Erfurt. Zur heutigen Pressemitteilung des Statistischen Bundesamts „Arbeitskosten in Ostdeutschland 27,9% unter Westniveau“ erklärt Thüringens Wirtschaftsstaatssekretär Jochen Staschewski:
„Niedrige Arbeitskosten sind nur auf den ersten Blick ein Wettbewerbsvorteil. Solange sie durch niedrige Löhne erkauft werden, werden die neuen Länder eher geschwächt als gestärkt. Denn damit verspielen sie ihr wichtigstes Zukunftskapital: qualifizierte und motivierte Arbeitnehmer. Die Konsequenz niedriger Löhne ist eine verstärkte Abwanderung – dringend benötigte Fachkräfte verlassen die Region.
Das zeigt, wie wichtig es ist, dass in Thüringen künftig eine andere Lohnpolitik gemacht wird. Wir müssen endlich weg vom Niedriglohnimage der Vergangenheit. Dafür ist die Thüringer Landesregierung angetreten. Gemeinsam mit der Wirtschaft müssen deshalb alle Anstrengungen für ein deutlich steigendes Lohn- und Gehaltsniveau in Thüringen unternommen werden. Das heißt zum Beispiel, gemeinsam für eine höhere Tarifbindung in Thüringen zu werben, wie wir dies gemeinsam mit Arbeitgebern und Gewerkschaften in unserer „Konzertierten Aktion“ tun.
Das heißt aber auch, durch eine gezielte Förderpolitik und gute Rahmenbedingungen die Produktivität und Innovationsfähigkeit der Unternehmen zu verbessern – denn das ist Voraussetzung für eine wettbewerbsfähige Wirtschaft. Vorschläge dafür erarbeiten wir gemeinsam mit allen Akteuren im Thüringer Wirtschafts- und Innovationsrat.
Lohnunterschiede von bis zu 40 Prozent sind 20 Jahre nach der Wiedervereinigung nicht akzeptabel. Menschen müssen von ihrer Hände Arbeit hier leben können – oder sie gehen dorthin, wo das möglich ist.“
Autor: Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Technologie




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