Jena. Ihre Unterschriften auf die Vereinbarung setzten Dr. Yvonne Wagner, Prof. Dr. Roswitha Heinrich-Weltzien und Sozialdezernent Frank Schenker. Andreas Amend wird das Projekt mit seinen Mitarbeiterinnen umsetzen. Ein wichtiger Schritt zur besseren Zahngesundheit bei Kleinkindern soll mit einer Kooperationsvereinbarung zwischen der Stadt und dem Zentrum für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde des Universitätsklinikums gegangen werden. Sozialdezernent Frank Schenker, Prof. Dr. Roswitha Heinrich-Weltzien und Dr. Yvonne Wagner unterzeichneten die Vereinbarung am Donnerstag, 30. Juli.

Ihre Unterschriften auf die Vereinbarung setzten Dr. Yvonne Wagner, Prof. Dr. Roswitha Heinrich-Weltzien und Sozialdezernent Frank Schenker. Andreas Amend wird das Projekt mit seinen Mitarbeiterinnen umsetzen. (Foto: Glasser)
In dem deutschlandweit einmaligen Projekt verankert ist der Erstbesuchsdienst des Fachdienstes Jugendhilfe. Die Mitarbeiterinnen, die die jungen Eltern im Stadtgebiet besuchen, überbringen nicht nur die Grüße aus der Stadtverwaltung, Informationsmaterial und einige kleine Präsente, sondern informieren gleichzeitig über Zahngesundheit und Mundhygiene. „Regional unterschiedlich erkranken zehn bis 50 Prozent der Kinder im Alter zwischen 0 und drei Jahren an der frühkindlichen Karies, die eine besonders schwere Kariesform ist“, sagte Prof. Dr. Roswitha Heinrich-Weltzien. Bei falscher Ernährung könne diese frühkindliche Karies bereits unmittelbar nach dem Zahndurchbruch auftreten. Häufig seien die Kinder von Eltern mit Migrationshintergrund, mit niedrigem Bildungsstand oder sehr junge Müttern betroffen. Und hier will der Erstbesuchsdienst wirksam werden.
Erst seit der zweiten Junihälfte gibt es den Erstbesuchsdienst der Jugendhilfe. „Wir haben bisher 62 junge Eltern angeschrieben, 50 Besuche haben stattgefunden. Und 42 dieser besuchten Eltern haben sich bereit erklärt, an dem Präventionsprojekt in der Poliklinik für Prävantive Zahnheilkunde teilzunehmen“, sagte Andreas Amend, der stellvertretende Fachdienstleiter Jugendhilfe.
„Über den Erstbesuchsdienst haben wir die Möglichkeit, die Eltern sehr frühzeitig zu sensibiliereen“, fügte Sozialdezernent Frank Schenker hinzu.
Das Modellprojekt soll zunächst über drei Jahre laufen, später könnte es in Kindergärten und Schulen fortgeführt werden.
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