Erfurt. In den ersten drei Monaten des Jahres 2017 wurden von den Thüringer Brauereien und Bierlagern 654.000 Hektoliter Bier* abgesetzt. Das waren nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik 47.000 Hektoliter bzw. 6,7 Prozent weniger als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum.

Diese rückläufige Entwicklung zieht sich durch alle Monate des ersten Quartals und betrifft sowohl den Inlands- als auch den Auslandsabsatz.

Der Bierabsatz innerhalb der deutschen Landesgrenze sank um 7,0 Prozent auf 531.000 Hektoliter Bier. Die bereits über Jahre andauernde regressive Entwicklung auf dem deutschen Biermarkt setzte sich somit fort.

Auch beim Bierexport konnte im ersten Quartal 2017 nicht das Vorjahresvolumen erreicht werden. Von Januar bis März dieses Jahres wurden rund 122.000 Hektoliter Bier ins Ausland verkauft, darunter nur knapp ein Viertel in EU- Länder. Hier mussten die Thüringer Bierbrauer Einbußen von 5,1 Prozent bzw. 7.000 Hektoliter Bier akzeptieren.

Besonders herb ist der rückläufige Verkauf von Biermischungen, Bier gemischt mit Limonade, Cola, Fruchtsäften und anderen alkoholfreien Zusätzen. Hier gab es einen Rückgang von 13,9 Prozent bzw. rund 4.400 Hektoliter.

Die Angaben für Thüringen richten sich nach dem Sitz der Steuerlager (Brauereien und Bierlager).

Nicht enthalten sind der Absatz von alkoholfreien Bieren und Malztrunk sowie das aus Ländern außerhalb der Europäischen Union eingeführte Bier.


* Die Daten wurden auf der Grundlage der nach Feststellung des Hauptzollamtes Stuttgart vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Daten ermittelt.