Jena. Der FCC will am Sonntag (28. Mai, 14 Uhr) mit der ersten Partie der beiden Aufstiegsspiele den ersten Schritt in Richtung 3. Liga gehen.

Fünf lange Jahre haben die Fans des FC Carl Zeiss Jena darauf gewartet, nach einem der wohl überflüssigsten Abstiege der Vereinsgeschichte im Jahr 2012 endlich wieder die Chance zu erhalten, mit ihrem FCC in die 3. Liga zurückzukehren. Nach fünf Jahren des Hoffens, Bangens und Mitleidens und einer phänomenalen Regionalligasaison 2016/17 ist der FC Carl Zeiss Jena nun nur noch zwei Spiele entfernt von der so herbeigesehnten Rückkehr in den bezahlten Fußball.

Entsprechend groß sind Anspannung und Euphorie im Umfeld des Clubs. Das Rückspiel am 1. Juni war trotz errichteter Zusatztribüne und einer erhöhten Kapazität von nunmehr 13.800 Zuschauern binnen kürzester Zeit restlos ausverkauft. Die 3.200 Gästekarten für das Hinspiel am Sonntag in Köln sind ebenfalls alle über die Ladentheke gegangen. Und dennoch werden sich wohl deutlich mehr Fans auf den Weg nach Köln machen, haben sich doch auch unzählige Zeiss-Fans schon im freien Vorverkauf des FC Viktoria Köln mit einer Vielzahl von Karten eingedeckt. Aber auch beim FCC selbst schaut man voller Vorfreude auf das Spiel. Mannschaftskapitän René Eckardt: „Wir alle spüren diese Vorfreude und auch Anspannung im Umfeld des Clubs. Und auch bei uns beginnt langsam das Kribbeln, das, je näher das Spiel heranrückt, stärker und stärker wird.“

In der Vorbereitung auf dieses Spiel setzt man beim FCC auf Bewährtes und versucht, sich so „normal“ wie nur irgendmöglich auf das Spiel vorzubereiten. Entsprechend unaufgeregt liest sich der Plan für die nächsten 48 Stunden bis zum Spiel in Köln: So wird die Mannschaft am Freitag und auch Samstagvormittag in Jena trainieren, dann gemeinsam das um 11 Uhr anstehende Pokalfinale unserer U19 gegen Eintracht Braunschweig im Fernsehen (Sport1) anschauen, um sich danach auf den Weg nach Köln zu machen.

Beim FC Carl Zeiss Jena, der die letzten fünf Spiele der Viktoria beobachtet hat, weiß man um die Stärken der Kölner, die sicher mehr als „nur“ einen Mike Wunderlich (29 Saisontore) zu bieten haben. „Sie sind individuell sehr stark besetzt, haben erfahrene Leute in ihren Reihen. Die Offensive ist ihr Prunkstück. Ich erwarte nicht, dass wir in Köln das Spiel dominieren.“ Dennoch heißt in Jena die Maxime: Respekt ja – aber natürlich keine Ehrfurcht. Und Mark Zimmermann liefert gleich die passende Begründung: „Auch wir haben eine gute Offensive, eine starke Abwehr. Und wir sollten nicht vergessen: Köln ist wie wir ein Regionalligist. Köln will wie wir seit fünf Jahren aus dieser Regionalliga hoch. Es gibt also eine Menge Parallelen.“

Ein entsprechend enges Match erwartet Jenas Chefcoach: „Der Aufstieg wird definitiv nicht in Köln entschieden.“ Das Ziel ist aber dennoch klar. Eckardt: „Wir wollen uns eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel erarbeiten. Dazu wollen und müssen wir uns als Team präsentieren. Und auf die zahlreiche Unterstützung auf den Rängen können wir uns natürlich auch verlassen. Atmosphärisch erwarten uns zwei Heimspiele.“

Personell kann Jenas Trainer aus dem Vollen schöpfen. Mit Ausnahme des langzeitverletzten Maximilian Schlegel stehen ihm alle Spieler zur Verfügung. Stürmertalent Florian Dietz wird am Samstag das U19-Pokalfinale in Berlin bestreiten. Ob er am Sonntag in Köln dabei sein wird, ist Stand jetzt noch offen.

Anstoß der Partie, die sowohl von WDR wie auch MDR live im Fernsehen übertragen wird, ist 14 Uhr!

Organisatorische Informationen zur An-/Abreise:

Der Sportpark Köln-Höhenberg liegt im Kölner Osten in der Grünanlage „Merheimer Heide“. Die Parkplätze des Stadions befinden sich im Bereich Frankfurter Straße/Höhenberger Ring. Weitere Parkmöglichkeiten sind im Verlauf des Höhenberger Rings und des Merheimer Heidewegs vorhanden. Das Stadion ist von allen Parkplätzen fußläufig in wenigen Minuten erreichbar. Mit dem Reisebus haben Sie die Möglichkeit an der Bushaltestelle „Höhenberg Frankfurter Str.“ zu halten und auszusteigen. Dort wird es am Spieltag weitere Hinweise für die anreisenden Fans und die Busfahrer geben. Von dieser Haltestelle ist das Stadion ebenfalls in wenigen Gehminuten erreichbar. Bei der Anreise mit der Deutschen Bahn kann vom Bahnhof Köln Messe/Deutz die Straßenbahnlinie 1 in Richtung Bensberg genutzt werden. Der Ausstieg ist an der Haltestelle „ Frankfurter Straße“. Von dort aus ist das Stadion ebenfalls fußläufig in wenigen Minuten erreichbar. Bitte beachten Sie, dass Sie für die Straßenbahn einen Fahrschein der Preisstufe 1b lösen müssen.