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Do | 19.02. | 13:08 Uhr

Druck auf Neonazis erhöht sich

Autor: Jenapolis Goldstar

Jena. Im Fall des Nazi-Übergriffs auf dem Rastplatz Teufelstal am 14. Februar bittet die Kripo Jena ausdrücklich um die Hilfe der Bevölkerung. Sie fahndet wegen des Verdachts des schweren Landfriedensbruchs nach drei Hauptverdächtigen, vermutlich deutschen Männern.

Wer nach 19 Uhr vor Ort war oder die beschriebenen Personen aufgrund anderer Begegnungen (bspw. Ein- und Aussteigen im Heimatort) identifizieren kann, möge sich bei der Polizei Jena (03641/810) oder jeder anderen Polizeidienststelle melden. Insbesondere Personen, die nach dem 14. Februar am Tatort ihre Ablehnung gegenüber dieser Straftat mit Schildern zum Ausdruck gebracht haben, werden um ihre Zeugenaussage gebeten.

Beschreibung der Tatverdächtigen:

1. Person:
männlich, 180 – 185 cm groß, schlank, kurzes schwarzes Haar, ca. 20 Jahre alt, schwarze Kleidung

2. Person:
männlich, 180 – 185 cm groß, kräftig, mittellange blonde Haare, ca. 25 Jahre, blonde Bartstoppeln, schwarze Kleidung

3. Person:
männlich, 170 cm groß, kräftig, dunkle Haare, ca. 25 Jahre alt, Vollbart, südländisches Aussehen

Wegen der zum Tatzeitpunkt unklaren Lage hatte die Polizei zunächst die Neonazis zwar dingfest machen können, sie jedoch nach Aufnahme der Personalien wieder ziehen lassen. Erst im Nachhinein wurde bekannt, dass einer der angegriffenen Gewerkschafter mit schweren Schädelverletzungen ins Klinikum Jena gebracht werden musste und dort operiert wurde.

Jenas Oberbürgermeister Dr. Albrecht Schröter besuchte am Mittwoch (18. Februar) den 42-jährigen Mann zusammen mit Ralf Hron, Vorsitzender des DGB-Regionalbezirks Dresden/Oberes Elbtal. Er wolle damit ein Zeichen des Protestes gegen rechte Gewalt setzen, hieß es aus der Stadtverwaltung. „Ich hoffe, dass dieser Überfall ein Anlass ist, die Bemühungen um ein Verbot der NPD voranzutreiben“, sagte Dr. Albrecht Schröter. Er hoffe, dass dem Geschehen auch politische Taten folgen, so der OB.
In erster Linie sei er jedoch in das Universitätsklinikum gekommen, um beste Genesung zu wünschen und die Grüße des SPD-Landesvorsitzenden Christoph Matschie zu überbringen. Im Rahmen dessen sprach Schröter an den verletzten Gewerkschafter eine Einladung aus, nach seiner Genesung gemeinsam mit seiner Familie Jena zu besuchen.

    
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Kategorie: Politik

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