Do | 29.07. | 9:43 Uhr

Überbelegt – Studentisches Wohnparadies Jena

Autor: Jenapolis Goldstar

Jena. Als “Studentenparadies” sieht sich die FSU Jena gerne selbst. Die Bedingungen, hier zu studieren, seien optimal, kurze Wege vom Hörsaal in die Bibliotheken, auch genügend kulturelle Angebote gebe es. Warum denn die Studenten, einmal wieder, demonstrieren, ist nicht in dieser Aufzählung enthalten. Es gibt zwar Studentenwohnheime und sogar Neubauten mit kurzen Wegen zur Uni und FH, mit preiswertem Internet, aber was nutzt es dem Großteil der über 26 000 Studenten, wenn es keinen bezahlbaren Wohnraum in Jena gibt. Es ist bekannt, dass Jena zu den teuren Städten im Bundesgebiet zählt, wenn es um Mietpreise geht. Jena sei das München des Ostens, schrieb einmal der Spiegel. Bezahlbarer Wohnraum ist daher für alle 100 000 Einwohner knapp.

Um auf die Misere hinzuweisen, dass jährlich immer mehr Studenten durch den guten Ruf von Forschung und Lehre an den Hochschulen nach Jena ziehen möchten, gibt es die “Fensterdemo” des StuRa der FSU. Diese Demonstration ist anders, niemand ist auf der Straße zu sehen. Die Demo, die seit letzter Woche angelaufen ist, wie Jenapolis berichtete, ist eine bundesweite Aktion für bezahlbaren studentischen und sozialen Wohnungsbau. Und diese gebündelte Aktion ist neu. Bleibt zu wünschen, dass die neuen Studenten auch im Studentenparadies willkommen sind, und nicht im Paradies zelten müssen.

    
Kommentar abgeben

Trackback: Trackback-URL | Feed zum Beitrag: RSS 2.0
Kategorie: Empfehlung der Redaktion, Nachrichten für Jena, Studenten

Druckversion: Anzeigen und drucken

Diesen Beitrag kommentieren.

 
[x]
per email an:
speichern & weitersagen - powered by JottsPlugs