Jena. Der FF USV Jena trifft im Halbfinale des DFB-Pokals auf die SG Essen-Schönebeck. Das Spiel wird zwischen dem 3.4-5.4., am Osterwochenende, in Jena stattfinden. Im anderen Halbfinale stehen sich die aktuell besten Mannschaften der Fußballbundesliga, der FCR Duisburg und Turbine Potsdam, gegenüber.
Essen steht in der aktuellen Bundesligatabelle auf dem 10. Platz und hat in der Hinrunde 9 Punkte geholt. Im Aufeinandertreffen mit dem FF USV Jena im letzten Oktober konnte Essen eine Heimniederlage mit viel Kampfgeist gerade noch abwenden. Obwohl die Thüringerinnen bereits mit 1:3 führten, und lange wie der sichere Sieger aussahen, gaben die Damen aus dem Ruhrpott nie auf und konnten durch eine Energieleistung noch das 3:3 erzielen. In jener Partie hatte Essen außerdem viele verletzte Spielerinnen zu beklagen, die gar nicht erst zum Einsatz kommen konnten.
Um die Klasse zu halten, wurde die SG Essen-Schönebeck in der Winterpause auch auf dem Transfermarkt aktiv. Mit Laura Hoffmann (von der SG Wattenscheid 09), Emily Zurrer (Chicago) und Brittany Timko (Pitea IF) wurde der Kader auf mehreren Positionen verstärkt.
Das Halbfinale erreichte Essen durch einen knappen 1:0-Erfolg gegen Zweitligist Gütersloh.
Heidi Vater gab folgendes Interview zur Auslosung:
Frau Vater, im Pokalhalbfinale ein Heimspiel gegen Essen-Schönebeck – ein Traumlos?
Ja auf jeden Fall. Wichtig war uns zunächst ein Heimspiel, das war schon der erste Wunsch und dann haben wir nun natürlich einen Gegner der schlagbar ist. Essen ist sicher ein anderes Kaliber als Teams wie Potsdam und Duisburg, welche in der Liga dominieren.
Aber natürlich ist Essen nicht zu unterschätzen, zumal dort auch drei Neuzugänge in der Winterpause präsentiert wurden.
Sehen Sie sich in der Favoritenrolle?
Ich denke in so einem Spiel entscheidet die Tagesform, es ist sicher ein Vorteil zu Hause zu spielen, aber am Ende stehen die Chancen 50:50.
Was erwarten Sie für ein Spiel?
Ein typisches Pokalspiel in dem beide Mannschaften wissen, dass es ums Endspiel geht. Ein Spiel geprägt vom Kampf und Einsatz. Für uns wird es wichtig, dass wir dazu noch unsere spielerische Linie finden können. Diese ging uns im Bundesligaspiel in Essen in der Hinrunde verloren, als wir einen sicheren 1:3-Vorsprung noch verspielt haben. Schon in diesem Spiel zeigte sich Essen sehr kampfstark.
Denken Sie es werden mehr Zuschauer ins Stadion kommen als sonst?
Das hoffe ich sehr! Wie werden sicher versuchen verstärkt Werbung zu machen, wir brauchen gerade in so einem Spiel eine gute Kulisse. Alle Fans sollten sich schon einmal das Osterwochenende dick im Kalender anstreichen, ein Pokalhalbfinale gibt es schließlich nicht alle Tage hier in Jena! Schon im Viertelfinale in Wolfsburg hat uns ein lautstarker Fanblock nach vorne getrieben, diese Unterstützung kann in so einem Spiel das Zünglein an der Waage sein.
Haben Sie Angst, dass nun die Bundesliga in den Köpfen der Spielerinnen ein bisschen ins Hintertreffen gerät?
Das haben wir schon heute früh den Spielerinnen gesagt: es gibt auch noch eine Bundesliga und die hat erst mal absolute Priorität. Das Halbfinale ist noch weit weg.
Was für Ziele haben Sie in der Rückrunde in der Bundesliga?
Wir versuchen die Spiele, die möglich sind, zu gewinnen. Wichtig ist es, in jedem Spiel an die Leistungsgrenze zu gehen und so schnell wie möglich Punkte zu holen. Normal reichen noch drei Siege für den sicheren Klassenerhalt, welcher noch immer das primäre Ziel ist. Grundsätzlich möchten wir dann aber, wenn dieser erreicht ist, auch im Mittelfeld der Tabelle eine gute Rolle spielen.
Das Interview führte Markus Etzel



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