Erfurt/Göttingen/Jena. Am Mittwoch, den 24.05.2017, wird ab ca. 14 Uhr in dem sog. Ballstädt-Verfahren das Urteil des Landgerichts Erfurt erwartet. Nach dann 44 Verhandlungstagen entscheidet die 3. Strafkammer unter dem Vorsitzenden Richter Pröbstel darüber, ob und wie die Angeklagten für den brutalen Überfall auf die Kirmesgesellschaft in der Ortschaft Ballstädt im Landkreis Gotha im Februar 2014 mit zehn teils schwer Verletzten bestraft werden. Die Staatsanwaltschaft und die Nebenklagen haben zum Teil mehrjährige Haftstrafen ohne Bewährung in ihren Plädoyers gefordert.

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Die Vertreterinnen und Vertreter der Nebenklage werden nach der mündlichen Urteilsbegründung für Pressegespräche vor dem Gebäude des Landgerichts zur Verfügung stehen.

Quelle: Anwaltskanzlei Sven Adam, Göttingen


Hintergrund zum Ballstädt-Verfahren: Eine Gruppe von mindestens 15 Nazis hatte in der Nacht zum 9. Februar 2014 eine Feier der örtlichen Kirmesgesellschaft überfallen und äußerst brutal zahlreiche Personen zum Teil schwer verletzt. Bei dem für die Opfer völlig überraschenden Angriff wurden auch gefährliche Werkzeuge als Schlagwerkzeuge eingesetzt. Das Strafverfahren ist indes seit November 2015 vor dem Landgericht Erfurt anhängig.

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