Das Universitätsklinikum Leipzig bietet zwei Hubschraubern gleichzeitig Landefläche. Foto: Dr. Manuel Struck

Leipzig. 120 in der Notfallmedizin tätige Ärzte und Notfallsanitäter treffen sich am 10. Juni zum 1. Notfallmedizinischen Sommersymposium am Uniklinikum Leipzig. Ihr Thema: Die Luftrettung per Hubschrauber und das Zusammenspiel zwischen dem fliegenden medizinischen Personal und den Klinikärzten, die am Boden die Patienten weiterbehandeln. Leipzig hat dabei eine besondere Tradition zu wahren – hier entstand vor 27 Jahren der erste Rettungshubschrauberstandort der DDR.

Seitdem gehört die Luftrettung per Hubschrauber zu den Optionen der Notfallmedizin dazu, hier vor Ort mit einem großen Erfahrungsschatz der “dienstältesten” Luftretter in den neuen Bundesländern. Das Universitätsklinikum Leipzig als langjähriger Partner widmet diesem Thema jetzt das 1. Notfallmedizinische Sommersymposium, das in Zusammenarbeit mit der ADAC-Luftrettung aktuelle Entwicklungen mit Fokus auf die fliegenden Notärzte und Notfallsanitäter aufgreift.

“Der schnelle Transport des Notarztes zum Einsatzort, der zügige und schonende Patiententransport per Hubschrauber und die professionelle Durchführung von dringlichen Verlegungen sind drei wesentliche Aufgaben der Luftrettung”, beschreibt Hermann Wrigge, Professor an der UKL-Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin und leitender Hubschrauberarzt am Luftrettungsstandort Leipzig, an dem die beiden Rettungshubschrauber Christoph 61 und 63 stationiert sind.

Die beiden Hubschrauber fliegen zusammen rund 2500 Einsätze im Jahr. Mehr als 500 Mal im Jahr landet ein Hubschrauber auf einem der zwei Landeplätze des UKL. Dort übernehmen in eingespielten Abläufen die Ärzte und Pflegenden die Patienten. “Dabei werden die Maßnahmen, die von den mitfliegenden Kollegen schon begonnen werden, nahtlos fortgesetzt und ergänzt”, beschreibt Wrigge.

Wie genau dies gestaltet werden kann, um den Patienten die bestmögliche Versorgung sichern zu können, das diskutieren die Teilnehmer der eintägigen Tagung. “Brauchen wir beispielsweise Ultraschalluntersuchungen oder andere Diagnostik schon in der Luft?”, so Wrigge. “Wie müssten unsere Hubschrauber ausgestattet sein, und was müssen die fliegenden Kollegen können – das sind alles Fragen, mit denen wir uns aktuell beschäftigen”. Auch die Einführung des neuen Berufsbildes Notfallsanitäter bringt Veränderungen mit sich, die diskutiert werden sollen.

Neben der Theorie erwartet am 10. Juni die Fachleute auch sehr praktisch-anschauliches: Sie können einen Rettungs- und Intensivtransporthubschrauber Typ H145 und die Installation einen künstlichen Lunge (ECMO) vor Ort besichtigen.

1. Notfallmedizinisches Sommersymposium
10. Juni 2017, 09.00-15.00 Uhr
Hörsaal Haus 4, Liebigstraße 20
Universitätsklinikum Leipzig


Universitätsklinikum Leipzig

Das Universitätsklinikum Leipzig (UKL) blickt gemeinsam mit der Medizinischen Fakultät als zweitältester deutscher Universitätsmedizin auf eine reiche Tradition zurück. Heute verfügt das Klinikum mit 1450 Betten über eine der modernsten baulichen und technischen Infrastrukturen in Europa. Zusammen mit der Medizinischen Fakultät ist es mit über 6000 Beschäftigten einer der größten Arbeitgeber der Stadt Leipzig und der Region. Jährlich werden hier über 400.000 stationäre und ambulante Patienten auf höchstem medizinischen Niveau behandelt. Diese profitieren von der innovativen Forschungskraft der Wissenschaftler, indem hier neueste Erkenntnisse aus der Medizinforschung schnell und gesichert in die medizinische Praxis überführt werden.

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