Jena. CDU irritiert über SPD-Antrag zum Westsportplatz
Entweder für einen schlechten Aprilscherz oder zumindest für einen fragwürdigen politischen Arbeitsstil halte die CDU-Stadtratsfraktion die jüngst von der SPD in den Medien angekündigte „eigene“ Beschlussvorlage für die nächste Stadtratssitzung zur Sanierung des Westsportplatzes, so der verwunderte CDU-Fraktionsvorsitzende Reyk Seela.
Woher die Verwunderung bei der CDU: Erst in der letzten März-Stadtratssitzung habe die CDU-Fraktion eine Beschlussvorlage zur Abstimmung gebracht, die unter anderem eine Sanierung von Schulsportplätzen durch Mittel des Konjunkturprogrammes II vorgesehen hätte. Kernstück dieses Beschlusses war die Aufwertung des Westsportplatzes als „Sportpark West“ durch eine Erneuerung des Rasenplatzes sowie den Bau von Sanitäranlagen im Interesse der beiden Hauptnutzer IGS „Grete Unrein“ und der Westschule sowie für den organisierten Freizeitsport und für die sportinteressierten Einwohner des Wohngebietes, so Seela. Bei Nichtberücksichtigung im Konjunkturprogramm hatte die CDU im Stadtrat eine Aufnahme des Projektes „Westsportplatz“ in den Wirtschaftsplan des Eigenbetriebes Kommunale Immobilien (KIJ) eingefordert.
Aber alles kam anders: Trotz der Wichtigkeit hatte die SPD-Fraktion diesen Antrag geschlossen abgelehnt, offensichtlich weil es dabei nicht um die Sache ging, sondern es sich dabei um eine Initiative der CDU handelte, ärgert sich Seela. „Derartige politische Spielchen dürften sich für den Bürger außerhalb der Stadtratsmauern nicht erschließen und schaden dem ganzen Stadtrat“, äußert sich Seela kritisch in Richtung SPD-Fraktion. In der Hoffnung, dass diese Aktion lediglich ein „Wahlkampfausrutscher“ bleibt, kündigte er schon mal an, dass die CDU natürlich bei ihrer Unterstützung für den Westsportplatz bleibt und zustimmen werde, auch wenn die SPD wissen müsste, dass der Westsportplatz-Verein bereits mit Unterzeichnung der Übernahme des Platzes vor einigen Tagen die Zusage von KIJ erhalten habe, dass der Platz etappenweise saniert werde.
Gabriele Voigt
pers. Mitarbeiterin




Ein seht einseitiger und nicht objektiver Artikel. Da könnte man fast Parteilichkeit unterstellen! Schade.
@buwi:
Nicht nur fast … Reyk Seela ist Mitglied der CDU und veröffentlicht hier auch als solches. Also keine Aufregung. Das hat alles seine Richtigkeit
Nun ja – Reyk Seela ist für die CDU Mitglied des Landtages, Mitglied des Stadtrates Jena und dort Vorsitzender der CDU-Fraktion – offensichtlich jemand, der eine persönliche Mitarbeiterin (unter anderem) zur Publikation bei jenapolis beschäftigt
http://www.reyk-seela.de/
Ich würde mir freilich wünschen, daß der Bürger Seela und nicht die Pressestelle des Funktionärs Seela hier schreibt…
Der Autor ist mir leider nicht aufgefallen. Mein Fehler.
Ja selber schreiben wäre irgendwie ehrlicher.
An sich ist es ja legitim jenapolis für politische Meldungen zu nutzen, aber der Autor sollte prägnanter dargestellt werden!!!
Auch inhaltlich ist der Artikel von Herrn Seela Quark. Er wirft der SPD “Wahlkampfgetöse” vor – und betreibt aber genau dieses.
Denn seine Behauptungen sind schlicht falsch. Und das kommt so: Die CDU wollte die Sanierung des Westsportplatzes aus den Mitteln des Konjunkturpaketes finanzieren. Das geht aber nicht, das diese Mittel unter den Förderzwecken Bildung/energetisches Bauen stehen. Da passt der Westsportplatz einfach nicht rein. Deshalb wurde – nicht nur von der SPD – gegen den CDU-Vorschlag gestimmt.
Statt dessen hat die SPD einen Weg gesucht – und gefunden – wie man die Mittel für den Westsportplatz auftreiben kann. Deshalb der SPD-Vorschlag, die Sanierung des Westsportplatzes in den Investitionsplan des städtischen Eigenbetriebes KIJ zu verankern. Denn dem gehört der Sportplatz. Die Mittel sind dort auch vorhanden.
Wir sehen also: Der Grund für die Anschuldigungen des Herrn Seela liegt darin, dass er schlichtweg gepennt hat. Er, der auch im Vorstand des Westsportplatz-Vereines aktiv ist, hat sich geägert, dass andere den richtigen und gangbaren Weg aufgezeigt haben. Diesen Ärger hat er dann in sein Pamphlet gegossen.
Und das eigentlich Schöne an der Sache: (Fast) alle wollen die Sanierung des Sportplatzes. Nur Herr Seela will dies auch instrumentalisieren.
@buwi
der Autor wird auf der Startseite sowie im Artikel selbst direkt unter der Überschrift dargestellt. Viel promineter geht es an sich nicht – für Vorschläge in diese Richtung bin ich aber immer offen
Natürlich steht er da, also der Autor. Ich denke aber, dass dieser im Normalfall überlesen wird.
Vielleicht sollte neben dem Autorennamen einfach auch das Bild von ihm dargestellt werden. Das wäre auffälliger und man erkennt viel schnell unterschiedliche Autoren.
Auch wäre es möglich weitere Info in die ‘Autorenzeile’ zu integrieren, so zum Beispiel die Parteizugehörigkeit.
Das müsste eigentlich mit WordPress recht einfach lösbar sein, oder?
Man muss der Vollständigkeit halber hinzu erwähnen, dass Herr Seela sich schon seit Jahren um den Westsportplatz bemüht, wenn auch immer sehr plakativ.
Die SPD hingegen entdeckte diese Thema bedauerlicherweise erst wenige Wochen vor der Wahl…