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Berlin. Die Digitalisierung in der Öffentlichen Verwaltung war das zentrale Thema des 28. Glienicker Gesprächs an der Hochschule für Wirtschaft und Recht (HWR) Berlin. Auf der jährlich stattfindenden Fachtagung für Wissenschaftler/innen und Entscheidungsträger/innen der Öffentlichen Verwaltung diskutierten vom 11.–13. Mai 2017 Expertinnen und Experten aus Hochschulen und Verwaltung über die aus der Digitalisierung resultierenden Veränderungen für Praxis, Lehre und Forschung.

In seiner Keynote machte Marc Schardt vom Bundesministerium des Inneren und bis Ende April 2017 Leiter der Geschäftsstelle des IT-Planungsrates, deutlich, dass Deutschland bei der Digitalisierung im europäischen Vergleich Aufholbedarf hat, Bund, Länder und Kommunen dringend Maßnahmen ergreifen müssen. Für deren Entwicklung und Umsetzung benötigt es Fach- und Führungskräfte. Deshalb spielt der Komplex der Digitalisierung auch in der Hochschulbildung eine zunehmend wichtigere Rolle. Prof. Dr. Dagmar Lück-Schneider, Professorin für Verwaltungsinformatik an der HWR Berlin und zum sechsten Mal in Folge Programmleiterin des in Fachkreisen viel beachteten Kongresses, erörterte die Anforderungen an die Konzeption und Modernisierung von Studiengängen, die für die Öffentliche Verwaltung qualifizieren. Jobsicherheit allein genügt nicht mehr. Im härter werdenden Wettbewerb um gute Studienbewerber/innen und Hochschulabsolvent/innen auf dem deutschen Arbeitsmarkt sind neben einer attraktiven Bezahlung auch Weiterbildungs- und Karrieremöglichkeiten maßgebliche Instrumente in der Nachwuchs- und Fachkräftegewinnung.

Die Digitalisierung eröffnet nicht nur Chancen im Bereich der Verwaltungsdienstleistungen, sondern auch neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit staatlicher Organisationen, für die Partizipation von Bürgerinnen und Bürgern, die Infrastruktursteuerung sowie die Kriminalitätsbekämpfung. Dazu müssen Gesetzesgrundlagen angepasst werden, zum Beispiel für die Anwendung der elektronischen Signatur.
In den Vorträgen und Workshops ging es ferner um das Prozessmanagement der Digitalisierung in Forschung, Lehre und Verwaltungspraxis. Das Fachpublikum diskutierte konkrete Veränderungen der Arbeit von Polizei und Justiz und „Smart Government“. Hierbei geht es um intelligent vernetztes Regierungs- und Verwaltungshandeln im Öffentlichen Sektor. Dazu zählen beispielsweise das Gesundheits-, Energie- und Verkehrswesen, aber auch Bauverwaltungen, Gerichte und die Feuerwehr. Mit dem Prinzip des „Open Government“ öffnen sich Regierung und Verwaltung gegenüber der Bevölkerung und der Wirtschaft. Dies soll zu mehr Transparenz und Teilhabe führen, zu einer intensiven Zusammenarbeit, mehr Innovation und zur Stärkung gemeinschaftlicher Belange.

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Die in den Workshops erarbeiteten Ergebnisse zum Thema Digitalisierung in der Öffentlichen Verwaltung werden in der Schriftenreihe „Glienicker Thesen“ zusammengefasst. Mit den Fachvorträgen erscheinen sie als Sonderheft der Zeitschrift „Verwaltung & Management“ (VM) im Nomos Verlag.


Über den Autor:
Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin

Die Hochschule für Wirtschaft und Recht (HWR) Berlin ist mit über 10 000 Studierenden eine der großen Hochschulen für angewandte Wissenschaften – mit ausgeprägtem Praxisbezug, intensiver und vielfältiger Forschung, hohen Qualitätsstandards sowie einer starken internationalen Ausrichtung. Das Studiengangsportfolio umfasst Wirtschafts-, Verwaltungs-, Rechts- und Sicherheitsmanagement sowie Ingenieurwissenschaften in mehr als 50 Studiengängen auf Bachelor-, Master- und MBA-Ebene. Die HWR Berlin unterhält aktuell rund 170 aktive Partnerschaften mit Universitäten auf allen Kontinenten und ist Mitglied im Hochschulverbund „UAS7 – Alliance for Excellence“. Als eine von Deutschlands führenden Hochschulen bezüglich der internationalen Ausrichtung und des Praxisbezugs von BWL-Bachelorstudiengängen belegt die HWR Berlin Spitzenplätze im deutschlandweiten Ranking des CHE Centrum für Hochschulentwicklung und nimmt auch im Masterbereich vordere Plätze ein. Aus einer bundesweiten Umfrage von DEUTSCHLAND TEST ist die Hochschule 2017 wiederholt als „TOP Business School“ im Weiterbildungsbereich hervorgegangen. Die HWR Berlin unterstützt die Initiative der Hochschulrektorenkonferenz „Weltoffene Hochschulen – Gegen Fremdenfeindlichkeit“.

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