Idee und Initiative für ein Unperfekthaus auf dem Jenaer Eichplatz |

Idee und Initiative für ein Unperfekthaus auf dem Jenaer Eichplatz

unperfekthaus

Jena. Endlich aufgewacht und weitergedacht! Stellen wir doch mal der „Idee“ eines Shopping-Centers auf dem Eichplatz, die Idee eines Kreativ-Hauses (hier das Unperfekthaus in Essen) gegenüber. Dies scheint so diametral, wie die Debatten in Jena derzeit zum Eichplatz laufen. Man könnte das noch weiterdenken. Nicht nur der Eichplatz wird völlig fantasielos geplant, ebenso der Inselplatz oder auch das Gewerbegebiet in Jena Süd, welches derzeit noch überhaupt keine Rolle in der Stadtentwicklung bzw. Stadtplanung spielt.

Jena ist eine Stadt im Umbruch, eine Denkfabrik (Think Tank) für die Region. Und trotzdem fehlt es uns an Orten zum Erkunden von Kreativität. Die ganzen Ideen müssen doch irgendwo ausprobiert werden. In Essen spricht man von „Machen braucht Vielfalt!“ . Auf der Webseite vom Unperfekthaus Essen heißt es: „Fachleute aller Bereiche sollten das, was sie heute denken, wieder mehr als höchst unperfekte Zwischenstufe begreifen. Der Wetterbericht kann mit Mühe 7 Tage voraussagen, Wirtschaftsprognosen sind noch schlechter. Mediziner wissen selbst nach Vorsorgeuntersuchungen nicht sicher, welche Krankheiten auftauchen werden. Wirklichen Fachleuten ist klar, wie unperfekt unsere heutigen Methoden sind, und genau das ist der Grund, warum Forscher so viele verschiedene Ansätze verfolgen! Die aktuelle Finanzkrise zeigt, wie gefährlich es ist, wenn ein paar Meinungsführer dafür sorgen, dass wenige Mainstream-Ansätze in zu großem Maßstab angewandt oder in Gesetzen und Normen für uns alle verbindlich festgeschrieben werden.“

„Das Unperfekthaus ist eine real existierende 4000qm kleine Welt, in der ganz vieles unabhängig(!) voneinander parallel(!) ausprobiert wird. Auch wir selbst finden nicht alles gut, doch darum geht es gar nicht! Wir brauchen Vielfalt, Freiheit zum Ausprobieren, und niemand weiß vorher, welche Ansätze letztlich erfolgreich sein werden. Stellen Sie sich die 7 Ebenen und 70 Räume des Unperfekthauses am Besten wie ein Dorf vor, mit Restaurant, Kunstateliers, Werkstätten, Fitnessbereichen, Ruhezonen, mehreren Treffpunkten, Bühnen, eigenem kleinen Hotel,… Täglich 10-23 Uhr wie ein Restaurant geöffnet. Unsere Buffets mit Fleisch, vegetarischen und veganen Speisen sind ideal, wenn Sie Gäste haben, deren Eßgewohnheiten Sie nicht nicht kennen und keine Lust haben, ganze Speisekarten zu übersetzen. Auch für Gruppen sind Buffets ideal, weil es keine Wartezeiten auf das Essen gibt. Und wer bei uns feiert oder Firmenbesprechungen bucht, bekommt ungestörte Räume mitten in diesem Kreativdorf. Es wird Grüppchen geben, die zwanglos durch das Haus streifen, einer erzählt dem anderen von Entdeckungen, das ganze Haus ist nutzbar. Falls Sie Musiker, Zauberer, Physiker, Kinderbetreuung usw. engagieren oder sicher sein möchten, daß ein bestimmter Künstler auch persönlich anwesend ist, sprechen Sie das bitte bei Buchung Ihres Events an. Das Unperfekthaus bringt ganz normale Menschen und Unternehmen mit Newcomern, Künstlern und Existenzgründern in Kontakt. Im Unperfekthaus bekommen Künstler & Gründer & Gruppen kostenlos Räume, Technik, Bühnen uvm.. Und mitten in diesem 4000qm großen Künstlerdorf treffen sich Privat- und Geschäftsleute zum Essen, für Seminare oder zu Besprechungen. Man feiert Geburtstage, Betriebsfeste, und wer will, kann sogar übernachten.“

Sicherlich ist dies viel Text aus der Beschreibung zum Haus in Essen. Aber, es funktioniert und hat schon viele Preise bekommen. Auch wir in Jena sollten endlich mutig sein und unseren Eichplatz einer Nutzung zuführen, die wir wirklich in der Stadt brauchen. An alle Vereine, Existenzgründer, Selbständige…alle die einen wirklichen Markt der Möglichkeiten in Jena suchen, sollten hier auf dem Eichplatz fündig werden. Und wenn dann noch etwas Platz frei ist auf dem Eichplatz, dann plädiere ich für Grün, denn so ein Kretaivhaus ist auch einfach anstregend, da braucht man Platz zum Ausruhen und Entspannen.

Weitere Informationen zum Konzept des Unperfekthauses in Essen gibt es hier. Die nachfolgendes Videos klären über die Idee auf. Ist sowas in Jena noch möglich oder ist bereits alles zu spät. Ist das die Idee, auf die wir in Jena gewartet haben? Wäre das die Idee für einen neuen B-Plan für den Eichplatz?

P.S. Der Beitrag ist aus dem Jahr 2012 aber meiner Meinung nach aktueller denn je.

42 Kommentare zu "Idee und Initiative für ein Unperfekthaus auf dem Jenaer Eichplatz"

  1. Zora:
    Deutschland ist das Land der Stiftungen. Einfach mal ein Konzept entwickeln und da mal schauen, ob jemand einsteigt. Nur jammern nützt da gar nichts. Du sagst ja innovatives finanzkräftiges Klientel wird angezogen. Und diese lieben Kunst, Kultur und co. Eine Mischfinanzierung muß vielleicht her. Wenn man in den Obergeschossen eine Pension betreibt, kann man sich die ersten 2 Etagen auch zu Null leisten.


    Kommentar melden
  2. das konzept vom unperfekthaus klingt zwar ganz nett und lustig ist aber nur was für grünwählende yuppies. nen netten nachmittag in so nem haus mit ner kaffee-flatrate und allerlei angeboten aus dem kreativbereich für nen ganzen batzen geld als eintritt, ist halt nur was für ein spezielles klientel. sinnvoller wäre es den menschen ohne kohle und den kiddies räume zu geben an denen sie selbstbestimmt dinge machen können. aber nen treffpunkt wo die unterschicht abhängt oder jugendliche musik machen und bier trinken macht sich nicht so gut im stadtbild, nicht wahr? das sich essen so ein haus leistet liegt nicht daran dass die irgendwas für die menschen machen wollten, wollten dass menschen tatsächlich freiräume haben oder sowas ähnliches – so ein haus hübscht vielmehr die city für investitionen auf, holt ein bestimmtes innovatives und finanzkräftiges klientel in die stadt, während andere milleus verdrängt werden weil sie sich die innenstadt usw. nicht mehr leisten können. lebenswerte stadt für alle sieht anders aus!
    freiraum statt gentrifizierung


    Kommentar melden
  3. Die Idee finde ich gut.


    Kommentar melden
  4. ulli.hofmann | 17. Mai 2013 um 21:02 |

    Also etwas mehr Kultur, Kunst und Freiraum auf dem Eichplatz wäre doch nicht schlecht oder? Alles besser als ein Konzept aus dem Jahre 1997, welches laut Heidrun Jähnchen unser Dr. Lerm umsetzen möchte.


    Kommentar melden
  5. Stimme ihnen zu, bis jetzt möchte Jena aber in Jena nur verdichten, deshalb möchte man auch einen B-Plan in Isserstedt aufheben, wo schon wiele Bauwillige bauen möchten.

    Zöllnitz ist auch ein guter Standort und schon besser angeschlossen wie wogau. Hier fährt in Stoßzeiten fast alle halbe Stunde eine Regionalbahn oder ein Überlandbus. Man ist sogar schneller im Zentrum, wie wenn man mit der Straßenbahn von Lobeda Ost startet.

    In Zöllnitz hat erst Streicher Grundstücke gekauft und will Gewerbe in Wohnbauland umwidmen. Da hier nicht das Bauamt Jena (gehört zum Landkreis, Eisenberg ist hier verantwortlich) zuständig ist, geht das sicher recht fix.


    Kommentar melden
  6. Gentrifiziert Golmsdorf! Frauen und Kinder zuerst! | 1. April 2013 um 16:21 |

    Unsere Stadt braucht Eingemeindungen im (Süd-)Osten. Es sollte doch möglich sein, in einem hinter der Autobahn erweiterten Lobeda-Zöllnitz-Sulza mit Straßenbahn und S-Bahn-Halt („Neue Schenke“) einen modernen Funktionsbau für wechselnde Künstler zum Üben und Zeigen hinzustellen – und gleich im Umfeld modern geschnittenen Wohnraum in der mittleren Preislage.


    Kommentar melden
  7. Tip:
    Ob Intershop wirklich in Jena noch einmal baut ist gar nicht zu 100 % sicher. Sollte nun in absehbarer Zeit kein Notarvertrag geschlossen werden. IS sucht ja immer noch einen Investor der baut und an sie vermietet, könnte doch das Grundstück für ein Unperfekthaus und die vertreibenen Kreative reserviert werden. Man muß ja nicht schlüsselfertig bauen, KIJ könnte ja einen Rohbau hinsetzen, dem man sich selber ausbaut. Handwerklich scheinen ja die Kreativen in Übung zu sein. Also ran, gleich Grundstück als 2. reservieren, falls Intershop abspringt !!
    Ich sehe noch keinen Investor hierfür. Wer will schon Millionen investieren für eine Softwarebude, die morgen schon schließen kann, viel zu hohes Risiko, auch will Intershop ja an Miete sparen gegenüber ihren schönen Turm, sehe dies auch noch nicht.


    Kommentar melden
  8. Simon Sachse | 9. Oktober 2012 um 13:05 |

    @ ottone:
    Es wurde leider die absolut richtige Frage gestellt. Der Stadtrat (= die KOalition)wollte einen Freibrief, und genau den hat er bekommen. Das Problem ist, dass keiner wissen will, was Bürger und Stadt brauchen. Man will auf Teufel komm raus bauen. Angeblich braucht die Stadt das Geld, aber wir reden nur von etwa 7 Millionen Euro. Eventuell bleiben bei der Stadt noch KOsten für die Zufahrten hängen. Der Parkplatz spielt pro Jahr eine halbe Million ein. Wenn es also um Geld für Schulen ginge, käme die STadt auf lange Sicht mit dem Parkplatz sogar besser.
    Jetzt fehlt nur noch die Frage, wer eigentlich genau was von diesem Bauprojekt hat. Herr Dirkes hat schon mal einen gutdotierten Posten. Und Herr Schröder, der im Beirat der ECE-STiftung „Lebendige Stadt“ sitzt?


    Kommentar melden
  9. Geht mal wieder die Sonne über dem Eichplatz auf? Wird die Frage, was im Zentrum unseres Gemeinwesens passieren soll, wieder ernsthaft gestellt? Denkt noch jemand über Alternativen zur immer weiteren Vervollkommnung der Geldverwurstung nach? Die Frage ist, was eine Stadt lebendig macht und wie sich eine lebendige Innenstadt in Jena gestalten lässt. Die vorhandenen Entwürfe sehen weder eine Markthalle, einen (Kinder-)Spielplatz geschwiege denn eine städtische Galerie vor. Zuerst gehört sich ein Nutzungskonzept für das Zentrum Jenas, dann kann über Bauten entschieden werden. In dieser sogenannten Bürgerbefragung wurde die falsche Frage gestellt. Es geht nicht wirklich darum, ob der Eichplatz bebaut werden soll. Es geht doch darum, was auf dem zu gestaltenden Arael passieren soll. Wenn der gemeine Bürger gefragt worden wäre, ob eine Bebauung mit Kettenläden und Luxusappartements passieren soll, prognostiziere ich mutig eine 90%ige Ablehnung. Bislang unterwirft sich unsere Stadt der Logik der Bau- und Finanzlobby.


    Kommentar melden
  10. Ich habs:
    Ich war heut in der Neuen Mitte gegen Mittag. ich muß sagen, dass die Geschäfte nun nicht gerade sehr voll waren. Am meisten klingelte noch die Kasse bei Aldi und bei Thalia. Mein Vorschlag:
    Die neue Mitte wurde nur für vorübergehend gebaut und sieht auch so aus (wie aus dem Baumarkt zusammengezimmert). Es war eine Vergrößerung und ich denke auch Verschönerung schon einmal geplant.
    So laßt doch ECE auf den Eichplatz bauen. Die Thalia Buchhandlung gehört mit zu den Ankermietern von ECE, diese ziehen dann zu 100 % in das neue ECE-Center – genau wie Douglas aus der Goethegalerie früher oder später ginge – schauen sie sich bitte die Mieterstruktur von ECE an – überall dasselbe.
    Wenn also das neue Einkaufsparadies steht, wird sich das Provisorium Neue Mitte leeren. Rein optisch und auch inhaltlich wäre das doch ein prima Unperfekthaus Jena oder nicht ?
    Ich glaube die Zeiss Genossenschaft verlängert auch nicht den Mietvertrag, die bauen ja jetzt erfolgreich selbst die Sonnenhöfe.


    Kommentar melden
  11. oder besser gesagt: KIJ hat seit Jahren kein Interesse gezeigt, einen festen Standort mit einem langfristigen unkündbaren Mietvertrag zur Verfügung zu stellen.
    In Jena hinkt Kultur und Soziales auf dem letzten Zehnagel der Entwicklung unserer ach so glänzenden Stadt hinterher.
    Mit Vereinen hat es Jena generell nicht so. Als Beispiel ist das Ziegenhainer Vereinshaus und der Verein der im Stadtspeicher saß hier zu nennen. Auch las ich gerade , dass das Mehrgenerationenhaus in der Erfurter Straße verkauft wurde.

    Immer das selbe. Dicke fette Kohle machen aber Vereine und den Breitensport am langen Arm verhungern lassen.

    Igit.


    Kommentar melden
  12. unanbeatbar | 4. Oktober 2012 um 09:27 |

    @holger herrmann
    also dann eben nochmal:
    „ich hab doch keine mietfreien immobilien verlangt; bisher haben wir doch auch überall miete gezahlt und diese auch zum größten teil selbst erwirtschaftet.“
    es stehen einfach keine adäquaten immobilien (welche man anmieten könnte!) zur verfügung. hammers dann jetzt?


    Kommentar melden
  13. Simon Sachse | 2. Oktober 2012 um 19:04 |

    @ coolmccool:
    Dann habe ich „ich weiß auch nicht, ob es die superlösung für den eichplatz ist, dort ein abrisshaus hinzustellen?“ falsch verstanden.

    @ Holger Herrmann:
    So weit ich weiß, war der größte Schein in der Spendenbüchse ein 500er. Es gibt noch Politiker in dieser Stadt, die nicht nur sehen, wo sie ihre eigenen Schäfchen trocken unterstellen können. Ein paar.
    Aber man soll den Euro der weniger Begüterten nicht missachten.


    Kommentar melden
  14. coolmccool | 2. Oktober 2012 um 16:34 |

    @Simon Sachse da steht aber nicht dass ich künstler und kulturschafende in abrishäuser abschieben will! das von mir angeführte beispiel L40 ist ja ein neubau!

    wenn sie auf das housekeeping hinzielen, so ist dies ein projekt um leere häuser vor leerstand zu bewahren. der hauseigentümer schützt sich so vor vandalismus und kann denoch das objekt kurzfristig freibekommen. der bewohner erhält von der housekeepingargentur wiederum seeeehhhhr restriktive vorgaben, wie er das haus bewohnt aussehen lassen soll(kein urlaub. keine, oder nur vorangemeldete besucher beleuchtungsplan etc.) und muß halt innerhalb weniger tage auch raus sein. dafür zahlt er aber nur eine symbolische „miete“. ein, mir bekannter „irgendwas-mit-medien“-mensch hat in berlin so innerhalb kurzer zeit in ner klinik, nen lagerhaus, ein bürohochhaus und ner kaserne gelebt und dort inspiration „getankt“

    es ist also genau betrachtet, nix andres, als dass was der obige hauseigentümer gemacht hat. der hatte sein leerstehenden bürokomplex im zuge des essener kulturhauptstadtjahrs(da gabs bestimmt noch ein paar fördermilliönchen zuschuß)sagte er einfach“los kulturfritzen, macht mal!“ und nun vermarktet er das noch als kulturlaufhaus bzw kultur-zoo, in dem tante frieda und opa ernst mal total crazy typen im glaskasten angucken kann. wie ich oben schon schrieb, wäre das ja ein super rezept für jena 1999 mit dem hortenkaufhaus gewesen. und lag damals auch mal vor glaube ich, hmmm wieder ne vergebene chance von meister röhricht


    Kommentar melden
  15. Holger Herrmann | 2. Oktober 2012 um 14:34 |

    ach unanbeatbar Sie haben ja so Recht. Das Problem ist aber die Finanzierung.
    Sehen Sie die BI „Mein Eichplatz – Unser Jena“ hat mit einer Sammelbüchse mühsam, kleinste Spendenbeiträge eingesammelt. Da hat wohl niemand mal einen großen Schein gezückt, geschweige eine große Überweisung getätigt.

    Bei der Bürgerenergie hingegen sind viele mit beachtlichen Beträgen dabei.
    Da kann man prima sein grünes Ökogewissen raushängen lassen.
    Es ist eine relativ sichere Kapitalanlage aufgrund des ewigen währenden Energiebedarfes und der Eigentümerin Stadt Jena und 4% Verzinsung soll es auch noch geben.


    Kommentar melden
  16. stefan.lange | 2. Oktober 2012 um 13:47 |

    unanbeatbar, ich stimme ihnen zu 200 % zu. Uns fehlen die Plätze für kreative, künstler und auch start up. Hier gibt es nur das TIP am Beutenberg für hochwissenschaftliche Existenzgründer. Wie wäre es gleich ein startup-zentrum zu integrieren. Es wäre auf alle Fälle mit einer kleiner Pension , die selbst betrieben wird eine Mischfinanzierung möglich. Es wurde das aus in der Saalbahnhofstraße neben der Feuerwehr erwähnt. Das wäre doch ein Super Standort und Platz ist auch genug. Die Fassade ließe sich auch schön bunt anmalen?


    Kommentar melden
  17. unanbeatbar | 2. Oktober 2012 um 12:55 |

    ach holger h.,
    ich hab doch keine mietfreien immobilien verlangt; bisher haben wir doch auch überall miete gezahlt und diese auch zum größten teil selbst erwirtschaftet. daß es in kahla, apolda und gera leerstand gibt ist mir durchaus bekannt, aber das ist ein thema für die dortige bevölkerung. ich mache, zusammen mit vielen anderen menschen, nunmal hier in jena kultur für den kleinen geldbeutel. und das mit „kleinen“, regionalen künstlern (und natürlich hin & wieder auchmal was größeres überregionales und internationales getreu dem motto: „play local – listen global“.) und genau da klemmts seit einigen jahren immer mehr; je erfolgreicher die stadt im wirtschaftlichen bereich ist, desto weniger immobilien stehen zur verfügung, da die stadt nunmal, geografisch nicht zu überschreitende, grenzen hat. hier sehe ich dann allerdings, daß die stadt an ihrem eigenen erfolg zu ersticken droht, da es immer unattraktiver wird, hier zu leben, wenn die ganze stadt eines tages nur noch aus arbeiten, einkaufen und wohnen besteht und die nachwachsenden generationen keine möglichkeiten mehr bekommen, ihre kreativität auszuprobieren. und genau das wird dann auch den, heute noch so erfolgreichen, firmen auf die füße fallen, da ihre jungen mitarbeiter ohne diese möglichkeiten in der entfaltung ihrer persönlichkeit, zu eingeschränkt sein werden, um den firmen als kreative mitarbeiter von nutzen zu sein.


    Kommentar melden
  18. @Simon Sachse

    stimmt kurzfristige Kinderbetreuung gibt es kaum.
    Bei Ikea ist das Bällchenbad :) zumindest sehr beliebt.
    So ein Erfolgsmodell sollte entsprechend verändert
    auch in eine Innenstadt übertragbar sein.


    Kommentar melden
  19. Simon Sachse | 1. Oktober 2012 um 16:30 |

    @ J&J:
    Mir ging es darum, dass nicht jede Idee gleich wieder mit „Essen ist viel größer“ und „Wer soll das bezahlen?“ abgewürgt wird. Die Frage ist: Was wollen wir uns leisten, weil es die Stadt besser macht?

    @coolmccool:
    Wer will denn ein „Abrisshaus“ auf den Eichplatz setzen? Es geht hier vor allem um die Nutzung, nicht um den Bauzustand. Außerdem halte ich es für eine merkwürdige Vermutung, dass sich kreative Menschen nur in abrissreifen Bruchbuden wohlfühlen. Meist haben sie einfach keine andere Wahl. Bei kreativen Ingenieuren zweifelt doch auch keiner dran, dass die in hellen, warmen und sauberen Büros die beste Leistung bringen …

    Übrigens wäre auch eine Art Kindergarten eine schöne Idee, wo Eltern ihre Kinder mal für eine Stunde ungestörten Einkaufens abgeben können. Ich könnte mir vorstellen, dass man dafür (ein entsprechend qualifiziertes Angebot vorausgesetzt) auch „Parkgebühren“ erheben könnte. Wer für den Nachwuchs Schuhe braucht, muss den Nachwuchs zum Einkauf mitnehmen, aber wenn er hinterher noch andere Dinge (z. B. so langweiliges Zeug wie Gemüse) kaufen will, dann kommt er schnell in die Quengelphase.


    Kommentar melden
  20. coolmccool | 1. Oktober 2012 um 14:56 |

    mhmm sicher das wäre ne denkenswerte idee für das alte hortenhaus gewesen… leider muß sich sowas auch selbst tragen(hier wäre nur mal an den selbstzerfleischungprozeß des tacheles errinnert). das kassa,theatercafe immergrün etc oder dieses „halbbesetzte“ haus am inselplatz gibts ja auch noch.

    in jena ist ja unbestritten der boden knapp und alle wollen ihn, die gartenpieper, die häuslebauer, die hightechschmieden, der handel, die hotels, die kneipen und mietshäuser sollen auch noch gebaut werden. straßen, geh radwege, parks eisen-/straba sollen auch genügend platz haben. da kann halt oft nur der mit der dicksten brieftasche gewinnen.

    künstler brauchen und wollen doch eher selbstgeschaffene freiräume und abwechslung(nochmals der verweis aufs tacheles mit seinen erstickenden betonköpfen), hier könnte jenawohnen helfend einspringen und die saalbahnhofstr vorübergehend einem ähnlichen projekt aus holland hergeben(stichwort housekeeping).

    ich weiß auch nicht, ob es die superlösung für den eichplatz ist, dort ein abrisshaus hinzustellen? wenn schon kunst-bzw galeriewohnung, dann den schwarzen betonmonolith L40 von der u-bahn-station rosa-luxenburg-platz an die „bugspitze“ stellen, da sehe ich aber den konservativen mop jenas schon mit mistgabeln und fackeln vorm rathaus.

    ach btw herr kuhnle fordert ja im gesichtsbuch zutritt zu kneipen und clubs nur mit elitären mitgliedschaften… verträgt sich das eigentlich mit dem tollen open-source-ansatz? und wie sähe solch ein exklusiv-konzept bei so einen kunsthaus entsprechend aus?


    Kommentar melden
  21. susi.töpfer | 1. Oktober 2012 um 13:58 |

    Die Wohnungsgenossenschaft Lobeda-West e.G. ist die einzige wahre Genossenschaft in Jena. Bei den anderen herrscht doch der Sozialismus: Funktionäre verbraten das Geld ihrer Genossen, wann geht denn der Bau der Sonnenhöfe weiter? Möchte nicht wissen was da wieder für Probleme aufgetreten sind, bei diesen Möchtegernbauherren !

    Der Clou bei der Genossenschaft Lobeda-West( Sitz in T.-Renner-Straße) ist aber, dass die Nutzungsgelder noch sinken werden, da ja die Kredite getilgt werden müssen künftig nur noch Instandhaltungsrücklagen und Betriebskosten bezahlt werden.


    Kommentar melden
  22. Jenaer und Jenenser freuen sich | 1. Oktober 2012 um 13:49 |

    Simon Sachse“…wenn sich die Stadt kein unperfektes Haus leisten kann,“
    Folgendes Beispiel:
    Eine kleine Genossenschaft „Wohngenossenschaft Lobeda-West e.G.“ hat in den gleichen Wohnunstypen viel mehr komfort als die Nachbarwohnungen von der
    Millonenschweren Wohnungsgenossenschaft „Carl Zeiss“ eG. Die Investitionen waren trotzdem geringer und die Mieten sind sozialer. Auch die Nebenkosten sind geringer bei der kleinen Genossenschaft.
    Die Genossenschaftler wissen in der großen Genossenschaft nicht einmal richtig, das sie das sagen haben und die Inhaber sind, sonst würden sie anders auftreten. Bei der kleinen Genossenschaft ist das Problem gar nicht da.Konzern mäßige Abhandlung ist nur für die Führungskönige gedacht.Das Leben bleibt außen vor. Die Stadt ist mit dieser Politik momentan ein Konzern, der die Bewohner der Stadt mit dem gemeinschaftlichen Besitz enteignet und damit unmündig macht.


    Kommentar melden
  23. Proberäume gesucht ? Da haben wir doch den alten Hochbunker am Magdelstieg. Er steht leer und im Hof stehen nur Autos. Ich war vor Jahren mal da drin. Es gibt hier 1m dicke Mauern und auch einen sehr starken Keller, da kann man trommeln so viel man will ? Warum nur gibt es in Jena kein Immobilienmanagment ? Selbst wenn es private Eigentümer sind, Mieter sind doch stets willkommen !


    Kommentar melden
  24. Simon Sachse | 1. Oktober 2012 um 13:03 |

    Die wichtige Frage ist letztlich: Was macht die Stadt attraktiv? Dem Stadtrat fällt dabei bisher eine sehr eindimensionale Antwort ein: Läden und gepflasterte Freiflächen. Aber was soll an einer dritten East&West-Filliale im Zentrum attraktiv sein?
    Es lohnt also das Nachdenken, und wenn sich die Stadt kein unperfektes Haus leisten kann, dann vielleicht ein Häuschen. Davon abgesehen haben wir immer noch vier Obergeschosse, die man so oder so als Wohnungen vermieten kann. Bei den Wohnungsmieten in Jena kann das gar kein Verlustgeschäft sein.
    Zur Diskussion steht vor allem das Erdgeschoss. Warum nicht für die regionale Kreativwirtschaft öffnen? Im Mix mit regionalen Anbietern von Tontöpfen, Holzspielzeug, Ziegenkäse oder was auch immer. Trendglas, der die alten Schott-Designs verkauft, sitzt am Hohen Trottoir – da verirrt sich vermutlich nie ein Tourist hin. Wir züchten im Zentrum eine Monokultur aus Fillialen großer Ketten, wie man sie ein paar Kilometer weiter in Weimar oder Gera ebenso findet. Was ist daran attraktiv? Was soll jemanden anziehen, der nicht im 15km-Umfeld auf dem Dorf lebt?
    Voll ist die Stadt, wenn Rummel oder Holzmarkt ist oder wie kürzlich das Handwerk seine Produkte vorstellt und eine Bühne für Nachwuchsbands schafft. Warum nicht? Ich möchte wetten, der Besucheransturm wirkt sich auch im Umsatz der Geschäfte ringsum aus. Einkaufscenter wie die Goethe-Galerie setzten ganz bewusst auf derartige Veranstaltungen/Austellungen/ Aktionen, und wenn es für die funktioniert, warum dann nicht für die Stadt?
    Und wo ist eigentlich das Stadtteilzentrum von Jena-Mitte? Der Platz für Leute, die gerade weder shoppen noch konsumieren wollen, sondern vielleicht reden oder Pläne schmieden oder gemeinsam Topflappen häkeln?

    Probenräume würde ich freilich lieber in der Schillerpassage unterbringen, weil sie die Eigenschaft haben, unter Umständen sehr laut zu werden. Das ist nicht böse gemeint.


    Kommentar melden
  25. susi.töpfer | 30. September 2012 um 22:35 |

    unperfekthaus, dies ist auch ein schöner Name, er erinnert uns daran: keiner ist perfekt.


    Kommentar melden
  26. Holger Herrmann | 30. September 2012 um 19:48 |

    @unanbeatbar Leerstehend Häuser gibt es in Apolda, Kahla und Gera, aber nicht in Jena. In Jena muss für alles Miete gezahlt werden. Das wäre in einem Unperfekthaus nicht anders, es sei denn die Stadt würde so eine Eirichtung finanzieren oder subventionieren


    Kommentar melden
  27. Holger Herrmann | 30. September 2012 um 19:41 |


    Wenn sich niemand Gedanken über eine ernsthafte Finanzierbarkeit macht, ist alles nur Traumtänzerei.

    Saalbahnhof Jena, Privatbesitz, außen Schrott. innen: ??? tagsüber zu.

    Unperfekthaus in Essen, Privatbesitz Inh. Reinhard Wiesemann, Friedrich-Ebert-Str. 18, 45127 Essen-City,
    außen und innen ansehnlich und o.k. auch tagsüber geöffnet, interessantes Betätigungsfeld.
    Es kostet aber immer richtig Geld für die Besucher!

    [Anmerkung der Redaktion: Unangebrachte Äußerung entfernt]


    Kommentar melden
  28. orangestattgruen | 30. September 2012 um 16:22 |

    Sehr schöne Idee! Eigentlich ist es selbstverständlich, dass man nicht alles genauso wie in Essen machen muss, das scheinen hier einige Kommentatoren nicht begriffen zu haben. Man sollte auch darauf hinweisen, dass es nicht nur um Kultur im „Unperfekthaus Jena“ geht, sondern auch Räume für Vereine, Seminare, Firmen, Tagungen, Workshops, Barcamps – dazwischen Möglichkeiten zum Übernachten, Spielplätze für Kinder, Gastronomie, politische Aktivitäten … usw. Der Fantasie sind da keine Grenzen gesetzt und es hört sich nicht an, als wäre das ein Zuschussprojekt. Nur bauen muss es jemand und da sehe ich bei unserer altvorderen Stadtobrigkeit schwarz. Die sind so kreativ und fantasievoll wie ne alte Sperrmüllmatratze …


    Kommentar melden
  29. @Rüdiger:

    In der heutigen Zeit gilt es vielleicht nicht so sehr einen superoptimierten Plan zu präsentieren, als zunächst erstmal die richtigen Fragen zu stellen: Was verbindet uns, was ist unser common ground? Worauf bauen wir eigentlich? Und wozu das alles überhaupt, warum Architektur?

    http://www.zeit.de/2012/36/Architektur-Biennale-Venedig-Chipperfield/komplettansicht

    http://www.zeit.de/2012/39/Berlin-Tempelhof-Flughafen-Park/komplettansicht


    Kommentar melden
  30. „unanbeatbar Am 29. September 2012 um 12:33 Uhr
    Der schöne “Kulturbahnhof” reicht eigentlich.“
    @holger herrmann: da haben sie meinen beitrag falsch verstanden. keineswegs bin ich der meinung, daß der kulturbahnhof reichen würde, ja es ging mir bei diesem beitrag noch nicht einmal um den kulturbahnhof.
    was ich (offensichtlich nur teilweise erfolgreich) zum ausdruck bringen wollte, war, daß wir nicht darauf aus sind, mit geld überschüttet zu werden um niederschwellige kulturangebote bereitzustellen, sondern, daß es uns an räumlichkeiten fehlt, in welchen wir kulturelle angebote bereitstellen können. angebote, bei denen sich unterschiedlichste gruppen und menschen ausprobieren können, ohne daß bei einem künstlerischen oder wirtschaftlichen mißerfolg gleich alles in die binsen geht; spielplätze für kulturschaffende eben. denn auch die größten (erfolgreichsten) bands, schauspieler, bildenden künstler, handwerker, undundund haben mal klein angefangen. und es tut weh, zu sehen, welches riesige künstlerische potential in dieser stadt nicht zur entfaltung kommt, allein aus einem solch banalen problem heraus, daß es z.b. keine bandproberäume in jena gibt. (natürlich gibt es in jena proberäume, ich weiß; aber viel weniger, als es bräuchte.)
    also noch mal kurz und knackig: wir brauchen keine millionen von euros und keine hochglanzpaläste, sondern ein paar leerstehende häuser oder vom industriezeitalter übriggebliebene hallen, für den ganzen rest haben wir dann unsere netzwerke, in denen wir uns gegenseitig unterstützen.


    Kommentar melden
  31. Finde dieses Angebot sehr gut. Nachdem ich gelesen habe, wie schlecht es den Kreativen in Jena geht, ist dies doch ein guter Ansatz. Man muß nicht alles 1 zu 1 übernehmen. Der Preis ist aber günstig und wenn man selbst aktiv ist, dürfte dies kein Problem sein. Man kann auch zwischen Gästen und Vereinsmitlgiedern hier sicher noch differenzieren.


    Kommentar melden
  32. Holger Herrmann | 29. September 2012 um 19:10 |

    Das Unperfekthaus in Essen macht ein guten räumlichen und baulichen Eindruck, im Gegensatz zum verloderten Saalebahnhof in Jena.
    Es ist aber immer an einen täglichen Eintritt in Form eines Zwangsverzehrbons gebunden. Damit ist das Haus für mich nicht akzeptabel.


    Kommentar melden
  33. susi.töpfer | 29. September 2012 um 17:50 |

    Es muß übrigens nicht unbedingt der Eichplatz sein, die Messen sind gelesen. Die Initiatoren würden sich auch über einen anderen Standort sicher freuen, nur sollte er schon in der Innenstadt sein, aber viel Freiraum gibt es da nicht mehr.


    Kommentar melden
  34. susi.töpfer | 29. September 2012 um 17:48 |

    Finde die Idee und das Beispiel toll, allein es fehlt der Wille.


    Kommentar melden
  35. So etwas wäre doch für unsere Kreativen vom Inselplatz interessant. Fragt doch einfach mal nach ob ihr eine Ecke vom Eichplatz bekommt. Wir rufen dann zu Spenden für Baumaterial auf und es gibt gewiß Chancen eines Sponsorings. Die 2 obersten Etagen könnte man auch als Pension vermieten, dann können Betriebskosten gedeckt werden. Eine gute Mischung zwischen Kommerz und Soziales muß her. Vielleicht fällt mir da noch was ein.
    Martin: Mit dem Dachgarten ist dies ein guter Hinweis, warum wurde dies eigentlich bei den vielen Flachdächern noch nicht gemacht? Weil man die Kreativen aus Jena ausschließen möchte.


    Kommentar melden
  36. Jenaer und Jenenser freuen sich, sie haben recht. Die Stadt verscherbelt die Grundstücke der Bürger um angeblich Schulen bauen zu wollen. Ich weiß aber, dass Investoren überall parat stehen um in Studentenapp., Büroobjekte, Einkaufsmärkte und auch Schulen zu investieren. Schulen und Kindergärten sind besonders interessant, da es hier noch Baukostenzuschüsse gibt.
    Es gibt auch freie Träger von Schulen, die diese gern betreiben. Also es besteht kurzfristig keinen Grund mit Grundstücksverkäufen u n s e r e r Stadt nur Kasse zu machen.

    Die Stadt kann nur Wirtschaft. Kultur(nur Philharmonie und Theaterhaus) könnte vielfältiger sein und Soziales fehlt ganz. Da meint man wohl mit Wohngeld sei es getan.

    Also nehmen wir der Stadt doch die Arbeit für Kunst und Soziales ab, wenn man eine kleine Ecke des Eichplatzes bebauen könnte. Es gibt auch Stiftungen, die nur in soziale Projekte investieren.

    Ich finde es nur traurig, wenn es immer wieder Menschen gibt, die gleich schreien, das geht nicht, weil :
    es regnet, das hat noch keiner gemacht, da kommt sicher keiner hin und,und,und

    Bausepp hat daran erinnert, dass der Orchideenbrunnen eingelagert wurde. Stellen wir ihn doch wieder auf !
    Und auf das Dach könnte man einen Gemüsegarten machen inkl. kleinen Bienenzucht. In Amerika ist dies gerade in und es gibt schon Stadtimker. Man sollte auch mal schauen was andere machen, da war dieser Beitrag eine gute Anregung.


    Kommentar melden
  37. Jenaer und Jenenser freuen sich | 29. September 2012 um 15:40 |

    @ Holger Herrmann
    „Die Kreativen von Jena sicher nicht“ der Vergleich ist fehl am Platze.
    Kreative braucht man auch.Aber es ist ja nicht für eine kleine Gruppe gedacht.Essen und Jena sind auch sehr unterschiedlich, somit auch die Ideen. Wir sind übrigens eine Provinzstadt mit >25000 Studenten. Die können sich ja in der Wagnergasse vollaufen lassen.Das wäre doch ausreichendes kommunizieren und provinzmäßig.

    @ Rüdiger
    Ebenfalls sehr unkreativ in der denk weise. Einkaufzentrum mit einer lebendigen Begegnungsstätte zu vergleichen. Eine FuMu ist Realität, aber ein Kommunikationsplatz ist ein Luftschloss.
    Alles muß immer mehr Gewinn bringen, damit sich wenige bereichern können. Das Leben steht nicht mehr zur Debatte, nur das Geld.

    Die Menschen sind schon zulange mit der Denkweise der sogenannten „Obrigkeit“ mit Mainstreameigenschaften berieselt. Im Gleichschritt Marsch… und weiter so!

    Man muß sogar einen 130m hohen Turm an einen Münchner verschenken, damit wir uns ausbeuten lassen können, denn eine Stadt mit 100.000 Einwohnern ist schwächer als so ein dahergelaufener Spitzbube.


    Kommentar melden
  38. essen hat über eine halbe million einwohner und liegt mitten in einem riesigen einzugsbereich. wie soll so etwas in jena am leben erhalten werden. man müsste sowohl die kreativen als auch die besucher für ein solches haus finden. wenn man hier auf kulturveranstaltungen geht, dann trifft man doch schon meistens die gleichen leute. dass jena als provinzstadt mit 100.000 einwohnern kein neues riesiges einkaufszentrum tragen kann – wie hier schon oftmals vorgerechnet – geschenkt, aber gleiches gilt auch für eine solche einrichtung. macht doch mal realistische vorschläge, die tatsächlich auch finanziell einigermaßen zu bewältigen sind. luftschlösser schön und gut, aber dadurch wird man nicht ernst genommen.


    Kommentar melden
  39. Holger Herrmann | 29. September 2012 um 12:55 |

    Wer kann sich das leisten? Die Kreativen von Jena sicher nicht, siehe:
    Die “Kreativen” in Jena wollen sich nicht mehr vertreiben lassen – Aufruf zur Freiraum Demo
    unanbeatbar Am 29. September 2012 um 12:33 Uhr
    Der schöne „Kulturbahnhof“ reicht eigentlich.

    „Das Unperfekthaus ist einer der großen Treffpunkte im Ruhrgebiet. Träger des Kulturpreises 2007 und weiterer Auszeichnungen. Täglich 10-23 Uhr wie eine Kneipe geöffnet. Eintritt 6,50€ für bis zu 5h inkl. beliebig viel Milchkaffee, Tee, Cola, Limo, Wasser, Espresso, Kakao,…, Internet, Coworking, Tischtennis, Ruheliegen, Kicker, Kunstkaufhaus, Kuschelecken uvm.. Tagesticket 10,50€, Schnupperticket 1h nur 4€. Evtl. Speisen oder Alkohol bitte in eine Verzehrkarte eintragen lassen und beim Verlassen des Hauses auf Vertrauensbasis zahlen – All-you-can-eat-Buffets zahlt man nur einmal und kann solange essen, wie das gelöste Ticket gilt! Weitere Details, Kinder, Familien, Studenten, Hartz4-Nachlässe hier…
    Volle Freiheit…
    Essen&Trinken soviel Sie wollen, bis 23 Uhr und inkl. Bier und Wein (nicht an Betrunkene oder Ju­gend­liche). Zwischendurch in die Stadt oder in’s Kino und danach weiter an die Buffets gehen, ein Nickerchen im UpH halten, eine Runde Tischtennis, den Mann im UpH vor die Sportschau setzen, dann weiter shoppen, Einkäufe im Schließfach im UpH deponieren und zum Schluß im UpH einen Absacker – alles für nur 29€ (bzw. 23€, falls Sie auf Alkohol verzichten)“


    Kommentar melden
  40. Jenaer und Jenenser freuen sich | 29. September 2012 um 12:04 |

    Modern heißt eine Bauarchitektur und Ideologie weit weg von den Betonklötzen der meisten Eigennutz-Investoren und auch der Stadt eigenen
    häßlichen Neubauten in den Nachwendejahren bis heute.


    Kommentar melden
  41. Jenaer und Jenenser freuen sich | 29. September 2012 um 09:45 |

    Toll!Das ist es, was die Menschen brauchen. Wir sparen nicht auf neue Schuldenuhren. Wir sparen auf etwas zur Freude der Menschen die hier Leben. Am besten in Eigeninitiative der Bürger, sonst wird es nichts.
    Keine ECE Einkaufstempel. Keine MuFu um neue Schulden zu erzeugen. Moderste Architektur mit Natur umgeben. Für Jung und Alt, Kommunikationsmöglichkeiten.


    Kommentar melden
  42. Eine schöne Idee.
    Und das ganze mitten in der Mitte, das wäre der Hammer.
    Innovation, Zukunft … Genau sowas würde auch dem Image einer modernen Stadt zuträglich sein, nicht ein Einkaufszentrum.
    Ich bin begeistert von der Idee, das wäre etwas, wo sich wirtschaftlich orientiertes Streben mit Ideen und Idealismus treffen könnte. Es wäre wünschenswert für Jena, einen Beitrag zum Voranbringen gesellschaftlicher Prozesse zu leisten, welche die Gesellschaft bitter nötig hat, Aufbruchsstimmung wäre zu begrüßen. Vielleicht springt der eine oder andere Stadtrat über seinen Schatten …


    Kommentar melden

Kommentare sind deaktiviert.