Technik – International – Weiblich – Drei Schlagworte für einen Berufseinstiegstag bei microfluidic ChipShop

Jena. Ein technisches Aufgabenfeld, ein internationaler Hintergrund und ein Berufseinstieg in einem spannenden Umfeld – dies war Thema des Workshops bei microfluidic ChipShop für 25 Teilnehmerinnen aus Syrien und Russland.

Drei Frauen – ein Ziel: Daya Schneider von der Arbeiterwohlfahrt (AWO), die ehrenamtlich in Sachen Integration & Flüchtlingsunterstützung aktive Physikerin Dr. Barbara Albretsen-Keck und ChipShop-Geschäftsführerin Dr. Claudia Gärtner haben sich zum Ziel gesetzt, ihren Beitrag zur Integration von Frauen in den Beruf zu leisten.

„Wir möchten Frauen unabhängig von Alter und Herkunft einen Einstieg in das Berufsleben ermöglichen“, so Dr. Gärtner. „Dabei ist die Vorbildung weniger wichtig, als Wille und Begeisterung sich mit unserem Team in das Unternehmen einzubringen und gemeinsam erfolgreich zu sein. In der Fertigung helfen selbstverständlich Geschick und ein gutes Auge – meist sind Frauen in dem Bereich ohnehin mit mehr Talent gesegnet“, betont die Geschäftsführerin.

Projekte bekommen Namen – das gilt bei ChipShop – und so hat die Herzensangelegenheit der Damen auch gleich den Titel „FemmIgration“ aufgedrückt bekommt: Integration von Frauen in den Berufsalltag und dann auch noch in eine technische Domäne. Dr. Gärtner – Preisträgerin der EU-Auszeichnung für weibliche Innovation „Women Innovator“ – wird dieses Projekt auch über ihre internationalen Netzwerke weiter ausbauen.

Der Workshop bei microfluidic ChipShop war der erste Schritt. Mit dem Einstieg in die Thematik bei microfluidic ChipShop bewies das Unternehmen, dass auch Männer vor Ort sind: Dr. Stevanus Rio Tedjakumala machte die Damenriege mit dem Thema Mikrofluidik und Lab-on- a-Chip vertraut und führte auch gleich das ultimative Ziel der ChipShop-Entwicklungen vor: Den StarTrek-Tricorder – das universelle Analysengerät der Science-Fiction-Gemeinde.

Laborbesichtigungen und ein Erfahrungsaustausch zum Leben in Jena waren auch Bestandteil des Tages. Kaffee & Kekse mit anregenden Diskussionen machen neugierig auf die nächsten Schritte.

Viele der Teilnehmerinnen möchten zunächst Berührungsängste abbauen und sich an ein Praktikum wagen. „Praktikum bei ChipShop heißt danach Festeinstellung im Unternehmen“, warnte die Geschäftsführerin im Scherz einige der Teilnehmerinnen bei einem Gespräch im

Laborgang schon vor. Dem Unternehmen ist die Perspektive für beide Seiten wichtig, denn wer ein Praktikum erfolgreich absolviert, muss die Chance auf einen Job haben und umgekehrt möchte das Unternehmen sich selbst damit auch mit engagierten Mitarbeitern belohnen. „Per Email unter Recruitment@microfluidic-ChipShop.com freuen wir uns über Bewerbungen, offene Stellen gibt es immer“, meint die Chefin zudem.

Für einige der Teilnehmerinnen startet jetzt das Praktikum. Aufgabe von Daya Schneider und Dr. Barbara Albretsen-Keck ist gemeinsam mit den Damen die Interessenslage auszuloten – Fertigung, Montagearbeiten, Qualitätskontrolle sowie Laboraufgaben und der Vertrieb oder Bürotätigkeiten kommen für ein Praktikum in Frage, um einen raschen Einblick in den Berufsalltag bei microfluidic ChipShop zu bekommen.

„Für die Syrerinnen können wir immerhin schon mit zwei weiteren Landsmännern bzw. -frauen aufwarten“, betont der Workshop-Leiter Dr. Rio Tedjakumala, muss aber selbst trotz seines Repertoires an fünf Sprachen sowohl bei Russisch als auch bei Arabisch passen. „FemmIgration – Erfahrungsberichte zum Praktikum und Berufseinstieg werden folgen“, verspricht Dr. Tedjakumala.

Autor: microfluidic ChipShop GmbH, Jena.