Erfurt. Der Energiepolitische Sprecher von BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN Thüringen, Roberto Kobelt, ist entsetzt über die Zustimmung der Thüringer Bundestagsabgeordneten von CDU und FDP zur massiven Kürzung der Solarförderung am Donnerstag im Deutschen Bundestag.
“Mit der Zustimmung zu 16 % zusätzlicher Kürzung der Fotovoltaikförderung haben die Bundestagsabgeordneten nicht nur gegen ihre Parteichefin Christine Lieberknecht gestimmt und diese unglaubwürdig gemacht, sondern vor allem gegen 10.000 Solararbeitsplätze in Thüringen”, sagt Roberto Kobelt.
“Vor der Wahl haben sie sich in ihren Wahlkreisen für die Förderung Erneuerbare
Energien eingesetzt und handeln jetzt genau entgegengesetzt. Noch nie wurde in den letzten 10 Jahren von Bundestagsabgeordneten mit den Einschnitten der
Fotovoltaikförderung (36% von Januar 2010 bis Januar 2011 und der Haushaltssperre für Fördermitteln für Sonnen, -Holz und Erdwärmeheizung) und dem Ziel der Verlängerung so gegen Erneuerbare Energien gearbeitet.” so Kobelt weiter.
BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN setzen sich für regionale Energieversorgungskonzepte ein, wobei lokale Stadtwerke und die Bürger ihre Energie mit erneuerbaren Energien selbst erzeugen können. 2009 haben Privathaushalte in Deutschland bereits rund 6,22 Milliarden Euro in Fotovoltaik- und Solarthermie-Anlagen investiert und so die ersten Schritte hin zur
Unabhängigkeit von den vier großen Energieversorgern EON, Vattenfall, RWE und ENBW eingeleitet. Das scheint der Stromkonzernlobby immer gefährlicher zu werden, die sich um Eigenkapitalrenditen von über 20 % sorgen.
Wir bedauern sehr, dass sich offensichtlich die Thüringer Abgeordneten von CDU und FDP vor den Karren der großen Energieversorger spannen lassen und gegen innovative und zukunftsfähige Arbeitsplätze in Thüringen entscheiden.





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