Tomaten mit Mozzarella und Basilikum gehören seit einigen Tagen zum Standard auf dem Abendbrottisch. Dennoch wäre es übertrieben, von überwältigenden Erntezahlen zu sprechen. Aktuell stehen auf dem Balkon neben meinem Arbeitszimmer 28 geerntete Tomaten zu Buche; auf Claudias Balkon kommen noch einmal 12 hinzu. Die Mehrzahl der Früchte trägt das Prädikat „Sorte unbekannt” und da noch nicht alle bekannten Sorten reif sind, fällt eine Zuordnung schwer.
Gut zu erkennen sind die „Sewernaja Maljutka”, deren Früchte weit entfernt von runden Einheitstomaten sind. Sie wölben sich auf, manche sind regelrecht verwachsen und eine wurde beachtlich groß. Auch muss ich mein Geschmacksurteil revidieren (siehe Tagebuch Nr. 17): Die „Sewernaja Maljutka” schmeckt hervorragend, eine richtig leckere Tomate. Offenbar hatte ich zunächst nicht ganz ausgereifte Tomaten probiert.
Die lädierte „Dacia” auf meinem Balkon musste ich abschneiden. Sie war im Stängel abgeknickt und hing am Balkongeländer hinunter. Eine zweite der Art aus Rumänien steht gut da, eine Kostprobe gab es allerdings noch nicht. Kleine Sorgenkinder sind zudem die „Safari”. Sie tragen eine Menge der dunkelrot-schwarz gestreiften Früchte, lassen sich aber mit dem Reifen mächtig Zeit. Es bleibt ein Geduldsspiel.



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