Reisetagebuch 57. Tag: Das Aufstehen, Frühstücken und Zusammenpacken der Klamotten ging heute in Windeseile. Alle halfen mit und wollten schnell weg. Mückenalarm. Diese bliesen zum Großangriff und wir starteten durch den Yukon.
Der sieht über hunderte Kilometer schrecklich aus, denn der Wald stirbt. Es gab von unserer Seite viele Mutmaßungen, woran das wohl liegen könnte. Später erfuhren wir, dass der Burns Beetle (Fichtenkäfer) über die Bestände herfällt. Dieser Käfer kommt in den letzten Jahren aus den „Lower Fortyeights“ immer weiter nach Norden, wo er früher noch keinen Lebensraum hatte. Die globale Erwärmung ist eben auch für die Vereinigten Staaten nicht weg zu diskutieren.
Am Nachmittag erreichten wir Tok. Der Name entstand während des Baus der hiesigen Highways. Den Alaska-Highway gab es schon, ein zweiter wurde im rechten Winkel darauf geplant. Die entstehende T-Kreuzung wurde vom zuständigen Straßenbauingenieur als T-o.k. abgezeichnet…
Das ganze Gebiet liegt im Rauch. Hinter Fairbanks brennen seit Tagen riesige Waldgebiete und der Qualm zieht bis hier her. Nach individueller Besichtigung der örtlichen Gift Shops treffen wir uns bei „Fast Eddy“ zum typisch amerikanischen Abendessen. Die Größe der Portionen sorgt für Jubel und es wundert mittlerweile niemanden mehr, warum hier so weite Teile der Bevölkerung übergewichtig sind.
Übernachtungsquartier ist das Bed & Breckfast „Off the road house“ Ein super witziges Haus mit einer charmanten Gastgeberin. Helga ist eine waschechte 68erIN aus Schwaben und lebt seit über zwanzig Jahren in Alaska. Mit ihr verbringen wir einen wunderschönen Abend unter dem hellen nördlichen Himmel und lernen viel über Alaska, die USA und den Blick der „Locals“ auf ihr Land und den Rest der Welt.
„Die Fünf“
von Kathleen Lake/ Canada
nach Tok/ Alaska/ USA
Temperatur: 23 ° C
Tagesstrecke: 509 km
Gesamtstrecke: 24.844 km
Höhenlage: 460 m



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