Bildunterschrift: Prof. Dr. Werner Riebel gemeinsam mit unserer Allianz Frauen-Bundesliga-Elf im Mannschaftskreis (Saison 2015/16) - Foto: Presseteam des FF USV Jena (Archiv).

Der Frauenfußball USV Jena gratuliert heute seinem jahrzehntelangen Wegbereiter und -begleiter Prof. Dr. Werner Riebel von Herzen zu seinem 80. Geburtstag

Jena. In diesem Jahr kann Prof. Dr. Werner Riebel gleich dreifach feiern: Am heutigen 31. Mai begeht er seinen 80. Geburtstag; 2017 hat er ferner sein 60-Jahr-Jubiläum als Vereinsmitglied des Jenaer Universitätssports und er kann auf 25 Jahre Funktionen im Frauenfußball der Universitätsstadt zurückblicken. Belohnt wird er für sein jahrzehntelanges Engagement in diesem Sommer zudem mit einem weiteren Jubiläum: Sein FF USV Jena geht 2017/18 in die zehnte Erstliga-Spielzeit in Folge.

Diese persönlichen Erfolgszahlen waren so nicht vorauszuahnen, geschweige denn von Riebel selbst so gedacht, als er 1957 als junger Lehreranwärter an die Saale kam. Zwischen den 60er- und 80er-Jahren folgte für den ursprünglich in der Leichtathletik beheimateten Riebel eine ereignisreiche Karriere an der Jenaer Friedrich-Schiller-Universität – und in der Hochschulsportgemeinschaft der Alma Mater: zunächst Assistent und Doktorand, später Dozent und ab 1980 außerordentlicher Professor, bevor er im Januar 1989 zum ordentlichen Professor berufen wurde und dem Institut für Sportwissenschaften bis 1992 angehörte.

In die Jahrzehnte seiner wissenschaftlichen Arbeit fällt auch der Beginn des heute so erfolgreichen Jenaer Mädchen- und Frauenfußballs. Als dessen „Nestor“ mochte Riebel freilich noch nie genannt werden, diesen Titel schreibt er Hugo Weschenfelder zu: Die beiden lernten sich Anfang der 1970er-Jahre kennen, Hochschulsportlehrer Weschenfelder bot als Erster im obligatorischen Studentensport ein Frauenfußball-Angebot an. Nach über einem Jahrzehnt folgte die offizielle Geburtsstunde: Zum Oktober 1986 meldeten die Jenaerinnen ihre Mannschaft zum Spielbetrieb des Deutschen Fußball-Verbands der DDR an.

Im Wendejahr wurden die Studentinnen des Hochschulsports erster – und zugleich letzter – Liga-Meister im DDR-Damenfußball, so die damalige Bezeichnung. In diesem Jahr begann auch Werner Riebels Mitarbeit bei Hugo Weschenfelder, bevor er 1992 innerhalb der HSG-Abteilung Fußball der inoffizielle Frauenfußball-Verantwortliche wurde. Von Weschenfelders Tod im Jahr 1996 bis zum Zweitliga-Aufstieg der Jenaerinnen und der Ausgründung des heutigen Frauenfußball USV Jena e.V. 2003 war er alleiniger Chef des weiblichen Fußballs im Jenaer Paradies.
Bis vergangenen Sommer, als er aus Altersgründen seinen Vorstandssitz aufgab, war er steter und unermüdlicher Begleiter in der Vereinsführung.

Vereinspräsident zu sein, war in all dieser Zeit nie eine Option für ihn, wie er stets bekundet hat – lieber „Mädchen für alles“. Im Männerfußball-Pendant würde man wohl sagen: „Macher“. „Immer mit Liebe, Lust und Leidenschaft“, so ein Motto Riebels, der mit seiner unschätzbaren Erfahrung um die sportliche wie sozial-kulturelle Entwicklung des Frauenfußballs immer wieder aufs Neue betont, neu motiviert und mitanpackt: „Man darf sich in diesem Metier für nichts zu schade sein.“

Werner Riebels Wirken im Frauenfußball und sein Wille, die gesamte Sportart unermüdlich weiterzuentwickeln ging bisher weit über die Grenzen Jenas und Thüringens hinaus. Ein besonderer Höhepunkt von internationalem Format war zweifellos die Frauen-Europameisterschaft im Jahr 2001, die er im Ernst-Abbe-Sportfeld, als einem der damaligen Austragungsorte, mitorganisierte.
Und auch heute noch – mit jetzt 80 Jahren – läuft er bei Heimspielen unserer Jenaer Allianz Frauen-Bundesliga-Elf durch die Heimspielstätte in der Oberaue und ist wie auch bei den Spielen unserer Nachwuchstalente „Mädchen für alles“; er nimmt sich die Verantwortlichen zur Brust, wenn er es für nötig hält und bietet seinen Spielerinnen eine Schulter zum Anlehnen, wenn sie es brauchen.

Der FF USV Jena e.V. ehrt heute eine außergewöhnliche Persönlichkeit unserer Universitäts- und Sportstadt und den größten Förderer des Frauenfußballs weit über Jena hinaus.

Unsere herzlichsten blau-weißen Glückwünsche zum 80. Geburtstag, „Professor“!

Im Namen des gesamten Frauenfußball USV Jena e.V.

Der Vorstand
Prof. Dr. Heike Kraußlach, Präsidentin

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