Offener Brief von Sten Lindner zum Thema Eichplatz |

Offener Brief von Sten Lindner zum Thema Eichplatz

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Jena(22.10.12). Ein Mitglied der Grünen und grüner Ortsteilbürgermeister für Jena Süd macht sich Luft zum Thema Eichplatzbebauung. Der nachfolgende Text ist als Leserbeitrag in voller Länger veröffentlicht.

„Werte grüne Fraktionäre,
ich gratuliere Euch zur erfolgreichen Vorstandswahl am vergangenen Montag. In den letzten Tagen haben mir aus diesem Anlass politisch aktive Menschen Jenas ihre Hoffnung mitgeteilt, dass damit auch ein Umdenken grüner Politik in unserer Stadt beginnt. Diese Hoffnung teile ich ebenso.

Sten Lindner - Gründes Mitglied und Orstteilbürgermeister für Jena Süd und Denis Peisker (ehem. Fraktionschef der Grünen im Jenaer Stadtrat und designierter Jenaer Stadtentwicklungsdezernent ab Februar 2013)

Sten Lindner – Grünes Mitglied und Ortsteilbürgermeister für Jena Süd und Denis Peisker (ehem. Fraktionschef der Grünen im Jenaer Stadtrat und designierter Jenaer Stadtentwicklungsdezernent ab Februar 2013)

Ich möchte euch daher bitten, beim Thema Eichplatz damit anzufangen. Durch die Ergebnisse der BürgerInnenumfrage besteht im Moment die Chance, gemachte Fehler zu revidieren. Gerade bei der Frage nach der Bebauung des Eichplatzes haben wir sehr viel Glaubwürdigkeit eingebüßt.
Wir sind von der (von anderen Parteien) gefürchteten Bürgerbeteiligungspartei, die 2010 drei von vier Ortsteilbürgermeisterwahlen gewonnen hat, bei der OB-Wahl diesen Jahres zur 4,5%-Partei verkümmert. Zur Zeit arbeiten wir nicht mit Bürgerinitiativen zusammen und unterstützen diese, sondern arbeiten sogar dagegen: Sei es beim Eichplatz, beim Hausberg oder im Pennickental. Gegen unsere Politik gehen hunderte Menschen wegen drohender Erhöhung der KITA-Gebühren auf die Straße, oder es regt sich – wie aktuell beim unausgegorenen Schulnetzplan – massiver Widerstand.
Die BürgerInnenumfrage zum Eichplatz hat ergeben, dass die vorgelegten Entwürfe in der Jenaer Bevölkerung keine Mehrheit finden. Wollt Ihr wirklich einem Entwurf zustimmen, der genauso hohe Befürwortung wie Ablehnung erfährt? Ich hoffe nicht – unsere Stadt hat auf ihrem zentralen Platz etwas Anspruchsvolles verdient! In einem großartigen Gastbeitrag in der TLZ am 08.09.2012 bringt es Jörg Schneidereit auf den Punkt: „Es ist die Beliebigkeit und Austauschbarkeit des hier Gezeigten, die so erschüttert. Wenn es wenigstens noch Machbarkeitswahn wäre, den man kritisieren könnte. Aber es ist eben keine Gigantomanie, sondern schlichte, kleine Ignoranz“.  Die Ergebnisse der BürgerInnenumfrage bieten die Möglichkeit des politischen Umschwenkens ohne Gesichtsverlust. Die Ablehnung der bisherigen Entwürfe ist die Meinung der Jenaer Bevölkerung – nehmen wir uns dieser endlich wieder an!

Auch ohne die Ergebnisse der BürgerInnenumfrage sind die aktuellen Planungen zum Eichplatz nicht vereinbar mit grünen Grundsätzen. Im folgenden möchte ich Euch noch einmal auflisten, aus welchen Gründen dies der Fall ist:

1. Ein Shoppingcenter im Herzen Jenas entspricht nicht einer grünen Wirtschaftspolitik der Postwachstumstheorie
Während wir in Jena dieses Jahr gleich zweimal mit bundespolitischer Prominenz über eine Postwachstumstheorie debattiert haben und uns darüber einig sind, dass ein „Weiter so“ im Kampf gegen den Klimawandel nicht möglich ist, propagieren wir jedoch das Gegenteil mit dem aktuellen B-Plan. Fehlen uns wirklich solche Geschäfte wie ein „Herrenausstatter“? Wenn dem so wäre, wieso stehen dann in der Schillerpassage oder in der Neugasse massiv Einzelhandelsflächen leer? Müssen wir alle existierenden Einzelhandelsketten zu 100% in unserem kleinen Jena abdecken oder wäre es wirklich so schlimm, wenn die Menschen auch einmal nach Erfurt oder Leipzig zumEinkaufs- oder Stadtbummel fahren würden?

2. Ein Shoppingcenter im Herzen Jenas wirkt der Idee von Regionalentwicklung entgegen
Die Grundrisse der Entwürfe von OFB und ECE sind auf große Einzelhandelsflächen ausgelegt. Es würden ausschließlich große, deutschland- oder europaweit agierende Ketten einziehen. Kleine lokale Anbieter werden hier nicht berücksichtigt, da sie sich die hohen Mieten gar nicht leisten können. Im Gegenteil werden diese Ketten wegen der Notwendigkeit, hohe Umsätze zu generieren, kleine lokale Akteure verdrängen. Des weiteren ist es fraglich, ob die hier erwirtschafteten Gewinne der Konzerne überhaupt zu Gewerbesteuerzahlungen in Jena führen werden, oder doch nur am Firmensitz des Mutterkonzerns. Das hätte nichts mit nachhaltiger Finanzpolitik zu tun.

3. Die Notwendigkeit weiterer Einzelhandelsflächen in Jena ist äußerst fragwürdig
Es ist fraglich, ob Jena überhaupt solch einen enormen Zuwachs an Einzelhandelsfläche verträgt. In der Schillerpassage oder in der Neugasse sind derzeit etliche Flächen ungenutzt. Die aktuellen Pläne zum Eichplatz sowie zum Inselplatz gehen sogar noch über ursprüngliche Planungen hinaus. Während eine Einzelhandelsstudie aus dem Jahr 2008 für den Inselplatz einen maximal verträglichen Wert von 10.000 qm vorsieht, wird selbst diese Höchstgrenze bei den aktuellen Planungen massiv überschritten. Eigentlich müsste der Höchstwert sogar nach unten korrigiert werden, da die Studie Potenzial für die Ansiedlung eines Fachmarktes im „Segment Technik“ auf dem Inselplatz sieht. Dabei ist längst klar, dass demnächst Saturn in der Goethe-Galerie eröffnen wird.

4. Ein Shoppingcenter auf dem Eichplatz lässt den restlichen Stadtkern veröden und wirkt
einer nachhaltigen Stadtentwicklung entgegen
Ein Überangebot an Einzelhandelsflächen wird Teile der Jenaer Innenstadt veröden lassen. Es ist allerdings anzunehmen, dass die neuen Flächen auf dem Eichplatz nicht dazugehören werden. Durch ihr integriertes Konzept mit attraktiven Ankermietern werden Shoppingcenter einem Leerstand entgegen wirken können. Es wird sich vielmehr ein „Einkaufsdreieck“ mit GoetheGalerie, Neue Mitte sowie Eichplatz etablieren, während der restliche Stadtkern verödet. Mit dem Auszug von Horten 1996 folgte schon einmal eine schleichende Verödung der Einzelhandelsflächen im östlichen Stadtkern (Unterlauengasse, Oberlauengasse, Saalstraße), der in den letzten Jahren glücklicherweise umgekehrt werden konnte. Hier ist eine neuerliche Verödung zu befürchten.

5. Die Bürgerinnen und Bürger Jenas wurden bei den Planungen nicht einbezogen
Einwendungen der Bürgerinnen und Bürger wurden bei der Auslegung des aktuellen B-Plans überhaupt nicht berücksichtigt. Dabei gab es so viele Einsprüche seitens der Bürgerinnen und Bürger wie noch nie zuvor. Wir Grüne haben diese Einwendungen ignoriert, obwohl urgrüne Ziele gefordert wurden: mehr Grün, weniger Beton, mehr Freifläche für Spielen und Erholung. Ja, es stimmt. Es gab in den letzten 17 Jahren bereits Workshops und Arbeitsgruppen, bei denen sich die Bevölkerung mit ihren Wünschen einbringen konnte. Doch was nützt es, wenn deren Wünsche – seit Jahren konstant: mehr Grün, weniger Beton, mehr Freifläche für Spielen und Erholung – in den anschließend überarbeiteten Entwürfen überhaupt nicht beachtet werden.

6. Bäume wirken positiv auf das Stadtbild und das Mikroklima
Noch ist der Eichplatz umsäumt von Bäumen, vorrangig Platanen. Der aktuelle B-Plan zum Eichplatz sieht jedoch vor, dass der Großteil des Baumbestandes im Areal gefällt wird. Bäume lockern aber nicht nur das Stadtbild auf und bieten Lebensraum für Tiere, sondern beeinflussen zudem positiv das Mikroklima. Prognosen zum Klimawandel gehen davon aus, dass die Durchschnittstemperaturen in Städten im Sommer viel stärker steigen werden als im ländlichen Raum. Während versiegelte Flächen die Oberflächentemperatur noch steigern, wirken Grünflächen kühlend auf ihre Umgebung. Die aktuelle Planung beim Eichplatz kann langfristigen Betrachtungen, die auch den Klimawandel beachten, nicht standhalten.Ich hoffe, Euch mit den beschriebenen Argumenten überzeugen zu können, das Thema Bebauung des Eichplatzes gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern noch einmal völlig neu anzugehen. Ich habe diesen Brief an Euch als offenen Bief verfasst, da bisherige interne Aufrufe nicht zu dem von mir erhofften Umdenken geführt haben.

Mit grünen Grüßen, Euer Sten“

Anmerkung der Redaktion

Zeichnen Sie hier auch die Petition für eine Überarbeitung des aktuellen B-Plans zum Eichplatz!

[emailpetition id=“2″]

193 Kommentare zu "Offener Brief von Sten Lindner zum Thema Eichplatz"

  1. Baumeister | 24. Juni 2013 um 20:44 |

    Was ist an dem ganzen B-Plan und den vorliegenden Investorenentwürfen zum Eichplatz ökologisch? Gibt es in sich geschlossen Kreisläufe für Wasser und Energie? Bitte fangt jetzt nicht mit der Geschichte des Einsatzes von Leuchtdioden und schattenspendenden Gassen an.


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  2. Heidrun Jänchen | 15. April 2013 um 08:31 |

    @ Opa:
    Zugegeben, das war ein Anfall von Galgenhumor. Das Parkhaus im Paradies kommt in der MuFu-Debatte immer wieder als Argument hoch, weil ja die Eichplatz-Parkplätze wegfallen.
    Tatsächlich geplant ist ein Parkhaus auf dem Inselplatz, allerdings in der „hinteren“ Ecke in Richtung Schillerpassage. Das wären dann etwa 500 m zu Fuß bis auf den Markt.


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  3. Das man KSJ und KIJ lieber nicht bauen läßt zeigen auch genügend Beispiele in Jena:

    1. KIJ rühmt sich als Kombinat der SPD zu Markpreisen zu agieren. Dies stimmt leider nicht, sie sind bis zu 30 % über dem Marktpreis: aktuelles Beispiel:

    Mietkosten PPP neues Verwaltungsgebäude am Anger 13 € Kaltmiete, kalkulierte Kosten für neues Gefahrenabwehrzentrum: 12,50 € Kaltmiete – dagegen neu sanierter Bau 59: 9,00 € Kaltmiete – dieser Bau wurde erst vor 2 Jahren verkauft, wenn so viel Verwaltungsräume gefehlt hätten, hätte Jena von ihrem Vorkaufsrecht Gebrauch machen können, auch Super Standort und Neubau einer Jenaer Firma, GU Bilfinger und Berger (also kein Billiganbieter) in der Kahlaischen Straße Technologiecenter: 9,90 € Kaltmiete inkl. Klimaanlage !!!

    Weiter: können Eigenbetriebe kostengünstig planen?
    siehe Toilettenanlage im Paradies – ohne Worte

    Können Eigenbetriebe einen Bau überwachen?
    siehe Galaxseabad – ohne Worte

    Wann merkt eigentlich der letzte im Staatrat was er sich da rangezüchtet hat. Liebe Genossen, ich hörte demnächst kommt Steinbrück auch nach Jena mit den Thema:

    Mietpreisbremse
    Gerechtigkeit
    Bürgerbeteiligung

    Dies sollte für jeden Parteigenossen zu einer Pflichtveranstaltung werden !

    Wird Zeit, dass in Jena man nicht nur wie DDR wirtschaftet, sondern auch Parteidisziplin übt !


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  4. Bitte bitte KSJ kein Parkhaus bauen lassen, denkt an unser 500.000 € teures Klo !!! Ich dachte immer bauen tut KIJ, die haben mit Immobilien doch mehr Erfahrung.

    Und bitte auch nicht KIJ bauen lassen, da ja die Stadt dann die Abschreibung in die Betriebskosten reingeknallt bekommt. Baut ein privater Investor, so müssen aus unseren Steuergeldern wenigstens die Abschreibungen nicht bezahlt werden. Wann werden unsere Stadträte endlich vernünftig?


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  5. Waaaaaaaaaas man will den Kommunalservice beauftragen ein Parkhaus zu bauen. KSJ sammelt Müll, und betreibt eine Kompostanlage, die Friedhöfe und macht Tiefbau und ist für die Straßenreinigung zuständig, die haben doch keine Ahnung wie man ein Parkhaus baut und betreibt. Schon die von KSJ montierte Solaranlage in Illmnitz kam mir ziemlich teuer vor.

    Liebe Stadträte überlaßt das bauen und betreiben von Parkhäusern Profis. Es gibt hier private Betreibergesellschaften, da kostet die stunde auch nur 1,50 €für die Nutzer, billiger kann es die Stadt auch nicht , muß aber erst ein paar Mio hinlegen, die können wir sparen . Die Stadt müßte keinen Cent bezahlen.

    Soll da die Stadt wieder einen Kredit geben für KSJ mit 3 % Zins wie bei der Solaranlage, da gab doch die Stadt schon mal 4 Mio.

    Also die Prioritäten der Stadt sind echt zu hinterfragen !


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  6. Holger Herrmann | 14. April 2013 um 19:58 |

    Wo darf ich denn dann parken? Auf dem Eichplatz, Inselplatz. MUFU, Paradies? Blickt da noch jemand durch?

    „Das vom Stadtrat beschlossene Parkraum-Konzept sehe zwar den Bau öffentlicher Parkhäuser vor, so zum Beispiel am Steinweg -gebaut wurde noch nicht. Diese Option sei nun ernsthaft zu prüfen und der Kommunal Service damit zu beauftragen.“

    http://jena.otz.de/web/lokal/politik/detail/-/specific/Die-Autofahrer-sind-doch-lernfaehig-104424170

    Muss ich im OFB – Hotel übernachten, wenn ich auf dem Jenaer Wochenmarkt einkaufen will?
    Für tollkühne Wendmanöver vor überfüllten Parkhäusern und die Endlosrundreise um das Jenaer Stadtzentrum bin ich zu alt.


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  7. Aber Opa, seit wann hat die Entscheidung unserer Verwaltungsspitze etwas mit Logik zu tun.

    Ich habe aber die Lösung für uns. Jedenfalls was das Parkplatzproblem betrifft. Ich erinnerte mich an die ehemalige Commerzbank auf dem Parkplatz hinter der Kirche. Wir bauen da ein Parkhaus ist für 1000 Stellplätze groß genug. Dann pflanzen wir erst mal Wiese auf dem eichplatz und setzen uns erstmal in Ruhe drauf und machen eine Bürgerversammlung. Dann kommen alle die sich für den Platz interessieren und wir stimmen demokratisch ab.


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  8. Wie bitte, Parkplätze in der Weigelstraße und die öffentlichen Parkplätze auf dem Eichplatz fallen weg und dafür will man ein Parkhaus im Paradies bauen ??? Jetzt flunkert doch Frau Jänchen. Ist doch unlogisch und viel zu weit hergeholt.


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  9. Liebe Heidrun, na hoffentlich hat das Parkhaus dann längere Öffnungszeiten wie unsere Toilette im Paradies. Wenn ich mir dann noch die üblichen Baukosten unserer eigenbetriebe hochrechne wird mir ganz schwindelig.


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  10. Heidrun Jänchen | 14. April 2013 um 18:31 |

    @ Opa:
    Wie es aussieht, ist die Sperrung der Weigelstraße das neue grüne Vorzeigeprojekt, da es sonst nicht viel zum Vorzeigen gibt. Das wären, auf Google-Maps gezählt, etwa 20 weitere Innenstadtparkplätze, die wegfallen.
    Wenn wir Glück haben, wird es in der Weigelstraße dann wenigstens einen überdachten Fahrradständer geben.
    Obendrein plant man ja im Paradies ein Parkhaus; da muss man nur zwei Kilometer laufen, und schon ist man mitten in der Stadt.


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  11. Man will die Weigelstraße für Autoverkehr sperren? Da sind doch haufenweise Parkplätze auch an der Straße. Fallen dann diese Parkplätz auch weg?


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  12. Simon Sachse | 13. April 2013 um 22:57 |

    Wie man 10 neue Bäumchen anstelle von 45 alten als großen grünen Sieg vermelden kann, erschließt sich wahrscheinlich nur den Grünen. Deren einziges Projekt ist noch, den Autoverkehr in der Innenstadt zu verunmöglichen. Dass Teichgraben und Leutragraben künftig wahrscheinlich Dauerstau haben werden, weil sie den zusätzlichen Besucherverkehr der zahllosen Eichplatz-Kunden aufnehmen müssen, darüber muss man nicht nachdenken, wenn man ungefähr 120 m Weigelstraße vom Autoverkehr befreien kann. Und 35 Bäume muss einen das schon wert sein.
    Für Grüne ist bei den Grünen schon lange kein Platz mehr.
    ABWÄHLEN!


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  13. aucheinBürger | 13. April 2013 um 09:55 |

    Ach ich bin ganz durcheinander, was will man da eigentlich Sten raten Durchhalten ist natürlich was anderes wie mal was anderes machen. Ich bin aber gerade total hilflos. Was unser Pfaffe aus unserer schönen Stadt nur gemacht hat. Es ist zum Heulen.


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  14. aucheinBürger | 13. April 2013 um 09:52 |

    Ja man müßte sich mit sachlichen Themen befassen und seinen Verstand einschalten. Echt schwierig für die Grünen in Jena.
    Lieber Sten halte durch oder mach einfach mal was anderes !


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  15. @aucheinBürger:

    Zumal es nur einen Planungsstand gibt, den die Investoren der Stadt bekanntgeben. Was die „Grünen“ in ihrem PR-Bulletin jetzt als große Errungenschaft präsentieren – keine Unterbauung des Rest-Eichplatzes mit einer Tiefgarage – ist gelinde gesagt irreführend. So siehts nämlich aus:

    – ECE: Unterbauung von Teilen des zukünftigen Eichplatzes zur Schaffung von mehr Stellplätzen … (Freihaltung von Pflanzgruben jew. 5 x 5 m für Bäume …)

    – OFB: Teilunterbauung des Eichplatzes mit dem Keller-/Tiefgaragengeschoss … (Aussparung Wurzelbereiche für Bäume, jeweils 5 x 5 m)
    http://www.eichplatz.jena.de/fileadmin/website/media/Maerz_2013_OFB/2013-03-08_Jena_Tiefgarage.pdf

    Aber dafür müsste man sich ja tiefer mit der Materie auseinandersetzen…


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  16. aucheinBürger | 13. April 2013 um 09:02 |

    Ich lese hier den größten Erfolge der Grünen:
    10 Bäume auf dem Eichplätzchen was wegen Tiefgarage kleiner ausfällt und Weigelstraße wird Fußgängerzone. Ein großer Erfolg wahrlich. …………….
    ohne Worte


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  17. @xxx:

    Die beiden Funktionäre haben offenbar bis heute nicht begriffen, was überhaupt eine Baulinie ist: „Die Fassadengestaltung ist strukturiert und gegliedert und wird – bei den jeweiligen Investoren etwas unterschiedlich – auch innen kleinteilig in den Baulinien und Grundrissen fortgesetzt.“ – Was soll denn eine innere Baulinie sein?


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  18. Der letzte Stand der Dinge.
    Auszugsweise: Bündnis 90/Die Grünen Jena Für die Fraktion: Tilo Schieck & Kristian Philler:

    Mit der Forderung, Engstellen in der Bebauung zu vermeiden, konnten wir uns nicht durch-setzen. Insbesondere das Kreuz wird in Nord-Südrichtung Konfliktsituation sein. Es bleibt für uns die Aufgabe, den Ring um die Innenstadt für schnelle Fahrradverbindungen deutlich attraktiver zu gestalten. Dies ist koalitionsintern vereinbart.

    Die zehn neuen Eichen, welche den gesamten Platz begrünen, sind durch die Verkleinerung des Platzes für die Tiefgarage überhaupt erst möglich geworden. Diese Forderung unsererseits konnten wir in den Bebauungsplan einfließen lassen.

    Ein Wasserspiel erfüllt den oft geäußerten Wunsch nach diesem Element. Der Platz hat sein eigenes Profil bekommen und wird gleichzeitig zum Spielen und Bespielen einladen: Ob kleine Veranstaltungen, Märkte oder die Pause im Schatten der Bäume. Das Fehlen von Spielgeräten wird von einigen von uns kritisiert. Dahingehend werden wir im Verlauf der Ausführung des Platzes nachhaken, ob hier eine Veränderung sinnvoll ist.

    Ein Investor ist bereits an die Öffentlichkeit gegangen: Zwei Tiefgaragenebenen sind wirtschaftlich nicht darstellbar. Dies wird wohl auch für den anderen Investor gelten. Deshalb hoffen wir auch sehr stark, dass es nur eine Ein- und Ausfahrt von der Kollegiengasse in die Tiefebene geben. Damit wird die gesamte Weigelstraße zur Fußgängerzone – ein großer Erfolg

    http://www.gruene-jena.de/aktuelles/?no_cache=1&expand=456010&displayNon=1&cHash=5149be1e3ffca44b817ecf694691dff7


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  19. SuGo: Sie haben die richtigen Worte gefunden. All das wünsche ich mir auch.


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  20. Ich hoffe auch inständig, dass sich der Stadtrat besinnt, dass es seine Aufgabe ist Politik zu machen, zu gestalten, Möglichkeiten zu eröffnen, kreativ zu sein… Alles das, wozu der „Normalbürger“ nicht kommt. Die Entwürfe der Eichplatzbebauung belegen dies nicht.
    Neben den erwähnten „grünen“ Kritikpunkte möchte ich hinzufügen, dass ich es deprimierend finde, dass eine Stadt wie Jena, die sich immer so viel einbildet auf ihren hohen akademischen Standard, keinerlei Mut zu spüren ist, einen Platz im Herzen der Stadt mit einer schönen, ästhetischen, neuartigen Bebauuung zu gestalten. Warum kommt niemand auf die Idee zu sagen: Wir machen es selbst. Wir machen es richtig gut. Wir nehmen uns eine Architektin oder einen Architekten, die/der da und da schon was interessantes gebaut hat und werden das Architektur-Mekka. Lehmbau, Holz, Beton, Glas… Bäume, Wohnungen, Läden, Restaurants, Freiräume, Waser, Erde, Luft und Optik. Es gibt neugierige Menschen auf dieser Erde. Bauen ist sich beheimaten. Es könnte eine Chance sein für die Stadt. Könnte. Wenn man wollte. Und viele Bürger wollen.


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  21. der leerstand in der innenstadt nimmt weiter zu. am markt neben dem häßlichen glashaus der jena-info, unter dem salamander, alte noris- und dresdner bank usw.

    bis heute kann die stadt keine aktuelle leerstandsliste vorlegen, was ein armutszeugnis ist.

    deren wirtschaftsförderung ist ein possenspiel und verdient zumindestens in fragen von handesflächen den namen nicht.


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  22. Simon Sachse | 11. April 2013 um 07:49 |

    Wer die Flinte ins Korn wirft, muss sich nicht wundern, wenn das Brot nach Pulver schmeckt.


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  23. Nach dem Urteil von heute ist es wohl vorbei. Künftig gehört der Platz den Investoren. . Tschüß eichplatz. Ich kauf im Internet ein. Werde da also kaum durch die Gassen bummeln. Trotzdem den Beteiligten des Kampfes mein Dank. Ein Versuch war es wert. Lieber Sten. Sind die Grünen wirklich noch deine Heimat. ?


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  24. An alle Mitstreiter für einen grünen, lebendigen Eichplatz ohne U-Boot/Titanic und mittelalterlichen Gassen:
    Auf zum letzten Gefecht !

    Noch ist der Eichplatz – Eigentum der Bürger – nicht verkauft !


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  25. Heidrun Jänchen | 11. März 2013 um 14:41 |

    @ Holger Herrmann:
    Ohne dass ich das schwarz auf weiß belegen könnte – dass die Tiefgarage nur eine Etage bekommt, pfeifen die Spatzen von den Dächern. Diese Änderung scheint schon klar.
    Die Sache mit der Mall befürchte ich die ganze Zeit. Allerdings wäre das nicht die Änderung des B-Planes, die ich mir wünschen würde. Wahrscheinlich muss man den B-Plan dazu auch nicht ändern. Nach ein oder zwei Jahren wird man eine Modernisierung des Konzeptes ankündigen und den Komplex einfach umkrempeln. Das geht problemlos, wenn man es von Anfang an plant. Fehlt nur noch eine Überdachung, um trocken von MK2 zu MK3 zu kommen, und an der wird es zugunsten des Investors sicher nicht scheitern.


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  26. Gruner, Michael | 11. März 2013 um 12:56 |

    @ Sten Linder

    Ist der kommunale Wahlkampf bei den Grünen ausgebrochen? Oder setzen die Grünen endlich wieder mehr auf eine vernünftige Positionen und Entscheidungen? Es wäre sehr zu begrüßen! Unsere Stadt verliert seit Jahren immer mehr an ihren Reizen. Die Grünen nahmen dies offenbar hin. Leider ist offenbar die Eichplatzbebbauung in völlig unpassenden klobigen und postmodernen Stil so gut wie eine beschlossene Sache. Es bleibt nur zu hoffen, das sich die Initiative „Mein Eichplatz“, die auch Mitglieder der PIRATENPARTEI unterstützen, mit Ihrer Klage doch noch durchsetzen können. Ein weiteres bedauerliches Manko ist, dass offensichtlich die aus meiner Sicht völlig absurde Bebauung des Hausberges nicht mehr zu stoppen ist und somit Jena weiteres Stadtgrün verlieren wird und wohl einige Bürger mit immensen kommunalen Forderungen (Wegen Modernisierungsmaßnahmen rund um den Burgweg)belastet werden bzw. belastet werden können und somit auch Existenzen in Gefahr geraten können. All dies konnten bzw. wollten (?) die Grünen offenbar nicht verhindern.

    Michael Gruner
    Mitglied im Ortsteilrat Jena-Nord


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  27. natürlich ist die schillerpassage am abend leer, wenn geschäfte dort zu und die dort parkenden berufspendler daheim sind.

    mangels parkplatzleitsystem kann der ortsunkundige autofahrer auch in jena ne muntere suchreise antreten, was ja so umweltbewusst ist und nicht schon seit jahren von grünen in anderen städten bemängelt wird.

    gutachter sind immer mit vorsicht zu genießen. max. die vor gericht sind einigermaßen tauglich. alle andere singen meist das lied, der sie bezahlt.


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  28. Den Artikel habe ich auch gelesen. Da steht auch. Ein Gutachter hat dies ermittelt. Wir Jenaer sind nur zu blöd das zu erkennen.


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  29. Holger Herrmann | 10. März 2013 um 09:29 |

    Die Änderung des B-Plans Eichplatz kommt so sicher wie das Amen in der Kirche.
    Die Forderung nur 1Ebene Tiefgarage und Mall wird kommen.
    Nachträgliche, wichtige Gründe aus Sicht der Investoren gibt es sicher genügend und genauso genügend willfährige Kommunalpolitiker.
    Zur Zeit werden in Jena munter Bebauaungspläne nach Investoren-Herzenslust geändert.

    In der OTZ vom 6. März lässt sich Herr Michael Margull Teamleiter Verkehrsplanung bei der Stadtverwaltung zur Parkraumsituation in Jena aus.
    Laut Gutachter gibt es genügend oberirdische und unterirdissche Parkplätze in der Innenstadt.
    Per regelmäßiger eigener Erhebungen ist die Stadt Jena zu Zeiten des Frühlingsmarktes und des Altstadtfestes zur Erkenntnis gelangt,daß:
    „wenn der Eichplatz als Parkplatz entfällt“ …. die Parkkapazitäten zu 60 bis 70 Prozent ausgelastet und die Schillerpassage “gähnend leer“ sei“


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  30. Heidrun Jänchen | 8. März 2013 um 22:30 |

    @ Winfried:
    Für die halbe Bebauung und viel Grün wären die meisten Leute. Allerdings gibt es in dieser Richtung bisher keinen Zentimeter Bewegung. Der B-Plan ist der B-Plan ist der B-Plan. Egal, was die Bürger sagen.
    Ich fürchte auch, dass unser Stadtarchitekt zwar weiß, dass es uns im Zentrum an Grün mangelt, er aber nicht konsequent genug ist, daraus den richtigen Schluss zu ziehen: dass Bäume fällen jedenfalls falsch ist. Ich würde es mir wünschen, aber der Verkauf und die großgliedrige Bebauung scheinen eine Art Glaubensgrundsatz zu sein.


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  31. Also ich bin dafür die Bebauung zu halbieren und dafür mehr Grün in der Stadt mit Springbrunnen und vielleicht einen Spielplatz für die Kinder. Ich las in einem Kommentar von Heidrun: Herr Dr. Lerm bemängelte ein Gründefizit im letzten Stadtentwicklungsausschuß. Vielleicht auch ein Hoffnungsschimmer für den Eichplatz.


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  32. Auch in Wuppertal machen Bürger gegen ECE mobil, gegen eine Erweiterung. Hier heißt es: Zentrum statt Center – für eine lebendige Innenstadt. Interessant finde ich überall den Wunsch der Bürger keine Erweiterung von Handelsflächen!!! Dies sollte unseren Politikern zu denken geben:
    http://diewuppertaler.wordpress.com/die-ece-projektmanagement-gmbh-co-kg/


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  33. aucheinBürger | 8. März 2013 um 09:29 |

    Und die Moral von der Geschicht,
    aus unsrem Rathaus kommt nur Mist !!!!!!!!!


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  34. Es war in einer kleinen Stadt ,
    Da gab es einen großen Platz.

    Da kam ein kleiner Mann daher:
    Den Platz, den brauchen wir nicht mehr.

    Und schneller wie so mancher dacht ,
    wurde sofort ein Plan gemacht.

    Ein Stifter stellte sich nett vor ,
    Ich liebe euch und eure Kultur.

    Das Theaterhaus bekam gleich bares.
    Ich schwöre euch, so war es.

    Und die Moral von der Geschicht …
    Verzeiht ich vergass :
    Die Geschichte ist noch gar nicht zu Ende.


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  35. Holger Herrmann | 7. März 2013 um 21:20 |

    „Albrecht Schröter: Man muss als Politiker weit vorausschauen. Die Kernfragen, die ich mir stelle, sind: Was übergebe ich der nächsten Generation? Wurden die Weichen in die richtige Richtung gestellt?
    Ein Trend in Deutschland ist bereits jetzt absehbar: dass immer mehr ältere Menschen in die Städte ziehen, weil sie dort im Alter bessere Versorgungsbedingungen erwarten. Das betrifft auch Jena. Wir gehen davon aus, dass im Jahr 2030 rund 130 000 Einwohner in der Saalestadt leben werden.“

    Mir graust es nur noch. Wieviele der „Alten“ werden dann wohl Sozialhilfeempfänger sein? Wer kann sich Jena dann noch leisten was Wohnung und Altenheimplatz betrifft?

    http://jena.otz.de/web/jena/startseite/detail/-/specific/Kreisreform-Citykreis-Kooperation-SHK-und-Jena-OB-Schroeter-und-SHK-Landrat-H-173818887


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  36. Wie schnell doch die Zeit vergeht. Ein halbes Jahr ist dieser Beitrag nun alt und es wird immer noch im stillen Kämmerlein unter Ausschluss der Bürger verhandelt. Lieber Stadtrat von Jena. Möchten sie wirklich die Fehler von Stuttgart 21 wiederholen ? Auch hier war damals ECE federführend. Selbst der Vorstand der Bahn gab letztens zu man habe sich verkalkuliert.


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  37. Das sind ja hier viele Kommentare. Der Beitrag ist schon etwas älter doch für mich noch hochaktuell.

    Liebe grüne Parteifreunde, wie ist Eurer Votum zur Eichplatzbebauung? Seit ihr immer noch dafür oder fallt Ihr langsam schielend auf den Wahlkampf doch langsam um?

    Ich weiß nur, dass es in fast jeder Stadt die Grünen waren, die gegen solch eine Monsterbebauung mobil machten und die Bürgerinitiativen gründeten bzw. unterstützen.

    Seit Ihr denn in Jena wirklich sooooo anders drauf?

    Was ist für Euch noch grüne Politik?


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  38. @ Sten Lindner:

    Gab es am Montag hier irgendwelche neuen Erkenntnisse? Oder Business as usual?


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  39. Jenaer und Jenenser freuen sich | 11. Februar 2013 um 12:40 |

    @ Die Hoffnung stirbt zuletzt Am 9. Februar 2013 um 23:10 Uhr

    Hier nochmal aus dem link ein

    Auszug aus der Neujahrsrede 2013 der Grünen.

    Das sind deren Errungenschaften mit denen sie aus dem vergangenen Jahr auftischen, um für sich zu werben: „Und Jena? Ich glaube, der European Energy Award und die Auszeichnung als Fairtrade- Stadt sind erst ein Anfang. Lassen Sie uns mit grüner Energie in das neue Jahr starten, es gibt viel zu tun.

    In unserem Kreisverband haben wir im letzten Jahr einen neuen Vorstand gewählt. Sechs von sieben Vorstandsmitgliedern sind neu, darunter vier Frauen, zwei davon Sprecherinnen. Der Altersdurchschnitt liegt bei 30 Jahren. Im Stadtrat haben wir eine Fraktion, auch hier mit einem neuen Vorsitzenden. In der Stadtverwaltung haben wir ab
    Februar mit Denis Peisker einen Dezernenten für Stadtentwicklung und Umwelt. Für die Bundestagswahl im Herbst haben wir mit Katrin Göring-Eckardt eine starke Thüringerin an der Spitze und mit Olaf Müller einen starken Direktkandidaten für unseren Kreis. Nicht zuletzt seien alle unsere Mitglieder erwähnt. Jena ist der zweitgrößte Kreisverband in Thüringen.


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  40. @ Simon
    Es ist ist Illusion, der Jenaer Brigade grüne Gedanken zuzumuten. Die kann und sollte man nur noch ABWÄHLEN.


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  41. Simon Sachse | 11. Februar 2013 um 10:30 |

    Weiß die Kreisverbandssprecherin der Grünen eigentlich, was der grüne Stadtrat so tut? Der hatte weder mit dem B-Plan noch mit der vorgetäuschten Bürgernähe irgendein Problem. Man soll ja die Hoffnung nicht aufgeben, dass sich Vernunft durchsetzt, aber vor der letzten Kommunalwahl waren die grünen Kandidaten auch noch für „kleinteilige Bebauung und viel Grün“.
    Das legt den Verdacht nahe, dass Wahlkampfrhetorik und Abstimmungsverhalten wenig miteinander zu tun haben. Im Moment ist Wahlkampf. Sollten sich die grünen Stadträte jetzt und hier für eine Änderung des B-Plans aussprechen, ehe die Verträge in Sack und Tüten sind, bin ich bereit, ihnen das Umdenken abzukaufen.
    Ansonsten sollte man 2014 besser die Alternativen wählen.


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  42. Die Hoffnung stirbt zuletzt | 9. Februar 2013 um 23:10 |

    „Die Bebauung des Eichplatzes und des Inselplatzes stehen an.

    Lange haben wir über eine Multifunktionsarena debattiert.

    Doch ich frage Sie: Brauchen wir wirklich eine Multifunktionsarena? Brauchen wir mehr Einkaufsflächen in der Innenstadt oder lieber bezahlbaren Wohnraum für Familien? Wollen wir weiterhin Exportquoten auf höchsten Niveau oder lieber den Export von Pilotprojekten, von einer Bildungslandschaft, die ihresgleichen sucht, ich nenne hier nur Jenaplan, das Inklusionskonzept des Querwege-Vereins, das Kolleg Postwachstumsgesellschaften an der Friedrich-Schiller-Universität.

    Ich bin überzeugt, dass wir mit lokalem Handeln vorangehen müssen. Sowohl, was den Klimawandel betrifft als auch die Lebensqualität“

    http://www.gruene-jena.de/userspace/TH/kv_jena/Bilder/Neujahrsempfang/2013/rede_nje_nicole_nerger.pdf


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  43. Heidrun Jänchen | 30. November 2012 um 18:42 |

    @ Anne:
    Auch die Ausschüsse des Stadtrates haben öffentliche und nichtöffentliche Themen, was teilweise sogar verständlich ist, wenn etwa fünf Firmen auf eine Bauleistung bieten und man kein Interesse hat, die Details an die große Glocke zu hängen. Das nächste Mal sprechen die sich vielleicht ab …
    Die Eichplatzplanung läuft im Nichtöffentlichen Teil des Stadtrates, aber ich gehe davon aus, dass sie irgendwann im Stadtentwicklungsausschuss landet. Da war sie aktuell noch nicht (früher mit Detailfragen schon). Mehr weiß ich tatsächlich nicht darüber.
    Vielleicht hat man ja doch Bedenken, dass das Volksbegehren gegen den Verkauf per Gerichtsurteil zugelassen wird. Vielleicht möchte der Investor klare Verhältnisse, ehe er das Geld auf den Tisch legt. Vielleicht feilscht man auch noch um den Preis.
    Fakt ist: Im Frühjahr 2014 ist Stadtratswahl.


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  44. das mit dem nichtöffentlichem bei immogeschäften ist einer der hauprgründe in der brd, wenn es um große skandale ging. da wird sehr oft mächtig link gespielt.

    es wird eben in wenigen gebieten einer stadt oder gemeinde so schnell oder einfach geld verdient.


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  45. P.S. ich habe dies so ausführlich geschrieben, falls einmal Mitarbeiter aus der Verwaltung hier mitlesen. Könnte ja sein, dass man ins grübeln kommt, nicht nur wie machen wir unser Jena liebenswerter, sondern wie können wir unser Jena auch noch für einfache Arbeiter und Angestellte wieder bezahlbar machen. Ohne dass man einem Volltime-Job nachgeht und dann noch aufstockt bzw. Wohngeld beantragen muß. Nur mal so zum Nachdenken.


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  46. Die Verhandlungen laufen nicht öffentlich, was heißt das denn schon wieder. Also wird ohne die in Jena so geliebten Ausschüsse des Stadtrates verhandelt? Was wird denn dann wieder dem Stadtrat vorgesetzt.
    Wer entscheidet überhaupt über den Verkauf.
    Eine Stadtverwaltung ?
    KIJ?
    Stadtrat?

    Den wichtigsten Betroffenen und Eigentümber des Grundstückes fragt man wohl nicht. Den Bürger. Der Eichplatz gehört immer noch zu den leitzten Kleinod unseres Geminwohles, von diesem gibt es ja in Jena nicht all zu viel.

    Jena, die verkaufte Stadt. Na die Architekten haben schon Recht mit ihrem Ausspruch: Unsere Politiker schicken unsere Städte auf den Strich. Gestern übrigens interessante Sendung bei Meybritt Illner: Mietexplosion in den Städten unter anderem durch den Verkauf kommunaler Wohnungen an Investoren und den versäumten kommunalen Wohnungebau.

    Das einzige kurzfristige machbare Modell, was für den Mittelstand noch bezahlbar ist, ist das Bauherrenmodell. Hier liegen die Kosten je m2 noch bei 1800 € je m² Wohnfläche. Verkauft wird aber schon in Jena Neubau auch ab 2300 – 3000 € je m² Wohnfläche. Bei einer 4 RaumWohnung also nur noch für die „Oberschicht“ bezahlbar. 2 Normalverdiener können dies mit 2 Kindern gar niht mehr stemmen, wenn nicht OPA schon mal in die Tasche greift. Von unserem Mietmarkt erst gar nicht zu reden.
    Ein Bauherrenmodell versuchen wir in Jena seit 3 Jahren. Keine Bank finanziert aber einen Bauherrenverein mit überhöhte Grundstückskosten, Versteigerungen KIJ ! Dieses Modell funktioniert nur bei Ankauf zum Bodenrichtwert. In Jena also auch nicht möglich.

    Andere Städte fördern Bauherrenmodelle, indem man Grunstücke zum Bodenrichtwert anbietet. Auch gibt es von anderen Landesbanken Fördermittel für sich neu zu gründenten Genossenschaften. Dies fördert die Thüringer Aufbaubank auch nicht. Die sächsische Aufbaubank war hier immer führend. Hier gibt es die am meisten gegründeten Wohnungegenossenschaften nach der Wende.


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  47. Die Verhandlungen laufen leider nicht öffentlich. Selbst wenn ich es wüsste, dürfte ich darüber nichts sagen.
    Da ich nichts weiß (ich gehe davon aus, dass Nichtwissen öffentlich gemacht werden darf), ist offenbar noch kein Verkauf gelaufen. Meinetwegen hat es keine Eile. Je weiter der Verkauf in Richtung Kommunalwahl rutscht, um so eher werden die Stadträte bereit sein, die Pläne zu überdenken.


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  48. Ich habe da mal eine Frage. Ich kann mich erinnern, so Mitte des Jahres, dass man Ende 2012 doch das Grundstück einem der Investoren verkaufen wollte, kennt sich da jemand aus ?
    Man hört ja im Moment aus der Stadt gar keine Infos mehr zum Stand der Verkaufsverhandlungen. Oder liegt das daran, dass unser OB wieder auf Auslandstour ist oder sind alle schon mit Weihnachtsvorbereitungen beschäftigt?


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  49. Ob die Parteimitglieder B 90/die Grünen mit den Worten Bürgerbegehren und Bürgerversammlung noch etwas anzufangen wissen ?

    Wo sind denn die Bürgerrechtler von 1989 ?

    Die Grünen sind in Jena nicht nur grau geworden auch halten sie sich in Jena schnell die Ohren zu, wenn ein Bürger zu ihnen sprechen möchte.

    Lieber Sten Lindner, sie haben es da auch sicher nicht leicht. Können die Grünen wenigstens noch lesen oder halten diese sich hier auch noch die Augen zu ?


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  50. Jenaer und Jenenser freuen sich | 26. November 2012 um 19:12 |

    Im Osten nichts Neues. nicht nur in Jena werden die Bürgerbegehren mit aller Macht verhindert.

    http://www.pnn.de/brandenburg-berlin/701367/

    Mehr als 1000 Demonstranten protestierten laut Polizei am Sonnabend in Berlin; die Veranstalter sprachen von etwa 4000 Teilnehmern – sie hatten mit bis zu 10 000 Menschen gerechnet. Vor der SPD-Parteizentrale forderten sie den Rücktritt des Regierenden Bürgermeisters und BER-Aufsichtsratschefs Klaus Wowereit (SPD).

    Wäre da nicht das „gefährliche Spiel“ des Potsdamer Wahlamtes. Dem wirft Schubert vor, die Wahl massiv zu behindern. Die Zusendung der Wahlunterlagen stocke, in den Ämtern fehle es an Unterlagen, Beamte seien nicht in der Lage, Auskünfte zu geben. „Das Volksbegehren wird behindert“, sagt Schubert. Im Potsdamer Rathaus hält man die Anschuldigen für „totalen Quatsch“.


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  51. Jenaer und Jenenser freuen sich | 24. November 2012 um 23:12 |

    Es scheint kein Zufall zu sein dass dieser Name

    „Jenenser freut sich“

    verwendet wurde. Es handelt sich um einen Droll, der vemutlich die Kraft der Kommentarschreiber vergeuden will.


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  52. Holger Herrmann | 23. November 2012 um 07:24 |

    Michael Strosche wurde am Samstag, während des Markttreibens mit Kind auf der Kommandobrücke der „Titanic“ gesichtet. Wie wird er ihm später mal erklären, dass hier einst grüne Bäume standen.


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  53. Ja ich frage mich wirklich, warum die Mitglieder der Grünen so ein Gezerre mitmachen. Der Anblick der geköpften Bäume macht einen ja richtig depressiv.

    Wenn die Jenaer Grünen den Parteitag letztes Wochenende ernst nehmen würden, dann müßten sie sich auch für mehr Soziales einsetzen und in Jena vor allem für sozialen Mietwohnungsbau.

    Von Herrn Schieck werden wir dann wieder hören:
    Die Grünen sind nicht zuständig für ruhenden und fahrenden Autoverkehr, für Wohnungsbau, ja und Baumexperten sind wir erst recht nicht.


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  54. Ja für was entscheiden sich die Jenaer Grünen super ?

    für Umwelt, Kultur, Soziales und Bürgerbeteiligung oder
    für Posten, Auslandsreisen und Streicheleinheiten unseres Pfarrers ?

    Also wenn ich Mitglied der Grünen wäre gibt es nur eines, entweder ein Ausfallschritt nach vorn wie Sten Lindner oder einfach austreten. Ansonsten verliert man doch seine Glaubwürdigkeit.


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  55. @ Susi

    Ich bin mir sicher – wenn die Jenaer Betongruenen Herrn Peisker weiter folgen, ist das Abwahl.
    Früher oder später werden sich die Jenaer Gruenen zwischen Posten und der Politik Peiskers entscheiden. Alle meiner Bekannten, die wie ich einmal gruen wählten, werden es definitiv unter Herrn Peiskers Politik und Fuehrung nicht noch mal tun.


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  56. susi.töpfer | 18. November 2012 um 17:13 |

    Also Herr Peisker und co. können sich mit dem grünen Parteipgrogramm ja gar nicht mehr identifizieren. Warum sucht er sich nicht eine andere Partei, vielleicht gleich die SPD oder gründet eine neue, z.B. Die Fahrradfahrerpartei.

    Dann könnten sich die Grünen mit frischen Blut wieder regenerieren. Vielleicht finden dann andere Grüne, die nicht so mutig waren wie Sten, um auf den Tisch zu klopfen auch wieder zurück zu grünen Idealen.

    Also ich fände es schön, wenn die Grünen um unseren letzten urbanen Fleck, den Eichplatz kämpfen würden, für eine kleine grüne Oase im Herzen Jenas mit Springbrunnen und einem kleinen Spielplatz, so wie sie es vor der letzten Kommunalwahl auch mal sich wünschten. Es würde doch reichen, wenn man nur die Hälfte des Platzes bebaut und Jena damit auch einen Herzinfarkt vermeidet, der sonst bei einem Parkplatzsuchverkehr sicher entstehen würde. Schließlich bräuchten wir ja noch mehr auswärtige Kunden für unser 3. Einkaufscenter.


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  57. So einen großen grünen Farbeimer gibt es gar nicht, um die Grünen wieder etwas grüner wirken zu lassen. Herr Peisker kommt aus seiner Bückstellung gegenüber unserem OB gar nicht mehr hoch.


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  58. Wenn wir nicht endlich beginnen mit dem Aufholen des seit Jahren vernachlässigten sozialen Mietwohnungsbaues in Jena, dann haben wir hier die soziale Entflechtung geschafft.
    Die Stadt ist kein Konzern, sondern dem Gemeinwohl verpflichtet. Wenn die Stadt ein Konzern wäre, dann bräuchten wir auch keine Steuern zahlen, dann würden ja die Gebühren und Miteinnahmen (Jenawohnen) reichen, die wir heute schon entrichten.
    Kultur (Kunst,Kreativwirtschaft,Musiker) und Soziales (Sozialer Mietwohnungsbau und ein Haus für Vereine) muß sich in einer Stadt ebenso entwickeln können wie die Wirtschaft. Das tut es aber in Jena nicht !


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  59. Lieber Sten, auf dem Parteitag der Grünen gab es eine eindeutige Forderung den sozialen Aspekt im Wahlkampf zu stärken. Z.B Mindestlohn, Anstieg Harz IV, Das heißt Stärkung der Sozialpolitik. Nun in München werden bei Verkauf 20 % der kommunalen Grundstücke mit der Bauverpflichtung zum Sozialen Mietwohnungsbau angeboten. Die Grünen haben seit Jahren hier in Jena auch geschlafen. Ich erinnere hierbei auch an die letzte Wohnraumkonferenz der Grünen in Jena im Rathaus. Meine Forderung hierzu:
    Alle Grundstücke die KIJ künftig verkauft inkl. Inselplatz und Eichplatz sowie der Wohnungsbau von Jenawohnen werden wie in München an die Verpflichtung zum Sozialen Wohnungsbau in Höhe von 20 % gebunden. Dazu würde dann auch der Friedensberg und Engelplatzbebauung gehören.
    Könnten Sie diese Forderung nicht auch mal bei ihren Parteifreunden kommunizieren.
    Die Grünen in Jena können nicht Rechnen – siehe Bürgerbefragung.
    Die Grünen in Jena können nicht Lesen – siehe klimawandelberechte Stadtentwicklung
    Die Grünen in Jena können nicht Zuhören –
    siehe Grünen Parteitag.
    Die Grünen kümmern sich in Jena auch nicht um Biotope – siehe Jena Areal 21 in Göschwitz. Ich habe mich übrigens hier erkundigt bei Anwohnern. Es wurde nur die Kreuzkröte umgesiedelt, abgefischt hatte man aber bevor die Bagger kamen nicht und die angelegten Ersatzbauten sind zu niedrig und unzureichend.
    Noch kümmern sich die Grünen um eine liebenswerte Stadt, wo man sich auch mal im Sommer unter den Schatten eines Baumes flüchten könnte, ich erinnere nur an den alten Holzmarkt und die Ersatzbäumchen mit einem netten Stahlgerippe. Wenn man diesen wenigstens im Sommer zum Riesen-Sonnendach umbauen würde, um ein wenig die Überhitzung zu stoppen. Im Handbuch klimawandelgerechte Stadtentwicklung werden auch größere Dachüberstände gefordert, bei den Bauten auf dem Eichplatz auch nicht geplant.

    Also ich finde es langsam eine Unverschämtheit von den Grünen in Jena, so mit ihren Wählern und Bürgern in Jena umzuspringen. Sie sind noch der einzige Lichtblick und ich hoffe, Sie lassen sich nicht unterkriegen.

    Ich überlege ernsthaft mal einen offenen Brief an Claudia Roth zu schreiben und mal alles schön aufzuzählen, dazu noch die Kommentare ausdrucken und als Anlage beilegen. Mal sehen was dann passiert. Sollte gar nichts passieren, dann hau ich erst richtig drauf, alles nur Lippenbekenntnisse auf dem Grünen Parteitag !!!

    Dann kann ich nur Super zustimmen: Grüne abwählen !


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  60. Sten, nicht aufgeben. Hol Dir Unterstützung von den Bundes-Grünen, da scheint es sehr kompetente Leute zu geben. Siehe Frau Eichstädt-Bohlig.


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  61. Es gibt noch eine Tatsache, die man nicht beachtet:
    susi erwähnte dies bereits bei ihrer Oma. Meine Mutti war auch eine von den 15.000 Glücklichen. sie wählte wie folgt:
    Bebauung ja
    jenawohnen gefällt nicht
    ECE gefällt nicht
    OFB gefällt und

    Sie schrieb noch ganz groß dazu : bitte nicht so nah an Kirche und Rathaus bauen, bitte wie in alten Plänen aus DDR Zeiten einen großen Kirchplatz belassen und Weigelstraße nicht zubauen.

    In der Statistik bei Herrn Schieck gehört sie zu den 2/3. dies ist aber nicht so, sie wünscht ausdrücklich nicht so eine Bebauung.

    Wir müßten eigentlich alle Abstimmungszettel auf Bemerkungen nochmals überprüfen .


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  62. Simon Sachse | 12. November 2012 um 12:52 |

    @ Holger Herrmann:
    Für mich zählen auch die Online-Stimmen. Man hat den Leuten erzählt, damit könnten sich Einfluss nehmen, man hat ganz bewusst darauf verzichtet, die Sache fälschungssicher zu machen, damit man hinterher sagen kann: Das ist jetzt aber verzerrt.
    Für mich ist es absolut inakzeptabel, 2200 Jenaer einfach zu ignorieren.
    Mit ihren Stimmen sehen die Ergebnisse GANZ anders aus: http://bastianebert.de/209/die-wirklichen-ergebnisse-der-eichplatzbefragung/
    Beim Bürgerhaushalt hat noch nie einer gesagt: Online rechnen wir nicht, die könnten gefälscht sein. Allerdings ignoriert man die Ergebnisse des BHH ohnehin gern, auch ohne statistische Begründung.


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  63. Holger Herrmann | 11. November 2012 um 20:14 |

    @Jenenser freut sich
    Für mich zählen nur die konkreten Zahlen der im Rahmen der Bürgerbefragung zurückgeschickten Fragebogen d.h. es zählt das was die Leute angekreuzt haben ohne Schönrechnerei und verbiegen.

    Wenn die Auswahl der befragten Personen korrekt und repräsentativ war, muss am Ende auch nichts mehr passend gemacht werden.

    Bei Ihrer Betrachtungsweise entfallen die ca. 10% Stimmen k.A.
    Dadurch werden die Ergebnisse für die einzelnen Investoren geschönt!

    Darstellung 5: Meinungen der Befragungsteilnehmer zur Wiederbebauung
    67% der Befragten wollen eine Wiederbebauung

    Darstellung 6: Meinungen zum ECE-Konzept
    gefällt mir / gefällt mir gut 42,0%

    Darstellung 8: Meinungen zum OFB-Konzept
    gefällt mir / gefällt mir gut 38,6%

    Darstellung 7: Meinungen zum jenawohnen-Konzept
    gefällt mir / gefällt mir gut 22,0%

    •Die Nichtbewertung der ca. 10% K.A. ist in meinen Augen eine bewusste Verfälschung des Ergebnisses in der öffentlichen Darstellung, um ca. 5% mehr Zustimmung zu konstruieren.

    Bei der Auszählung der tatsächlich zurückgegebenen Fragebögen macht offenbar eine konstant große Zahl von ca. 10 Prozent aller Befragten keine Angaben zu den einzelnen Konzepten.
    Im Gegensatz dazu gibt es bei der online-Befragung nicht eine einzige Stimme keine k.A.

    Warum verweigern sich mindestens 449 Personen der Bewertung der einzelnen Konzepte?
    Darstellung 6 ECE ( k.A 449 Stimmen 9,8%,)
    Darstellung 7 jenawohnen ( k.A. 482 Stimmen 10,5%)
    Darstellung 8 OFB ( k.A. 491 Stimmen 10,7%)

    In der Öffentlichkeit und Presse werden ausschließlich die Zahlen der Darstellung 13 Repräsentatives Ergebnis zu Frage 2 publiziert. Bei dieser Betrachtung entfallen die 1422 Stimmen k.A.
    In der Tabelle 13 entsteht dadurch eine größere prozentuale Zustimmung für die einzelnen Konzepte:
    gefällt mir, gefällt mir gut
    ECE Darstellung 6 42% Darstellung 13 47,6% +5,6%
    Jenawohnen Darstellung 7 22,2% Darstellung 13 24,1% 1,9%
    OFB Darstellung 8 38,6% Darstellung 13 43,9% +5,3%
    Natürlich erhöhen sich in Darstellung 13 auch die %Werte für neutral und gefällt mir gar nicht und gefällt mir weniger gut.
    • Es gibt keine überwiegende Zustimmung zur Bebauung für ECE?
    Postrücksendung 1921 Zustimmung = 42,0% das ist keine einfache Mehrheit.
    1705 Ablehnung = 37,3%
    502 neutral
    449 k.A
    449 k.A.bei ECE und den anderen Investoren ähnlich hat doch einen Grund, Der garantiert nicht in der Zustimmung zu den vorgestellten Entwürfen liegt.
    Die Menschen haben an der Abstimmung teilgenommen und bei der Frage 1 zur generellen Bebauung waren nur 100 Stimmen k.A. 2,2%

    Zu den Stimmen k.A möchte ich zu bedenken geben, dass ich nicht glaube, dass die Menschen, die so abgestimmt haben, geistig zu keiner anderen Abstimmung fähig waren.

    Bei der OB Wahl waren 314 Stimmen ungültig von 39.386 Wahlteilnehmern
    Bei der Stichwahl zur OB Wahl waren 479 Stimmen ungültig von 28.210 Wahlteilnehmern

    **** Bei der Abstimmung zum ECE Konzept waren 449 Stimmen von 4.577 k.A. ***

    • 10% der Stimmen k.A. einfach unter den Tisch zu kehren, dass ist in dieser wichtigen Angelegenheit zu einfach.
    10% k.A. bei Wahlen ist statistisch ein sehr außergewöhnliches Ereignis! Warum wurde dies nicht näher untersucht? Waren es doch mehr Unmutsbekundungen als Fehler beim Ausfüllen?

    Vielleicht sollten sich unsere gewählten Vertreter im Stadtrat von den Vertretern der FH noch mal genauer zeigen lassen, was es mit den 10% k.A. auf sich hat.

    Festsstellung eines Statistische Landesamtes zur Problematik ungültiger Stimmen:
    „Fazit Die Analyse der Stimmzettel hat gezeigt,
    dass die Abgabe von ungültigen Stimmen
    in den meisten Fällen bewusst geschieht.
    Die Wählerinnen und Wähler, die eine oder
    beide Stimmen ungültig abgeben, sind nicht
    politisch desinteressiert. Oft ist das Gegenteil
    der Fall: Sie haben ihre Stimme wohlüberlegt
    ungültig abgegeben. Insofern stellen
    sie ein Wählerpotenzial dar, das von der
    Politik noch erreicht werden kann.“


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  64. susi.töpfer | 11. November 2012 um 07:32 |

    Entsprechend einer klimawandelgerechten Stadtentwicklung und angepaßt an die möglichen Parkplätze und den noch tatsächlichen erforderlichen Handelsflächen gehört der Bebauungsplan überarbeitet. Wir wollen keine mittelalterlichen Gassen !!!


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  65. susi.töpfer | 11. November 2012 um 07:15 |

    Langsam finden wir auch die richtigen Begriffe für unseren künftigen Zustand. Martin, Kessel ist auch das richtige Wort dafür. Ich möchte noch einmal auf eine andere nicht sehr grüne Tatsache hinweisen. Die Gassen sind sehr eng. Im 3 OG sollen aber Wohnungen entstehen. Ich denke Richtung Kessel entstehen die Wohnzimmer oft kombiniert gleich mit einer offenen bzw. geschlossenen Küche. Das heißt Richtung dunkle Gassen die Kinderzimmer und Schlafzimmer. Beim Schlafzimmer ist dies nicht schlimm. Ich muß aber, da wenig Lichteinfall auch am Tag im Kinderzimmer das Licht anlassen, sehr unökologisch.

    Nun mein Szenario:

    In den mittelalterlichen Gassen wandeln mittelalterliche Herren während unsere Oberschicht auf ihren Balkonen im Kessel brütet und die Kinder selbst am Tage nur mit künstlichem Licht in ihrem Zimmer spielen können.


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  66. Jenenser freut sich:
    also 12 % mehr Kaufkraft bis 2017 das wäre ja echt toll. Deshalb könnten wir doch aber auch den B-Plan etwas abändern, oder nicht ? Was ich persönlich für problematisch finde und hier noch gar nicht angesprochen wurde , ist die stark reduzierte Luftbewegung und damit Aufheizung der 3 Kessel.
    Schauen Sie, auf dem 2 OG wird die Dachterasse entstehen, danach kommen noch 2 komplett nicht unterbrochene Etagen. Die Luft heizt sich im Sommer noch mehr auf und kann an den Seiten nicht weg, nur nach oben. Es wird doch heiß, wie in einem Stadion, die Luftbewegung bei so einer Bebauung ist noch mehr eingeschränkt. Man wird auf seinen Terassen und Balkonen jedenfalls im Sommer nicht sitzen wollen, man brütet vor sich hin. Das ist nun wirklich keine klimagerechte Stadtbebauung ! Bei einer Neubebauung muß auch die Luftzrikulation beachtet werden . Unabhängig der Klimakonferenz, besagte schon das Gutachten zum B-Plan, dass sich das Mikroklima bei so einer Bebauung verschlechtert. Deshalb verstehe ich auch die Grünen überhaupt nicht mehr.
    Was sind heute die Werte der Jenaer Grünen ?


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  67. Jenenser freut sich: ja es sind mehr Jenaer für eine Neubebauung, aber auf keinen Fall, für so eine mittelalterliche Gassenbebauung bis auf die Weigelstraße und so dicht vor das Rathaus. Es wurden bei ihrer representativen Befragung auch nur Bilderchen von kleinen Teilen des Platzes gezeigt, maximal 2 Seiten und die Umgebung hat man ganz ausgeblendet. Lesen Sie doch die Gästebücher, die bei der Investoranausstellung da lagen. Hier hat auch die Mehrheit mit Entsetzen geschrieben, so nicht ! Es waren so viel mehr negative wie positive Einträge, dass die Stadt auf die Veröffentlichung lieber verzichtet hat. Ich frage, viele Geschäftspartner, Bekannte oder einfach so Leute, mit denen man ins Gespräch kommt. Wissen Sie wie der Eichplatz bebaut werden soll? Die Hälfte sagt, na da wo der Parkplatz ist. Wenn ich dann die tatsächlichen Baulinien benenne ist nur noch Kopfschütteln und keiner hat mir bisher gesagt: das ist aber schön.

    Lieber Jenenser freut sich: wir bemängeln nicht dass gebaut wird, sondern wir wünschen noch einen kleinen Rest freien Raum. Aber kein Terassen-Eichplätzchen mit Rinnsal und Sitzstufen, da bekommt man nur einen kalten Hintern. Wir wünschen uns einen großen freien Platz mit vielleicht rechts und links einer Häuserzeile und im EG Geschäfte und vielleicht noch einen Lebensmittelladen. Ich wünsche mir einfach nur die Erfüllung einer früheren Aussage der Grünen vor der letzten Kommunalwahl. Ein Eichplatz mit viel Grün mit richtigen Holzbänken mit Lehne (für unsere Senioren, da sitzen sie lieber, wie auf Steinen) und einen kleinen Spielplatz mit Springbrunnen. Laßt uns doch den alten Orchideenbrunnen wieder aufstellen, das erspart uns einen neuen Wettbewerb, sparen wir das Geld lieber dafür und geben es einem Verein in Jena. Dieser weiß am besten, wo der Schuh den Bürgern am meisten drückt.

    Noch nicht angesprochen ist das Handbuch für klimawandelgerechter Stadtentwicklung und das ungeeignete Parkraumkonzept, was solch einer kolossalen Bebauung entgegenspricht.


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  68. Jenenser freut sich | 10. November 2012 um 21:39 |

    > Es gab eine Befragung der Bürger. Die überwiegenden
    > Mehrheit der Bürger lehnte die Bebauungskonzepte für den
    > Eichplatz ab

    Ich kenne die Ergebnisse beider Umfragen sehr gut. Im repräsentativen Ergebnis gab es mit 69% eine absolute Mehrheit für die Bebauung des Platzes. Bei den Konzepten hatte ECE 47,6% Zustimmung, 12% Neutral und 40,4% Ablehnung. Damit sind mehr Menschen dafür als dagegen. Daraus eine Ablehnung der Bebauungskonzepte für den Eichplatz zu zimmern, das ist zurechtbiegen.

    @Martin

    GfK und mb-research sind Marktforschungsinstitute, ersters ist m.W. das größte in Deutschland. Sie untersuchen regelmäßig die Kaufkraft von Regionen, d.h. das den Haushalten dort nach allen wiederkehrenden Zahlungsverpflichtungen (wie Miete etc.) für den privaten Konsum zur Verfügung stehende Einkommen. Der Wert wird pro Haushalt angegeben und auf den nationalen Durchschnitt bezogen, der immer 100 beträgt.


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  69. Jenenser freut sich: also ich gehöre zu den Bürgern, die einen Eichplatz wünschen mit mehr Grün und Freiflächen und ordentlichen Bänken und einen Springbrunnen , also ein Freiraum für alle Bürger und nicht nur für einen Investor, der unnötig für die nächsten Jahrzehnte den Platz in Besitz nimmt. Bebauung ja, aber nicht in diesem Ausmaße.

    Ich weiß nicht was GfK und mb-research ist. Wenn sie die Kaufkraft der Jenaer Bevölkerung betreffen, gibt es sehr viel Spanne nach oben. Bei der jetzigen Entwicklung denke ich aber eher dass man statt 400 € 450 € verdient und statt 800 € vielleicht 900 € . Dies betrifft immerhin einen nicht geringen Teil. Gerade die Schlecker-Frauen freuen sich sicher über die Gehaltssprünge, die sie gerade machen dürfen. Die Hälfte durfte immerhin Hilfsjobs annehmen, laut Arbeitsamt Jena.

    Ich denke der Durchschnitts-Jenaer verdient nicht mehr wie 1300 € netto. Wenn man da eine Familie mit 2 Kindern ernähren muß, dann sollte aber die Frau genausoviel heim bringen. Dies ist aber selten der Fall. Frauen verdienen immer noch weniger, wie Männer.

    Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie recht behalten. und die Löhne in nächster Zeit richtig stark steigen. Im Moment habe ich eher das Gefühl, besonders bei Wohnen, Tanken und Energiekosten, dass die Gehaltssteigerungen für den Ausgleich der Inflation nicht reichen.

    Das wir viele Zuzügler haben, die gutes Geld verdienen, wie Ärzte und Wissenschaftler und Unternehmer ist unbestritten bei den einfacheren Arbeiten werden die Jobs aber weiter geteilt und es gibt viele Aufstocker und Wohngeldempfänger, selbst unter Freiberuflern.

    Fragen Sie doch mal die Masse der Bevölkerung, Musiklehrer, Elektriker, Verkäuferinnen, Sachbearbeiter, Arzthelferinnen, Rentner wie hoch ihre letzte Gehalts- und Rentenerhöhung waren, ob diese über dem Inflationsausgleich auch waren.


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  70. Heidrun Jänchen | 10. November 2012 um 20:19 |

    Es ist schön, dass Sie den Willen der Menschen respektieren. Es gab eine Befragung der Bürger. Die überwiegenden Mehrheit der Bürger lehnte die Bebauungskonzepte für den Eichplatz ab – und es hätte sich online wirklich jeder beteiligen können, der unbedingt ein ECE- oder sonstiges Center braucht. Genau das ist aber nicht passiert. Die Stadt biegt seither die Ergebnisse zurecht.
    Es wäre nett, wenn Sie nicht immer nur versuchen würden, mich lächerlich zu machen. Auch am Markt befindet sich gerade ein Laden, Komma 10, in Auflösung. Und nein, ich wäre überhaupt nicht froh, wenn die Neue Mitte dicht macht. Ich habe nichts grundsätzlich gegen ein Einkaufscenter, ich glaube nur nicht, dass wir noch ein drittes und viertes brauchen. In der Neuen Mitte findet man etliche Läden, die es ebenso in der Goethe-Galerie gibt. Wo ist da der Vorteil für den Verbraucher? Was haben wir von noch einer Filiale der gleichen Kette am Eichplatz?
    Bei der Bevölkerungsentwicklung vergessen Sie den massiven Druck auf Studenten, den Hauptwohnsitz in Jena zu nehmen (unter anderen unter Androhung einer Zweitwohnsitzsteuer). Die Studenten waren zuvor schon da. Nun sind sie Bürger. Kaufen sie deshalb mehr?


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  71. Jenenser freut sich | 10. November 2012 um 19:44 |

    > Wenn Sie nicht nur zur Neueröffnung von Saturn in der
    > Goethe-Galerie gewesen wären, sondern auch mal in der Neuen
    > Mitte,

    Wenn Sie ernstgenommen werden wollen, unterlassen Sie Tatsachenbehauptungen, die Sie nicht wissen können.

    > dann hätten Sie da sehen können, dass es außer bei Thalia
    > und Aldi verdammt leer aussah. Wie man sehen kann: Das
    > bessere Konzept gewinnt.

    Ich habe keine Ahnung, was Sie damit sagen wollen. Falls Sie andeuten wollen, dass das Reisebüro oder der Bäcker in der Neuen Mitte wegen der Eröffnung des Saturn-Marktes jetzt in Existenznot geraten, kommentiere ich das lieber nicht. Falls Sie sagen wollen, dass die Neue Mitte als Center in Existenznot ist: Nun ja, ein Leerstand von 0% scheint mir nicht darauf hinzudeuten. Aber müßte es Ihnen nicht sogar recht sein, wenn die Neue Mitte zumacht? Das ist doch so ein böses Center? Falls Sie von mir einen entsetzten Aufschrei erwarten: Wenn die Leute nicht mehr in die Neue Mitte gehen, dann wird sie eben geschlossen. Das ist der Markt. Und ganz ehrlich: Eine Schließung der Neuen Mitte würde ich nicht einmal bedauern.

    > Es kann sein, dass Sie kein Problem damit haben, wenn die
    > Läden am Markt und in der weiteren Innenstadt dicht machen
    > und es statt Läden vernagelte Fenster gibt, weil die Leute
    > mit den Füßen abstimmen – ich schon.

    Nun, das unterscheidet uns offensichtlich. Ich respektiere den Willen der Menschen. Wir leben in einem freien Land. Jeder kann einkaufen, wo er will. Wenn die Menschen lieber in Centern einkaufen als am Marktplatz, dann ist das eben so. Vernagelte Fenster am Markt würde ich natürlich genauso wenig mögen, wie Sie. Aber wie wir beide wissen, ist das eine völlig übertriebene appeal to fear-Argumentation. Wenn da wirklich gar kein Handel mehr ginge, was ich nicht glaube, dann kämen eben andere Nutzungen. Vielleicht mehr Gastronomie oder Dienstleistungen. Das wäre auch nicht schlecht und paßte möglicherwise sogar besser in die Altstadt. Und wo auch das nicht ginge, vielleicht tatsächlich auch Wohnungen. Wäre das so schlimm?

    > Für mich besteht eine lebenswerte Stadt aus mehr als
    > optimalen Shopping-Möglichkeiten.

    Das glaube ich Ihnen. Aber ist Ihnen schon einmal in den Sinn gekommen, dass andere Menschen das anders als Sie sehen könnten? Und dass das die Mehrheit sein könnte? Ist deren Meinung weniger wert?

    > Ja, es stört mich tatsächlich, wenn die Straßen mit
    > leerstehenden Läden gesäumt sind. So weit sind wir noch
    > nicht, aber in der Neugasse wirft gerade wieder einer das
    > Handtuch.

    Ach herrje, tatsächlich? Das ist ja ein richtiger Flächenbrand!

    > Ich habe auch nirgends behauptet, dass ECE darauf aus ist,
    > irgendwelche Händler kaputt zu machen.

    Ich zitiere: „Wir bauen hier mehr Verkaufsfläche, um die kleineren Läden in der Randlage des Zentrums kaputt zu machen.“

    > Ich gehe davon aus, dass es ECE schlicht egal wäre, ob
    > andere Läden kaputt gehen.

    Selbst das bezweifle ich. Auch eine ECE verdient mehr Geld, wenn ein attraktives Umfeld mehr Leute anlockt. Im Übrigen: Was erwarten Sie? Soll jeder Händler auf den anderen Rücksicht nehmen? Kümmert sich heute der Fleischer, wenn der Bäcker in seiner Straße schließt?

    > Um es so drastisch auszudrücken: einem Center kann nichts
    > Besseres passieren, als dass der Rest der Innenstadt auf
    > den Hund kommt – dann muss man weniger vom Kuchen abgeben.

    Natürlich ist das nicht so. Wenn das Umfeld auf den Hund kommt, hat das direkten Einfluss auf die Mieten im Center.

    > Ich weiß auch nicht, wo Jena gewachsen sein soll. Die
    > Einwohnerzahl hat sich zwar gegenüber der Prognose deutlich
    > positiver entwickelt, aber wenn man die Eingemeindungen
    > weglässt, dann ist sie in den letzten zwanzig Jahren im
    > wesentlichen konstant.

    Jaja, wir biegen uns die Welt irgendwie hin. Die letzten Eingemeindungen fanden 1994 statt, also lange vor der Studie der Bauhaus-Uni. Laut jena.de hatte die Stadt im Jahr 2002 97.943 Einwohner gegenüber 104.090 im Jahr 2011, also plus 6.000 in 9 Jahren. Darin sind nicht die Jenaer enthalten, die über die Eingemeindungsgrenzen hinaus gezogen sind, die es aber auch gibt. Und alle Prognosen der letzten 10 Jahre waren zu pessimistisch, insbesondere die des Freistaats und die der Bertelsmann-Stifung. Die tatsächliche Bevölkerungsentwicklung lag immer darüber.

    > Die Kaufkraft liegt noch immer weit unter dem
    > Bundesdurchschnitt,

    GfK und mb-research stufen Jena in die Kategorie 88-96 ein. Das enstspricht z.B. weiten Teilen Hessens, Nordbayerns und Rheinland-Pfalz‘. Im Osten ist nur Potsdam besser. Und zur Entwicklung: Feri hat für Jena 12% Plus bis 2017 prognostiziert. Von „weit unter“ und „dauert noch ewig“ kann man da wohl kaum sprechen.

    > Meinen Sie ernsthaft, dass jemand nach Weimar zu Saturn
    > oder nach Erfurt zu Thalia oder nach Gera zu Takko Fashion
    > fährt, wenn er das auch vor der Haustür haben kann? Bloß
    > weil das Center irgendwie cooler ist?

    Hätten Sie den Wikipedia-Artikel aus dem letzten Posting gelesen, wüßten Sie die Antwort.


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  72. Heidrun Jänchen | 10. November 2012 um 16:41 |

    Wenn Sie nicht nur zur Neueröffnung von Saturn in der Goethe-Galerie gewesen wären, sondern auch mal in der Neuen Mitte, dann hätten Sie da sehen können, dass es außer bei Thalia und Aldi verdammt leer aussah. Wie man sehen kann: Das bessere Konzept gewinnt.
    Es kann sein, dass Sie kein Problem damit haben, wenn die Läden am Markt und in der weiteren Innenstadt dicht machen und es statt Läden vernagelte Fenster gibt, weil die Leute mit den Füßen abstimmen – ich schon. Für mich besteht eine lebenswerte Stadt aus mehr als optimalen Shopping-Möglichkeiten. Ja, es stört mich tatsächlich, wenn die Straßen mit leerstehenden Läden gesäumt sind. So weit sind wir noch nicht, aber in der Neugasse wirft gerade wieder einer das Handtuch.
    Ich habe auch nirgends behauptet, dass ECE darauf aus ist, irgendwelche Händler kaputt zu machen. Ich gehe davon aus, dass es ECE schlicht egal wäre, ob andere Läden kaputt gehen. Das ist der grundsätzliche Unterschied zwischen Stadtplanung im Interesse der Stadt und Center-Planung im Interesse des Centers. Um es so drastisch auszudrücken: einem Center kann nichts Besseres passieren, als dass der Rest der Innenstadt auf den Hund kommt – dann muss man weniger vom Kuchen abgeben.
    Ich weiß auch nicht, wo Jena gewachsen sein soll. Die Einwohnerzahl hat sich zwar gegenüber der Prognose deutlich positiver entwickelt, aber wenn man die Eingemeindungen weglässt, dann ist sie in den letzten zwanzig Jahren im wesentlichen konstant. Die Kaufkraft liegt noch immer weit unter dem Bundesdurchschnitt, und wenn man da die letzten 20 Jahre hochrechnet, wird es noch 20 bis 50 Jahre dauern, bis wir an den rankommen. Und wo sind denn Ladenflächen weggefallen? Außer durch unvermietbaren Leerstand, von dem Sie ja offenbar noch mehr haben wollen …
    Meinen Sie ernsthaft, dass jemand nach Weimar zu Saturn oder nach Erfurt zu Thalia oder nach Gera zu Takko Fashion fährt, wenn er das auch vor der Haustür haben kann? Bloß weil das Center irgendwie cooler ist? „Weite Strecken“ müsste man erst einmal definieren. Gelegentlich fahre ich zum Einkaufen nicht zum Supermarkt um die Ecke, sondern in einen der Großmärkte, weil die ein größeres Sortiment haben. Das sind durchaus mal 8 km extra, aber eben nicht, um in den gleichen Laden zu gehen wie vor der Tür. Ich habe auch letztens in Freiburg im Breisgau ein Buch gekauft, aber glauben Sie mir, deshalb bin ich nicht quer durchs Land gefahren.


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  73. Jenenser freut sich | 10. November 2012 um 15:21 |

    > Ah, da eröffnet ein neuer Elektronikmarkt mit viel
    > Werberummel ringsum, und daraus leiten Sie den dauerhaften
    > Bedarf für noch 16000 m² mehr Ladenfläche ab?

    Zeigen Sie mir bitte die Stelle, wo ich das behaupte.

    > Wir haben hier keine Versorgungswüste, sondern einen
    > knallharten Verteilungskampf.

    Und seit es Handel und Gewerbe gibt, war das (außer in der DDR) schon immer so.

    > Und da es in allen vier Zentren mehr oder minder die
    > gleichen Läden gibt, kommt kein Mensch auf die Idee, ins
    > übernächste zu fahren.

    Zitat aus der Wikipedia unter dem Stichwort Zentralität: „Zu beobachten ist aber, dass das theoretische System der zentralen Orte, auf das die Zentralitätskennziffer reflektiert, dem realen Einkaufsverhalten der Konsumenten in weiten Teilen nicht entspricht. Die Konsumenten richten ihre Versorgungstätigkeit nur zum Teil nach dem Kriterium der Nähe eines Versorgungsangebotes aus. Eine zunehmende Rolle spielen für die Konsumenten der Angebotsmix (z.B. die Kombination von Einzelhandel, Kultur- und Freizeitangeboten), Sauberkeit, Sicherheit und Bequemlichkeit des Angebotes sowie der Preis und die Spezialisierung eines Angebotes (Angebotstiefe). Daher sind die Konsumenten (insbesondere für den Erwerb von Waren, die nicht der Deckung der Grundversorgung dienen) bereit, nicht nur das nächstgelegene Zentrum aufzusuchen, sondern darüber hinaus weite Fahrten in Kauf zu nehmen.“ Das sagt genau das Gegenteil, oder? Wer weiß es besser, Sie oder die Autoren dort?

    > Wenn Sie meinen Kommentar ernsthaft gelesen hätten,

    Gelesen habe ich es. Aber Ihre, Entschuldigung, verquasten Gedankengänge sind manchmal einfach nicht ernstzunehmen. Sie sind dermaßen fixiert auf dieses Jena-verträgt-keinen-zusätzlichen-Handel-mehr-Thema, dass Sie, siehe oben, alles darauf reflektieren und Verschwörungen wittern, wo keine sind. Meiner Meinung nach erreicht das bei Ihnen und noch ein paar Anderen hier durchaus schon eine pathologische Dimension.

    > dann hätten Sie festgestellt, dass ich sehr wohl glaube,
    > dass ECE noch etwas holen könnte – nämlich die Kaufkraft,
    > die im Moment noch anderswo in der Stadt umgesetzt wird.

    Ich habe sehr wohl gelesen, dass Sie glauben, dass ECE nur den örtlichen Handel, den Sie zusätzlich auf 1B-Lagen beschränken, vernichten will. Und das z.B. ist für mich ein derart absurder Gedanke, dass ich darüber gar nicht diskutieren will. Es scheint mir sehr viel naheliegender, dass ECE einfach nur Geld verdienen will und nicht einen Vernichtungsfeldzug gegen 1B-Händler führen.
    Im Übrigen: Ich finde es grundsätzlich gut, wenn jemand in Jena viel Geld investieren will. Ich finde es gut, wenn das unsere Stellung im Wettbewerb der Städte verstärkt. Und ich finde es gut, wenn die Jenaer eine größere Vielfalt bekommen und aus mehr Angebot, d.h. auch, mehr Händlern auswählen können. Falls es zuviele werden, soll das bessere Konzept gewinnen. Und das scheint mir der Kern Ihres Problems zu sein: Sie ahnen, dass den meisten Menschen das ECE-Angebot besser gefallen wird und das gefällt Ihnen nicht, aus welcher Motivation heraus auch immer.

    > Da könnte man, wenn man denn wöllte, sich die Beispiele
    > Schwerin, Wetzlar oder Siegen ansehen, wo es exakt so
    > gelaufen ist. Dort sind ganze Straßenzüge verödet.

    Dann haben dort die Bürger mit den Füßen besonders stark für das neue Angebot abgestimmt. Hätte man sie besser zwingen sollen, weiter in diesen Straßenzügen einzukaufen, indem man das neue Angebot verhindert?

    > Auch in Jena stellten nach der Eröffnung der Goethe-Galerie
    > 40 % der Innenstadthändler einen Umsatzrückgang fest – hat
    > ein vermutlich völlig inkompetenter Professor der
    > Bauhaus-Uni ermittelt.

    Natürlich gibt es Verschiebungen. Alles andere wäre illusorisch. Es liegt an jedem einzelnen Händler, so gut zu sein, dass die Kunden weiter zu ihm kommen.

    > Die von Anne zitierte Studie wurde von der Stadt selbst in
    > Auftrag gegeben (übrigens waren es 15000 m²
    > Erweiterungsmöglichkeit). Wenn man die Neubauten der
    > letzten Jahre (Neue Mitte, Kirstensches Haus, Saturn,
    > Sonnenhöfe) abzieht, sind davon noch etwa 3000 m² übrig –
    > auf dem Eichplatz sind aber 16000 m² geplant.

    Gewachsene Einwohnerzahl, gestiegene Kaufkraft und weggefallene Verkaufsflächen hingegen ignorieren wir einfach mal.

    > Wie ist das eigentlich, wenn man nichts als ein Bauchgefühl
    > hat und deshalb glaubt, auf Fakten und Zahlen nichts geben
    > zu müssen?

    Jena wurden noch Ende der neunziger Jahre 80.000 Einwohner prognostiziert, deswegen fehlen heute massiv Wohnungen. Uns wurden sinkende Geburtenraten vorhergesagt, deswegen wurden Schulen und Kindergärten geschlossen, die wir heute wieder aufbauen. Ich habe selbst beruflich mehr mit Zahlen zu tun, als Sie wissen können (aber mal eben dazu etwas behaupten, das paßt ins Bild). Planwirtschaft hat ihre Grenzen. Und die von Ihnen gebetsmühlenartig bemühte, veraltete Studie halte ich in der in der Tat nicht mehr für besonders relevant. Jedenfalls leite ich daraus nicht mit Milchmädchenrechnungen her, wieviele Quadratmeter Einzelhandelsfläche Jena heute noch verträgt.


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  74. @Holger Herrmann:
    „.. mittelalterliche Herren in einsamen Herrenausstatter sich verlaufen..“ das ist echt gut. grüner Daumen. (waren ja viele rote Daumen online)
    Stelle mir gerade vor, wie die mittelalterlichen Herren durch die mittelalterlichen Gassen des Eichplatzes bummeln.
    Ist das ein schönes Bild. Man muß nur aufpassen, dass man kein Rad zwischen die Beine bekommt, es soll laut TomWed ja eine Nutzung von Fußgängern und Radfahrern in den engen Gassen geplant sein. Oh man sind die wirklich alle krank im Rathaus.

    susi.töpfer: die Statistiken des Internethandels kann man monatlich nach oben schrauben. Herr Holz hat recht , wenn er meint, dass sich der stationäre Handel vor enormen Veränderungen befindet.

    Gerade deshalb ist die Eichplatzplanung nonsens, da haben wir noch nicht einmal über die klimawandelgerechte Stadtentwicklung diskutiert.


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  75. susi.töpfer | 10. November 2012 um 07:17 |

    aktuell vor 10 Minuten bei n-tv:

    Internethandel weiter verstärkt: jedes 4. Weihnachtsgeschenk wird über internet bestellt!

    Wir brauchten vielleicht noch einen Lebensmittelmarkt und ein paar weitere Geschäfte im Zentrum, niemals aber 16.000 m² !!!


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  76. Heidrun Jänchen | 10. November 2012 um 00:24 |

    @ Jehnenser freut sich:
    Ah, da eröffnet ein neuer Elektronikmarkt mit viel Werberummel ringsum, und daraus leiten Sie den dauerhaften Bedarf für noch 16000 m² mehr Ladenfläche ab? Weil bei Eröffnung eines neuen Elektronikmarktes mit Eröffnungsangeboten auch alle Schnäppchenjäger unterwegs wären? Das ist nachhaltig gedacht, Hut ab. Man kann eine Bedarfsforschung auch im Weihnachtsgeschäft machen, da kommt man sicher auf noch mehr Bedarf.
    Natürlich weiß ich, dass Jena als Oberzentrum natürlich Kaufkraft aus dem Umland zieht, und zwar ungefähr 14 %, aber die nächsten Oberzentren Gera, Weimar und Erfurt liegen in einem 50 km-Umkreis. Wir haben hier keine Versorgungswüste, sondern einen knallharten Verteilungskampf. Und da es in allen vier Zentren mehr oder minder die gleichen Läden gibt, kommt kein Mensch auf die Idee, ins übernächste zu fahren.
    Wenn Sie meinen Kommentar ernsthaft gelesen hätten, dann hätten Sie festgestellt, dass ich sehr wohl glaube, dass ECE noch etwas holen könnte – nämlich die Kaufkraft, die im Moment noch anderswo in der Stadt umgesetzt wird. Da könnte man, wenn man denn wöllte, sich die Beispiele Schwerin, Wetzlar oder Siegen ansehen, wo es exakt so gelaufen ist. Dort sind ganze Straßenzüge verödet. Dazu braucht man keine Verschwörungstheorie, das kann man nachlesen. Auch in Jena stellten nach der Eröffnung der Goethe-Galerie 40 % der Innenstadthändler einen Umsatzrückgang fest – hat ein vermutlich völlig inkompetenter Professor der Bauhaus-Uni ermittelt.
    Die von Anne zitierte Studie wurde von der Stadt selbst in Auftrag gegeben (übrigens waren es 15000 m² Erweiterungsmöglichkeit). Wenn man die Neubauten der letzten Jahre (Neue Mitte, Kirstensches Haus, Saturn, Sonnenhöfe) abzieht, sind davon noch etwa 3000 m² übrig – auf dem Eichplatz sind aber 16000 m² geplant. Das hält die Stadt selbst für unverträglich, zumindest in dieser Studie.
    Die 250 % ziehe ich zurück. Sind tatsächlich nur 150 %. Das Auslastungsmaximum liegt laut Radverkehrskonzept an Uni und Bibliothek; das habe ich verwechselt. Aber 150 % sind immer noch viel mehr Fahrräder als Stellplätze, und falls der Wachdienst der Meinung ist, man behindere den Zugang zum Shopping-Paradies, findet man ein nicht angeschlossenes Fahrrade unter Umständen ganz woanders wieder.
    Wie ist das eigentlich, wenn man nichts als ein Bauchgefühl hat und deshalb glaubt, auf Fakten und Zahlen nichts geben zu müssen? Und wie viele Elektronikmärkte, glauben Sie, verträgt die Innenstadt noch?


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  77. Holger Herrmann | 10. November 2012 um 00:17 |

    @ TomWed
    Ihr müsst einfach weltoffener sein. In Amsterdam gibt es ein riesiges Fahrradparkhaus.
    Ansonsten klaut wohl jeder jedem sein Fahrrad nach Bedarf. Edel Drahtesel gibt es da aber nicht.
    Das Foto ist vom Königinnentag. Die Jungs hatten keine Probleme mit Fahrradständern und anschließen.

    https://www.dropbox.com/c/shmodel?nsid=170631349&sjid=0&state=2&signature=c5b3efa&path=/Fahrrad/IMG_0069.JPG&id=shmodel


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  78. @ alle: Es wurde nach einem Fahrradabstellkonzept für das Zentrum gefragt. Tja, die Verwaltung hat es vor 8 Jahren mal angeschoben (es gibt einen Entwurf, der m.E. nie in den Stadtrat kam), aber dann das Handtuch geworfen.

    Knackpunkt ist (wie immer) der Platzbedarf: Für eine vernünftige Lösung (Rahmen anschließbar) braucht man für 8 Fahrräder knapp die Grundfläche eines Pkw (ca. 5×2 m). Es gibt mehrgeschossige Varianten, die aber mit Mechanik verbunden und nicht ganz billig sind. Geld kann man den Nutzern nur selten abknöpfen, die meisten stellen das Rad dann eben anderswo hin (was im Gegensatz zum Falschparken eines Autos nicht nach StVO verboten ist).

    Es muss in aller Deutlichkeit gefragt werden (ich wiederhole mich da gern): Will ich Fahrradständer haben, muss eine andere Nutzung an der Stelle weichen; welche soll das sein? – Gleiches Problem wie bei den Radwegen im Stadtzentrum. Z.B. könnte man den gesamten Holzmarkt im Bereich der Pergola (wo der Italiener Tische und Stühle hat) als Radparkplatz nutzen, er würde sicher voll. (Und: für nichts anderes nutzbar, weil die Bügel in den Boden betoniert werden.) Will das jemand? Die Verwaltung sieht da keinerlei Lösung.

    Dämlicherweise schreibt die Thüringer Landesbauordnung auch nicht bei Neubauten die Schaffung von Radstellplätzen vor. Autoparkplätze ja, und wenn nicht, dann Stellplatzablöse. Das Fahrrad hat aber keiner auf dem Radar, außer dass Herr Carius Helmkampagnen anschiebt.


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  79. Holger du bist heute gut drauf: mittelalterliche Herren im einsamen Herrenausstatter , die noch nie einen Computerkurs besuchten, ich lach mit tot.


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  80. Jenenser freut sich:

    Sie kennen glaube ich einige Sachverhalte zur Eichplatzplanung nicht. Man begründet dies mit einem 10 Jahre alten Gutachten, welches 10.000 m² fehlende Ladenfläche ausweist, insbesondere ein Elektronikfachgeschäft.

    Mit Einzug von Saturn in die Goethegalerie ist der Punkt nun gestrichen.

    Desweiteren lag noch kein Gutachten des von der Stadt in Auftrage gegebenen Jenaer Klimaanpassungsstrategie JenKas vor. Vorgetragen auf der Klimakonferenz gestern im Rathaus zur Klimawandelgerechten Stadtentwicklung. Ich hoffe inbrünstig, dass sich die Stadt wenigstens an ihre eigenen Gutachten hält, wenn wir für diese nur Nörgler und Besserwisser sind. Diese Handbuch besagt eindeutig, dass man in einer verdichteten Stadt wie Jena, Grün- und Freiflächen zu erhalten und auszubauen hat. Thema hier die Aufheizung der Städte durch zu dichte Bebauung und Betonpflaster.

    Nur 2 Punkte hierzu, von weiteren möchte ich Abstand nehmen, da ich die Leser nicht langweilen möchte.


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  81. Holger Herrmann | 9. November 2012 um 20:32 |

    Der Eichplatz wird mit keinem Einkaufscenter bebaut. Es wird keine Mall errichtet.

    Der bestehende B-Plan, der Investorenwettbewerb mit Jury und die vorgestellten Investorenmodelle der Bürgerbefragung sagen eindeutig:
    Alle Geschäfte haben ausschließlich Zugang von den umgebenden Straßen und Gassen und vom neuen „Eichplätzchen“

    Falls etwas anderes gebaut wird, etwa ein EKZ mit einer Mall hätte man die Bürger der Stadt Jena eindeutig belogen und betrogen.

    Der Saturn Markt ist unbestritten ein sehr attraktiver Ankermieter der Goethegalerie. Der Ansturm wird einige Tage anhalten, dann wird alles seinen normalen Gang gehen.
    Wahrscheinlich wird Mediamarkt in Lobeda schließen und Finke sich erweitern. Dies wäre eindeutig ein Plus für die Goethegalerie.
    Für den Eichplatz bestehtl kein ernsthafter Bedarf an 16.000m² Einkaufsfläche.

    Bei weiter steigenden Preisen für Energie und Miete müssen sich viele Menschen ernsthaft überlegen, was sie mit dem verbleibenden Geld noch machen
    Urlaub, Privatschule für die Kinder oder Theater, Philharmonie, Auto…..?
    Da wird es enge für Shopping?

    Und das Ganze nur damit sich ein paar einzelne, mittelalterliche Herren in einem einsamen Herrenausstatter verlaufen. Wenn diese einen PC Kurs besuchen würden, würde sich das Problem vielleicht von selbst in Luft auflösen.


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  82. Jenenser freut sich | 9. November 2012 um 17:58 |

    @Heidrun Jähnchen

    > Ich denke, es werden durch den Neubau von Läden auf dem
    > Eichplatz kaum neue Kaufinteressenten nach Jena kommen.

    Aber natürlich werden sie das. Das war gestern in der Goethe Galerie eindruckvoll zu sehen. Und wenn das Angebot gut ist, werden sie auch wiederkommen.

    > Jena zieht schon heute Kaufkraft aus dem Umland ab,

    Natürlich. Und, Sie werden es kaum glauben, das ist völlig normal. Das Umland, von dem Sie sprechen, kann diese Kaufkraft nämlich nicht selber binden und würde sie sowieso an umliegende Städte oder den Versandhandel verlieren. Die Frage ist nur, an wen genau.

    > und das Umland ist durch die Nachbarstädte stark begrenzt.
    > Ich denke, genau das wissen auch die Planer der
    > Eichplatzbebauung.

    Sie glauben also, ECE und OFB wissen, dass in Jena nichts mehr zu holen ist, und stecken trotzdem einen Haufen Geld in eine 120 Millionen-Planung? Mann, sind die dumm! Und Sie so klug!

    > Es sagt aber keiner: Wir bauen hier mehr Verkaufsfläche, um
    > die kleineren Läden in der Randlage des Zentrums kaputt zu
    > machen. Das würde zu negativ klingen.

    Und ich dachte immer, die wollen nur Geld verdienen. In Wirklichkeit geht es also um einen Feldzug gegen Geschäfte in 1B-Lagen? Schweinerei, dass die das nicht zugeben und gut, dass Sie es aufdecken!

    > Der Mangel an Parkplätzen wird dazu führen, dass das
    > Eichplatz-Center nicht zu attraktiv wird und die ganze
    > Innenstadt schlechter erreichbar.

    Ja, alles wird den Bach runtergehen. Ganz fürchterlich.

    > Wenn es von Seiten der Grünen wenigstens ein gescheites
    > Radverkehrskonzept für den Eichplatz gäbe!

    Moment, doch nicht! Das würde es retten! Tom Wedekind, übernehmen Sie!

    > In der Innenstadt sind die Radparkplätze chronisch
    > überbelegt (vor der Goethe-Galerie zu 250 %!).

    250,5%! Mindestens!

    > Aber wird bei der Bebauung auch Fahrradparkplatz geplant?
    > Natürlich nicht. Dafür steigen die Nahverkehrspreise.

    Das ist alles ein großer Plan. Dahinter stecken *sie* (pssst).

    Die OTZ brachte gestern ein Interview mit dem Leiter des neuen Saturn-Marktes. Er sagte sinngemäß, dass man seit Jahren darum gekämpft habe, nach Jena zu kommen, aber keine freien Flächen finden konnte. Und dass Bewerberzahl und Käuferresonanz weit überdurchschnittlich gewesen seien. Nach dem, was hier immer so zu lesen ist, muss der Mann ein abgefeimter Lügner sein. Denn erstmal sind in Jena ja wohl genug Flächen frei, richtig? Der hätte problemlos ins, sagen wir mal, Drackendorfcenter gehen können. Oder nach Ilmnitz, da war doch noch die alte Lagerhalle frei. Und große Resonanz, nein, unmöglich. Die Menschen, die da gestern und heute den ganzen Tag über die Goethe Galerie geflutet haben, das waren nur ein paar verirrte Spinner. Die meisten Leute wollen das doch alles gar nicht mehr, diesen Konsum und so. Die bestellen sowieso alle im Internet.

    Wie ist das eigentlich, wenn einen die Realität so widerlegt? Am Ende haben wir nun trotz der ewigen Meckerei einen Elektronikmarkt in bester Innenstadtlage mit einem guten Sortiment, den erstmals nicht nur die Autofahrer, sondern auch Fußgänger, Radfahrer und Nutzer der Öffis gut erreichen können und den viele Menschen offensichtlich auch wollen und annehmen. Und genauso wird es mit der Eichplatzbebauung werden. Sie wird ein Erfolg werden. Und falls in der Folge eines von diesen Grüne-Wiese-Centern an Attraktivität verliert oder die Schillerpassage endgültig zumacht, dann ist das zu verschmerzen.

    Feuer frei!

    PS: Text kann Spuren von Ironie enthalten.


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  83. @ Jenenserin:
    Das ist so nicht ganz richtig. Man kann ein Center planen, indem man darauf setzt, vorhandene Kundenströme umzulenken. Das passiert gar nicht mal so selten, wie wissenschaftlich untersuchte Neu-Center zeigen.
    Martin hat völlig recht: Man zieht die Kaufkraft aus anderen innerstädtischen Lagen ab. Ein Center ist einzelnen Läden fast immer überlegen, weil es sich eine viel bessere Optimierung des Sortiments und zusätzliche „Events“ locker leisten kann. Es gibt eine einheitliche Werbung, kostenlose Kundenparkplätze. Wer einmal drin ist, geht dann nicht noch 500 m weiter zum Bäcker, sondern nimmt sein Brot beim Aktions-Backstand mit.
    Zusätzliche Kunden halte ich persönlich für reine Zweckpropaganda. Aber die Innenstadthändler haben das mehrheitlich noch nicht begriffen. Jedenfalls regt es sie kein bisschen auf.


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  84. @Heindrun Jänchen, dann kanabalisieren sich auch die Vermieter, wie Herr Holz so schön sagte, der Läden der Nebenstraßen. Man könnte aber auch einen Vorhang vors Schaufenster hängen und dann an die Studenten vermieten. Dann kommen ja mindestens 10 € Miete je m² rein.


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  85. Heidrun Jänchen, kein Center plant einen Neubau ohne Perspektive, neue Kundenströme anzuziehen. Die Investoren würden sich abwenden von so einem Projektentwickler. Was ist eigentlich mit ECE, die sind so leise, dachte eigentlich die machen vor Entscheidung des Stadtrates noch einigen Rummel in Jena. Oder wollen die schon nicht mehr ?


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  86. @ Martin:
    Ich denke, es werden durch den Neubau von Läden auf dem Eichplatz kaum neue Kaufinteressenten nach Jena kommen. Jena zieht schon heute Kaufkraft aus dem Umland ab, und das Umland ist durch die Nachbarstädte stark begrenzt.
    Ich denke, genau das wissen auch die Planer der Eichplatzbebauung. Es sagt aber keiner: Wir bauen hier mehr Verkaufsfläche, um die kleineren Läden in der Randlage des Zentrums kaputt zu machen. Das würde zu negativ klingen. Aber genau das wird sehr wahrscheinlich passieren.
    Der Mangel an Parkplätzen wird dazu führen, dass das Eichplatz-Center nicht zu attraktiv wird und die ganze Innenstadt schlechter erreichbar. Wenn es von Seiten der Grünen wenigstens ein gescheites Radverkehrskonzept für den Eichplatz gäbe! In der Innenstadt sind die Radparkplätze chronisch überbelegt (vor der Goethe-Galerie zu 250 %!). Aber wird bei der Bebauung auch Fahrradparkplatz geplant? Natürlich nicht. Dafür steigen die Nahverkehrspreise. Wer darin ein Konzept zur Steigerung der Attraktivität der Innenstadt erkennen kann, sollte uns das mal erklären.


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  87. Also ich habe gestern verzweifelt einen Parkplatz gesucht, und dabei hat nur Saturn eröffnet. Wie soll das eigentlich gehen, wenn so viele Kaufinteressenten nach Jena kommen sollen und zusätzlich noch Büros und Wohnungen entstehen auf dem Eichplatz und man da nur noch eine Parkebene plant.

    Lieber Herr Lindner, ich hoffe Sie haben noch genügend Ausdauer und Unterstützer, vielleicht auch von einigen Grünen, zur Verhinderung so einer Bebauung. Das ist doch Wahnsinn !

    Man sollte ansonsten ein Schild am Stadtrand für Besucher aufstellen: Bitte eigenen Stellplatz mitbringen. Es gibt nicht einmal ein vernünftiges P+R. Von einem gekennzeichneten Parkleitsystem für Gäste ganz zu schweigen.

    Oder stimmt es, wie ich woanders las, dies ist grüne Politik, das ist die Partei der Autohasser. Dann sollte man das auch ehrlich kommunizieren und nicht so drumherumreden. Wir sind doch n i c h t blöd !!!


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  88. Laßt Euch Euren Platz nicht wegnehmen. Das ist ja schon Enteignung ! Wie kann man öffentlichen Raum so zubetonieren.
    Macht eine Tiefgarage unter den jetzigen Parkplatz und baut 2 Häuserzeilen und gut ist. Laßt einen schönen großen Platz mit Bäumen, Springbrunnen und einen Spielplatz, dann macht es auch Spaß das Zentrum in Jena zu besuchen. Ich jedenfalls käme nie auf die Idee nur zum Einkaufen nach Jena zu fahren. Da ist das Internet viel bequemer und kostengünstiger.


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  89. urbanes Leben jetzt:

    große Freiflächen voll mit Tischen und Stühlen auf der Johannisstraße,
    Sandkasten,
    Holzkohlegrill mit Bratwürsten und Rostbrätchen,

    urbanes Leben ab 2013:

    ?
    ?
    ?


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  90. Gerade im Sommer spielt sich doch das Leben in der Johannisstraße ab, mein Lieblingsrestaurant ist der Italiener. Die werden wohl die Hälfte ihrer Bestuhlung in den Keller stellen können. Sehr schade. Da bleibt uns dann nur noch die Wagnergasse als urbanes Lebensgefühl. In den neuen engen Gassen gibt es ja keine Möglichkeit mehr der Außenbestuhlung.


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  91. Simon Sachse | 6. November 2012 um 10:21 |

    @ Holger Herrmann:
    Ich gehe fest davon aus, dass die Erweiterung der Neuen Mitte kommt. Das wird dann „Herstellung urbaner Straßenfluchten“ oder so heißen, wobei „Flucht“ ein schönes Wort dafür ist.
    Auch dort gibt es noch Bäume, die dringend abgesägt werden müssen.
    Der öffentliche Raum lebt an dieser Stelle nur von den Restaurants und Läden auf der anderen Seite der Johannisstraße, die deutlich weniger Raum bekommen werden und damit weniger attraktiv sind. Viele Leute wollen ja gerade draußen sitzen. Die Neue Mitte ist in Richtung Johannisstraße völlig autistisch – bis auf Subway hat man keinen Zugang, es ist also keine Straße zum Bummeln, sondern ein reiner Verbindungsweg. Gebummelt wird gefälligst innen.
    Und Bratwurststände? Die stören mit ihrem Geruch nur das gepfelgte Shoppingerlebnis beim Herrenausstatter. Aber es kommen garantiert „Gastronomieangebote“ in gehobener Ausstattung. Da gibt es dann „am offenen Feuer gegrillte Schweinswurst in feinem Saitling an Dijon-Senf-Variationen mit crossen Brotkreationen“. Mahlzeit!


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  92. Holger Herrmann | 5. November 2012 um 17:50 |

    Es kann natürlich sein, dass die „Neue Mitte“ gemäß B-Plan vergrößert werden soll.
    Vielleicht erhofft man sich aber auch nur einige Kunden mehr für die „Gastronomie“ in der neuen Mitte.
    Anlage 4.1: 3. Entwurf für den Bebauungsplan „Eichplatz“ (Lageplan, verkleinert) 1 MB
    http://egov1.kommunenonline.de/sessionnet/buergerinfo//to0050.php?__ktonr=20246


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  93. Mein Gott, gibt es in Jena denn keinen Platz mehr für einen 2. Bratwurststand ?


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  94. Das ganze hier macht einen traurig, wütend und ohnmächtig !


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  95. Holger demnächst muß sicher auch der Sandkasten weg, man bereitet uns auf die neue Eichplatzbebauung vor . Nur noch enge Gassen und Einkaufsmärkte. Da ist kein Platz für Bratwurststand und Sandkasten. So sterben Traditionen.

    Überlege gerade vom Rost bekommt man dann nur noch auf dem Engelplatz in Jenas Zentrum eine Bratwurst. Die Fleischer braten ja elektrisch, das ist ja keine Roster .

    Kultur, Soziales, Traditionen sterben, besser hätte dies Honnecker auch nicht hinbekommen. Es wird nur noch in einer Richtung marschiert in Jena: Rabota, Rabota, Rabota verbunden mit unserer Errungenschaft aus dem Westen: Shoppen, Shoppen, Shoppen und die rote Fahne immer schön hochgehalten! Wollen wir zur besseren Orientierung nicht wieder die alten abgebauten Fahnenmasten aufstellen?


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  96. Holger Herrmann | 4. November 2012 um 12:47 |

    Der Feinstaubbelastung und innerstädtischen Erwärmung wird jetzt auch von Seiten eines privaten Investors aktiv entgegengetreten. Der Bratwurststand vor der Neuen Mitte muss weg.
    Wachsende Sterilität, Identitätsverlust und Heimatlosigkeit sind die Zeichen unserer Zeit in Jena.
    Quelle: OTZ vom Samstag

    Kürzlich traf ich auf dem Parkplatz Eichplatz zwei Durchreisende aus den Altbundesländern. Sie hatten 50Cent gelöhnt und befragten mich nach der Möglichkeit eine Bratwurst zu essen und den Sehenswürdigkeiten der Stadt Jena.
    Dank freier Sichtüber den Platz konnte ich Ihnen noch einige richtungsweisende Hinweise geben.
    Auf das Nachzahlen von Parkgebühren bzw. eine mögliche Strafzahlung habe ich sie selbstverständlich vorab hingewiesen.


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  97. zu Pkt. 4 ein Shoppingcenter läßt die restliche Innenstadt veröden.

    Ich frage mich ernsthaft, ob noch mehr Kunden nach Jena in die Stadt kommen, wenn ein 3. Center öffnet. Woher kommen die ganzen Leute ? Ich weiß nur, dass immer weniger in den Geldbeutel verbleibt nach insbesondere in Jena Mieterhöhungen, Strom- und Spritpreiskosten, die echt schon weh tuen. Wir überlegen immer häufiger, müssen wir jetzt wirklich in die Stadt fahren oder können wir die Fahrt verschieben. Zu dritt ist der Nahverkehr ja auch kein Schnäppchen.

    Wer hat eigentlich noch Lust auf Turboshopping, woher kommen nur die ganzen Kaufinteressenten?

    Kommen aber nicht mehr Menschen zum Einkaufen wie jetzt, wäre das sehr fatal für die anderen, etwas abseits liegenden Geschäfte. Die Umsätze werden sinken und so mancher Laden schließt dann sicher. Die Händler in Jena können einen da nur Leid tuen.


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  98. also unter klimaangepasst versteht ich nur, dass man die dinger so baut, wie es unserer klima in jena erfordert. also nicht wie in der wüste oder im dauerfrost.


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  99. Ich habe das Gefühl unserer Rot-Grün-Schwarzen Koalition gehen die Argumente aus und man bereitet sich lieber auf einen Winterschlaf vor.
    Sehr geehrter Herr Lindner, sie brauchen noch viel Ausdauer und ich drücke Ihnen dafür beide Daumen. Halten Sie durch.


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  100. Simon Sachse | 31. Oktober 2012 um 17:50 |

    @ jean:
    Das Gutachten kenne ich bereits, da Ihr das dankenswerterweise immer wieder zitiert. Aber JenKAS scheint sich mit deutlich mehr als nur dem Eichplatz zu beschäftigen. Es gibt durchaus noch mehr Baustellen klimatischer Art in Jena, über die man gründlich nachdenken sollte.

    „Klimatisch angepasst“ kann übrigens auch heißen, dass die Gebäude resistent gegen Stürme und Hochwasser sind. Davon hätte die Stadt dann genau gar nichts. Im Gegenteil: Damit ist klar, dass wir die Neubauklötze für das nächste Jahrhundert auf dem Hals haben und nicht einmal ein Sturm Abhilfe schaffen kann. Von Fassadenbegrünung war jedenfalls noch nicht die Rede, und das wäre ein echter Beitrag zum Stadtklima.


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  101. @ Denis Peisker:
    In dem Beitrag von JenaTV führt Herr Kurmutz vom ThINK diese zwei kurzen Punkte als spezielle Klimaanpassungsoptionen für den Eichplatz an: 1. „Installation einer Baumgruppe“, 2. „Gebäude werden klimaangepasst ausgeführt“.

    Der Saldo Baumfällungen/-neupflanzungen ist und bleibt jedoch negativ. Aus dem Umweltbericht: „Mit der Umsetzung der Planungsziele wird der Anteil der versiegelten Flächen weiter ansteigen. Damit wird die innerhalb des Geltungsbereichs ohnehin schon geringe Regulations-, Produktions- und Lebensraumfunktion weiter verringert. (…) Mit Reduzierung der Grünflächen und Bäume ist zunächst auch eine stärkere Erwärmung des Mikroklimas, eine Verringerung der Luftfeuchte und ein geringerer Sauerstoff- und Feuchtegehalt der Luft verbunden“. Aus dem mikroklimatischen Gutachten: „Erhebliche Differenzen des PMV-Wertes sind im Bereich des neuen Eichplatzes zu erkennen. Eine Verringerung der thermischen Behaglichkeit hin zu PMV-Werten von über 2,5 (wird als ‚heiß‘ empfunden) ist fast für den gesamten Platz zu verzeichnen. (…) Weitere Beeinträchtigungen der thermischen Behaglichkeit sind vor allem im Bereich der südlichen Weigelstraße und der Rathausgasse zu erwarten. Hier wirkt sich vor allem die Verringerung der Strömungsgeschwindigkeiten aus“.

    Und was „die“ Investoren tatsächlich eines fernen Tages tatsächlich möglichst kostenoptimiert bauen werden, wird sich zeigen. Momentan ist das jedenfalls noch völlig unklar, es gibt lediglich Absichtserklärungen. „Klimaangepasst“ ist jedenfalls jedes Gebäude irgendwie.

    Schade, dass ihnen nicht mehr als ein bisschen copy & paste zu dem ganzen Thema einfällt. Sten Lindner hat ganz substantielle Fragen aufgeworfen, allein schon die Frage nach dem Widerspruch zwischen geplantem Shoppingcenter (DAS ist der Schwerpunkt und nicht Wohnungen) und der Postwachstumdebatte. Von „Fair Trade“ schweigen wir an dieser Stelle besser ganz (die Ausstellung dazu steht ja grad bezeichnenderweise in der „Neuen Mitte“).

    @ Simon Sachse:
    Das den B-Plan begleitende mikroklimatische Gutachten ist veröffentlicht und laut dem Bericht schon Teil von JenKas:
    http://egov1.kommunenonline.de/sessionnet/buergerinfo//to0050.php?__ktonr=20246


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  102. Simon Sachse | 31. Oktober 2012 um 00:20 |

    Ist doch ganz einfach: Wenn man acht Bäumchen auf das Eichplätzchen pflanzt und ein wenig Rasen auf den Dächern ansät, dann ist das klimatisch alles viel besser als die 45 Bäume, die jetzt da stehen. Acht Bäume wirken der Überhitzung nämlich besser entgegen als 45.
    Ich hoffe, man wird die Studie veröffentlichen und nicht wie andere Studien in dieser Stadt nur in Papierform bei KIJ einsehen dürfen.


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  103. @ Denis

    und was soll der Link sagen – das Verdichten die richtige Maßnahme gegen den Klimawandel und seine Folgen für Jena ist? Oder das der Eichplatz mehr Geschäfte braucht ?
    Oder das die Grünen in Jena rausgefunden haben, dass es gar keinen Klimawandel gibt und deshalb auch keine grüne Politik mehr machen?
    ;-)


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  104. Leute, hört endlich auf in Jena die grünlackierten Schwarzen in den Stadtrat zu wählen, dann merkt vllt. auch Sten Lindnder, dass er bei den „Grünen“ längst auf verlorenem Posten steht. Mit seinen recht guten Ansichten sollte er bei Mehlichs (noch zu gründender) Bürgerpartei schon unterkommen … ;-)


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  105. Simon Sache: es soll Großstädte in Deutschland geben wo man auch höher wie 5 Etagen bauen kann, man läßt dann zwischen den Häusern mehr Platz und hat trotzdem mehr Wohnfläche.

    Naseweis: Da muß ich mir wohl wirklich an die eigene Nase fassen.


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  106. Anne, Anne, Anne, ganz schön naiv und lange Leitung gehabt.


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  107. Simon Sachse | 29. Oktober 2012 um 10:21 |

    @ Anne:
    Es gibt schon noch ein paar Stellen, wo man bauen kann. Die Bruchbude in der Neugasse ist ein gutes Beispiel. Aber es werden weniger. Gegen Bruchbudenbeseitigung hat bestimmt keiner was, aber ich möchte auch nicht erleben, dass die Hänge irgendwann bis zur Oberkante bebaut sind und man nur noch im Paradies spazieren gehen kann. Da ist die Frage: Wie baue ich intelligent? In einem Punkthochhaus bekommt man mehr Leute unter als in einer Reihenhaussiedlung – und billiger.
    Dass sich die Wohnraum- und Baulandknappheit rechnet, steht außer Frage. Die Wohnungen in Lobeda wurden ja aus Kostengründen abgerissen. Aber wie es aussieht, ist jetzt wenigstens der Dornröschenschlaf des „westlichen Galgenberges“ vorbei. Ja, das wurde Zeit.


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  108. Kein Wunder dass wir in Jena die höchsten Stromkosten haben, die kaufen sich doch tatsächlich Grundstücke und Häuser von unserem Geld und greifen auch noch in den privaten Markt ein. Wo bleiben denn hier die Liberalen, die müßten doch aufschreien , nicht nur bei der Kleidersammlung ! Hallo FDP aufwachen.


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  109. Naseweis, wissen Sie was Sie behaupten ? Unsere Politiker wären dann nicht unfähig sondern besonders schlau, uns solange an der Nase herumzuführen.

    Jetzt fällt mir noch ein anderes Objekt ein.

    In der Brandströmstraße steht ein Haus was über ein Jahr zum Verkauf stand von einer Eigentümergemeinschaft, die war genervt, warum sag ich noch. Es wurde, da kein Privater den hohen Kaufpreis zahlen wollte von Jenawohnen erworben. Aber jetzt kommt es noch dicker. Jeder privatmann sah sich die Mietverträge an, alte Mietverträge, wo die Mieter noch die Heizung auf eigene Kosten eingebaut haben und deshalb kann nicht einfach so die Kaltmiete erhöht werden. Noch dazu stimmten kein Jahr die Betriebskostenabrechnungen. Mein Onkel wohnt hier, Technologe , er schrieb ein eigenes Betriebskostenabrechnungsprogramm und ist juristisch bewanderter wie jeder Hausverwalter. Einen alten Zeissianer kann man nicht über den Tisch ziehen !

    Warum nun kauft jenawohnen so ein Haus mit welchem Geld ???

    Herr Lindner, sie sind gefragt. 60 % der Stadtwerke gehören uns, den Bürgern, lassen sie mal die Geschäftsabschlüsse und Grundbücher der Stadtwerke prüfen. Da tauchen auch noch gewiß einige Baulücken auf die man bebauen könnte.

    Da die Stadtwerke schon Eigentümer sind, brauchen sie für sozialen Mietwohnungsbau noch nicht einmal Eigenkapital. Die geforderten 20 % entspricht dem Grundstückswert. Es gibt zur Zeit begrenzt auf 800 € je m² ein zinsloses Darlehen dafür von der Thüringer Aufbaubank. Den Rest kann man von der Bank beleihen. Baukosten z.Z. 1300 m² Wohnfläche, es rechnet sich also. 500 € je m² Wohnfläche heute finanziert mit 3 % Zins und 3% Tilgung entspräche einem monatlichen Aufwand von 2,50
    monatliche Kalt-Miete. Dazu kommt dann noch Verwaltung (private zahlen 25 € je Wohnung, möchte nicht wissen was wir da berappen) und Instandsetzungsrücklage, dies ist bei Neubau 50 ct je m² Wohnfläche !
    Wir lassen uns doch nicht verarschen !
    Auf in den Kampf !


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  110. Heidrun Jähnchen, Anne:
    Schon einmal nachgedacht, dass jemand in Jena seinen eigenen Plan verwirklicht ?

    Das Angebot von Bauland wird mit Absicht knapp gehalten. Es gehört entweder der Ernst-Abbe-Stiftung, der Stadt (Stadtwerke oder KIJ) und wie ich lese kauft Jenawohnen die letzten freien Flächen auf um sie liegen zu lassen. Das häßliche Haus in der Neugasse gehört also jetzt auch Jenawohnen ? ist ja interessant. Ich würde ja mal gern Einsicht in die Grundbücher nehmen, wer weiß was sie noch alles mit unseren Geldern an Grundstücken und unsanierten Häusern eingekauft haben. Seit 3 oder sind es schon 4? Jahren will man auf dem Fiedensberg bauen, ja wo sind denn die versprochenen Wohnungen ? Von KIJ werden maximal 6 Grundstücke auf einmal versteigert, selbst bei größeren Baugebieten, um die Preise noch mehr zu treiben (beobachtet am Sonnenblumenweg und Paraschkemühle) Wenn private ihr Land verkaufen möchten wie in Ammerbach, soll es mit einmal nur für Gewerbebau möglich sein oder wie Richtung Wogau ist dies kein Bauland in nächster Zeit oder man hebt wie in Isserstedt gleich ganz einen B-Plan auf.

    Na merkt ihr denn gar nichts mehr?
    Da muß man doch kein Naseweis sein.


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  111. Heidrun Jänchen:
    Unser Wohnungsmangel ist nicht zurückzuführen auf unsere Tallage. Ich schrieb dies schon mehrfach. Die Ursache ist verfehlte Politik. Man mag keinen sozialen Wohnungsbau, da dies eine Subjektförderung ja ist. Nur die meisten Wohngeldempfänger sind nach dem letztein Beitrag unserer Printpresse vom 12.10.12 die Rentner. Sind das Subjekte?

    Es gibt genug Brachen:
    Die Grundstücke der LEG in Jena-Nord (neben den sanierten Russenkasernen) wurden erst seit 2 Jahren angenommen, vorher bot die LEG diese über 10 Jahre zum Verkauf an, hätten längst bebaut sein können! Bei den günstigen Preisen hätte sich hier sozialer Wohnungsbau geradezu angeboten. die LEG verkauft für 160 € je m²
    Baracken in Jena Nord auf tausenden m². Hier hätte Jena das Land unter Druck setzen können. Einfach B-Plan auflegen und los gehts mit der Erschließung. Geht doch woanders auch. Siehe Friedensberg, Himmelreich. Etwas mehr Druck hätte nicht geschadet. Man hätte ja auch Grundstückstausch anbieten können. Die Politik legt aber die Hände in den Schoß.
    Dann erwähnten sie bereits Göschwitz. Die Planungen kenne ich seit 2 Jahren, muß mich aber nochmal hier erkundigen. Weiter:
    Altes Gut Burgau gehört Ernst-Abbe-Stiftung und der Stadt Jena, steht zur Zeit leer. Dann Wiesen, wie in Göschwitz noch im Pennickental, zwischen Drackendorf und der Uniklinik, Lobeda könnte sich auch erweitern, in Ammerbach möchten Bauern verkaufen, kein Wohnbauland nur für Gewerbe, dafür bekommt man aber weniger Geld und die Bauern möchten in Ammerbach kein weiteres Gewerbe, also verkaufen sie auch nicht, zwischen Jena-Ost und Wogau, hier möchten Bauern verkaufen, Auskunft der Stadt nach dem Schild Jena:
    Das wird nie Bauland, Zwätzen Altes Gut und auch hier gibt es rieseige freie Flächen wo keiner spezieren geht in Richtung Stadt. Auf die Entwicklung der künfig frei werdenden Bachstraße bin ich gespannt. In Isserstedt möchte die Stadt jetzt einen B-Plan mit Baurecht wieder aufheben, hier wurde bereits ein alter Schweinestall abgerissen um Baufreiheit zu schaffen. Investoren werden nur veräppelt, seit 3 Jahren möchte der Eigentümer an Erschließungsträger verkaufen, die Gewehr bei Fuß stehen. Es gibt Bauern die in Münchenroda, Wogau und auch woanders durchaus ihr Land verkaufen würden.
    Jede größere Stadt wächst langsam mit den anliegenden Gemeinden zusammen, auf aller Welt, nur in Jena möchte man die Reichen und die Schönen unter sich habe. Die einzigen Planungen der Stadt betreffen den Hausberg, hier will man für 300 € die Grundstücke je m² anbieten. Wenn ich den Beitrag von BI dazu lese, dass wieder enorme unnötige Kosten für Erschließungsarbeiten schon einkalkuliert wurden, schönen Dank auch.
    Und Jenawohnen hamstert seit mehreren Jahren einfach Grundstücke um sie einfach liegen zu lassen:
    Friedensberg, Grundstück hinter der Kirche, Engelplatz (z.Z. in Planung hier hat sich allerdings die Stadt von der TLG hinhalten lassen), Kauf von Grundstücken der LEG in Jena-Nord, in der Neugasse steht ein unsaniertes Haus von Jenawohnen, dies hatte der Bund mal versteigert, ich kenne einen der Mitbot, Jenawohnen überbot aber noch, (sind ja nur unsere STromgebühren und Mieten !!!!!!!!) unsaniertes Haus mit Leerstand in der Saalbahnhofstraße neben der Feuerwehr. Hier gibt es nach dem Bau der neuen Feuerwehr sicher auch schon Ansprüche und Wünsche von Jenawohnen. Vergessen wir nicht, wenn ich von Jenawohnen schreibe, da dies nur in der Presse so kommuniziert wird, dies ist nur die Hausverwaltung, die Stadtwerke Jena sind aber Eigentümer unserer kommunalen Immobilien !!!

    Martin hat recht unsere Oberhäupter benehmen sich wie Monarchen, haben, haben, haben – und Ohren, Augen und Mund zu wenn das Volk sich leise meldet mit der letzten Möglichkeit des Aufmuckens in Form von BI`s. Halt wie die Affen.


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  112. @ Martin:
    „Kooperation“ heißt natürlich unbedingt ordentliche Nahverkehrsanbindung, wobei Kahla durch die Bahnverbindung schon mal gute Voraussetzungen hat. In Jena ist der Platz durch die Berge nun einmal begrenzt, und auch die Zahl der Baulücken, die man noch bebauen kann, nimmt stetig ab. Da könnte ein Bus mehr ins Umland durchaus die vernünftigere Lösung sein.


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  113. @Heidrun Jähnchen: Dann sollte man aber den Nahverkehr etwas ausbauen und auch öfter fahren lassen. In Jena leben heute Familien sehr beengt, ich habe 2 befreundete Pärchen, welche mit je 2 Kindern sich immer noch in einer 3 Raumwohnung teilweise nur 60 m² reinquetschen müssen. Das sind doch Verhältnisse wie zu DDR-Zeiten. Oh habe ich ja ganz vergessen, in Jena erinnert ja so einiges an unsere gute alte DDR. Oder sind dies die Vorboten einer neuen Monarchie: Schröter I.


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  114. Heidrun Jänchen | 28. Oktober 2012 um 16:25 |

    Ein gemeinsames Ziel könnte sein, mehr Bürgerbeteiligung zu erreichen, und zwar Beteiligung VOR den Entscheidungen. An dieser Stelle hat die Stadt eindeutig Nachholbedarf.
    Kein Mensch redet davon oder fordert gar, dass Jena „platt gemacht“ und in Bäume und Parks umgewandelt wird. Das ist eine unfreundliche Verzerrung des legitimen Wunsches, mehr Grün in der Stadt zu erhalten.
    Man muss ernsthaft über Alternativen zur Flächenversiegelung nachdenken. Das kann Kooperation mit dem Umland wie Kahla oder Stadtroda sein. Für mich stellt sich aber auch die Frage, warum wir nach wie vor einstöckige Läden in die Gegend bauen, statt da vier Stockwerke Wohnungen obendrauf zu setzen. In Lobeda sind in den 90ern in Größenordnungen Wohnungen zurückgebaut – also abgerissen – worden. Vielleicht wäre es an der Zeit, an die Stelle des alten Wohnblocks einen neuen zu stellen. Am besten Sozialwohnungen, die sich auch die Schlechterverdienenden leisten können.


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  115. Jenaer und Jenenser freuen sich | 28. Oktober 2012 um 13:51 |

    Martin Am 27. Oktober 2012 um 14:48 Uhr

    Man könnte dies Aktion Jena für Jena nennen. Nach dem Vorbild in Leer.


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  116. Jenaer und Jenenser freuen sich | 28. Oktober 2012 um 11:58 |

    @ einfachnurVater Am 28. Oktober 2012 um 11:31 Uhr

    „Eine Demo??? Wofür – wogegen? Totale Entmachtung des gewählten Staatrates?“

    Wie soll das funktionieren?

    Die Demo muß die Menschen mitreißen. Wir hatten soetwas vor nicht all zu langer Zeit. Und diese Demos gegen das westliche Kriegs- und Bankensystem nehmen derzeitig in fast allen westlichen Ländern
    Europas und in Amerika stark zu. Es steht meistens nicht in den verschleierten Medien, die täglich auf viele ein rieseln.

    Die Stadt Leer in Norddeutschland hat im September gegen ECE mit dem gleichen Anliegen der Stadtbebauung mit zerstörenden Ausmaßen gewonnen.

    Wer hätte an das Ende der DDR im August 1989 faktisch Anfang November gedacht oder sogar geglaubt?


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  117. Jenaer und Jenenser freuen sich | 28. Oktober 2012 um 11:32 |

    @ Dieter Mäs Am 25. Oktober 2012 um 08:41 Uhr

    Ich will nicht die Hoffnung in die pessimistische Richtung lenken.

    „Ob mit Ihrem offenen Brief auch ein Umdenken grüner Politik in unserer Stadt beginnt, wird sich zeigen.“

    Das ist zu „naiv“, leider.Nach dem was sich hier abspielte und es weiter tut. Aber eine Aufklärung bestimmter Wähler ist es auf jeden Fall. Und eine Überlegung von Nachahmerwilligen könnte eine Hoffnung sein. Aussteigen ist eigentlich falsch. Allerdings nur, wenn man dann die Kraft gegen den Strom zu schwimmen, möglichst lange durchhält.

    Gründe sind in allen 5 Parteien reichlich vorhanden.


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  118. einfachnurVater | 28. Oktober 2012 um 11:31 |

    @Martin,

    welchen inhaltlichen Nutzen sollte eine solche BI denn bitte haben. Mal daran gedacht, dass all diese „Aktiven“ soch herzlich wenig – außer der Idee, dass Jena zur Zeit von der bösen, offiziellen, etablierten, korrupten, marktverdummten, wirtschaftshörigen, antidemokartischen, etc. pp. Lokalpolitik vor die Wand gefahren wird.

    Wofür sollte eine solche BI stehen???
    Alles bleibt wie es ist?
    Vereinigung der Verschwörungstheoretiker?
    Jena platt machen und Bäume, Gärten, Parks und Kleingärten für das Umland schaffen?

    Ich weiß es nicht?

    Eine Demo??? Wofür – wogegen? Totale Entmachtung des gewählten Staatrates?


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  119. Jenaer und Jenenser freuen sich | 28. Oktober 2012 um 11:15 |

    @ Martin

    Sehr gut zusammengefasst.Viele Gruppen die als Netzwerk gemeinsam kämpfen ist der einzige Weg.

    Die Parteien machen es auch so. Allerdings hinter verschlossenen Türen, um z.B. die Eichplatzfarce anders darzustellen.
    Das ist ihre einzige Macht gegen das Volk. Von Frau Merkel bis hin in die die Kommunalpolitik. Dieses Parteiensystem ist schuld.Es pflanzt sich fort bis in die Genossenschaften und sogenannten Eigenbetriebe. Wem sind sie eigen?


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  120. BI Wilhelmshöhe, BI Pennickental und alle anderen BI`s Kleingartenverein, Inselplatz, Eichplatz und wie sie alle heißen.

    Wenn ihr weiterhin klein, klein nur an euer eigenes Hemd denkt, wird das auch nie etwas.

    Schließt Euch endlich zusammen, dann seit ihr eine Macht, die man bei einer gemeinsamen Demo nicht mehr übersehen kann.

    Gründet eine „Wir für Jena BI“ mit entsprechenden Arbeitsbereichen: Pennickental, Kleingartenkonzept, Eichplatzbebauung.

    Nur gemeinsam könnt ihr gegen diese eingeschleppten Parasiten etwas ausrichten.


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  121. Volker Lipka | 27. Oktober 2012 um 13:58 |

    BI Wilhelmshöhe dazu:
    Die Feststellung von Sten Lindner Zitat: „…bei der OB-Wahl diesen Jahres zur 4,5%-Partei verkümmert. Zur Zeit arbeiten wir nicht mit Bürgerinitiativen zusammen und unterstützen diese, sondern arbeiten sogar dagegen: Sei es beim Eichplatz, beim Hausberg oder im Pennickental.“ ist meiner Meinung nach lediglich Augenwischerei.

    Zur nächsten Wahl 2014 ist man gern wieder vorn dabei, natürlich als Koalitionspartner. Herr Lindner erkennt die Situation und spielt den „Wolf im Schafspelz“.

    Unter purem Machterhaltsdenken,in dumpfer Koalitionstreue wurden sämtliche unserer Vorschläge zur Bebauung des Hausberges, trotz der Folgen von u.a. umfangreichen Baumfällungen, überflüssiges massives Abtragen und Eingriffe in Felshänge, Zerstörung der historischen ca. 1000 jährigen Straße zu den ehemaligen Hausbergburgen (Burgweg) von den GRÜNEN im Stadtentwicklungsausschuss sowie im Stadtrat abgewürgt!

    Die Verwaltungsmacht von Jena mit ihrem besten Helfer, dem Strahlemann OB und seiner Betonkoalition, setzt sich demnächst über den grünen designierten Chef des Dezernats Stadtentwicklung durch. Mal abwarten, was dann Bürgermeinungen für eine Bedeutung erhalten.

    Die Verwaltungsmacht in der Hand von heimat- und stadtfremden Zugezogenen, ich sehe keine Besserungen für unser Jena!


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  122. susi.töpfer | 26. Oktober 2012 um 21:45 |

    Ich kann Mutti nur zustimmen, unsere Kinder bewegen sich eh zu wenig, kleine Kinder haben einen hohen Bewegungsdrang. Ein kleiner Spielplatz vor allem mit einen großen Kletternetz ist ideal, vielleicht noch ein großes Trambolin. Gerade wenn die Eltern im Einkaufsrausch sind, sollte man den Kindern auch Abwechslung bieten.

    Als mein Kind noch klein war, bin ich mit meiner Freundin am Wochenende für einen halben Tag immer auf die EGA gefahren zu den großen Spielplatz, besonders die großen Kletternetze waren hier Anziehungspunkt, daneben gibt es noch ein Piratenschiff , eine Kletterwand , große Schaukeln , Dreiräder bzw. andere Spielgeräte zum Ausleihen und und und, wirklich ein Paradies für Kinder. Zu DDR Zeiten gab es an jeder Ecke Tischtennisplatten, dass war früher immer unser Treffpunkt zur Schulzeit, wo sind die eigentlich geblieben ?

    Der B-Plan gehört überarbeitet.


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  123. Herr Lindner, für mich sind Sie ein Signal des neuen Denkens in der Stadt. Laßt uns den B-Plan gemeinsam überarbeiten. Ein kleiner Spielplatz und wenn es nur ein Kletternetz und ein Sandkasten mit Rutsche ist, gehört ebenso dazu wie Bänke mit Lehne aus Holz und keine Steinstufen zum Sitzen. Ich befürchte dass der Sandkasten in der Johannisstraße mit Beginn des Bauens auch wegkommt. Das die Junge Gemeinde hier eine Gebühr als Sandablagerungsplatz zahlen muß ist eine Oberfrechheit.

    Im Moment finde ich die Politik in Jena im Allgemeinen grauenhaft und dazu zählt auch für mich, dass KSJ jetzt mit Altkleidersammlung Geld mit der Armut in der Welt machen möchte. Das ist keine Grüne Politik ! Nach Afrika gehört Hilfe zur Selbsthilfe und nicht unser Müll. Tragbare Kleidung kann man an Studenten verschenken oder an gemeinnützige Organisationen. Schämt Euch KSJ !!!


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  124. Matthias.große | 26. Oktober 2012 um 10:56 |

    Simon Sachse, sehr schön formuliert. Wenn man sich in seiner Stadt wohlfühlt, ist das auch ein Standortfaktor, da haben sie recht. Im Moment werden die Bürger aber eher vergrault aus ihrem Zentrum, wenn ich nur bei der Petition den B-Plan in 3D sehe haut es mich um. Ich habe auf der Seite von Jena.de vergeblich so einen Plan gesucht. Man findet maximal nur bunte Bilderchen. Ein Kollege sagte mir er war auf der Jena Seite und weiß immer noch nicht, was Jena mit dem Eichplatz vor hat, es ist total unübersichtlich.


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  125. Simon Sachse | 26. Oktober 2012 um 10:21 |

    „Gesellschaftliche Rendite“ würde ich als „lässt sich nicht in Zahlen ausdrücken, ist aber für das Gemeinwohl positiv“ interpretieren. Also so etwas wie ein „weicher Standortfaktor“. Insofern könnte es für die Gesamtstadt günstiger sein, einen Baum stehen zu lassen und die Fläche nicht zu bebauen – weil die Leute glücklicher sind und glückliche Leute mit mehr Freude bei der Arbeit sind und – wenn sie mit dieser Arbeit auskömmlich verdienen – auch eher spontan einkaufen.
    Das ist wirklich ein schönes Wort, weil es nach Geld klingt und schlecht zu widerlegen ist. Wer sagt denn, dass uns die Politiker auf Dauer im Kampflabern überlegen sein müssen?


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  126. Gesellschaftliche Rendite, Kreuzstimmenvergleich, da man mit einfach verständlichen Worten in Jena seine Machenschaften gar nicht mehr erklären kann versucht man dies mit dem Kauderwelsch. Mit dem Kreuzstimmenvergleich haben sie sich ein Eigentor geschossen. Statistik ist Mathe und dies nicht so verwurschtelbar. Das Ergebnis 2/3 Zustimmung beim Kreuzstimmenvergleich ist einfach falsch und Herr Schieck weiß einfach nicht, was er dazu noch schreiben soll. Schon traurig. Den kleinen Kindern lernen wir, einen Fehler muß man auch eingestehen und es danach besser machen. Mit Ehrlichkeit kommt man auch in Jena am weitesten.
    Ich bin bestimmt der letzte der Fehler nicht verzeiht. Ich bin schon so alt, da habe ich schon so einige Fehler in meinem Leben gemacht.


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  127. Holger Herrmann | 26. Oktober 2012 um 09:00 |

    Ich weiß weder was gesellschaftliche Rendite noch Kreuzstimmenvergleich ist.
    Ich bin halt kein Politiker und schon gar kein grüner in Jena.


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  128. Oh, das erklärt, was mir vorgestern am Ammerbacher Oberweg begegnete. Ich wollte schon das Erklärungsschild fotografieren (hatte nur keine Kamera dabei), auf dem klipp und klar stand, dass die Innenstadt ein Problem mit der Aufheizung hat.
    Ganz schön frech von der ÜAG, das einfach so in die Landschaft zu stellen.
    Das Wort „gesellschaftliche Rendite“ hebe ich mir gut auf, als Waffe gegen „Urbanität“.


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  129. Holger Herrmann | 25. Oktober 2012 um 21:54 |

    Wir haben jetzt sogar einen Klimapfad in Jena
    4Sitzquader vermitteln unseren Allerwertesten das unterschiedliche Wärmeabsorbtions- und Wärmereflexionsvermögen der Baustoffe.
    Aus städtbaulicher Sicht sollen viel Metall, viel verspiegeltes Material und viel Beton ungünstig sein.

    Ein Grüner ist schon dabei. Der neue Dezernent sollte es eigentlich wissen und die anderen es einfach mal ausprobieren und Schlussfolgerungen für die Eichplatzbebauung ableiten.

    „Für Investitionen in das Jenaer Klima zu werben, heiße auch, eine „gesellschaftliche Rendite“ im Blick zu haben: nämlich über das Klima zu informieren und das Bewusstsein dafür zu fördern, sagte Michael Strosche“

    http://jena.otz.de/web/jena/startseite/detail/-/specific/Erster-Teil-des-Jenaer-Klimapfades-eroeffnet-36554907

    Vielleicht sollten die Experten der Fachtagung in Jena: „Klimawandelgerechte Stadtentwicklung – das Pilotprojekt JenKAS“ auch gleich mit los pilgern.


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  130. stefan.lange | 25. Oktober 2012 um 11:24 |

    Es gruselt einen hier zu lesen. Sind wir vielleicht in einer anderen Zeit ? Wurden die Uhren in Jena zurückgedreht?
    Herr Mäs, ich habe vor einem 3/4 Jahr ihre Initiative verfolgt, hat dies denn immer noch kein gutes Ende gefunden ?


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  131. Sehr geehrte Rot-Grün-Schwarze Koalition, wenn Sie die Investoren und Baufirmen weiter so quälen, schaffen Sie die letzte Marschrichtung unseres OB nicht mehr: 2200 neue Wohnungen bis 2015, räumt endlich bei diesem Bauamt mal auf.
    Dieter Mäs warum veröffentlichen Sie nicht hier ihre unglaublichen Fakten zum Pennickental, sondern haben immer noch diese „Bückdichhaltung“ bzw. „Bitte,bitte-Haltung“.


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  132. Makler: Sie locken einen ja aus der Reserve.
    Aber was soll es. Einmal konkrete Daten zu Isserstedt:
    Im Juni 2011 wurde ein aktuelles Gutachten erstellt von einem vom Gericht bestellten Gutachter. Das Grundstück wird für diesen ermittelten Wert 26 € auf den m² im August Streicher angeboten.

    – Ein kleiner Hinweis an die Stadt, falls man schon Rücklagen für den Schadenersatz stellt, vergeßt aber bitte nicht den Gewinnausfall, bei Globus habt ihr ja schon geübt. –

    Streicher erschloß und verkaufte in einem Jahr 27 Grundstücke in Cospeda, war also wirklich interessiert. Das Interesse zog sich ein halbes Jahr hin. Im Dezember durften wir die Pläne wieder abholen: Streicher: „Es gibt Baurecht aber die Stadt möchte nicht dass hier gebaut wird und die Stadt ist unser größter Auftraggeber“. und tschüß.

    Danach wurde dies vielen Baufirmen aus Jena zur Erschließung angeboten, alle zogen sich nach Rücksprache mit dem Bauamt still zurück.

    Jetzt haben wir 2 Erschließungsträger, welche außerhalb von Jena kommen und schriftlich die Zusage für den Ankauf und die Übernahme der Erschließungskosten gaben.

    Warten wir auf die November-Stadtratanfrage, die 2 Wochen schaffen wir auch noch.


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  133. Dieter Mäs: „Falschaussagen und offensichtliche Fehler bei der Vorbereitung des Stadtratbeschlusses… “
    Auf welcher Wolke schweben Sie denn ?
    Es ist allgemein doch bekannt, dass die Stadtverwaltung lügt, dass sich die Balken biegen und Politiker nur ja,ja,ja sagen und sich dann schnell vom Acker machen zum nächsten Abendessen.
    Anne wies auf die Stadtratsitzung im November hin, wo der B-Plan Isserstedt aufgehoben werden soll. Hier möchte ein Erschließungsträger auf eigene Kosten Baugrundstücke erschließen und Bauträgerfrei verkaufen. Die Stadt ist sogar Schadenersatzpflichtig, wenn sie den B-Plan aufhebt. Wir Hausverkäufer richten alle Augen auf Isserstedt.
    Ich erfuhr von einem Hausvertriebler die Aussage, der auch wegen Isserstedt anfragte beim Bauamt, das ist besitzloses Land. Kennen Sie in Deutschland besitzloses Land? Als der Eigentümer die Aussage schriftlich wollte, passierte es wie immer, „nein das möchte ich nicht schriftlich bestätigen, wir möchten mit dem Bauamt keinen Ärger“.Dies geht hier nur anonym, da selbst Baufirmen sich abducken und Angst haben, wenn sie eine Aussage gegen das Bauamt machen, künftig noch schlechtere Karten bei Baugenehmigungen zu haben. Ein Kollege wartet seit einem halben Jahr auf eine Baugenehmigung in Jena. Das Theater Isserstedt geht seit 2 Jahren. Deshalb wurde auch eine Bauanzeige in Isserstedt jetzt gestellt um endlich etwas in der Hand zu haben. Die Stadtratanfrage im November, welche die Linken stellt ist federführend für die Jenaer Politik.
    Kennen Sie eine Stadt in Jena, wo man nur mit Unterstützung der Linken noch bauen kann ? Hier sitzen in den Ämtern die Nachzucht von SED-Kadern, nicht unbedingt bei den Linken.


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  134. Hava Sanning | 25. Oktober 2012 um 10:03 |

    Warum nutzen die Grünen (u.a.) das Thema nicht, um sich in Jena, gerade in weiser Voraussicht der Stadtrats- und Landtagswahlen 2014, neu zu profilieren?
    Den Dezernenten haben sie doch nun!
    Warum nicht genau jetzt von Jauch’scher SPD-Elite-Politik abheben, und es nicht ganz so ernst mit der „Koalitionsarbeit“ zu nehmen. 2014 werden die Karter doch eh neu gemischt – man muss seitens der Grünen auch eigenes Profil zeigen, oder?
    Wenn sie ganz schlau sind, können sie damit alte Wählerpotentiale zurückerobern, und evtl. neue erschließen?!


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  135. Dieter Mäs | 25. Oktober 2012 um 08:41 |

    Bürgerinitiative Pennickental @ Sten Lindner

    Ob mit Ihrem offenen Brief auch ein Umdenken grüner Politik in unserer Stadt beginnt, wird sich zeigen. Die Hoffnung bleibt, ein grüner Stadtentwicklungsdezernent ist ja in greifbarer Nähe. Gern würden wir seine Arbeit zur positiven Entwicklung der Stadt Jena unterstützen.

    Wir Bürger erwarten auf unserem zentralen Platz in Jena eine Bebauung, in deren Ergebnis eine anspruchsvolle und lebenswerte Innenstadt entsteht, eigentlich möchte man meinen – eine Selbstverständlichkeit.
    Herr Lindner, Sie schreiben einen mutigen offenen Brief mit sachlicher Darstellung. Als Weckruf sollte man sogar auf mit parteiübergreifende Wirkung hoffen. Danke dafür.

    Ernüchternd ist allerdings das offene Fazit bezüglich der Arbeit der Grünen gegen die Bürgerinitiativen in Jena:
    „Zur Zeit arbeiten wir nicht mit Bürgerinitiativen zusammen und unterstützen diese, sondern arbeiten sogar dagegen: Sei es beim Eichplatz, beim Hausberg oder im Pennickental.“

    Die Vertreter der Bürgerinitiative Pennickental haben sich in der Vergangenheit mehrfach auch an grüne Politiker gewendet, Sachverhalte belegt und über die vielen Ungereimtheiten, Falschaussagen und offensichtlichen Fehler bei der Vorbereitung zum Beschluss des Stadtrates zur grundhaften Erneuerung unserer Straße aufgeklärt.
    Diese Gespräche waren offen und von Bürgernähe geprägt, so unser bisheriger Eindruck.
    Hervorzuheben sind diesbezüglich die geführten Gespräche mit Frau Schubert (Landtag Thüringen) und Herrn Peisker (Stadtrat Jena ) Die Besprechungen waren eher vielversprechend hinsichtlich einer „Grünen“ Unterstützung zur Aufarbeitung in unserer Angelegenheit.
    Dies haben wir auch den betroffenen Mitbürgern so vermittelt. Wenn sich heute herausstellt, dass entgegen der gesprochenen Worte der grünen Spitzenpolitiker sogar gegen unsere berechtigten Bürgerinteressen gearbeitet wird, stellt sich dies doch sehr fragwürdig dar.

    Es wäre sehr schön und wichtig, wenn die sehr allgemeine Darlegung – wir Grünen arbeiten sogar gegen die Bürgerinitiativen – konkretisiert werden würde. Wir sind gern bereit die für so manchen Jenaer Stadtpolitiker „unglaublichen“ Fakten zum Pennickental auch unseren grünen „Gegnern“ offen darzulegen.

    Sollten wir die hier namentlich benannten grünen Politiker in der unterstützenden Haltung zur BI Pennickental missverstanden haben, und diese auch die Arbeit der Grünen gegen die Bürgerinitiative mitgestalten, wäre dies für uns ein großer Vertrauensmissbrauch, den wir uns so gar nicht vorstellen wollen und deshalb hinterfragen.

    Die angesprochenen Politiker sind aufgefordert dazu, Stellung zu beziehen, damit der verallgemeinerte Sachverhalt. nicht so wie im dem offenen Brief beschrieben, im Raum stehen bleibt.
    Anderenfalls ist es von großer Bedeutung, öffentlich die Begründungen zu erfahren, die eine verdeckte Arbeit der Grünen gegen das Anliegen der Bürger rechtfertigen.

    Die Bürgerinitiative Pennickental möchte sich bei Jenapolis für die Veröffentlichung des Textes in voller Länge bedanken.

    Dieter Mäs


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  136. einfachnurVater: ich finde es ganz amüsant hier und hier wird doch den Grünen vor allem der Spiegel vorgehalten. Also die Aussage: Grüne = Autohasserpartei war mir noch gar nicht so aufgefallen, aber es stimmt. Hier werden viele richtige Aussagen getroffen und ich hoffe die Kommentare bringen es weiter auf den Punkt. Desweiteren lese ich hier hauptsächlich Bestürzung. Man will 3 dicke Klötzer auf unseren letzten freien Raum setzen, wo es viele Argumente dagegen gibt. So ein Bau ist umumkehrbar.


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  137. Sten Lindner | 24. Oktober 2012 um 23:35 |

    Lieber Bastian,

    leider ist es nicht so, wie du denkst. Als Basismitglied (wie ich ja auch) wirst du Kommunikation zwischen der Fraktion und anderen Personen wohl eher nicht mitbekommen. Ich habe mehrmals mit der ganzen Fraktion oder aber Denis direkt kommuniziert. Nicht nur zum Thema Eichplatz, auch zu weiteren Themen, die ich anders und als ungrün ansehe. Als ich mich im Sommer mit Denis getroffen habe, kamen wir erneut auf das Thema Eichplatz zu sprechen. Wir haben die Debatte nach kurzer Zeit abgebrochen. „Wir können noch tausend mal drüber reden, beim Thema Eichplatz kommen wir nicht zusammen“ – zumindest in dieser Aussage sind wir uns beim Eichplatz einig.

    Mitgliederversammlung & Eichplatz ist mein persönlicher Running Gag. Stand ein 3/4-Jahr als Tagesordnungspunkt bei jeder MV drauf. Leider immer als letzter TOP und wurde jedes Mal aufgrund der fortgeschrittenen Stunde vertagt. Bei den folgenden zwei MVen stand er dann gar nicht mehr drauf, um dann letztens doch wieder auf der Tagesordnung zu stehen.
    Behandelt wurde der Eichplatz auf der MV, als die Fraktion frisch die BürgerInnenbefragung verkündete. Dazu hagelte es aber ordentlich Kritik, gerade von den alten grünen Haudegen:
    1. Wenn man als Fraktion die BürgerInnen-Jury als Non-Plus-Ultra der BürgerInnenbeteiligung propagiert (also 3 von 105.000 dürfen mitbestimmen…) (heute in der TLZ erneut), wieso braucht es dann noch eine Befragung? Dieses Umschwenken sollte man wenigstens begründen können.
    2. Was passiert, wenn die Befragung ein anderes Ergebnis ergibt als das der Jury? Diese Angst sah man in der Fraktion nicht. Realität: Jury: Einer der drei (bis zehn) Entwürfe soll es werden, Jenawohnen ist der Favorit. Befragung: keiner der drei Entwürfe soll es werden, Jenawohnen ist am unbeliebtesten…


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  138. einfachnurVater | 24. Oktober 2012 um 23:02 |

    Beim Thema Eichplatz zunehmend eine wirklich schreckliche Diskussionskultur hier… Wer sich kritisch mit dem Mainstream der Leser und Kommentatoren dieser Seite auseinandersetzt, ist natürlich aus Verwaltung oder Politik und hat sich gefälligst zu outen… Was ist denn hier los???!


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  139. Heidrun Jänchen | 24. Oktober 2012 um 19:49 |

    Ich frage mich ernsthaft, woher hier immer wieder die Behauptung kommt, die Leute würden massenhaft zum Einkaufen nach Leipzig und Erfurt fahren. Die Konsumwüste Jena existiert einfach nicht. Wie mir Ralph Lenkert erklärte, der einen Infostand gleich neben dem der BI hatte, gibt es in der Oberlauengasse einen gutsortierten und sehr hilfsbereiten Herrenausstatter. Für einen Bundestagsabgeordneten scheint der gut genug zu sein. Aber natürlich nicht für gehobene Ansprüche, klar.
    Wie viele fahren eigentlich nicht nach Erfurt, sondern zu IKEA? Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich IKEA in Jena ansiedelt? Null. Also werden weiterhin, auch wenn wir die 16000 m² Ladenfläche auf den Eichplatz setzen, eine Menge Jenaer nach Erfurt fahren. Heißt das, wir bauen dann noch ein Einkaufszentrum?
    Stimmt, ich war noch nie mit dem Zug zum Einkaufen in Leipzig. Aber ich war auch noch nie mit dem Auto zum Einkaufen in Leipzig. Dass ich zum letzten Mal in Erfurt eingekauft habe, ist Jahre her. Wesentlich häufiger bin ich aus touristischen oder kulturellen Gründen in beiden Städten. Wer fragt eigentlich danach? Wo bleibt die Studie, wie viele Jenaer wegen kultureller Veranstaltungen nach Weimar fahren? Und wo die Schlussfolgerung?
    Was Sten Lindner schreibt, ist von A bis Z richtig: Es gibt keinen Ladenmangel, sondern Ladenleerstand, es gibt viele Menschen, die sich den Erhalt der Eichplatz-Bäume wünschen und es gibt, wenn 2000 Stimmen von Bürgern nicht beachtet werden, ganz offensichtlich ein Demokratie-Defizit. Was es hingegen nicht gibt, ist ein Radverkehrs- und -Parkkonzept für den Eichplatz. Man hofft, dass die privaten Investoren ein paar Radständer hinstellen. Das ist tatsächlich alles, und dabei sollte wenigstens der Radverkehr ein urgrünes Thema sein.


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  140. Lieber Bastian, o.k.
    vielleicht hätte Sten öfter reden sollen. Ob und wie oft der Eichplatz Thema in ihrer Versammlung war, weiß ich nicht.

    Herr Peisker ist demnächt Dezernent für Stadtentwicklung. Laßt uns doch von ganz vorn beginnen. Eine Neuplanung des Eichplatzes unter Berücksichtigung des nun vorliegenden Projektes JenKAS, klimawandelgerechte Stadtentwicklung und unter Berücksichtigung des aktuellen Bedarfes an Handelsflächen, da ja Saturn jetzt in die Goethegalerie eingezogen ist, kann in dem über 10 Jhre alten Gutachten Bedarf für Elektrogeräte gestrichen werden.Bauen wir nur im EG Ladenflächen, dann schaffen wir auch 80 % Wohnungsbau. Laßt uns Grün- und Sitzflächen für unsere Senioren bitte mit Lehne schaffen und den Orchideenbrunnen wieder aufstellen inkl. 2 bis 3 Spielgeräte. Bastian warum ist das sooooo schwer. Und bitte, Eurer Fraktionsvorsitzende Tilo Schieck hat uns unter seinen Beitrag immer noch nicht über den Kreuzstimmenvergleich aufgeklärt, bitte mit Zahlen unterlegt. Ich habe schon Kopfschmerzen vom vielen Rechnen, wir kommen auch hier nicht auf 2/3 Befürworter.

    Lasst uns zusammen ein liebenswertes Jena aufbauen.

    Sollten dafür die Investoren fehlen, einfach Bescheid sagen. Wir bringen diese auch noch an den Start. Es geht auch ohne ECE und OFB, dies sind auch keine Investoren, sondern nur Projektentwickler für Immobilienfonds.


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  141. Liebe Anne,

    ich finde querdenken gut und wichtig und ich hätte vll den Eichplatz auch anders. Ich finde es aber keine „Diskussion“ oder „Debatte“ oder gar kreativ, wenn ich davon aus der Zeitung/Jenapolis lese und bei den Versammlungen nicht. Das ist auch berechtigt komisch, da braucht man nicht versuchen-irgendwelche Abweichlerunterstellungen rauszulesen.

    Vielleicht findet Demokratie und Diskussion heut nur noch über Presse und Foren statt. Mea culpa, was bin ich altmodisch, dass ich vis a vis auch eine ehrliche Meinung erwarte und das Gesetz, dass Abstimmungen noch nicht digital möglich sind.


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  142. Schon seltsam – da kann ich nur zustimmen – wie offensichtlich Partei immer mehr heißt, dass der Korpsgeist über allem steht. Deshalb nennt man Gegenstimmen mittlerweile „Abweichler“, Entscheidungen, die teils klugen, lauten und logisch unterlegten Widerspruch hervorrufen „Realpolitik“ und ohne vorherige interne Absprache in die Öffentlichkeit gehende Parteimitglieder – wie hier Herr Lindner – „Populisten“. Ob offen oder hinter vorgehaltener Hand ist dabei nur eine Frage der jeweiligen Kinderstube.

    Selbst wenn seine Argumente nicht neu sein sollten – dieser Neusprech vieler Parteigänger (egal ob rot bis schwarz) macht mich immer mehr sehr nachdenklich. Denn er zeugt von einem brandgefhrlichen „Top-Down“- Denken. „Wir wissen, was für die Menschen gut ist“ – ist auch oft sehr bequem für die Wähler – so haben sich beide Seiten scheinbar eingerichtet. Wohl auch deshalb, weil eben dieser Wähler die entweder die Wirkung der Beschlüsse erst zeitverzögert beobachten kann.

    Ich wünsche der Stadt, in der einst mein Vater studieren durfte, einen lebendigen zentralen Platz. Am besten ohne neue Mall für Konsumbekloppte. Dafür mehr von solchen Leuten wie Herrn Lindner. Die Engagement von Bürgern nicht als leidiges Übel, sondern als unbedingte Grundlage unserer Gesellschaft zu sehen scheinen.


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  143. Hilfe, ich würde ja so gerne einmal was s c h ö n e s über Jena schreiben.

    Super: Das ist ja das Dilemma, nur Bauherrenmodelle (ich bin Mietglied in einem Verein für Mehrgenerationenwohnen welcher seit 3 Jahren um ein Grundstück zum Bodenrichtwert bettelt, da die Bank sonst Vereine nicht finanziert.) und sozialer Mietwohnungsbau kann da konkret helfen, aber die Stadt versteigert ja lieber ihre letzten Grundstücke meistbietent !
    Das Schlimme ist, diese Situation wurde vor mehr als 5 Jahren erkannnt, ich selbst habe Herrn Schenker darauf hingewiesen. Der möchte aber lieber Wohngeld ausgeben und will nichts hören von sozialen Mietwohnungsbau. Er hat mir ins Gesicht gesagt: Wir (die Stadt Jena) wollen keine Subjektförderung, nur die Linken haben dies immer wieder angemahnt, von Grünen ist hier gar nichts zu hören. Haben dazu wahrscheinlich gar keine Meinung. Man soll nur mit dem Rad zur Arbeit fahren. Prima.


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  144. Stefan.Lange: nicht alle können mit dem Fahrrad auf Arbeit fahren.
    Das ist ja das traurige gerade bei der grünen Politik. Eine Stadt ist ein sehr sensibles Wesen. Sie kann sich nur lebens- und liebenswert entwickeln, wenn Wirtschaft, Kultur und Soziales sich gleichzeitig entfalten können. Man kann nicht nur an einer kleinen Schraube drehen. Die Grünen haben eigentlich den richtigen Ansatz: Soziale Netzwerke, Arbeit, wohnen, Umwelt, Nahverkehr, Ausbau der Radwege, Nachhaltigkeit nicht nur die Konzentration auf Turboshopping.
    Ich habe auch einmal in den 90 ern grün gewählt, sogar als 1 Stimme. Aber was haben diese guten Zielen mit der Arbeit der Grünen in Jena noch zu tun ?
    Herr Peisker geht stattdessen jetzt in den Tierschutz und läßt – da abwesend – eine Frage im Stadtrat im Oktober zur Kastration von Katzen stellen, wo das ja hier auch sooooo wichtig ist, na und unser Doktor flieht lieber gleich nach Palästina, da muß man keine Stadtpolitik machen. Die CDU verhaspelt sich im Schulnetzplan. Das ist nun unsere Rot-Grün-Schwarze Koalition !!!


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  145. @ Anne

    Wer selbst Kinder hat, muss sich einfach nur mal in der Grundschule oder KITA bei den Elternabenden umhören. Realität ist die, daß sehr viele Familien mit dem zweiten Nachwuchs in 50 – 60 qm Dreiraumwohnungen sitzen und sehr sehr verzeifelt suchen. Manche seit Jahren. Und obwohl beide Elternteile arbeiten, reicht es eben NICHT, eine ETW für 250 – 350 T€ zu kaufen (von Einrichtung und NK und Notar und Kredit etc etc mal zu schweigen).
    Das ist ein klarer Selektionsdruck gegen Familien und egal was auch immer in den Medien gefaselt wird. Die Realität ist eben anders.

    Hätte ich dieses Problem als regierender Politiker, ich würde zur Lösung entweder ins Ausland reisen oder mich auf Facebook über Parteikollegen äußern – das hat noch immer geholfen….

    Um es in der Sprache des Herrn zu schreiben: „An Ihren Taten sollt Ihr sie erkennen.“


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  146. Zitat: „mal sehen was dann die Berufspolitiker für Jobs annehmen“

    Ein richtiger Berufspolitiker kann alles, solange es sich mit reden allein bewältigen läßt. Also @ Stefan.Lange machen Sie sich um diese Leute bitte keine Sorgen. Sie fallen selbstverständlich auch die Hornhaut freien und Pediküre gepflegten Füße.


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  147. stefan.lange | 24. Oktober 2012 um 10:25 |

    Meine Aussage, dass das arbeitente Volk aus der Stadt ausgeschlossen wird, jedenfalls wenn man gerade als Familienvater mit 2 Kindern eine 4 Raumwohnung sucht möchte ich noch bekräftigen. Mein Bruder suchte krampfhaft eine Wohnung, aber Preise von 10 € kann er sich einfach nicht leisten. Jetzt hat er in Laasdorf ein Doppelhaus angemietet, dies kostet auch schon 800 € kalt, gerade so machbar aber auch schon teuer.Von Laasdorf nun mit dem Fahrrad bis in die Stadt ist schon schönes Training. Da kommt man ganz schön fertig an.


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  148. stefan.lange | 24. Oktober 2012 um 10:05 |

    Simon, das ist super geschrieben. Genauso ist es , die Grünen folgen dem FCC, mal sehen was dann die Berufspolitiker für Jobs annehmen. Simon: tolle Analytik, vor allem die Autohasserpartei – finde ich ja umwerfend und 100 % getroffen.
    Ja Grüne, es können nicht alle mit dem Fahrrad auf Arbeit fahren. Wenn das arbeitente Volk aus Jena ausgeschlossen wird und man nach Jena pendeln muß, dauert dies viel zu lange.


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  149. Simon Sachse | 24. Oktober 2012 um 09:52 |

    Es ist schon kurios, dass man einen Volksvertreter, der Partei für das Volk ergreift (das sich mehrheitlich NICHT für einen der Eichplatz-Entwürfe ausgesprochen hat, selbst wenn man die Online-Stimmen ignoriert), Populismus vorwirft – also Politik im Interesse des Volkes. Wir kommen noch so weit, dass „Demokratie“ zum Schimpfwort wird.
    Da die Grünen andernorts eher Gegner des Konsumwahns und Baumschützer sind, ist Sten Lindner vermutlich in der richtigen Partei. Aber der Rest der Jenaer Grünen sollte überlegen, vielleicht eine Autohasser-Partei zu gründen, da sich ihr grüner Markenkern auf das Beseitigen von Parkplätzen und das Aufstellen von Tempo-30-Schildern beschränkt. Ansonsten sind sie von CDU und SPD nicht mehr zu unterscheiden. Offenbar sind sie mit der Auswertung der letzten Wahlschlappe deutlich überfordert.
    Also – macht ruhig so weiter, dann wählen Leute mit „grünen“ Vorstellungen 2014 lieber die von Frank gefürchteten Linken oder Piraten. Mal sehen, wie sich die Graugrünen dann als außerparlamentarische Opposition schlagen, denn es kann durchaus sein, dass Sten Lindner dann der Grüne mit dem höchsten Wahlamt in Jena ist.


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  150. susi.töpfer | 24. Oktober 2012 um 08:59 |

    Sehr geehrte Frau Schwarz: egal ob mit oder ohne Fördermittel der TAB,um eine Wohnung kaufen zu können muß man reich sein, insbesondere in Jena! Es bleibt ja nicht bei Kreditkosten, dazu kommen noch Umlage für Hausverwaltung und Instandsetzungsrücklage. Deshalb sind die Nebenkosten bei Eigentumswohnungen auch immer höher, wie bei Mietwohnungen ! Jede Bank verlangt 20 % Eigenkapital, alles andere ist Augenwischerei.
    @Anne: „egal ob jetzt Sten oft genug das Problem bei Ihnen ansprach…“
    Genauso ist es mir ist völlig schnuppe, ob Sten dies ansprach oder nicht, es ist schon schlimm genug, dass die Grünen zum Eichplatz nicht täglich diskutieren.
    Für mich zählt nur sein Aufruf: G r ü n e endlich aufwachen.


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  151. Verzeihung H heißt Hausbank.


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  152. Moin, ich bin über unsere Basta-Politik in Jena immer noch wütent, vor allem muß ich feststellen, dass der Realitätsverlust selbst bei Frau Schwarz abfärbt. In der TLZ steht doch tatsächlich gestern: „Wohnraum in Jena n i c h t nur für die Reichen und Schönen“. Ist ja süß. Es wird im November zu einem Beratungstermin zur Förderung der Thüringer Aufbaubank – TAB – bei Herrn Friedel, Chef der Wohnraumförderung eingeladen bei den Kauf einer Eigentumswohnung oder eines Hauses.
    Worüber ich jetzt lache ist der Ausdruck Reich und Schön. Jetzt ist ja Schön Geschmackssache aber bitte sehr, was ist Reich für die Frau Schwarz ?
    Nehmen wir ein Beispiel:
    Eine Familie mit 2 Kindern möchte eine 4-Eigentumswohnung kaufen, diese kostet bei 120 m² Wohnfläche im Durchschnitt 250.000 € wenn man Glück hat.
    Nun die Richtlinien der TAB:
    Eigenkapital 20 % plus Kaufpreisnebenkosten:
    Grunderwerbssteuer, Notarkosten, Grundbucheintragung und Makler ca. 10 %
    Das macht bei einem Kaufpreis von 250.000,- € satte 75.000,- € Eigenkapital. Da ist noch kein Umzug ewentuell neue Küche und der neue Kleinderschrank enthalten, da ja unsere intelligenten Architekten so planen, dass man aus seiner Platte z.B. WBS 70 Typ seinen viellicht 3m langen Kleiderschrank nicht mitnehmen kann. Die Grundrisse sind eine Katastrophe, vielleicht schön aber total unpraktisch und von Abstellräumen in der Wohnung wurde auch noch nie etwas gehört. In der Tschechei wird kein Haus ohne Speisekammer verkauft, das ist schon lange in Deutschland wegrationalisiert. Wo der Staubsauger, Bügelbrett oder die Wasserkiste hinkommt, muß sich ja nur die Hausfrau einen Kopf machen.Das heißt, man sollte schon mindestens 85.000 € Eigenkapital für einen Umzug in die neue Eigentumswohnung parat haben, dann hat man aber seine Rücklagen komplett aufgebraucht und das Auto sollte nicht den Geist aufgeben.
    Was ist also in Jena Reich ? Man muß auf alle Fälle mehr als 85.000 € cash haben.
    Dies ist natürlich sehr individuell, muß aber sagen ich habe nicht soviel Geld und Reich ist für mich schon jemand der 50.000 € auf dem Konto hat.
    Noch zur TAB, warum soviel Eigenkapital 20 % plus Nebenkosten? Die TAB geht mit den Sicherheiten in den 2 . Rang des Grundbuches nach der H und muß sich auch absichern. Sollte nun eine Zwangsversteigerung drohen, hat sie die Chance den größten Teil des Geldes durch den Eigenkapitaleinsatz wieder zu bekommen. Es gibt ja auch Städte, wo man nur 80 % des Verkehrswertes bei einer Versteigerung zahlen muß. In Jena ist dies z.z. stehts über den Verkehrswert. Also kann man gar keine Schnäppchen mehr machen.

    Warum nun dieser Artikel in diesem Blog. Ganz einfach der Hinweis an unseren neuen grünen Stadtentwickler. Wenn Sie die Wünsche unseres Oberhauptes erfüllen möchten, keine soziale Entmischung müssen sie auf den Eichplatz die Grundstücke eigentlich für den sozialen Wohnungsbau ausschreiben. So viele Grundstücke wo das möglich ist, hat ja die Stadt nicht mehr.
    Also neuer B-Plan, neues Nutzungskonzept. Es würde auch reichen wenn nur im Erdgeschoss Ladenfläche entsteht und nicht wie jetzt geplant 50 % Gewerbefläche. Dann wäre auch wieder Platz für eine größere Grünfläche mit Springbrunnen und 2 – 3 Spielgeräte für die Kinder, damit sich im Sommer das Zentrum nicht so aufheizt. Denken Sie an das Gutachten zum jetzigen B-Plan, dies ist sehr ungünstig für das Mikroklima ! Dies fordert auch das Gutachten von JenKAS.
    Liebe Grüne egal ob jetzt Sten oft genug das Problem bei Ihnen ansprach oder auch nicht , wichtig ist doch, dass die Grünen jetzt umdenken !!!!!!!!!!


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  153. Lieber Bastian, habe ich also richtig verstanden, dass seit 1 1/2 Jahren nicht über den Eichplatz gesprochen wurde bei den Grünen ? Es gab 2 Anträge zu Bürgerbegehren, die in ihrer Regentschaft mit abgelehnt wurden. Und sie haben nie über die Eichplatzbebauung gesprochen ? Es gab bei der Auslegung des B-Planes viele Wünsche und Einsprüche der Bürger. Und sie haben nie über diese Bebauung gesprochen und wenn ja, was wurde denn diskutiert ?
    Dann kann man nur unter Einbeziehung der Öffentlichkeit die Grünen wachrütteln.
    Man sollte sich an die eigene Nase fassen und prüfen, vertreten wir noch die Ansprüche eines Bündnis 90 – da gab es einmal einen runden Tisch. Bei den Grünen scheint es nur noch eckige zu geben.
    Für mich haben in Jena alle Parteien das Profil verloren.
    die Grünen – Bürgerbeteiligung, Nachhaltigkeit (Biomüll ist auch Rohstoff und kann in die Biogasanlage !) verantwortungsvolle Stadtentwicklung unter Berücksichtigung von Klimaänderung,
    die SPD – Politik für den kleinen Mann ? eher ein Gewinnmaximierer für Immobilieneigentümer,Verzeicht auf sozialen Wohnungsbau über viele Jahre
    die FDP – Partei der kleinen Unternehmer und auch Einzelhändler von Jena ?
    die Bürger für Jena, hu hu noch da? Für was steht Ihr denn eigentlich noch ?
    CDU – kenne hier nur den Namen Schenker unseren Bildungsminister, welcher schon bei den ersten Planungsversuchen zum Schulnetzplan überfordert ist.

    Lieber Gott, laß unseren Doktor bei seiner Reise aus dem heiligen Land doch den Stein des Weisen mitbringen.


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  154. Holger Herrmann | 23. Oktober 2012 um 22:05 |

    Jedenfalls ist das Grün auf der Strecke geblieben:
    „Eichplatz
    …………………… Dabei soll einer bewohnten und belebten Innenstadt verstärkt Rechnung getragen werden; kleinteilige Wohnquartierbebauung, attraktiver Einzelhandel und urbane Qualität mit Grünflächen sollen dazu beitragen.

    Dies wird ein wichtiger Schwerpunkt der Stadtentwicklung für die Stadtratsperiode sein.“

    Teilhabe an der Macht um jeden Preis.

    http://www.gruene-jena.de/userspace/TH/kv_jena/Stadtrat/koalitionsvertrag_spd_cdu_gruene.pdf


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  155. Ach Jenenserin,

    das ist mir fast zu billig darauf zu antworten (besonders der SED-Vergleich), aber ließ meinen Beitrag einfach mal bevor du antwortest. Jeder kann reden wie er will, aber es wundert mich, dass es über Medien geschieht, aber nicht bei den Mitgliederversammlungen seit 1 1/2 Jahren. Vll gäbe es sogar eine Mehrheit.
    *Don´t feed the troll*


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  156. Holger Herrmann | 23. Oktober 2012 um 20:31 |

    @Frank

    Das ist ungeheuerlich! Sie setzen engagierte Bürger mit NPD gleich.

    „Mir ist es eigentlich egal, wer in dieser Stadt welchen Posten begleitet, solange die Linken, die NPD, die “Guten” und die Piraten nicht der Regierung angehören.

    Da das jedoch aber auch genau diejenigen sind, die diese ganze sog. “Eichplatz”-Bewegung, die keine ist, anführen,

    naja, dann weiß ich was ich insgesamt davon zu halten habe.“


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  157. @Max Headroom: Hä? Das war meine persönliche Meinung – und ich für mich sage, dass ich die Linke, die Piraten, die Guten und die NPD wirklich gerne nicht in einer Regierung dieser Stadt erleben möchte. Das darf ich doch als Wähler entscheiden, oder? Ich habe diesen Parteien ja nicht das Existenzrecht abgesprochen.


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  158. Frank: „den meisten Einwohnern ist es schlicht egal.“
    Dann ist doch alles gut. Dann können doch die Bürger, denen es nicht egal ist, doch i h r e n Eichplatz sich schön machen. Dann gibt es doch gar kein Problem.


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  159. Bastian ich fass es nicht, ist es denn bei den Grünen, wie früher in der SED ? Keiner darf seine persönliche Meinung nach außen tragen, hier gilt nur das Parteiprogramm und sonst nichts ? Mein
    Onkel wurde in den 80 Jahren aus der SED ausgeschlossen, weil er seine persönliche Meinung offen vertrat und sich mit dem GO – Sekretär anlegte. Fehlt bloß noch dass Sten ein Parteiverfahren aufgebrummt bekommt. Dann habt ihr euch endgültig geautet. Lass dich nicht unterkriegen Sten!


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  160. Max Headroom | 23. Oktober 2012 um 17:27 |

    @Frank
    Zitat: „Mir ist es eigentlich egal, wer in dieser Stadt welchen Posten begleitet, solange die Linken, die NPD, die “Guten” und die Piraten nicht der Regierung angehören.“

    Ich hab’s gerade verstanden. Sie möchten wieder eine Einheitspartei.
    Denn alle, die nach Ihrer Meinung in der Regierung sein dürfen, unterscheiden sich ja nicht mehr wirklich in dem, was sie tun. (Okay. Meist tun sie nix.)
    Alle, die nicht der Standardmeinung entsprechen, müssen draußen bleiben, weil die Gefahr besteht, daß sie wirklich was ändern würden. (Bei der NPD bin ich natürlich auch froh, daß die (noch) nix ändern können. Das ging schon beim letztenmal blutig aus.)
    Den Piraten und Linken (die „Guten“ kenne ich zu wenig) kann man also sagen, daß sie auf dem richtigen Weg sind, denn wenn man so stark versucht, Stimmung gegen sie zu machen, zeugt das davon, daß man ihnen Potential zutraut!

    „Society is like a stew. If you don’t stir it up every once in a while then a layer of scum floats to the top.“
    Edward Paul Abbey


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  161. Jenaer und Jenenser freuen sich | 23. Oktober 2012 um 17:17 |

    @ Sten Gratulation des Inhalts vom Brief. Top! Vom Wagnis möchte ich entgegen der vielen Tausend aus der Duckmäusergesellschaft (oder aus Dummheit oder…) in der gesamten noch treibenden Parteienlandschaft (mit abgebrochenem Steuer und falscher Navigation)nicht sprechen. Das wäre dringend nötig das die Klardenkenden entweder Protestaustritte oder aus dieser Situation, wie Du den richtigen Hebel setzen. Leider sind die Menschen
    schon von einer Meinungsfindung, auch wenn positive Gedanken und Forderungen geäußert werden, nicht mehr in der Lage und dem Besitz eines positiven Glaubens. Sie sind einfach deformiert. Infolge dieser Lügen- und Basta-politik.
    Jedenfalls ist diese Äusserung von Sten in der „Öffentlichkeit!“ (aus einer demokratischen Ordnung) nicht nur Normalität sondern die Pflicht als gewählter Bürgervertreter (besser Verwalter, denn nur ein so kleiner abgehobener Teil der Gesellschaftsgruppe kann uns nicht vertreten, zumal die Wähler meist gar kein klares Wissen über diese Wahlkandidaten haben.
    Die das nicht vertreten und die Macht durch geheime Beschlüsse ohne Transparenz befürworten und festhalten, sind eine Volks-feindliche Zusammenrottung.


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  162. Populismus (lat.: populus, „Volk“) bezeichnet eine um „Nähe zum Volk“ bemühte Politik, die Unzufriedenheit, Ressentiments, Ängste und aktuelle Konflikte ausdrückt oder instrumentalisiert, indem sie Gefühle anspricht und einfache Lösungen vorstellt.

    Grünes Bild nach außen und innen werden Betonbeschlüsse gern gefasst, denen man dann natürlich im Nachhinein nicht widersprechen darf?

    Transparenz wäre doch gut…..


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  163. Naja,

    Das höchste Gremium der Grünen, die Mitgliederversammlung, hat am 02.02.2011 mit 1 Gegenstimme einen Beschluss zum Eichplatz gefasst.
    Anderthalb Jahre später kommt eine offene Kritik mit dem Argument:

    „Ich habe diesen Brief an Euch als offenen Brief verfasst, da bisherige interne Aufrufe nicht zu dem von mir erhofften Umdenken geführt haben.“

    Das wundert mich. Auf keiner einzigen Mitgliederversammlung seit Februar 2011 hast du den Punkt Eichplatz diskutieren und beschließen wollen. Für mich wirkt der offene Brief -nicht der inhalt wohlgemerkt- populistisch.
    Politische Entschlüsse werden bei den Grünen wie bei jeder anderen Partei in der Versammlung ALLER Mitglieder getroffen, nicht in Emaillisten, Foren oder -sorry- auf Jenapolis.


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  164. @ Frank

    Sehen Sie und DAS unterscheidet uns in 2 Punkten.
    1.)
    Mir kommt es nicht darauf an, welcher Partei jemand – egal wer – angehört, sondern welche Inhalte er/sie/es vertritt und was er TUT. Er darf auch gern grün, rot oder bunt sein oder wie ein Marsmännlein und eine Antenne anstatt Ohren, solang er TUT (und nicht nur redet), was meiner Meinung nach für die Mehrheit von Jena GUT und RICHTIG ist.
    2.)
    Weshalb sollte Herr Lindner denn wechseln. Überlassen Sie das doch ihm. Bei uns darf doch jeder in jede Partei sogar Verfassungsschützer in die NPD ….. Was bedeutet denn „seine Kollegen nerven“ …. ;-) … dass seine Meinung unbequem ist….. na prima. GENAU DARÜBER freut sich doch jeder denkende Mensch. Denn wo das Gegenteil endet, wissen doch fast alle…. ;-)

    In diesem Sinne und frei nach Gerhard Polt und Franz J. Strauss:

    „Wir brauchen keine Opposition – wir sans scho Demokraten“


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  165. @super Okay.

    Mir ist es eigentlich egal, wer in dieser Stadt welchen Posten begleitet, solange die Linken, die NPD, die „Guten“ und die Piraten nicht der Regierung angehören. Da das jedoch aber auch genau diejenigen sind, die diese ganze sog. „Eichplatz“-Bewegung, die keine ist, anführen, naja, dann weiß ich was ich insgesamt davon zu halten habe. Ich denke, Herr Lindner könnte ja zu den Linken oder den Piraten wechseln und nicht bei seiner Vergangenheit in der Partei seinen Parteikollegen auf diese Art und Weise zu nerven.

    Aber – stimmt – das alles ist nur meine persönliche Meinung und freilich ist diese genauso unbedeutend in der Debatte wie die eines jeden anderen einzelnen Bürgers dieser Stadt. Das kann man bemängeln, dass ich mich auch nur schwerlich artikulieren kann in dem Prozess. Für mich ist das aber der Charakter der repräsentativen Demokratie, deshalb habe ich gewählt, wie ich gewählt habe. Und ich habe weder Zeit noch Lust wie einige andere hier, mich neben meiner Arbeit auch noch um solche Dinge zu kümmern.


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  166. @ Frank

    Wenn man nichts zu verbergen hat, kann man auch offene Briefe schreiben. Sie dürfen auch…..

    Wenn alles Unsinn ist, was Sten schrieb, was kümmert es Sie dann? (Herr Matschie und Frau Lieberknecht schreiben hier doch auch nicht ;-) )

    Demokratie ist ja gerade alles öffentlich zu machen …. oder nicht……

    Wenn Sie recht haben und andere fehlgeleitet sind und es die meisten eh nicht interessiert, weshalb dann aufregen und nicht vergnüglich zurück lehnen ….. dann lassen Sie doch die paar ewig gestrigen Typen hier schreiben, die einfach nicht die „Zwänge grüner Realität in der Koalition“ (was immer das ist – wahrscheinlich angekommen in der Welt der Lobbys und jedes Ziel aufgegeben) erkennen können….. die Mehrheit wird´s schon richten bei der nächsten Wahl…..

    Oder ist da ein etwas Unsicherheit, der Funken könnte überspringen und die Idee die Massen abermals ergreifen bei Stimmzettel…. ;-) …. und die Posten wären weg…..

    Und meine Gespräche mit Menschen dieser Stadt zeigt mir, dass es den Leuten keinesfalls egal ist – offenbar kennen wir unterschiedliche Menschen!


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  167. Hava Sanning | 23. Oktober 2012 um 14:40 |

    Ach, du Sch….!
    Sind die Jenaer Grünen echt schon so gleichgeschaltet?
    Hauptsache, sie haben einen Stuttgarter OB…


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  168. @Anne: Ich glaube, das ist meine Einschätzung aus Gesprächen mit anderen in dieser Stadt, und da will ich ganz ehrlich sein, dass es den meisten Einwohnern schlicht egal ist. Völlig egal.


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  169. Frank: Lesen Sie bitte den letzten Satz. Herr Lindner hat versucht dieses Thema anzusprechen und ihm wurde wie sie richtig sagen nicht zugehört. So wie halt die regierenden Parteifunktionäre so zuhören.
    Man hat 2 Bürgerbegehren abgelehnt. Dagegen läuft gerade eine Klage der BI gegen die Stadt. Es scheint hier üblich zu sein, dass man nicht mehr zuhören will, vor allem nicht den Bürgern.

    Ich habe mich bemüht, wenn sie meine Kommentare verfolgen, ganz neutral den Kreuzstimmenvergleich, den Herr Peisker wünschte mit den Zahlen aus der aktuellen Auswertung der Abbe-Hochschule nachzuvollziehen. Wo bitte möchten 2/3 der Jenaer diese Bebauung. Keiner der Grünen kann mir hier die Formel für den Kreuzstimmenvergleich aufzeigen, der zu diesem Ergebnis kommt.

    Meinen Sie nicht auch, dass sich sehr viele Jenaer verschaukelt vorkommen? Der Mut gegen den Strom zu schwimmen ist von Sten zu bewundern. Wir haben hier ja kaum noch Männer mit Rückrat.


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  170. nimmt man bürgermittbestimmung ernst, dann ist es egal, ob man (mit)regiert.

    münchen: grüne regieren mit spd und haben vor jahren bei der bürgerabstimmung zum strassentunnelbau verloren

    stuttgart: weiß nicht, wer da regiert, aber auch dort sind se halt unterlegen

    jena: da wollte man eine scheindemokratie ala ddr-volksbefragung

    man kann sich das volk nicht so hinbiegen, wie man es gerne hätte und ob lindner wirklich eine minderheit bei grün-jena ist, wird die zeit zeigen. eventuell sind bei den neuen studenten neue grüne bei, die die machtverhältnisse verändern.


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  171. @Wolfgang Kuhnle: Das hängt aber auch stark davon ab, ob die Partei Teil der Opposition oder der „Regierung“ ist. Jede Partei wird bei Regierungsverantwortung in „realistische“ Sichtweisen gedrängt. Zum Teil mag das schade sein, aber oft ist das auch sehr gut, denn eine Stadt setzt sich nicht nur aus einem kleinen Klientel zusammen. Das gilt für Jena wie alle anderen Städte auch.


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  172. der ist max. in jena (wenn überhaupt) bei den grünen ein querdenker, denn andere grüne in deutschland verhalten sich bei ihren örtlichen, ähnlichen projekten so, wie er es einfordert.


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  173. egal wie gebaut wird, jedem kann es eh nicht recht gemacht werden. was ist gegen einen stadtpark einzuwenden ? new york hat ihn auch, also warum nicht auch jena ? sollte hier wirklich eine shoppingmal entstehen werden die kunden aus der goethegalerie weggesaugt und das geschäfte sterben würde in der göga beginnen. also ein schöner grüner park mit hohen bäumen vielen bänken und einem teich. fertig !


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  174. Liebe Frau Limbecker. Ich gehöre weder zur Verwaltung, noch zur Politik. Und ich muss mich hier genauso wenig „outen“ wie super, Anne, Max Headroom oder Martin. Dass Sie als Oppositionspolitikerin in Jena natürlich eher dem „Querdenker“ Sten Lindner zustimmen, gut, das kann man sich natürlich denken.

    Ich begrüße durchaus Querdenker – darum geht es nicht. Aber es gibt einen Unterschied zwischen wirklichen Querdenkern und Populisten. Der „Artikel“ von Sten Lindner bietet nichts Neues, außer dass das leidige Thema Eichplatz hier wieder und wieder durchgekaut wird. Warum ein offener Brief? Traut sich Herr Lindner nicht, das Thema in einem persönlichen Gespräch oder im Rahmen einer Kreisversammlung gegenüber seinen grünen Fraktionären anzusprechen? Oder hört man ihm da aus verschiedenen Gründen schon gar nicht mehr zu?


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  175. Kirsten Limbecker | 23. Oktober 2012 um 13:16 |

    Das kann ja wohl nicht sein. @ Frank: wenn Sie aus Verwaltung oder Politik kommen, dann outen Sie sich gefälligst. Insiderwissen scheinen Sie ja zu haben. Leider kein Verständnis von Demokratie und von offenem Gedankenaustausch.

    Bei einer sachlichen Diskussion versucht man nicht auf Teufel komm raus eine Gegenmeinung oder einen Menschen, der sich traut trotz des mainstreams in und allen Koalitionierens von seiner Partei seinen eigenen Kopf zu bewahren, platt zu machen. Nennen Sie es doch beim Namen: Mit Gegenstimmen, Querdenkern und Grundsatzdenkem kommen Sie selbst nicht klar. Demokratische Debatten- / Diskussionskultur sieht anders aus.

    Achso und im Übrigen: „Ich denke, Herr Lindner …, möchte sich hier profilieren, indem er ein inzwischen extrem abgekautes Thema mit benagt.“ -> so ein Quatsch. Der Verfasser des Artikels ist einer von wenigen Kreisverbandsmitgliedern der Grünen, die sich ernsthaft und mit differenziertem Blick den Stadtentwicklungsproblematiken widmen. Und das seit längerer Zeit.

    @ Sten: Toller Artikel. Danke. Doch ich befürchte deine Mitglieder haben verlernt selbstständig zu denken und schauen nur noch darauf, was in den oberen Reihen ihrer Koalition und der Stadtverwaltung en vogue ist.


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  176. ejjjjj, mein respekt galt lindner, ihr blöden daumensenker!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!


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  177. @ Frank

    Zitat: „Bloß: Wer ist Sten Lindner, dass seine Meinung hier von Bedeutung ist?“

    –> jede Meinung ist von Bedeutung. Auch Ihre…. Umso mehr auch die von Herrn Lindner, da er ein Parteimitglied in einer mittlerweile betonfarbenen „Grün“partei ist, der seine Meinung sagt, die nicht die Taten seiner Partei reflektiert und damit riskiert, unterzugehen. Wenn er was er beschreibt nicht umsetzen kann im Moment, kann er dies vielleicht, wenn er sich zur Wahl stellt. Ich dachte immer Freiheit ist die der anders denkenden……


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  178. kurz und knapp von mir: respekt!


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  179. @EinKommentator: Welchem Zweck dient denn diese Offenlegung? Ich kann weder an der Aussage des Herrn Peisker noch an der von Herrn Göhlert Schlimmes entdecken? Oder ist das allgemeines Denunziantentum?

    @Max Headroom: Nein, ich bin auch für eine allgemeinverträgliche Lösung auf dem Eichplatz. Diese schließt öffentliche Flächen, Wohnungsbau, aber auch Gewerbe ein. Bloß: Wer ist Sten Lindner, dass seine Meinung hier von Bedeutung ist? Der Ortsteilbürgermeister von Süd (ich glaube, die Grünen in Jena würden das heute so nicht mehr zulassen)? Oder doch eher ein Frustrierter, der von den Grünen als Schatzmeister! und auch als Mitarbeiter aus verschiedenen und sehr nachvollziehbaren Gründen abgesetzt wurde?


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  180. Max Headroom | 23. Oktober 2012 um 11:39 |

    @Frank:
    Was Sie hier schreiben, ist reiner Populismus zugunsten der Beton-Fraktion.


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  181. EinKommentator | 23. Oktober 2012 um 11:39 |

    aus dem Gesichtsbuch:

    Denis Peisker (designierter Stadtentwicklungsdezernent in Jena):

    „…weder schießen wir uns ab noch buhlen wir um Verrückte. Die Diskussion war und ist nicht einfach und 100% Zustimmungen gibts auf unseren Mitgliederversammlungen nun mal nicht schon gar nicht beim Thema Eichplatz. Das dies nun Einer nutzt, um in die Presse zu kommen, geschenkt.“

    Stefan Göhlert (Landesgeschäftsführer der Grünen Partei in Thüringen):

    „Is halt wie in jeder Partei. Die SPD hat da ja auch so ihre Spezels.“

    https://www.facebook.com/markus.giebe/posts/3892547071545


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  182. @Holger Herrmann: Hand aufs Herz: Wann sind Sie zuletzt zum Shoppen mit dem Zug nach Erfurt oder Leipzig gefahren? Die Ticketpreise und die Fahrtzeit sind für solche Aktionen keine wirklichen Argumente.


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  183. Holger Herrmann | 23. Oktober 2012 um 10:55 |

    @Frank
    Die „kläglichen“ Bäume auf dem Eichplatz sind wohl etwas größer als die Dach Bonsai der Investoren auf dem „künftigen“ Eichplatz und wegen der „wertvollen“ Architektur wird wohl auch kaum jemand hinrennen.
    Haben sie schon mal etwas von Bahnfahren gehört? Dies soll zur Zeit ja noch möglich sein.


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  184. Genau. Alle sollen nach Erfurt oder Leipzig fahren. Am besten noch mit ihren eigenen PKW. Klingt nach einer sehr grünen Politik, Herr Lindner.

    Ich denke, Herr Lindner (das Bild im Artikel scheint sehr, sehr alt zu sein), möchte sich hier profilieren, indem er ein inzwischen extrem abgekautes Thema mit benagt. Die Schillerpassage oder das Drackendorf-Center sind nunmal aus verschiedenen Gründen sehr unattraktiv (schon allein aus architektonischer Sicht und aufgrund ihrer Entfernung zum tatsächlichen Stadtkern). Und ja, ich stelle immer wieder fest, dass Jena im Angebot extrem hinterherhinkt. Hier bekommt man fast gar nichts. SinnLeffers ist der fast einzige Lieferant hochwertiger Kleidung (Anzüge z.B.) in der Stadt, nur um ein Beispiel zu nennen. Die Rechnungen, die hier zum Teil aufgemacht werden, stimmen hinten und vorne nicht.

    Und, Herr Lindner, die paar kläglichen Bäume um den Eichplatz – mal ernsthaft – die tragen wohl nur wenig zum Mikroklima der Stadt bei.

    Aber gut, Sie meinen damit „grüne“ Politik vertreten zu wollen, aber ich sehe hier nur Populismus.


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  185. @ Sten

    Kandidiere bitte.
    Mit dieser Liste und dem konsequenten Versuch, dies umzusetzen, würde ich entgegen sonstiger Beiträge als Fazit:

    WÄHLEN!

    haben


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  186. susi.töpfer | 23. Oktober 2012 um 09:27 |

    Vielen Dank Sten. Meine Stimme hättest Du auch.


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  187. Huch, wo kommt denn der Grüne hier her und dann noch aus Jena.
    Hallo Sten, sehr mutig von Dir. In der heuten Zeit denken doch die meisten nur an ihren eigenen Vorteil. Ich wünsche Dir alles alles Gute und vor allem Erfolg, mach weiter so. Du solltest Dich bei der nächsten Bürgermeisterwahl aufstellen lassen, meine Stimme hast Du !


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  188. Holger Herrmann | 23. Oktober 2012 um 09:03 |

    Ich stimme dem Artikel inhaltlich voll zu und hoffe, dass damit ein Umdenken unserer Kommunal Politiker einsetzen wird.

    Dass 3 Einkaufscenter (Goethe Galerie, Neue Mitte, Eichplatz) im Stadtzentrum voll ausgelastet werden, wird nicht eintreten. Dafür besteht kein Bedarf.

    Keine Gewinner werden „Neue Mitte“ und „Eichplatz“ sein. Es rennt niemand durch tote, leere, „mittelalterliche“ Gassen um die Blöcke, um dann zu shoppen.
    Es sei denn es wird doch eine Mall gebaut.

    Verlierer wird auf jedem Fall die restliche Innenstadt sein. Wesentlichen Handel wird es dann auf dem Inselplatz nicht geben.


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  189. Bastian Ebert | 23. Oktober 2012 um 08:47 |

    Daumen hoch, Stan, ich hoffe du kannst damit ein Umdenken erreichen.


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  190. P.S. selbst das Gutachten zum B-Plan zeigt negative Ergebnisse zum Mikroklima für die Stadt, nach der Umsetzung des Planes.
    Ich muß nur an unser einsturzgefährdetes Atomendlager denken, hier wiesen vor 30 Jahren Experten auf die Einsturzgefahr hin, wurde aber alles vertischt, Jetzt habn wir den Salat.
    Müssen wir immer 2mal bauen ? Ich denke nur an die Gestaltung des Abbe-Platzes.


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  191. Hallo Sten, ich faß es nicht, Leute es gibt noch einen Grünen in Jena !
    Noch einige kleine Ergänzungen:
    Zu 3.
    Man müßte gar nicht nach Leipzig oder Erfurt. Es stehen aktuell mehrere Tausend m² Ladenfläche im Drackendorfcenter leer, hier gibt es auch kostenlose Parkplätze. Des weiteren gibt es in Lobeda West immer noch keinen Nachmieter für das Bekleidungsgeschäft AWG. Hier stehen auch über Tausend m² lehr. Nach meinen Anruf ob ein Fitnesscenter einziehen könnte: Fit in möchte nach Jena, kam die Antwort man sucht ein Bekleidungsgeschäft würde auch bei den Mieten flexibel sein. Herr Blumentritt würde sich freuen. Desweiteren sind nach dem Auszug von Schlecker auch Flächen im Columbus-Center frei.
    Nun würde Fit in auch nicht auf dem Eichplatz einmieten, man zahlt max 8 € sondern eher an Ausfahrtsstraßen / von Bundesstraßen sichtbar mieten. Problem hier ist, solche Flächen gibt es nicht Fit in müßte selbst bauen, mietet aber stehts nur.
    Drackendorf wurde abgelehnt, da zu abgelegen. Ist Firmenstretegie. Man kann aber in Jena nicht so hohe Ansprüche stellen.
    Zu Pkr. 6. Es gibt Handlungshinweise der Studie Klimawandelgerechte Stadtentwicklung JenKas. Hier steht , dass in verdichteten Städten, Jena gehört heute schon dazu,
    Kleingärten, Grünflächen, zu erhalten und zu entwickeln sind.

    Wozu denn Studien, wenn man sich daran nicht halten will?

    Lieber Sten Lindner, ich hoffe recht viele Grüne lesen diesen Beitrag und ich drücke fest die Daumen zum Besinnen auf die grünen Grundsätze, für die ich auch in den Neunzigern mein Kreuz gemacht habe. Halbieren wir die Bebauung des Eichplatzes und lassen das Eichplätzchen zum Eichplatz wachsen und ergrünen. Den Orchideenspringbrunnen gibt es auch noch , er wurde nur eingelagert. Herr Peisker, wie ist es denn mit ihrem Nachhaltigkeitsinn, Wiederverwendung sollte hier ihr Stichwort sein.


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