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Jena. Simon Gaudenz wird ab der Spielzeit 2018/2019 neuer Generalmusikdirektor der Jenaer Philharmonie. Das Jenaer Orchester wählte den Schweizer mit großer Mehrheit, wobei Gaudenz sich gegen weit über 100 Mitbewerber durchsetzte. Aus der großen Bewerberzahl waren zehn ausgewählt worden, die sich im Rahmen eines Konzertes der nun zu Ende gehenden Spielzeit dem Orchester wie dem Publikum vorstellten. Simon Gaudenz überzeugte die Jenaer Musiker mit seinen fachlichen Qualitäten, seinen musikalischen Vorstellungen und Ideen sowie seiner Ausstrahlung als Mensch und Künstler. Bereits in der kommenden Spielzeit 2017-2018 wird er in sechs Konzerten am Jenaer Pult zu erleben sein, zum ersten Mal anlässlich des Saisoneröffnungskonzertes am 4. Oktober 2017.

Gaudenz machte sich in den letzten Jahren besonders als Interpret des klassischen Repertoires einen Namen. Eine frische, unverbrauchte Herangehensweise vor dem Hintergrund der historisch informierten Aufführungspraxis charakterisieren seine Einspielungen und Konzerte. Mit dieser Auffassung prägt und gestaltet er seit fünf Jahren das musikalische Profil der Hamburger Camerata. Doch steht Gaudenz auch für das Erkunden und Interpretieren zeitgenössischer Musikwerke.

Seit dem Gewinn zweier bedeutender Wettbewerbe, darunter der europaweit höchstdotierte Deutsche Dirigentenpreis, dirigierte er als international gefragter Gastdirigent zahlreiche renommierte Klangkörper. Von 2004 bis 2011 wirkte er als Künstlerischer Leiter und Chefdirigent das Collegium Musicum Basel, zuvor war er als Gründungsmitglied vier Jahre Künstlerischer Leiter der camerata variabile basel. Während seiner Zeit als Erster Gastdirigent des Odense Symphony Orchestra realisierte er Einspielungen mit Werken von Mozart und Schumann.

Simon Gaudenz freut sich sehr auf seine neue Aufgabe in Jena. „Ich habe das Orchester als sehr engagiert und offen erlebt. Ich komme mit Ideen, die ich gern mit dem Orchester gemeinsam weiterentwickeln möchte“ so Gaudenz. Oberbürgermeister Dr. Albrecht Schröter, der die Auswahlkommission führte, äußert sich ebenso erfreut. „Es gab viele sehr gute Bewerber aus Europa und den USA, was den internationalen Ruf unseres Orchesters unterstreicht. Am Ende fiel die Entscheidung einhellig. Das ist eine sehr gute Basis, für die weitere Entwicklung unserer Philharmonie zum Exzellenzorchester.“

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