Fertig gestellte Wohnungen in Wohngebäuden steigen um 47 Prozent

Erfurt. Die positiven Aussichten für Fertigstellungen von Wohnungen in Wohn- und Nichtwohngebäuden 2016 wurden durch die anhaltende Zunahme der Baugenehmigungen als Frühindikatoren des Baugeschehens seit Anfang des Jahres 2016 gestützt. Danach meldeten die Thüringer Bauaufsichtsbehörden im Jahre 2016 Baufertigstellungen für 5 484 bezugsfertige Wohnungen. Nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik waren damit gegenüber dem Vorjahr 1.688 Wohnungen mehr fertig gestellt und das höchste Ergebnis seit 14 Jahren.

3.583 Fertigstellungen für Neubauwohnungen in Wohn- und gemischt genutzten Nichtwohngebäuden 2016 übersteigen das Vorjahresergebnis um 601 Wohnungen. Die der Baumaßnahmen im Bestand, also Umbauten, Ausbauten oder Erweiterungen bereits bestehender Wohn- und Nichtwohngebäude, lagen mit + 1.087 Wohnungen über dem Vorjahresniveau und erreichten eine Fertigstellungszahl von 1 901 Wohnungen. 5.376 Wohnungen und damit + 46,6 Prozent wurden in Wohngebäuden fertig gestellt, davon 3.546 Neubauwohnungen; 20,6 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Dabei nahmen die Fertigstellungen in Einfamilienhäusern um 2,2 Prozent und im Geschossbau um 11,8 Prozent zu, während in Zweifamilienhäusern ein Rückgang um 8,7 Prozent zu ermitteln war. Zum Geschossbau zählen auch Wohnheime. Wohnheime sind Wohngebäude, die primär den Wohnbedürfnissen bestimmter Bevölkerungskreise dienen (z.B. Studentenwohnheim, Seniorenwohnheim, Flüchtlingsunterkünfte). Die Bewohnerinnen/Bewohner von Wohnheimen führen einen eigenen Haushalt.

Für die Wohnungen in neuen Wohngebäuden wurden 513 Millionen Euro Baukosten, 11,1 Prozent mehr als im Jahr 2015, veranschlagt.

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Die Bedeutung der Wohnungsunternehmen nahm, bezogen auf die Anteile der einzelnen Bauherrengruppen an den insgesamt im Wohnungsneubau fertiggestellten Wohnungen, im Vergleich zum Vorjahr zu. Rund 19 Prozent der 2016 in Wohngebäuden fertiggestellten Neubauwohnungen wurden für ein Wohnungsunternehmen bezugsfertig (2015: 15 Prozent), während der Anteil der privaten Bauherren bei annähernd 59 Prozent (2015: 73 Prozent) lag. Der öffentliche Bauherr (als öffentliche Bauherren gelten Kommunen, kommunale Wohnungsunternehmen sowie Bund und Land) erreichte einen Anteil von knapp 10 Prozent (2015: 2 Prozent).

Hinweis: Detaillierte Informationen zur regionalen Entwicklung werden in der beigefügten Kreistabelle dargestellt.
Detaillierte Landes- und Kreisergebnisse enthält der demnächst erscheinende Bericht „Baugenehmigungen und Bauüberhang, Baufertigstellungen und Bauabgänge in Thüringen am Jahresende 2016“.

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