Johannes Beck als Rigoletto und Kai Wefer als Graf von Monterone. Foto: Sabina Sabovic
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Altenburg. Am Himmelfahrtstag, 25. Mai, um 18 Uhr ist im Landestheater zum letzten Mal in dieser Spielzeit „Meisterklasse“ zu sehen. Terrence McNallys Stück spielt eine Lehrstunde für junge Sänger durch. Annette Büschelberger als Gast aus Karlsruhe besticht mit ihrer Schauspielkunst in der Rolle der Maria Callas. Die Callas (1923-1977) eroberte als Violetta, Medea, Norma oder Tosca von der Metropolitan Opera bis zur Mailänder Scala die großen Bühnen der Welt. In diesem Stück wird sie erlebbar als verletzte und verletzliche Frau, aber auch als selbstbezogene, eitle und despotische Künstlerin, die in der MEISTERKLASSE noch einmal ihre großen Triumphe auf der Bühne durchlebt, ihre Kindheit im Schatten ihrer schöneren Schwester, ihre Beziehung zu Aristoteles Onassis und den Konkurrenzkampf mit weniger talentierten, aber hübscheren Rivalinnen.

Die Kartennachfrage für die theatrale Stadterkundung auf den Spuren jüdischen Lebens in Altenburg „Cohn Bucky Levy – Der Verlust“ ist so groß, dass Zusatzvorstellungen eingerichtet wurden. Das betrifft an diesem Wochenende folgende Vorstellungen:
Freitag, 26. Mai, 19:30 Uhr – ausverkauft
Samstag, 27. Mai, 19:30 Uhr – Restkarten
Sonntag, 28. Mai 14:30 Uhr – neue Zusatzvorstellung!
Sonntag, 28. Mai, 19:30 Uhr – noch Karten erhältlich

Die Kulturstiftung des Bundes und die Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft (EVZ) fördern das internationale Projekt des Schauspielensembles von Theater&Philharmonie Thüringen, das in Kooperation mit dem Jaffa Theatre und dem Qarar House for Music, Theatre and Arts über die Bühne geht. Damit sind zwei Partner aus Tel Aviv beteiligt, die sowohl den israelischen als auch den palästinensischen Teil der Bevölkerung Tel Avivs vertreten. Im September wird die Produktion in Tel Aviv gezeigt.

Im Jahr 1890 erreichten drei jüdische Schwestern das thüringische Altenburg und gründeten ein Geschäft, das wenige Jahre später als „M.&S. Cohn“ zum führenden Kaufhaus der Region avancieren sollte. Marianne Cohn führte gemeinsam mit ihrem Ehemann Sally Bucky das Unternehmen, später übernahm der Schwiegersohn Albert Levy die Geschäftsführung. Ihr soziales und kulturelles Engagement machte die Familie zu einem wichtigen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Faktor in der Stadt. Dennoch bewahrte 1933 niemand die Familie vor der Enteignung und Inhaftierung. Die Aufführungen finden in der Stadt an verschiedenen Originalschauplätzen statt und holen damit dieses Kapitel Altenburger Geschichte eindrücklich ins Bewusstsein.

Karten an der Theaterkasse, Telefon 03447-585177, online buchen unter <www.tpthueringen.de>

oder an der Abendkasse in der Altenburg Information auf dem Markt 10
Beginn der Vorstellung auf dem Markt 23 in Altenburg.

In Gera lädt am Himmelfahrtstag, 25. Mai, um 19.30 Uhr das Metropolitan Jazz Quartett mit Gästen unter dem Titel „I’m on my way“ in die Bühne am Park zu Konzert ein.

In der TheaterFABRIK in der Tonhalle ist am Freitag Premiere für zwei Stücke von jungen Theaterleuten, die sich mit Lebensentwürfen auseinandersetzen, die sich bei näherer Betrachtung als suboptimal entpuppen. Da ist zunächst „Der Glückspilz“, eine Stückentwicklung von Alexandra Klinke. Es geht hier um einen Mann, dessen Leben und Streben ganz der Arbeit gewidmet ist und der darüber seine Menschlichkeit verloren hat. Seine wohlgeordnete Existenz wird allerdings durch sein inneres Kind, in Gestalt eines Pilzes infrage gestellt. Dieser Pilz nun sorgt dafür, dass Herr Scheinfroh (nomen est omen) seine Arbeit und damit sich selbst verliert, um sich in anderer Gestalt wiederzufinden.
Das zweite Stück ist eine Umsetzung eines Dario-Fo-Einakters mit dem Titel „Eine Frau allein“. In der Regie von FABRIK-Leiter Peter Przetak spielt Sophie Färber eine junge Frau, deren Wünsche in Bezug auf Ehe und Familie in hartem Kontrast zur Wirklichkeit stehen. Sie versucht verzweifelt den schönen Schein einer funktionierenden Kleinfamilie und die Fassade der perfekten Hausfrau aufrecht zu erhalten und scheitert dabei so virtuos, wie es nur ein Literaturnobelpreisträger erzählen kann.
Im Rahmen der Reihe „Jetzt – Junge Menschen machen Theater“ bekommt das Publikum also zwei Stücke geboten, in denen die Fassade bröckelt und ein Individuum Gestalt annimmt. Diesmal ganz ohne Bügelfalten. Die nächsten beiden Aufführungen sind gleich am Samstag und Sonntag, ebenfalls 19.00 Uhr.

Der Kinderchor unter Leitung von Chordirektor Holger Krause zeigt am Samstag, 27. Mai, um 16 Uhr zum letzten Mal in dieser Spielzeit seine neue Musicalproduktion „Oliver Twist“. Wer kennt sie nicht, die ergreifende Geschichte von Oliver Twist, dem Waisenjungen, der in einem Armenhaus aufwächst und furchtbar arbeiten muss, nach London flieht und dort in eine Diebesbande gerät. Als er einen liebenswürdigen Herrn bestehlen soll, kommt er nicht nur in einen Gewissenskonflikt, sondern auch seiner Herkunft auf die Spur…
Das Musical für Kinderchor entstand im Jahr 2000. Es basiert auf Charles Dickens berühmtem Roman, der 1839 in England erschien. Die Autoren sind Mary Donnelly und George L.O. Strid aus den USA.
Inszeniert hat es jetzt Ronny Ristok. Gesungen wird in englischer Sprache, gesprochen wird deutsch. Kostüme und Ausstattung entstanden mit Hilfe der Abteilungen und des Fundus von Theater&Philharmonie Thüringen. Das Bühnenbild, ebenfalls entworfen von Ronny Ristok, wurde von Kursteilnehmern der Kunstschule Gera realisiert.

Für die Kleinsten spielt Lys Schubert am Samstag um 16 Uhr und am Sonntag um 10 Uhr im Puppentheater „Rotkäppchen“ nach dem Märchen der Brüder Grimm.

Knapp eine Woche vor der Ballett-Premiere „Eine infernalische Reise/Letzte Lieder“ gibt es am Sonntag, 28. Mai, um 11:00 Uhr eine MATINEE im Konzertsaal, moderiert vom Manager und Dramaturgen des Thüringer Staatsballetts Dr. Daniel Siekhaus. Bei freiem Eintritt können Interessierte erste Ausschnitte erleben und im Gespräch mit Ballettdirektorin Silvana mehr über den künstlerischen Prozess erfahren.
Die Inszenierung entsteht im Rahmen der LISZT-Biennale 2017. Der zweiteilige, klassische Ballettabend basiert musikalisch auf der Dante-Sinfonie von Franz Liszt und den Vier letzten Liedern von Richard Strauss und setzt sich mit den Elementen des irdischen Lebens und dem Glauben an ein Leben nach dem Tod auseinander. Das Philharmonische Orchester spielt unter Leitung von Generalmusikdirektor Laurent Wagner. Franz Liszt wiederum diente Dante Alighieris Jahrhundertwerk Die göttliche Komödie als literarische Inspirationsquelle für seine 1857 in Dresden uraufgeführte Dante-Sinfonie. In dem Epos begibt sich Dante in Begleitung des antiken Dichters Vergil gedanklich auf eine weite Reise. Der Weg führt die beiden durch die Hölle und das Fegefeuer bis ins Paradies. Das Leben, so die Erkenntnis, endet nicht mit dem Tod. Das Wohlergehen der Menschen im Jenseits jedoch hängt von deren Verhalten im Diesseits ab. Silvana Schröder inszeniert den Weg vom Inferno über das Purgatorio bis hin zur Erlösungshoffnung des finalen Magnificat als eine infernalische Reise voller kraftvoller Gruppenchoreografien und poetischer Duette.
Die Ausstattung für Bühne, Kostüme und Video übernimmt Andreas Auerbach, der zuletzt für den Ballettabend Piaf – La vie en rose mit Silvana Schröder zusammenarbeitete.

Die letzte Aufführung von Guiseppe Verdis „Rigoletto“ in dieser Spielzeit in Gera ist am Sonntag, 28. Mai, um 14.30 Uhr im Großen Haus. Das Libretto der Oper basiert auf Victor Hugos Drama „Der König amüsiert sich“. Seit der Uraufführung 1851 zählt „Rigoletto“ weltweit zu den meistgespielten Opern. Generalintendant Kay Kuntze inszenierte das Meisterwerk in der Ausstattung von Duncan Hayler. Die musikalische Leitung hat Takahiro Nagasaki. In der Titelpartie ist Johannes Beck zu erleben, als Gilda Akiho Tsujii und als Herzog Rodrigo Porras Garulo.
Um den Herzog von Mantua und dessen dekadente Hofgesellschaft zu unterhalten, kennt der bucklige Hofnarren Rigoletto keine Skrupel. So führt er ihm nur allzu bereitwillig die Töchter der vornehmen Gesellschaft zur Verführung zu. Seine vergötterte Tochter Gilda dagegen verbirgt er vor der bösen Welt, hält sie fast wie eine Gefangene im Versteck. Doch es kommt zur Begegnung Gildas mit dem Herzog von Mantua…. Die leichtsinnig-draufgängerische Canzone des Herzogs (»La donna è mobile«) wird zur Schicksalsmelodie für alle drei Protagonisten.

Karten sind an der Theaterkasse erhältlich, Telefon 03447-585177 oder 0365-8279105, online buchen unter <www.tpthueringen.de>

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