jena unterhalten werden müssen (nicht Bundesstrasse o.ä.)?

    13. Wie viel Kilometer Strasse sind in den jeweiligen Bauzustandsklassen?

    14. Wie viel Kilometer Strasse der Bauzustandsklassen IV und III sollen mit welchem Sanierungsbetrag in Euro in den nächsten 3 Jahren saniert werden (Kilometerstrecke und Geldbetrag in Euro)?

    Ergänzung:

    bis zu heutigen tag hat die stadt jena nicht eine solche aufstellung.

    vielmahr tuen sich da die einen oder anderen selbst im stadtrat mit forderungen nach der bebauung des eichplatzes oder neuen gewerbegebieten, ohne aber zu beweisen, dass es da einen bedarf gibt.

    bis heute sind in jena (selbst im zentrum) noch diverse flächen frei oder mit abrißhäusern belegt oder in den bestehenden gewerbegebieten ist leerstand oder es sind leerflächen.

    SPD:

    Die Große Anfrage der SPD-Stadtratsfraktion Jena zur Situation der Gewerbeflächen zeigt Wirkung.

    SPD-Stadtrat Prof. Thomas Deufel sagte dazu:
    „Dass der Dezernent Schwind nun endlich in die Offensive geht, freut uns natürlich sehr – für Jena. Dass es dazu erst einer großen Anfrage im Stadtrat bedurfte, wirft aber doch die Frage auf, was der Stadtentwicklungsdezernent Schwind denn bisher auf diesem Gebiet vollbracht hat und wie er seine Prioritäten setzt: Wir hören viel darüber, wie sein Dezernat standesgemäß untergebracht werden muss, an seine Aufgaben für die Wirtschaftsentwicklung in Jena muss man ihn erinnern.“

    „Die Erschließung und Vermarktung von Gewerbeflächen ist einer der wichtigsten Faktoren, um in Jena Arbeitsplätze zu sichern und zu schaffen. Wir verfügen nun einmal nicht über riesige Areale wie so mancher Landkreis. Deshalb ist es umso wichtiger, dass wir alle Potenziale nutzen, die wir haben. Das erfordert aktives und stetiges Handeln in der Frage der Erschließung von Gewerbeflächen als Voraussetzung für eine erfolgreiche Standortvermarktung und Ansiedlungspolitik. Bisher ist hier leider nicht viel geschehen, Konzepte der Stadt und ihres zuständigen Dezernenten lassen sich nicht erkennen“, so Thomas Ullmann Fraktionsvorsitzender (SPD) und Ausschussvorsitzender Stadtentwicklung.

    Stadtentwicklung, Wirtschaftsförderung und Marketing sind zentrale Aufgaben, die kompetent und professionell angegangen werden müssen. Der Stadtrat hat Konzepte und Instrumente eingefordert, aber die Umsetzung darf nicht von einer ständigen Kontrolle des Stadtrates abhängen. Sie ist das Kerngeschäft des Stadtentwicklungsdezernenten, das nicht erst betrieben werden darf, wenn im Vorfeld einer Wahl öffentlicher Druck entsteht.

    „Krieg gegen Knöllchen mag auf der Bühne publikumswirksam sein – Nutzen für die Stadt bringen tatkräftige Standortentwicklung und Stadtmarketing. Also: Raus aus dem Turm, ran an die Probleme, rein in die Arbeit!“ so Prof. Thomas Deufel, Mitglied im Stadtentwicklungsausschuss.
    Veröffentlicht am 26.01.2006, spd-jena


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  5. 1998 gab es in der Innenstadt über 8.000 qm leerstehende Verkaufsflächen (68 Läden), in den äußeren Stadtteilen fast 9.000 qm (106 Läden) und in Einkaufszentren über 20.000 qm Leerstand (27 Läden). Das entsprach einer Leerstandsquote von 20%. Nach der Eröffnung der Goethe Galerie hatte sich binnen eines Jahres der Leerstand in der übrigen Innenstadt verdoppelt. Ich könnte mir vorstellen, dass die Lage heute sich gar nicht so sehr davon unterscheidet. Es wäre an der Stadtentwicklung, die öffentliche Debatte mit aktuellen Zahlen zu versorgen.


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  6. jenenserin | 3. April 2012 um 19:10 |

    „Das Marktgebiet erstreckt sich von Naumburg bis Pößneck.“
    Frage: Was wird es nach der Eichplatzbebauung in Jena zu kaufen geben was es z.B. in Naumburg nicht gibt???


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  7. Simon Sachse | 3. April 2012 um 19:48 |

    @ jean:
    Vielen Dank für die Fleißarbeit! Da hat sich die Hartnäckigkeit doch ausgezahlt. Ich finde den Artikel großartig. War GfK Prisma nicht auch der Gutachter im Fall Schwerin? Da haben die zugunsten von ECE ja völlig daneben gelegen. Jena hat alle möglichen Zahlen, ist aber unfähig oder unwillens, eins und eins zusammenzuzählen.
    Es ist ein Jammer, dass erst 2013 Kommunalwahlen sind. Es wird Zeit, dass im Stadtrat umgeräumt wird. Gründlich.


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  8. …“Beschönigung der Lage des Einzelhandels und der Entwicklung des Konsums – Wenn man die inflationsbereinigten Einzelhandelsumsätze in Deutschland im Jahre 1998 gleich einhundert setzt und sie von dort an über alle Jahre bis heute weiterverfolgt, liegt man immer in der Größenordnung von einhundert und fast nie darüber. Der Konsum stagniert also. Die Krönung dieses Tiefgangs aber ist, dass man im Mai 2011 (bei den von der Bundesbank kalender- und saisonbereinigten Werten) bei sage und schreibe 93 landet, das ist tatsächlich der tiefste Wert seit 1998. “
    : http://www.nachdenkseiten.de/?p=12247
    Und in Jena fehlt nur mehr Verkaufsfläche und dann entdecken plötzlich Alle, die es sich leisten können, ihr „neues Hobby – Powershopping“ wieder ? – Glaubt außer dem Stadtrat noch jemand daran ? Vielen Dank Herr Winkler für Ihre neuen Informationen.


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  9. Dominique | 4. April 2012 um 00:04 |

    Kann man diesen Brief nicht auch als Anfrage an den OB bzw. Stadtrat stellen? Dann hätte man vielleicht mal eine schwarz-auf-weiß Antwort.
    Eigentlich ist es doch traurig, dass scheinbar alle an der Realität vorbeischauen. Bzw. wenn man davon ausgeht, dass die Zahlen veraltet sind und die heutigen Prognosen aufgrund der guten wirtschaftlichen Lage besser wären, dann wäre es doch das mindeste dies auch nachvollziehbar – in Form eines neuen Gutachtens – zu belegen. Gerade als „Stadt der Wissenschaften“ sollten wir doch bemüht sein unsere Entscheidungen auf fundierte Grundlagen zu basieren und nicht auf Bauchgefühle wo ein Saturn fehlt oder Hochglanzbroschüren von ECE.
    Welch Trauerspiel…


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  10. El' Orenz | 4. April 2012 um 07:58 |

    Wieso darf Herr Dirkes unsere Innenstadt verkaufen?
    Das dürfen wir nicht zulassen. Das ganze basiert noch auf Daten von 2001. Ein Skandal.
    Darf man Schulen bauen und dafür den Eichplatz verkaufen.
    Schickt ECE in die Wüste!
    El Orenz


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  11. GfK Prisma heißt inzwischen GfK GeoMarketing und beschäftigt sich sehr ausführlich damit, wie man ein erfolgreiches Shoppingcenter betreibt. Spannend ist z. B. folgende Feststellung zu Realisierungszeiten:
    „Auch zeigte sich, dass Projektentwickler in kleineren Städten oder Gemeinden (durchschnittlich 5,3 Jahre) schneller vorankommen als in den Metropolen bzw. Großstädten (durchschnittlich 5,8 Jahre). Dies liegt aber auch an der Tatsache, dass in den Metropolen vor allem größere Shoppingcenter geplant wurden, während in den kleineren Städten auch die Center entsprechend kleiner ausfielen.“
    Kleinere Städte liegen für GfK übrigens unter 200000 Einwohner. Bei der Auswertung der Umsetzungszeiten gibt GfK allerdings nur Werte aus dem Westen Deutschlands an, als gäbe es den Osten überhaupt nicht.

    Ebenso spannend ist, dass andere Städte offenbar kein Problem mit dem Urheberrecht der Studien haben – eine GfK-Studie zu Reutlingen (Jena gar nicht so unähnlich) steht einfach so im Internet, und zwar auf der Seite der Stadt. Interessanterweise beginnt dieses Gutachten von 2009 mit der Frage, ob ein von ECE gewünschtes Einkaufszentrum mit der Stadtstruktur verträglich sei.
    Da stellt sich die Frage, was als Motivation für die Studie in Jena drinsteht. Etwa die gleiche Frage?


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  12. jenenserin | 4. April 2012 um 09:00 |

    Vielen Dank nochmals an alle für die ausführlichen Recherchen , vor allem Herrn Winkler. Liebe Frau Jänchen, es ist doch bekannt, dass die Stadt Jena willkürlich mit zweierlei Maß mißt. 1. Sie kann eine Bauverpflichtung bei Verkauf in den Notarvertrag aufnehmen inkl. einer Gewinnabgabe bei Weiterverkauf an Dritte. Ein Projektentwickler kauft Grundstücke , schmeißt eine Planung darüber und verkauft an einen Bauträger, dieser teilt das Eigentum auf z.B. Fonds oder Einzelinvestoren und verkauft es an die Enderwerber. Ein Projektentwickler ist stets nur ein Zwischenhändler !!! Er investiert nie selber. Spannend wird es nur wenn JenaWohnen den Zuschlag bekäme, dann ist sie die nächsten Jahre nur mit dem Eichplatz beschäftigt und auch finanziell nicht in der Lage anderen ewtl. preiswerten einfacheren Wohnungsbau am Rande, bzw. Sanierung des Altbestandes vorzunehmen. Wie ich schon erwähnte zahle ich für meine teilsanierte Plattenbauwohnung bereits 5,50 Kaltmiete – 5 Etage o h n e Fahrstuhl. Leid tuen mir unsere älteren Bewohner, manche kommen kaum die Treppe noch hoch, hier sind viele vor 15 – 30 Jahren eingezogen, da war man noch fit.Bei den geringen Renten können Sie sich eine neue Wohnung mit Fahrstuhl für 7 – 10 € je m² nicht leisten.

    Ein anderer privater Projektentwickler in Ammerbach mußte für 3 Einfamilienhäuser eine Bauverpflichtung abgeben und je Grundstück eine Sicherheit von 10.000 € hinterlegen, falls in den nächsten 24 Monaten nach Baugenehmigung nicht gebaut wird.

    Es ist richtig, dass wenn nur an einen Investor verkauft wird, die Vermarktung und Vermietung sowie Finanzierung über Weiterverkauf 5 Jahre dauern kann, schließtlich gibt es keine Investzulagen oder Sonderabschreibungen wie in den 90er Jahren sind ausgelaufen. Eventuell ist es ein geschlossener Immobilienfonds, allein die Prospekthaftung oder Bafin kann alles noch verzögern.

    Mein Vorschlag: Es gibt 3 große Betreiber , welche auch als Investor auftreten ,von Parkhäusern. Eichplatz aufbaggern, Tiefgarage bauen , unter Beachtung der Baulienien der Häuser und dann darüber Bebauung an verschiedene Firmen oder Baugenossenschaften die Bauplätze anbieten. Vorteil: Es kann sofort losgelegt werden und es kommen neue Ideen und vielleicht wird der Wohnungsanteil auch höher.


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  13. jenenserin | 4. April 2012 um 09:37 |

    P.S. an unsere Stadthäuptlinge: wir sind im April 2012 !! Vielleicht noch Geld für eine Studie GfK GeoMarketing ausgeben? Oder doch lieber eine kostenlose Bürgerbefragung ?


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  14. Da es hier auch um Gewerbeflächen im weiteren Sinne geht, mal ein Beitrag aus der Praxis. Mittleres Unternehmen aus der IT sucht ca. 400m² Bürofläche vorzugsweise im Zentrum. Die gibt es aber nicht. Verfügbar sind lediglich Flächen im ehemaligen Möbelhaus Koch (riesiger Leerstand, aber wegen fehlender Fenster und der Bautiefe als Büro denkbar ungünstig), Flächen im Pharmapark Jenapharm (ebenfalls unpassend, da Laborfläche und teuer), Flächen im zweiten Bauabschnitt im Stadtteilcenter Allendeplatz in Lobeda-Ost und kleinere Splitterflächen im Zentrum. Viel Leerstand gibt es noch im Bau 59, der wäre auch im Zentrum, aber der Eigentümer will nicht mehr investieren, weil er das Haus demnächst verkaufen will. Wie entscheidet sich das Unternehmen? Es geht weg. Wie hätte Wolfgang Kuhhnle die Situation beurteilt? Er hätte allen Leerstand zusammengerechnet, den er finden kann. Möbelhaus Koch, Pharmapark, Bau 6/70, B59, Schillerpassage und alles was sonst noch so an ungenutzten Flächen existiert und wäre zu dem Ergebnis gekommen, dass Jena viel zu viel Leerstand hat und keine neuen Gewerbeflächen mehr braucht. Dass die Ansprüche des Kunden differenziert sind und die entscheidende Rolle spielen, dass es manchmal ganz andere Gründe für Leerstand gibt, als mangelnde Nachfrage, dass es wichtig für die Attraktivität eines Standortes ist, ein breites Angebot für Interessenten statt eines Mangelmarktes zu haben, all das hätte keine Rolle gespielt. Ein halbes Jahr nach dieser Geschichte kauft ein Privatmann den B59 und vermietet alle Gewerbeflächen, rund 8000 m², binnen zwei Monaten. Der Gewerbemarkt bricht nicht zusammen. Die bisher leerstehenden Flächen bleiben leer, aus den gleichen Gründen wie bisher. Passiert ist das alles wirklich, deswegen definiere ich den roten Daumen um in „Der Beitrag gefällt mir nicht“, damit die Planwirtschaftler trotzdem bedenkenlos draufklicken können.


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  15. coolmccool | 4. April 2012 um 12:49 |

    @makler wunderbar beschrieben. die selbe situation können die geneigten planwirtschaftlichen stadtplanner hier auch aufs thema wohnungsbaueigenheimgartenpieper übertragen. ein gesunder markt braucht nunmal zum funktionieren gewisse freiräume und freiheiten in denen sich dinge entwickeln können. und genau daran fehlts in jena. hier sind doch alle internetaffin, sucht doch in den einschlägigen portalen nach industrie/gewerbe/büro oder wohnungsflächen in jena und zum vergleich leipzig erfur* oder berlin, der unterschied ist nicht nur der preis, nein die pure verfügbarkeit. berlin währe ohne die riesigen freiräume der nachwende auch nie so ein kreativer magnet geworden.


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  16. Simon Sachse | 4. April 2012 um 12:54 |

    @ Makler:
    Was wäre denn Ihre Lösung? Wir bauen mal schnell maßgeschneiderte 4000 m² für das IT-Unternehmen? Offenbar wollten die nicht einmal das halbe Jahr warten, bis B59 verkauft war. Hätte also nicht geholfen, weil man in dieser Zeit nur eine Containersiedlung hinstellen könnte.
    Alternative: Wir bauen Unmengen von Gewerbeflächen verschiedenster Größe und Zuschnitte, damit bei Bedarf sich jeder „seine“ Immobilie raussuchen kann? Dass sie dann vielleicht über Jahre leerstehen, nehmen wir in Kauf? Und kostengünstig sollen sie in bester Zentrumslage natürlich auch noch sein.
    Dabei übersehen Sie gleich noch einen weiteren Aspekt: Einkaufen ist, wenn es über die nötige Versorgung hinausgeht, eine Wohlfühltätigkeit. Leerstehende Läden wirken da abschreckend. Sie signalisieren: Hier ist nichts los, hier sind nur noch die Erfolglosen. Sie sind häßlich. Die Wege verlängern sich, weil man an den leeren Läden vorbeiläuft. Lagen mit viel Leerstand werden von Kunden gemieden – meinen zumindest Stadtplaner und Center-Manager. Wer dort seinen Laden hat, hat Umsatzeinbußen und zieht entweder um oder geht ein. Das heißt, um eine lebendige Innenstadt zu erhalten, muss die Stadt dafür sorgen, möglichst wenige leerstehende Läden zu haben. Auch auf die Gefahr hin, mal nicht gleich die richtige Fläche zur Verfügung zu haben, falls ein Händler kommt.

    @jenenserin:
    Es gibt kein Naturgesetz, das verlangt, dass Wohnungen in der Innenstadt teuer sein müssen. Der Stadt gehört die Fläche. Sie kann damit tun, was sie will. Sie kann festlegen, dass die Miete nicht über 6 €/m² liegen darf. Ein Investor, der das Gelände für viel Geld kauft, will erstens dieses Geld wieder reinholen und zweitens Gewinn machen. Das muss die Stadt nicht. Sie könnte sich leisten, einfach nur kostendeckend zu wirtschaften – und muss sich selbst nichts abkaufen.
    Das scheinen in der Diskussion alle zu übersehen. Die Stadt kann, sie muss nur wollen. Bitte im Auge behalten: Es handelt sich um eine bewusste Entscheidung für teuren Wohnraum in der Stadt, nicht um eine Selbstverständlichkeit.


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  17. coolmccool | 4. April 2012 um 14:16 |

    in staatsbürgerschaftslehre nicht aufgepasst?

    viel nachfrage + wenig/bzw kein angebot(HH-M-J)=anbietermarkt=hohe miete+maklerkosten+mietercasting

    keine/wenig nachfrage(ef-g-c)=nachfragemarkt=billige mieten+viel kostenloser service+geringe/keine maklergebühren+sofortige verfügbarkeit

    es ist dabei recht unerheblich ob die stadt das grundstück verschenkt. auswirkungen von vorschriften zu nen max-mietpreis kann man schön im alten westberlin angucken(verkommen ganzer straßenzüge), ebenso zulage von mietzuschüßen(schuldenstand berlins bzw. die mietexplosion bei der rücknahme durch thilo sarazin)


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  18. jenenserin | 4. April 2012 um 14:16 |

    Simon Sachse: Sie haben recht, wenn der politische Wille da wäre ginge das. Sogar noch einfacher wie andere Städte über Erbpacht-Modelle. Ich bin aber von der jetzigen Situation ausgegangen, dass Jena seine Grundstücke lieber meistbietend versteigert. Wenn man Kosten für das Wohnen generell stabilisieren möchte – ich rede nicht mal von Mietkostensenkung, sondern dass wir nicht bald bei über 10 € Kaltmiete sind – könnte man auch mehrere, Grundstücke für Bauherrengemeinschaften ausweisen. Suchen selbst ein bezahlbares Grundstück zum Bodenrichtwert, darüber können wir nicht, für ein Mehrgenerationenhaus. Wir sind schon 6 Vereinsmitglieder und würden ca. 10 weitere Mitglieder zusammenbringen. Bei einer Veranstaltung vor 3 Wochen auf Anregung von Fr. Schwarz, Stadtentwicklung, wurden 3 Grundstücke dafür vorgestellt von der KIJ: 1x Hausberg – Erschließung in ca. 3 Jahren – mächtig gewaltig. 1x Himmelreich – mit Verpflichtung zum Bau einer Tiefgarage – unbezahlbar, wurde deshalb noch nicht an andere Bauträger verkauft, 1x Grundstück Jena-Ost 2000 m² ist zu klein, da nur 2geschossige Bauweise + Dach möglich. Hierzu gibt es den netten Hinweis vom Bauamt, dass die Gründung ein bißchen teuer wird, da darunter eine Wasserader liegt. Bodengutachten wird vielleicht von KIJ noch erstellt, vielleicht auch nicht.

    Also lieber Herr Sachse, wir meckern nicht nur , sondern kämpfen seit 3 Jahren um ein Grundstück für eine Bauherrengemeinschaft, hier wäre auch Erbpacht möglich. Aber wo kein Wille, da kein Weg. Wir sind sogar den Weg der Stadtratanfrage vor 2 Jahren gegangen. Erfolg: kein bezahlbares Grundstück (zum Bodenrichtwert, wir wollen nichts geschenkt haben)aber wenn wir in Eigenregie (die privaten Verkäufer sind vielleicht ja sozial und stellen ein Grundstück zum Bodenrichtwert zur Verfügung , ha, ha, ha ) ein Projekt haben, dürfen wir uns auf der Seite von Jena.de vorstellen.

    Dies zur sozialen Kompetenz unserer Stadt.

    Nun zum Makler: suchen sie nun 400 m² oder 4000m² Bürofläche?
    Bei 400 klingeln Sie bitte Engelplatz ehemals Dresdner Bank. Seit einem halben Jahr werden Nachmieter gesucht. EG 300 m² und 500 m² 1 und 2 OG. Das kenne ich auf Anhieb, weitere nach Recherche sicher möglich. Räume im besten Zustand da Dresdner Bank auch an DSL und anderen Sachen nicht gespart hat. Suchen Sie aber 4000 m² Bürofläche muß ich Ihnen sagen, dass Ihr Mietinteressent nur selbst bauen kann, wie z.B. vielleicht Intershop . Ich bin auch der Meinung das solche Büroklötze auch in ein Gewerbegebiet gehören, siehe z.B. Göschwitz dort werden gerade von der Stadt neue Grundstücke entwickelt.

    Ich glaube nicht, dass es eine Stadt in der Große von Jena gibt, wo heute Büroflächen in einem Objekt von 4000 m² leer stehen und auf Mieter warten.

    Und was sagt uns das alles, Jena braucht keinen Kleingartenbeirat sondern einen Stadtentwicklungsbeirat !!


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  19. jenenserin | 4. April 2012 um 14:40 |

    Übrigens zum angesprochenen B59. Er stand deshalb leer, weil es zu einem offenen Immobilienfonds von Goldman Sachs gehörte, nachdem ihn die Allianz (früher offener Immobilienfonds der Dresdner Bank) verkauft hatte. Diese hatten Ihre Verwaltung in Hamburg und denen war fast egal ob er vermietet ist oder nicht. Waren ja nur Anlegergelder (geschlossene Immofonds wäre wieder ein Extrabeitrag) Erst nach dem Verkauf an den neuen Eigentümer, welcher im Moment schon investiert und zu 80 % wohl auch alles vermietet hat, natürlich nicht mehr 7 sondern jetzt 9 € je m², kam Bewegung in den B59. Wenn nun der jetzige Eigentümer wieder verkauft ist dies ein schönes Beispiel für die Wertschöpfungskette eines professionellen Immobilienentwicklers. Da er jetzt nach Neuvermietung den B59 zum sicherlich weit höheren Preis weiter verkauft.

    Ich erwähne dies, weil der Eichplatz eventuell ja auch von einem Projektentwickler an vielleicht einen Immobilienfonds verkauft wird, dies dazu.

    Das selbe Schauspiel können Sie erleben , wenn mal das Drackendorfcenter weiterverkauft wird. Im Moment gehört es einer international tätigen Investmentgruppe: Comer. Zur Zeit wird die Vermietung von Berlin aus organisiert, mal so nebenbei. Resultat: schlechte Bausubstanz und nur 2/3 vermietet.

    Ich wünsche allen einen schönen Tag


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  20. Simon Sachse | 4. April 2012 um 19:05 |

    Entschuldigung an alle – ich habe an die 400 m² offenbar eine Extranull gehängt, die so nicht beabsichtigt war.

    @coolmccool:
    Volkswirtschaft ist was anderes als Betriebswirtschaft. Staat, Land und Kommunen können Dinge tun, die sich primär nicht rechnen. Sonst gäbe es keine Sozialhilfe, keine Kitas in Jena außer vielleicht für wirklich Gutverdienende zum Selbstkostenpreis, keine Naturschutzgebiete … Es hat wahrscheinlich keinen Sinn, Ihnen den sozialen Wohnungsbau noch einmal zu erklären. Es soll aber Städte wie Wien geben, die sich derartiges leisten (wenn Sie Jena ständig mit Hamburg vergleichen, dann sehe ich keinen Grund, auf Wien zu verzichten).
    Aber wenn Sie Ihren Starbucks-Manager noch einmal sehen, dann empfehlen Sie ihm doch bitte das leerstehende Eiscafé neben dem Rathaus. Das sieht so leer gar nicht gut aus. Berichten Sie bitte über den Erfolg.

    @ Makler:
    Ich wollte noch ergänzen, dass ich seit vielen Jahren in einem Büro ohne Fenster arbeite. Das ist nicht der Idealzustand, keine Frage, aber es ist auch nicht unmöglich. Wenn ein potentieller Mieter natürlich die eierlegende Wollmilchsau möchte, nämlich Stadtzentrum, billig und mit unverbaubarem Blick ins Grüne – dann sollte er vielleicht doch lieber aufs Dorf ziehen. Ich hätte auch gern ein 2000 m² Grundstück mit Haus drauf, Swimmingpool, Innenstadtlage, aber mit Blick auf die Saale und das Ganze für etwa 500 € im Monat. Das sagt jeder, dass es Schwachsinn ist. Ich bin ja auch kein Investor.


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  21. Empört euch | 5. April 2012 um 01:54 |

    Diese Städte vernichtende Methode geschieht in vielen Orten von Deutschland. Z.B. in Rudolstadt wurde oder wird ein Einkaufsmonster (sicher auch wieder architektonisch schlimmer wie zu Honeckers Zeiten ohne es gesehen zu haben) gebaut. Trotzdem ein anderes gerade aus Mangel an Kaufidioten oder verbreiteter Armut, zugemacht werden musste.Diese Tatsache erfuhr ich beim zusehen vom Abriss des Hortenkaufhauses von einem mit dem Kopfschüttelnden Ärzteehepaar, in Rudolstadt lebend,direkt auf dem Inselplatz.Um Rudolstadt gibt es auch ein sehr umfangreiches Angebot von Kaufflächen in sehr nahem Umkreis und noch wesentlich kleinerer Ortschaften:
    http://www.immonet.de/thueringen/saalfeld-rudolstadt-waren-kaufhaus.html
    Im Link werden 36 Ortschaften aufgezählt, die meistens näher an Rudolstadt entfernt sind als Weimar von Jena.
    Hätten wir keine Parteienlandschaft in Jena die coalitio (derzeit in Rom des Gaius Julius Caesar entstanden)) betreiben kann und innerhalb des Stadtrates unter den Stadträten (> 60%) kartelleigenschaften verkörpert, wäre diese Lebenszerstörung nicht möglich.


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  22. Ich kann allem nur zustimmen , Super-Recherchen. So sieht Schwarmintelligenz aus, damit kann es kein Prof. oder Gutachter aufnehmen! Bin auch nicht untätig gewesen.
    Simon Sachse: Der Makler kann Flächen ohne Tageslicht als Büro nicht anbieten, verstößt gegen Arbeitsschutzbestimmungen. Wenn sie sich dies trotzdem antun müssen, zeigt es doch, dass in Jena trotz toller Politikersprüche nicht alles hier so goldig ist.
    Nun es wird das Argument vorgebracht. Die armen Jenaer müssen nach Leipzig oder Erfurt fahren um sich ordentlich einkleiden zu können. Ist vielleicht auch richtig, aber :In Jena gibt es noch genügend freie Handelsflächen, sogar mit kostenlosen Parkplätzen:
    Über 1000 m² Kaufland, Obergeschoß ehemals AWG, mehrere hundert m² im Wincenter Untergeschoß, Columbusenter, über 2000 m² Drackendorfcenter. Wenn die entsprechenden fehlenden Handelsketten in Jena so eine „unerfüllte“ Kaufkraft vermuten (diese benötigen Ihre Kalkulation allerdings eine Stadt mit 200.000 Einwohner – wie auf diesen Seiten mehrfach erwähnt) wäre also genügend Fläche da. Für einen schönen Anzug ist es doch jeden zuzumuten auch mal nach Lobeda oder Winzerla zu fahren. Es ist alles nur eine Sache der Werbung.
    Warum bewarb sich denn auch nur Kik und einige kleine Bekleidungsläden mit sehr sparsamen Angebot in der Neuen Mitte. Ich weiß , das eine vollständige Vermietung hier auch nicht ganz einfach war. (Wird für Herrn Saller noch lustig wenn Intershop neu baut und auszieht.)
    Werter Herr Makler:
    Ich kenne auch noch einige leerstehende Büroflächen ab 400 m² – mit Fenster -: Zum Bsp. Spitzweidenweg, Bau von Bilfinger und Berger, als Standort für IT-Unternehmen sicher zumutbar. Bis vor kurzem wurden Mieter in der Kahlaischen Straße gesucht – Neubau – hier kostet ein Stellplatz sogar nur 35 €, Sensation in Jena !!Wieviel Fläche hier noch frei ist, weiß ich nicht. Das Bürogebäude am Carl-Zeiss-Platz (gläserner Halb-Rundbau) war auch lange Zeit nur halb vermietet.

    Für einen Klamotten-Laden fällt mir gerade noch der Leerstand Krautgasse-Bachstraße spontan ein.

    Also wenn ein Handelsunternehmen nach Jena möchte, wird sich sicher eine Fläche finden. Wir können ja gemeinsam mit helfen bei der Flächensuche.

    Zu „fehlenden Büroflächen“ im Zentrum: Warten Sie bis Intershop neu baut,
    (geht an den Inselplatz bzw. wenn nicht wird Intershop Jena verlassen, da wieder unlösbare Auflagen der Stadt für die Bebauung. Geht wohl um Anzahl der Parkplatze. Wenn Jena meint viele Parkplätze dort haben zu müssen, soll sie doch ein Grudstück für ein Parkhaus ausschreiben. Es gibt ja genug Betreiber bei 1,50 € die Stunde bzw. 80 – 100 € je Monat für Dauerparker )
    dann können sie wieder hunderte m² mit vermieten.
    Also kurzum gesagt ich finde fehlende Gewerbeflächen in Jena für ein Märchen aus 1001 Nacht. Wofür ich aber Wetten möchte ist, es fehlen 1-,2-,3-,4-,5- Raumwohnungen in Jena, also vor allem für Familien mit 2 und mehr Kindern n i c h t f a m i l i e n f r e u n d l i c h. Dies war für unsere OB-Kandidaten geschrieben so breit geschrieben. Als Lesehilfe


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  23. Um unseren Politikgrößen beizustehen habe ich auch mal recherchiert. Im Moment wird doch geklagt, Hilf – Esplanade Hotel in Goethegalerie – hat sich verkleinert, weniger Hotelbetten und Tagungsräume. Wäre es da nicht vernünftiger ein neues Hotel mit Tagungsräumen und Tiefgarage bauen zu lassen ? Denkt mal darüber nach. Noch ist nichts zu spät.


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  24. coolmccool | 5. April 2012 um 11:44 |

    ein hotelstandort war am inselplatz ausgeschrieben, genau dort wo jetzt die uni hinwill


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  25. Danke coolmccool, das macht mit Euch ja richtig Spaß? Also wenn die Planungen der Stadt sich ständig überholen, sollte nicht die Stadt die Flächen nicht ganz ohne Auflagen ausschreiben. Den Wohnungsmarkt überläßt sie doch auch der freien Marktwirtschaft. Also nur die Grenzen der Baulinien und die Höhe der Häuser vorgeben. Vielleicht bewirbt sich ja auch eine der vielen Wohnungsgenossenschaften von Jena auf ein Fläche. Übrigens : an der Westbahnhofstraße wurde auch in den Gehweg reingebaut. Prüft die Stadt überhaupt die aktuellen Baumaßnahmen?


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  26. Simon Sachse | 5. April 2012 um 12:39 |

    @Naseweis:
    Am Inselplatz ist ein Parkhaus auf der Bahnseite geplant, mindestens vier Stockwerke.
    (Den Arbeitsplatz ohne Fenster gibt es übrigens schon lange – und ich habe mich drum geschlagen. Es gibt in Jena nicht so wahnsinnig viele Unternehmen, die nach Flächentarif zahlen … Im Zeiss-Bau dürften einige hundert Leute ohne Fenster arbeiten. Natürlich braucht man Klima und Licht.)
    Wenn das Esplanade ständig bis an den Rand ausgebucht wäre, dann hätte man die Flächen sicher nicht aufgegeben. Wenn nicht gerade drei Konferenzen gleichzeitig sind in der Stadt, dann ist es kein Problem, auch kurzfristig Zimmer zu finden. Nur ganz selten muss man mal auf Randlagen wie Ziegenhain ausweichen. => scheint mir nicht der große Mangel zu sein.
    Offenbar ist es doch nicht so lukrativ, für drei, vier Konferenzen im Jahr ständig einen großen Raum vorzuhalten. Mehr sind es wohl kaum.
    Also – was der Stadt wirklich fehlt, sind Wohnungen. Denn wer nach Weimar oder Gera zieht, weil er hier nichts findet, der shoppt auch da. Es wird keiner unter der Saalebrücke schlafen, bloß weil es hier so tolle Läden gibt.


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  27. SimonSachse:Ich meinte auch nicht ein hotel wie Esplanade, sondern eher wie Ibis (ca. 60 – 70 € die Nacht). Ich muß öfter Zimmer buchen die nicht mehr wie 80 € kosten dürfen. In dieser Preisklasse ist kurzfristig nichts zu haben. Wir mußten schon Pensionen in Kleinromstedt buchen. Selbst das Max oder Best Western war voll. Wie kommt es sonst, dass Pensionszimmer es sich leisten können, bis zu 40€ pro Person zu verlangen. Ein Hotel ist auch nicht ständig komplett ausgebucht. Diese sind kalkuliert mit einer Auslastung zwischen 70 bis 80 %. (Bin in der Finanzierungsbranche tätig und kenne die Buchungszahlen im Gastronomiebereich)


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  28. Esplanade und Max Hotel gehören zur Steigenberger Hotelgruppe. Hier gab es vor einiger Zeit einen Gesellschafterwechsel, wobei eine neue Geschäftsleitung eingesetzt wurde. Neue Besen kehren halt gut.


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  29. @ anne: An der Westbahnhofstraße scheint historisch bedingter Murks zu bestehen, sprich die Grundstückgrenzen stimmten nicht mit der Nutzung überein. Ich kenne die Radwegplanung dort etwas besser und es wurde von städtischer Seite mehrfach versichert, der Investor hätte genau bis an seine Grundstückgrenze gebaut. D.h. der Gehweg war bisher breiter, als er hätte sein dürfen, aber der alte Zustand war ohnehin chaotisch. (Ob es einen Abstand Gebäude – Grundstückgrenze geben müsste, kann ich nicht beurteilen.)

    Von der Stadt kam auch die Meinung, man habe beide Augen zugedrückt, um an dieser schwer nutzbaren Ecke (verkehrsreich, verlärmt, hängiges Gelände etc.) überhaupt jemand zur Investition zu bewegen. Das ist diskutierbar; einerseits war die alte Ruine nicht mehr hinnehmbar (ich musste auch jeden Tag daran vorbei), andererseits könnte man bei der heutigen Marktlage wahrscheinlich dem Bauherrn eine abgeschrägte Ecklösung aufdrücken. Sowas ist richtig teuer, bringt innen ungünstig geschnittene Räume, aber dafür gibt’s Architekten, die aus diesen Rahmenbedingungen eine marktgängige Variante stricken. Seit einiger Zeit ist man auf einem ähnlichen Problemgrundstück am Bauen (Karl-Liebknecht-/Ecke Camsdorfer Str.), Eckgrundstück, Verkehr tobt von 2 Seiten vorbei, schlummert seit 20 Jahren. Sollte auch mit scharfen Augen verfolgt werden.


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  30. jenenserin | 6. April 2012 um 11:08 |

    TomWed: rein otpisch sehe ich gar keinen Platz an der Westbahnhofstr./Neubau für neue Straße, Radweg und Fußweg. Der Rad- und Fußweg muß sich da sicher eine Spur teilen. Freue mich aber auf den Radweg. Bin Autofahrer und schleiche nachts da nur hoch, da die Radfahrer ohne Licht und dunkler Kleidung kaum zu erkennen sind.


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  31. Das wird sowieso nicht funktionieren, wie gedacht. Etliche Leute, deren Fachverstand ich eigentlich schätze, waren aber für diese Planung; andere Meinungen wurden überstimmt. Es wird einen gemeinsamen Geh- und Radweg bergauf geben; die Stadt ist der Meinung, dass das Tempo der Radfahrer auf 6% Steigung die Fußgänger nicht gefährdet. Der Knackpunkt wird sein, dass alle Parkplätze entlang der Westbahnhofstr. wegfallen sollen und die Händler in den Flachbauten da unten das vermutlich noch gar nicht wissen. (Wenn jemand dran gedacht hat, sollten sie einige Stellplätze im Parkhaus des Neubaus mieten können, aber das kostet sicher.) Die Stadt möchte ggf. den ganzen Weg zur Straße hin mit Pollern bepflastern, wenn es zuviele Falschparker geben sollte, aber da ist das letzte Wort wohl noch nicht gesprochen. Außerdem erzeugt der Neubau mit seinen vielen Wohnungen einen beträchtlichen Lieferverkehr, und DPD, UPS und Konsorten fahren fast nie in die Innenhöfe, sondern die Autos stehen draußen im Weg. Wird noch interessant. Lass EINEN ordentlichen Umzugswagen an dieser engen Ecke stehen, und die Straße ist dicht, oder der Gehweg, oder beide.

    Wenn jeneserin in Zukunft schneller da hoch schleichen will: wird nix, die 30 km/h bleiben. Ebenso die Linksabbiegespur an der Kinderklinik für den Verkehr zum Westbahnhof. Das Ganze ist übrigens als Verkehrsversuch geplant, mit ausdrücklicher Möglichkeit der Änderung oder Rücknahme. Das ist wieder okay, passiert m.E. in Jena noch viel zu selten.


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  32. jenenserin | 6. April 2012 um 13:22 |

    Stellplätze anmieten geht nicht, sind für 12.000 € alle an Eigennutzer verkauft. Habe selbst gefragt, da wahrscheinlich auch Stellplätze in dem Hof des alten Bunkers , ehemals Trockenfuttermischwerk wegfallen. Dieses Objekt wird gerade verkauft und saniert bzw. neu gebaut. Das heißt, diese Stellflächen werden für die dortigen Mieter dann gebraucht.Das zur allgemeinen Parksituation in Jena, ist genauso heiß wie die fehlenden Wohnungen.


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  33. Zu einem Einzalhandlskonzept einer Stadt gehört auch ein Parkplatzkonzept. Gibt es dies in Jena? Gibt es nun mehr Autos oder weniger Parkplätze. Gibt es vielleicht einen geheimen Plan der Grünen in Jena, für eine nach und nach autofreie Stadt ?
    Vielleicht sind wir auch Versuchskanichen oder gibt es in Jena vielleicht gar keine Planung?


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  34. Es gibt keinen geheimen, sondern einen öffentlichen Plan. Suche im Web nach „Verkehrsentwicklungsplan Jena“, hoffentlich ist er noch online (PDF-Datei mit 157 Seiten/78 MB und 16 MB Anhang). Schon 10 Jahre alt, Überarbeitung soll wohl nächstes oder übernächstes Jahr starten.

    @ jeneserin: Kraftfuttermischwerk verkauft und in Sanierung??? Gibt es zum Feiertag nur gute Nachrichten!! Ich hab auch noch eine: Der hier immer mal erwähnte fast leere Riesenblock Schlippen-/ Golmsdorfer Str. (Jenaer Baugenossenschaft) kommt offenbar in die Kur; vorgestern standen Container davor und man schleppte alte Kohlebadeöfen heraus. Scheinbar muss ein Objekt erstmal lange genug in Jenapolis besprochen werden, ehe sich was tut. Was kann man als nächstes „beschießen“? In der Neugasse ist noch eine leerstehende Halb-Ruine.


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  35. jenenserin | 6. April 2012 um 15:38 |

    TomWed: natürlich unser altes Arbeitsamt an der Schnellstraße. Dies hat , wahrscheinlich ohne Sanierungsverpflichtung, das Land Thüringen verkauft gegen Gebot. Der Käufer wollte es letztes Jahr mit viel Gewinn (KP neu 2 Mio)weiterverkaufen. War schon groß in der Presse mit tam-tam. Sollte Studentenheim draus werden. Nur leider die Banken haben nach Einwertung nicht so viel Geld rausgerückt. Also stiller Rückzug der Investoren. Hier wäre am gescheitesten eine Rückabwicklung und die Stadt könnte dann zum alten Gebot kaufen, günstig sanieren und mal zu vernünftigen Preisen neu vermieten. Man könnte auch einigen Vereinen das Objekt überlassen. Günstige Büromieten sind ja auch Mangelware. Unser Makler sucht doch auch noch für ein IT-Unternehmen 400 m², Büro kann man ja auch am Stadtrand anmieten und muß meiner Meinung nach nicht nur ins Zentrum. Oder gibt es in Lobeda kein Cafe oder Restaurant wo ein Geschäftsmann essen kann. Ich glaube jetzt habe ich den Finger in eine neue Wunde von Herrn Blumentritt gelegt.


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  36. Als ehemaliger Jenenser muß ich Euch mitteilen: Ihr werdet alle ganz schön von der Super-Firma KIJ verarscht. Vergessen einfach die 5000 m² Gewerbefläche der Neuen Mitte vom Bedarf abzuziehen. Bin mal gespannt wie es aussieht , wenn ich nächstes Jahr wiederkomme. Alles Gute


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  37. Gast: wie Sie an den, wie ich finde sehr guten Recherchen und Kommentaren sehen können, wird die Verarsche immer schwieriger. Wir wachen langsam auf.


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  38. Jenenserin | 10. April 2012 um 21:49 |

    Frage: da das Gutachten veraltet ist, müssen denn die Ausschreibungsunterlagen nicht aktualisiert werden ?


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  39. Simon Sachse | 11. April 2012 um 08:24 |

    Man hätte den ganzen Bebauungsplan neu machen müssen. Der ist Anfang der 90er beschlossen worden, als Jena noch ganz anders aussah. Da war der Holzmarkt ebenso eine Grünanlage wie die Marktwestseite oder der Raum zwischen Uniturm und Collegium. In der Goethe-Galerie wurde noch Optik produziert. Ja, da fehlten noch Läden in der Innenstadt. Damals wurden Wohnungen abgerissen, weil die Einwohnerzahl sank. Seither sind 20 Jahre vergangen, aber der Stadtrat tut so, als habe es die einfach nicht gegeben.
    Wenn man nicht in dieser Stadt leben würde, könnte man sich zurücklehnen und beobachten, wie sich alles entwickelt, um irgendwann „Ich hab’s ja gewusst!“ zu schreien.


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  40. Das ist ja richtig deprimierend, kann man denn da gar nicht’s machen. Es ist doch u n s e r e Stadt!


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  41. Jenenserin | 11. April 2012 um 10:52 |

    ES gibt die BI Eichplatzbebauung, Wilhelmshöhe, jetzt bald Jenzig, überall das selbe Problem. Man versucht mit Mauschelei (Siehe Beitrag BI Wilhemshöhe) an den Bürgerinteressen vorbei die Interessen einer kleinen Gruppe (benehmen sich schon wie kleine Könige, aber nicht wie Demokraten)durchzusetzen. Die Bürgerinitiativen müßten sich vielleicht zusammenschließen bzw. seine Aktivitäten abstimmen (wie Marsch auf das Rathaus zur nächsten Stadtratsitzung), damit sie auch von den Jenaern noch intensiver wahrgenommen werden. Vielleicht stoßen ja noch einige dazu.


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  42. Für sowas gab es mal die „Bürger für Jena“, bzw. gibt es immer noch. Die hatten sich auf die Fahnen geschrieben, parteiunabhängig die Bürgerinteressen zu vertreten. Natürlich ist zu fragen: die Interessen welcher Bürger? Bedenkt: In einer Demokratie gibt es in aller Regel auch Verlierer, und wenn die Mehrheit nur 51% beträgt, sind 49% Verlierer. In bestimmten Ländern führen solche Verhältnisse gern zum Bürgerkrieg; wollen wir das?

    Was wir m.E. dringend brauchen, ist ein neutral(!!) moderierter Bürgerdialog, ob sich Jena eine wachstumsorientierte Entwicklung überhaupt leisten will und kann, und zu welchen Bedingungen und mit welchen Konsequenzen. Dafür würde ich sogar einen externen Kommunikationsprofi einkaufen, der keinerlei emotionale Bindung zu Jena hat (genau darauf kommt es an). Dürfte ein Prozess sein, der sich über Jahre (Jahrzehnte?) hinzieht, aber irgendwannn muss man anfangen.


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  43. Weiß jemand ,wie man diesen Wahnsinn stoppen kann. Wir brauchen einen neuen B-Plan. Ich begründe dies hiermit:
    Fast stündlich ändert sich die Welt, in Jena glauben aber unsere Politiker wir können mit 10 bis 20 Jahren alten Plänen und Gutachten arbeiten. Meiner Meinung muß der Wohnungsbau mindestens 90 % ergeben, bzw. noch einige Büros. Handelsfläche sollte maximal 10 % betragen. Ich möchte dies auch begründen.
    1. Der heutige Bericht von Plus-Minus macht klar, immer weniger Leute können es sich leisten aufs Land zu ziehen, da 2. Auto und hohe Benzinpreise. Man hat in der Sendung Hamburg und Dresden verglichen Wohn- und Fahrkosten in City und im Häuschen auf dem Land. Heraus kam, daß die Bewohner der Stadt 200 geringere Gesamtkosten hatten, obwohl die Preise für Wohnraum viel höher ist. Das heißt es wird noch mehr Druck auf den Wohnungsmarkt Jena geben, da hier nunmal zum Glück Arbeit ist.

    2. Seit 5-6 Jahren ändert sich das Kaufverhalten. Es werden Computer,Elektrogeräte,Kleidung,Schuhe zu 20 % im Internet bestellt, Tendenz steigend. Man benötigt also keine zusätzlichen Handelsflächen in Jena, vor allem da die Filialen von hochwertiger Kleidung nur in Städte ab 200.000 Einwohner gehen, also Erfurt und Leipzig, sonst wären die gewiß auch in die Neue Mitte gegangen und nicht kik und co.
    Vorteil des Interneteinkaufes: 1. – größere Auswahl aller Marken (siehe auch Kommentatoren in einem anderen Bericht Eichplatz , welche nicht die gewünschte Kamera oder Waschmaschine im Handel finden) sowie 2.- Ware ist oft preiswerter 3. – Lieferung frei Haus

    Was für Argumente hat nun unser OB und die KIJ den Verkauf so s t u r mit den alten Plänen weiterzuverfolgen.

    Ich empfinde dies als Enteignung und diktatorisches Handeln!!!


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  44. P. s. man sollte auch statt in die breite lieber in die höhe bauen, schafft mehr freifläche . Ich bin so was von wütend.


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  45. Heidrun Jänchen | 14. April 2012 um 00:46 |

    Was von Fassadenkosmetik zu halten ist, kann man am Fall Kaiserslautern nachlesen:
    http://www.jungewelt.de/2012/03-31/043.php?sstr=aus%7Crund%7Cwird%7Ceckig
    Tja, egal, wie schnucklig ein Entwurf gemacht wird, um die Bürger anzufüttern, wenn ein Quader billiger ist, dann baut ECE offenbar Quader. Die runden Ecken im Entwurf können wir wohl schon vergessen.


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  46. Jenenserin | 14. April 2012 um 12:45 |

    3. Bürgerbegehren abgelehnt. Sind wir hier in einer Diktatur ?


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  47. peter zimmermann | 15. April 2012 um 16:48 |

    Glückwunsch , liebe Jenenserin,Sie haben es kapiert! Wir leben in einer Diktatur ! Die Mafia und die ganzen anderen Verbrecherorganisationen brauchen wir garnicht.Wir haben die Bürokraten ,Banken,Versicherungen,Mineralölkonzerne undStromkonzerne,das reicht fürs Erste. Und die Politik handelt im Großen und Ganzen nur nach deren Vorgaben! Einen schönen Sonntag noch allen Bloggern!


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  48. Es gibt noch einen kleinen feinen Unterschied zur Mafia. Die Mafia möchte nicht das du pleite gehst, sie wird dir zum Überleben immer noch etwas lassen, da sie ja auch künftig von dir profitieren möchte. Das Finanzamt, die Krankenkasse und die Stadtkasse machen aber ruchzuck dein Konto zu, egal ob dein Kühlschrank noch voll ist oder nicht.


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  49. Stadtentwickler | 15. April 2012 um 17:45 |

    Mafia sie kommen in Jena zu spät. Wenn Sie den Artikel oben verfolgen: Dezernat Stadtentwicklung verbietet Zitate und Abschnitte aus dem Gutachten zu veröffentlichen: Ein Gutachten das mit öffentlichen Zuschüssen finanziert ist und wo andere Städte kein Problem haben Ihre Gutachten ins Internet zu stellen. Werte Mafia ich muß Ihnen leider sagen ,wir haben schon unsere Mafia, welche wir finanzieren dürfen mit unseren Steuern und Gebühren.


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  50. Möchte daraufhinweisen, dass Herr Dr. Schröter, die Mitgliedschaft in diesem dubiosen Stiftungsrat „Lebendige Stadt“ als Stieftochter der ECE immer noch nicht niedergelegt hat, sondern seine Tätigkeit nur ruht. Hält uns der Herr „Konzernchef “ alle für doooooooooooooooooooooof?


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  51. susi.töpfer | 19. April 2012 um 07:12 |

    An alle OB-Kandidaten: sie reden von Transparenz. Dann bitte besagtes Gutachten auf Jena.de stellen, so wie Reutlingen. Vielen Dank . Ich hoffe unser amtierende Bürgermeister kann ein Machtwort an seine Verwaltung stellen. Oder versteckt er sich dahinter ?


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  52. Hallo susi, nicht mitbekommen? Dr. Schröter ist doch mit ECE liiert. Er ist wie viele Bürgermeister mit ECE Einkaufscentern Mitglied in der Stiftung „Lebendige Stadt“ . Problem ist nur, dass er immer noch nicht geschnallt hat, dass wenn er unseren letzten großen freien Platz und vor allem das Rathaus so zubauen läßt, er unser Stadtzentrum tötet und es nicht mehr lebendig sein kann. Ins Zentrum gehören Kunst , Kultur, wohnen, arbeiten – kurzum der Mensch und dieser braucht zum Leben Luft, bei dieser Planung bekommt man aber Asthma. Da hilft dann kein Kübelbäumchen.


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  53. Unsere OB-Kandidaten sprechen mit einmal von Transparenz, der obige Artikel beweist, das einige uns immer noch an der Nase herumführen wollen.


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  54. Jenenserin | 22. April 2012 um 23:33 |

    Hallo Manni, ich hole dir mal ein paar Artikel hoch.


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  55. susi.töpfer | 24. April 2012 um 01:51 |

    An alle, die den Skeptikern und BI-Freunden undemokratisches Pöbeln vorwerfen. Lesen Sie oben genannten Artikel,dann verstehen sie vieleicht unsere Wut auf Schröter, welcher Mitglied in der (ECE -) Stiftung Lebendige Stadt ist. Mitgliedschaft ruht nur zur zeit.


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  56. gute Idee Susi !


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  57. Hallo Gundula , hier ist der Artikel für dich.


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  58. susi.töpfer | 7. Mai 2012 um 20:26 |

    Nun stellt Euch doch nicht so an, in Jena wird es doch wohl einen in der Verwaltung geben, welcher vor Verkauf der Grundstücke mal alle Gewerbeflächen inkl. Saturn in der Goethegalerie zusammenzählt. Dazu braucht man keinen Gutachter, das können auch Studenten !!! Und danach wird der Anteil Gewerbefläche zun Wohnfläche festgelegt. Ist doch ganz einfach.


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  59. Letzte Aktualisierung aus dem Jahr 2001, dies bedeutet es müssen die neu geschaffenen Flächen noch abgezogen werden. Es wurde bereits die Neue Mitte erwähnt. Zusätzlich öffnete noch Unterm Markt das Haus von Herrn Krimmer ca. 2000 m², 2000 m² werden gerade am Markt gebaut, die Sonnenhöfe und ca. 2500 m² umfaßt Saturn in der Goethegalerie, ehemalige Hotelfläche. Dies macht zusammen 6.500 neue Handelsfläche. Zusätzlich beplant gerade Jenawohnen den Engelplatz, die ewige Baulücke, hier entstehen im Erdgeschoß sicher auch Gewerberäume. Mindestens nochmal ca. 1.500 m² (entsprechend Grundstücksgröße).
    P.S. ehemalige Dresdner Bank steht immer noch leer. Jetzt für 20 € je m² kalt zu vermieten.


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  60. birgit . | 3. Juni 2012 um 15:02 |

    Fundstück – Ähnelt der Entwurf von ECE für das Stuttgart 21 Areal dem Entwurf Eichplatz, so sind auch in den Zahlenspielen um die „benötigte“ Einzelhandelsfläche Parallelen zu entdecken, der Handelsverband Baden Württemberg hat nachrechnen lassen : „Stuttgart 21 „Areal:
    ECE-Vorhaben weder verträglich noch tragfähig
    Zu diesem unmissverständlichen Schluss kommt eine von der CIS Stuttgart in Auftrag gegebene Kurzexpertise der Prognos AG“:
    http://www.badenwuerttemberg.einzelhandel.de/pb/site/hde/node/2621/Lde/index.html
    ???


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  61. gestern in einem bericht die aussage zu kostenexpolisionen bei öffentlichen bauaufträgen gehört: „da werden die zahlen schöngerechnet, damit man das projekt überhaupt durch bekommt.“

    ähnlich verhält es sich auch bei dem projekt auf dem eichplatz, wo zwar privatgeld fließt, aber das projekt eben auch schöngeschrieben wird, damit man es durch bekommt. wie es dann wirklich später aussieht und ob es 1 zu 1 so steht, wie auf den plänen, ist dann meist auch nicht der fall. dann folgen eben andere arten von ausreden, warum es so oder so nicht machbar gewesen ist. die öffentliche hand macht dann mit bei dem spiel, weil sie keine einflußnahme mehr hat oder gelder zur beruhigung beflossen sind. muss nicht immer schmiegeld sein – kultur-, sportsponsoring o.ä. wird seit jahren als probate ersatzschmierung genommen und die politiker lassen sich dann gerne medienwirksam mit ablichten.


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  62. Wolfgang Kuhnle, sie haben vollkommen recht. Hier soll Geld verbrannt werden, nur um für Projektentwicklungen dicke Rechnungen schreiben zu können. Entweder zahlt der Staat oder kleine dumme Privatanleger, die dann ihr Geld in einen Immobilienfonds stecken, den wiederum Bank- oder Vermögensberater verkaufen, welche wiederum 5 % Agio abzocken. Mir wird schlecht bei diesen Gedankenspielen.


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  63. interessanter gedankenansatz mit dem immofonds. mal sehen, welche bank o.ä. diese zu dem projekt dann in jena z.b. an privatleute verkaufen will und wie dann der prospekt hierzu aussieht, mit allen seinen beschönigenden daten.

    wie das dann für otto-normal-steuerzahler aussieht, kennt man in jena von den projekten holzmarktpassage und goethegallerie.

    ich für meinen teil schau mir das ganze treiben nur noch von der seitenlinie an.


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  64. Es gibt einen Unterschied Goethegalerie und Holzmarktpassage. Soviel ich weiß, läuft der Fonds Goethegalerie von den Ost-Fonds am allerbesten. Die Anleger der Holzmarktpassage haben dagegen noch keine Ausschüttung gesehen, viele versuchen vergebens ihre Anteile zu verkaufen. Die Miete geht komplett an die Bank die im Grundbuch im 1. Rang steht. Genauso geht es den Anlegern vom Columbus-Fonds. Dieser hatte über 20 Mio. € mal eingesammelt. Im Moment liegt der Verkaufspreis bei ca. 3 Mio, doch niemand will das Columbuscenter kaufen und wenn, bekommen die Anleger noch 10 % des Anlagebetrages zurück. Also war dies doch eine phantastische Steuerabschreibungsoase !!!
    Mit dem Unterschied zu den 90er Jahren, gibt es weder Investzulagen noch 50 % Steuerabschreibung für die Anleger eines ECE-Fonds. Also Investitionen gut überlegen.


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  65. P.S. Drackendorfcenter wurde auch notleitend und wurde in einem Grundschuld-Paket von der Comer-Gruppe übernommen. Wie dort gerade investiert wird sieht man ja. Fitnesscenter ist dort gerade pleite gegangen. Sauna wurde schon geschlossen. Die Verwaltung sitzt in Berlin und läßt das Objekt vergammeln. Zum Glück wohnt der Hausmeister im Objekt. Sonst würde sich gar keiner drum scheren.


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  66. WEiß dies alles eigentlich die ECE ?


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  67. bei besteht der nutzen nicht in ausschüttung oder o.ä., sondern der stuerliche abschreibung für die eigene einkommenssteuer.

    wenn die dann zu ende ist, sollen die kisten abgestoßen werden, weil es eben aus steuerlichen gesichtspunkten keinen sinn mehr macht. wenn man dann einen überschuß erziehlt, dann wäre es für die anteilseigner erst ein gewinn.


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  68. Wolfgang Kuhnle, dann suchen sie mal einen der das Columbuscenter für die Investitionskosten kauft. Die Anleger würden sich freuen.


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  69. man kann auch eine negative mieteinnahme noch heute steuerlich in abzug bringen. dass musste mal vor jahren der alt-ob von erfurt erst lernen, wo er banken usw. gefragt hat, warum die trotz leerstand munter weiter neue flächen für büros usw. schufen.

    immobilien sind und bleiben eine riesen spekulationskiste, wo dann die gewinner mit fetten karren durch die lande ziehen können.

    na mal sehen wer sich in jena auskennt: zählt doch mal die automodelle auf, die solche gewinner in jena fahren:

    ferrari, audi geländewagen, porsche in allen modellarten sind die, die mir sofort einfallen.


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  70. Ich glaube die Schillerpassage ist das einzige Einkaufscenter in Privatbesitz, weiß aber auch nicht genau ob das so ist, gehört dies nicht Herrn Stieler / Renault ? Alles andere inkl. die Papageienhäuser am Markt sind Immobilienfonds !!!
    Entwickelt und verkauft von Projektentwicklern, wie z.B. ECE.


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  71. Ach hab ich vergessen, die Neue Mitte ist noch in Privatbesitzt. Herr Saller.


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  72. Die großen Autos fahren nur Gewinner ? Na ich glaube eher die sind finanziert und einige sind ganz schnell wieder verschwunden, wenn die monatliche Rate nicht mehr bezahlt wird. Kenne da auch einige Beispiele. Das gehört aber nicht hierher.


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  73. ne anne, da kenn ich eben meine kunden aus der branche. wer so ein ding fährt, der hats kpl. bezahlt oder leasing, mit der absicht, dann was neues zu holen.


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  74. wer wissen will, wie sich unsere stadtregierung passende architektur vorstellt, der kann ja mal das fast fertige verwaltungsgebäude neben dem neuen rathaus am anger ansehen.

    da auch dort ein architekt das ding ja geplant haben muss, ist es ein erbärmliches trauerspiel, was da für eine 0815 kisten nun steht. kommt mir so vor, wie dem spruch „von irgendwas muss ich ja leben und meine miete zahelen“, wenn jemand das rechtfertigen muss, was er verzapft hat.

    die kastenbauweise ist sowas von dröge, dass der plattenbau der ddr dagegen fast schon hohe architektenleistung wäre. *kotz*


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  75. Baumeister | 4. Juni 2012 um 14:33 |

    @Wolfgang Kuhnle Leider haben sie Recht. So ein Kasten in unmittelbarer Nähe zum alten Unihauptgebäude und zum Schwarzen Bären ist eine Schande. Der Kasten steht auch nicht in der Häuserflucht. Jetzt wird sicher eine architektonisch gebildete Fachkraft behaupten, das sei alles Absicht, erst so könne man das wunderbare Spiel der des Lichts in den Fenstern erkennen.
    Die Verantwortlichen sollten zu Fielmann gehen.


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  76. in schauriger erwartung sehe ich den sonnenbauten am löbdergraben entgegen.


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  77. keineFachkraft | 4. Juni 2012 um 17:45 |

    @Baumeister Zitat:“Der Neubau ist unterkellert und auf drei Vollgeschossen und einem zurückspringendem 4. Staffelgeschoss organisiert. Der städtebauliche Winkel wird durch zwei ablesbare Kubaturen gebildet. Dadurch ergibt sich zur Straßenkreuzung eine gassenartige Verbindung zwischen Straße und Hof. Die drei solitären Verwaltungsgebäude am Angerareal erzeugen in Ihrer losen Stellung zueinander einen offenen städtischen Platz, der „Amtsplatz“, der mit seiner zentralen Platane eine gute Orientierung, eine gemeinsame Erschließung und Adressbildung ermöglicht.“
    Quelle: http://www.bhss-architekten.de/projekte.htm


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  78. erinnert mich an: „wie erklär ich meinem kinde“ oder „was wollte der dichter uns damit sagen“.

    übel, wie architekten ihren mist dann in worte verpacken wollen, damit wir unwissenden laien es raffen mögen.

    die sehen sich ja eh mehr als künstler, denn als handwerklich tätige.


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  79. @ Anne: Auch Schillerpassage müsste ein Fonds sein; es gab mal Aushänge dort, die für die Beteiligung geworben haben. Komisch war für mich: als die Schillerpassage in Schwierigkeiten steckte, wurde nur einmal am Anfang auf Herrn Stieler Bezug genommen, dann nie mehr. Wenn es da nicht „rund“ läuft, scheint ihn das wohl nicht mehr zu interessieren, weil es eben fremdes Geld ist.


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  80. Jenenserin | 4. Juni 2012 um 21:32 |

    Fazit: auch Immobilienfonds laufen nicht immer rund, vor allem weil tatsächliche Baukosten – Stahl,Beton,Glas und Fliesen sowie die Lohnkosten für Handwerker – nur ca. 50 % der Gesamtkosten bei Fonds betragen. Der Rest ist Architktur-Statik/Projektentwicklergewinne/Bauträgergewinne/GU bzw. GÜ-Gewinne/Rechtsanwalts- bzw. Treuhandkosten/Vertriebskosten. Um da eine ordentliche Rendite von ca. 6 – 8 % noch zu erzielen, muß man mit hohen Mieten kalkulieren, da Sonderabschreibungen nicht mehr möglich sind und es weniger „Irre“ gibt, die Mietverluste möchten, um sie gegen ihre Einkommenssteuer zu verrechnen. Hier kann das Finanzamt auch ganz schnell einen Strich durch die Rechnung machen. Wäre nicht das erste Mal. Wer will wohl langfristig diese Mieten zahlen, Freiwillige bitte vor.


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  81. Wir stehen jetzt kurz vor dem Abschluß des Kaufvertrages für den Eichplatz. Möchte nur darauf hinweisen, dass dieser auf Grundlage eines veralteten Gutachtens vollzogen wird. 15.000 m² Handelsfläche, die keiner mehr braucht.

    Zur Zeit stehen auch 2 größere Flächen in der Goethegalerie leer. Leider haben Herrenausstatter kein weiteres Interesse an Jena.


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  82. jenawohnenmieter | 1. April 2013 um 09:34 |

    Ich möchte dazu bemerken, dass ich im Zentrum von Jenas Innenstadt überall nur Geschäfte sehe, was will man da noch mehr?


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  83. Heidrun Jänchen | 1. April 2013 um 16:24 |

    In der Neuen Mitte hat gerade Jack Wolfskin dichtgemacht. In der Greifgasse (zwischen Markt und Oberlauengasse) steht auch mal wieder ein Laden leer.
    Eindeutiger Befund: Wir brauchen noch viel mehr Ladenfläche! Es könnte schließlich noch mehr leerstehen, und das macht die Innenstadt todsicher attraktiver.


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  84. Echt Jack Wolfskin ist nicht mehr? Oh Gott, wo geht dann unsere Männerwelt einkaufen? Wieder ein Angebot weniger, da muß jetzt endlich ECE her.

    Und Neue Mitte muß noch einen neuen Nachmieter aquirieren, demnächst geht ja unsere effizienteste Anlagebank Jenas in die eigens errichteten Räume in die neue Sonne am Markt: die Carl-Zeiss-Genossenschaft


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  85. Gentrifiziert Golmsdorf! Frauen und Kinder zuerst! | 1. April 2013 um 17:13 |

    In Weimar baut und betreut die Konsumgenossenschaft Einkaufszentren. Das halte ich für wesentlich wohnortbezogener und bedarfsgerechter als irgendwelche bundesweiten Stiftungen, die halb mit Konzernen und halb mit der Politik verwoben sind.


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  86. Echt. Es gibt noch den Konsum? Kann man da auch noch Marken kleben. Das durfte ich bei Oma immer.


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  87. die konzentration im handel nimmt weiter fahrt auf. traumtänzer sind alle, die denken, dass die heile welt der großflächenhändler weiter so gehen wird. max großstädte weit über 100.000 einwohner oder handelszentren ala novaeventis werden dies noch weiter bieten.

    „Rewe sieht keine profitable Zukunft für ProMarkt mehr“


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  89. Hallo allerseits. Der Beitrag ist nun vom April 2012. Hat sich was geändert?
    Nö. Jena hat immer noch kein aktuelles Einzelhandeskonzept, nur eine GMA-Studie über die Verträglichkeit, dass es eine innerstädtische Umsatzumverteilung von bis zu 35 % geben wird.
    Nun dachte ich, ich recherchiere mal bei neu eröffneten Einkaufszentren, ob denn die versprochenen Erwartungen der Händler, die in solche Centren einmieteten wenigstens erfüllt werden.
    Aber denkste. Die Händler vom Frankfurter Konsumtempel Skyline Plaza haben sogar Angst, Pleite zu gehen:
    http://www.fr-online.de/frankfurt/ladenbetreiber-fuerchten-pleite-skyline-plaza-manager-weist-kritik-zurueck,1472798,25799464.html
    „Ladenbetreiber im neuen Frankfurter Konsumtempel Skyline Plaza sind unzufrieden – zu wenige Kunden, zu geringer Umsatz. Der Centermanager des Skyline Plaza wehrt sich gegen den Vorwurf, zu hohe Besucherzahlen prognostiziert zu haben.“
    dazu noch ein Kommentar:
    khs44 sagt, 6.1.2014
    Center-Manager, jung, dynamisch, erfolglos!!! Der gute Mann hat einfach vergessen, dass „der Kunde“ sein Geld nur EINMAL ausgeben kann. Und in der Umgebung dieses „Tempels“ leben auch die, die sehr viel Kohle haben!!
    Hendrik G. sagt: 6.1.2014
    Einmal dagewesen und muss nicht wieder hin. Parkgebühren in der Innenstadt sehe ich ja noch halbwegs ein (wobei das MTZ mit gratis Parkplätzen davon auch nicht weit entfernt ist), aber eine große Unverschämtheit sind die kostenpflichtigen Toiletten – wusste überhaupt nicht dass sowas legal ist, schließlich werden in den Cafes/Bars Speisen/Getränke serviert. Aber selbst wenn es rechtlich durchgeht und auch wenn’s nur 50(?) Cent sind: hier geht’s um Prinzip, der BWLer kann mich mit seiner Gewinnmaximierung mal.

    Müssen wir unseren letzten freien innerstädtischen Platz für so einen Großversuch hergeben? Wird ein zusätzlicher Einkaufstempel in Jena besser laufen wie in Frankfurt am Main, der Europäischen Bankenmetropole, wo auch noch die Gehälter weit höher sind, wie in unserem kleinen Jena?


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  90. Die ersten Händler, welche vor einem halben Jahr in Frankfurt in das neue Skyline Plaza zogen mußten bereits Mitarbeiter entlassen. Man kalkulierte mit täglich 40.000 Besuchern, darauf stellten die Händler bei den Banken die Businesspläne ab. Jetzt hat man bereits Angst vor einem Konkurs. Man hat das Gefühl es kommen noch nicht mal 25.000 Besucher.
    Und das in einer Metropole des Kapitals !
    http://www.lokalo.de/artikel/48138/Wieder-Aerger-mit-ECE#.UsuaRmTuI5s
    …….“Daniel Zettl, ansässiger Blumenhändler, kann diese Zahl nicht nachvollziehen. Zum einen sei diese Zahl nicht realistisch, zum anderen habe ECE zunächst mit 40 000 Besuchern gerechnet. Er selbst habe seinen Businessplan bei der Bank auf diese Prognosen gestützt.
    Nach vier Monaten sei die Lage bereits „existenzbedrohend“, berichten auch andere Ladenbetreiber. Obsthändlerin Gülsüm Akin äußerte gegenüber der Frankfurter Rundschau: „Das Management will mit jedem Mieter individuell sprechen, wahrscheinlich weil es keine Zeugen für seine Aussagen haben will. Wir sind hier aber vom Konkurs bedroht und mussten Mitarbeitern kündigen.“
    Fraglich ist auch, wie sich diese Erfahrungswerte auf eine potentielle Ansiedlung in Trier auswirken. Viele der Frankfurter Einzelhändler erklären die Flaute des neuen Centers damit, dass Frankfurt bereits über diverse andere Shoppingtempel verfügt, teilweise mit besseren Konditionen wie beispielsweise kostenlosem Parken. Auch wenn die Debatte um den Trierer Standort derzeit ruht, sollten die Verantwortlichen sich den dort gemachten Erfahrungen nicht verschließen. Auch Trier verfügt mit der „Trier Galerie“ bereits über ein Einkaufszentrum. Zusätzliche Einkaufsmöglichkeiten bestehen in den Warenhäusern „Karstadt“ und „Galeria Kaufhof“.


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  91. Und wer hat für das Einkaufszentrum Skyline Plaza die Gutachten erstellt? Na fragt mal. GMA !
    Ach ist das Netz schön, es vergisst nie – vom 28.Dez. 2010:
    http://www.fr-online.de/frankfurt/einkaufen-in-frankfurt-niedergang-in-den-stadtteilen,1472798,5047770.html
    darin heißt es u.a.
    Die Mitarbeiter der Gutachter-Firma GMA haben sich die verschiedenen Einkaufslagen in Frankfurt genau angeschaut und den Branchenmix im Stadtzentrum und in den Stadtteilen studiert. Die Experten warnen: „Die Frankfurter Stadtteile sind ohne funktionierenden Einzelhandel nicht lebenswert.“

    Also mußte noch ein Einkaufszentrum her.

    Mein armes Jena. Wie kann man sehenden Auges in so großes Ungemach sich stürzen !


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  92. Als Händler zahlt man in so einem Einkaufszentrum nicht nur Kaltmiete, Umsatzsteuer, Heiz- und Betriebskosten sondern auch noch eine Umsatzbeteiligung und eine monatliche Werbekostenpauschale, egal ob dadurch mehr Kunden kommen oder nicht. Eine sehr teure Angelegenheit, so ein Neubau muss sich ja auch rechnen. Die Frage ist, was passiert , wenn wirklich schon nach einem Jahr die ersten Händler pleite gehen. Dann trifft es nicht nur Menschen, die ihre Existenz verlieren sondern die kleinen Fondsanleger, die noch an die bunten Prospekte von ECE glaubten und an Gutachten.
    Man warb ja mit 40.000 Besuchern täglich. Der einzige der fein raus ist , ist ECE, der hat sein Einkaufszentrum längst verkauft und Kasse gemacht. Die Händler und die kleinen Kapitalanleger sind die Dummen.

    Besonders fraglich ist die Rolle der Banken. Auf der einen Seite verkaufen sie das Einkaufszentrum als Fondsanlage an ihre Kunden, bekommen dicke Provisionen und gleichzeitig gibt man Händlern großzügige Kredite. Gehen diese Pleite, holt man sich deren privates Vermögen inkl. Auto, Haus, etc. Die Banken schaffen es, ihre Kunden in allen Richtungen nackig zu machen.


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  93. Ich lese gerade im o.g. Beitrag:
    Die Quintessenz des Gutachtens ist, dass im Bereich des im Titel beschriebenen Areals (umfasst MK1, MK2 und MK3) maximal 11.000 m2 Verkaufsfläche neu geschaffen werden sollten, im Wesentlichen für einen Elektrofachmarkt, ein Bekleidungskaufhaus und einen Frischemarkt. Diese Empfehlung wurde noch vor dem Bau der sogenannten Neuen Mitte ausgesprochen. Die dort vorhandene Verkaufsfläche beträgt etwa 5.000 m2 und muss daher noch von den 11.000 m2 abgezogen werden. Übrig bleiben 6.000 m2. Damit weist dieses Gutachten die Verträglichkeit für die beabsichtigten 15.000 m2 nicht einmal annähernd nach.

    Wenn ich jetzt zusammenzähle, dass Herr Saller ums Doppelte erweitert, dann sind wir doch bei ca. 11.000 qm oder nicht? Der Sonnenhof hat auch eröffnet. Wieviel qm hat der denn?
    Dann dürfte doch OFB nach dieser Berechnung gar keinen Einzelhandel mehr bauen? Wieso will man überhaupt noch ein 3. Einkaufszentrum in Jena bauen?


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  94. Max Headroom | 7. Januar 2014 um 09:47 |

    @Händler: „Wieso will man überhaupt noch ein 3. Einkaufszentrum in Jena bauen?“
    Weil irgendwer daran richtig viel Geld verdienen kann. Und dem ist alles andere egal …


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  95. Simon Sachse | 7. Januar 2014 um 15:39 |

    Die Sonnenhöfe waren mal mit 2000 m² angegeben. Ich gehe davon aus, dass die im Sommer noch ein wenig einladender gestaltet werden und den Baustellencharme verlieren. Abgesehen vom „frischen, lebendigen Grau“ sind die für die Stadt gar nicht verkehrt, weil sie eine Verbindung zwischen Markt und Teichgraben herstellen und damit die Läden dort besser anbinden. So richtig vom Hocker gerissen hat mich das beim ersten Durchlaufen freilich noch nicht. Kann aber an der derzeit noch trostlosen Gesamtwirkung liegen.


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