Wissenschaftsministerin Dr. Eva-Maria Stange: „Zunehmender Digitalisierung wird Rechnung getragen.“

Leipzig. Heute ist der Startschuss für das Leipziger Recherche-Netzwerk gefallen. Mit diesem Katalog bietet die Universität Leipzig die Möglichkeit der Recherche in den Beständen von 13 Leipziger Bibliotheken. Wissenschaftsministerin Dr. Eva-Maria Stange: „Für den Nutzer werden geistige Ressourcen schneller und unkomplizierter zugänglich und er wird davon entlastet, in Institutionen und Trägerschaften denken zu müssen. Nebenbei wird das Gefühl für eine Region gestärkt, den Wissenschaftsraum Leipzig.“

Grundlage für die technische Lösung ist eine Infrastruktur, die mit der Katalogsoftware finc bereits erfolgreich im Einsatz ist. Unter dem Namen finc haben sich Bibliotheken zu einer bundesweiten Gemeinschaft zusammengeschlossen, um moderne Informationstechnologien kreativ, individuell und anbieterunabhängig einzusetzen. Diese innovative Entwicklung im Open Source Bereich entlastet das Budget der Bibliotheken und sorgt dafür, dass Innovationen kreativ umgesetzt und dauerhaft nachhaltig betrieben werden können.

„Diese Plattform konnte entstehen, weil es in den geförderten Institutionen findige Köpfe mit innovativen Ideen gibt, die Impulse aufnehmen und ein solches Ergebnis wie das heute freizuschaltende Portal verwirklichen“, sagte Dr. Eva-Maria Stange. „Und sie konnte realisiert werden, weil wir die wissenschaftlichen Bibliotheken des Landes mit Projektgeldern unterstützen und damit zusätzliche Anreize für die Entwicklung innovativer Strukturen schaffen.“

Neben europäischen Fördermitteln hat sich die Universität Leipzig erfolgreich um Mittel aus dem Initiativbudget des Freistaats beworben. Damit konnte die Universitätsbibliothek die technischen Voraussetzungen für eine engere Zusammenarbeit der ansässigen Hochschulbibliotheken schaffen. „Dass Mittel aus dem Initiativbudget mit Geldern aus der Europäischen Strukturförderung zusammen diesen Effekt haben konnten, begrüße ich sehr. Es ist ein Erfolg der gezielten Förderpolitik des SMWK. In den bibliothekarischen Projekten (durch die EFRE-Förderung) kommt die bewährte Zusammenarbeit zwischen der SLUB in Dresden und der Universitätsbibliothek Leipzig zum Tragen. Eine Förderung der Bibliotheken als der wichtigsten Infrastruktureinrichtung an den Hochschulen schafft dringend notwendige Voraussetzungen für Lehre, Studium und Forschung im 21. Jahrhundert.“

Das SMWK unterstützt das wissenschaftliche Arbeiten mit dem Landesdigitalisierungsprogramm in seinen drei Komponenten Retrodigitalisierung, Lizenzierung und Langzeitarchivierung. Stange: „Wir tragen damit der Tatsache Rechnung, dass das Arbeiten in den Hochschulen weitgehend von der Digitalisierung durchdrungen ist. Nicht nur die digitale Produktion, sondern auch das Speichern, das Suchen und Finden funktionieren zunehmend digital.“