Foto: AWA
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· Geschäftsführung bietet mehr Gehalt
· Unternehmen investiert seit Jahren in den Standort Altenburg
· Geschäftsführung bleibt gesprächsbereit
Altenburg. Trotz laufender Verhandlungen legt die Belegschaft des Armaturenwerks Altenburg (AWA) heute (8. Juni) die Arbeit nieder.

„Wir sind überrascht, dass es heute zum Streik unserer Beschäftigten gekommen ist, denn wir befinden uns seit Anfang Mai in konstruktiven Verhandlungen mit der IG Metall und haben ein Angebot gemacht, das der Belegschaft unter anderem deutlich mehr Lohn bietet“, sagt Dirk Jürgens, Geschäftsführer bei AWA. „Dabei ist die Lohnhöhe schon jetzt fair und mit der allgemeinen Gehaltslage in Altenburg vergleichbar. Zudem übernehmen wir bei AWA seit Jahren die von der IG Metall ausgehandelten Lohnerhöhungen. Einen Streik zu diesem Zeitpunkt halten wir deshalb für unverhältnismäßig. Trotzdem bleibt die Geschäftsführung von AWA gesprächsbereit und hat bereits Terminvorschläge für weitere Verhandlungsrunden gemacht“, betont Jürgens.

Um den Produktionsstandort Altenburg auch künftig zu sichern, hat das 1879 gegründete Traditionsunternehmen im zweistelligen Millionenbereich in den Standort investiert. „Für uns ist entscheidend, dass wir Altenburg als Produktionsstandort erhalten – und dafür müssen wir wettbewerbsfähig sein. Aus diesem Grund haben wir das Werk modernisiert und bauen derzeit neue Geschäftszweige wie unsere Glas-Metall-Verbindung aus“, sagt Jürgens. Gleichzeitig stellt die aktuelle Branchenlage eine besondere Herausforderung dar: Denn Ventile, Schaugläser und Fittings wie sie AWA fertigt, werden in Deutschland kaum noch produziert. Wettbewerber aus China, Italien und Polen haben geringere Lohnkosten und expandieren aggressiv.

„Natürlich haben wir Verständnis für die Wünsche unserer Mitarbeiter, aber die wirtschaftliche Situation gibt uns nur wenig Spielraum. Den schöpfen wir jedoch voll aus und kommen der Belegschaft so weit entgegen, wie wir können. Die geringe Fluktuation bei unseren Mitarbeitern zeigt, dass wir als verantwortungsvoller Arbeitgeber geschätzt werden“, so Jürgens.

Autor: Armaturenwerk Altenburg GmbH, Altenburg.

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