Ministerin Siegesmund: Jederzeit klimafreundlich ans Ziel kommen
167 öffentliche Ladestationen bis Ende 2017

Erfurt. Der Ausbau von Ladestationen für Elektrofahrzeuge in Thüringen kommt voran. Durch die Förderung von Bund und Land entstehen im Jahr 2017 insgesamt 122 neue öffentlich zugängliche Ladestationen für Elektroautos. Bis zum Jahresende 2017 werden damit bereits rund 167 öffentliche Ladestationen in Thüringen verfügbar sein. „Die klimafreundliche Elektromobilität ist der Schlüssel zur dringend benötigten Verkehrswende. Wir wollen der Elektromobilität in Thüringen mit einem flächendeckenden Ladenetz zum Durchbruch verhelfen, um jederzeit klimafreundlich ans Ziel zu kommen“, so Thüringens Umweltministerin Anja Siegesmund. Mit einer bundesweit einmaligen Kooperation mit der Thüringer Energie AG und Thüringer Energieversorgern fördert das Land Thüringen den flächendeckenden Ausbau von Ladestationen. Ziel ist es, bis zum Jahr 2020 ein flächendeckendes Netz von 370 neuen Ladestationen für E-Fahrzeuge zu spannen. Dadurch soll die sogenannte „Reichweitenangst“ endgültig der Vergangenheit angehören.

Mit der Ladeinfrastrukturstrategie Thüringen 2016-2020 (LISS) hat die Bauhausuniversität Weimar im Auftrag des Thüringer Umweltministeriums den aktuellen Stand und den zukünftigen Bedarf der Ladeinfrastruktur für Elektromobile analysiert. Das Land Thüringen fördert den Ausbau von Normalladestationen bis 2020 mit 975.000 Euro, der Bund investiert 2,46 Mio. Euro in Schnellladestationen. Die Thüringer Energieversorger investieren rund 2,61 Mio. Euro in den Ausbau der Ladeinfrastruktur. Neben einer landesweit abgestimmten Auswahl geeigneter Standorte für neue Stromtankstellen soll außerdem eine einheitliche Ladetechnik und ein gemeinsames Zugangs- und Abrechnungssystem dazu beitragen, die Hürden für die Nutzung der Elektromobilität abzubauen. „Die Elektromobilität bietet gerade kommunalen Unternehmen zukunftsfähige Geschäftsfelder. Ich freue mich, dass die Thüringer Energieversorger mit ihren Investitionen dazu beitragen, den Umstieg auf klimafreundliche Mobilität zu fördern“, so die Ministerin.


Hintergrund

Im Auftrag des Thüringer Umweltministeriums haben die Bauhaus-Universität Weimar und das Fraunhofer Institut für Angewandte Systemtechnik Ilmenau den Stand der Ladeinfrastruktur im Jahr 2016 in Thüringen analysiert. Mit der so genannten Ladeinfrastrukturstrategie 2016 – 2020 für Thüringen (LISS) wurden Szenarien für den weiteren Ausbau der Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge abgeleitet. Im Januar 2017 schlossen sich insgesamt 32 Thüringer Stadtwerke und Energieversorger in einem bundesweit bisher einmaligen Kooperationsprojekt zusammen, das den Aufbau eines flächendeckenden Ladenetzes in Thüringen voranbringen soll. Die Konzeption des Projektes beinhaltet insbesondere die Vereinheitlichung der Ladetechnik, ein einheitliches Zugangs- und Abrechnungssystem sowie eine landesweit abgestimmte Planung zur exakten Standortwahl der neuen Stromtankstellen. Thüringen verfügt damit derzeit als einziges Bundesland über flächendeckend einheitliche technische Standards zum Betrieb eines Ladenetzes für Elektrofahrzeuge und deren nutzerfreundliche Kostenabrechnung des Energieverbrauchs in Kooperation mit „Ladenetz.de“.

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