Von MalteF - (Originaltext: privat)(16. Februar 2009 (original upload date))Original uploader was MalteF at de.wikipedia, CC BY-SA 3.0 de, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=13132458
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Kunstministerin Dr. Eva-Maria Stange: „Ankäufe sind ein wichtiges Instrument der Förderung junger und der Anerkennung älterer Künstler“

Dresden. Das sächsische Kunstministerium zieht eine beachtliche Bilanz der letzten 25 Jahre beim Ankauf von Kunstwerken. Seit 1992 werden die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden maßgeblich beim Ankauf von Werken unterstützt, um wichtige Werke aktueller sächsischer Künstler zu erwerben und ihre Sammlungen zu komplettieren. Insgesamt investierte der Freistaat Sachsen in dieser Zeit rund 3,2 Millionen Euro und kaufte damit 1011 Kunstwerke von 621 Künstlern oder Künstlergruppen.

„Die Eigenmittel der staatlichen Museen für Ankäufe sind begrenzt, deshalb helfen wir gern, wichtige Werke sächsischer Künstler zu erwerben oder Lücken in den Sammlungen zu schließen. Die Ankäufe sind ein wirksames Instrument der Kunstförderung. Sie dienen der Ermutigung noch relativ junger Künstler ebenso wie der Anerkennung älterer Generationen für ihr unermüdliches künstlerisches Schaffen“, begründet Kunstministerin Dr. Eva-Maria Stange. Sie ergänzt: „Dass der Freistaat Sachsen im Rahmen seiner Möglichkeiten auf dieses Mittel zurückgreift, zeugt davon, dass wir uns der Pflege der historisch gewachsenen zeitgenössischen Kunstförderung und der Sammlungstradition gleichermaßen verpflichtet fühlen. Denn es werden zeitgenössische Künstler gefördert. Parallel entsteht dabei eine Art visuelles Kunstgedächtnis sächsischen Kunstschaffens der aktuellen Gegenwart“, erklärt die Ministerin und betont: „Wir sind uns der Tatsache bewusst, dass kaum noch ein Museum mit regulären Ankaufsetats in der Lage ist, in adäquatem Umfang wichtige Werke der zeitgenössischen Kunst anzukaufen. So wurde die Sammlung des Kunstfonds die umfangreichste öffentliche Sammlung sächsischer Gegenwartskunst, die auch Leihgaben für Museen und Ausstellungen zur Verfügung stellt.“

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Begünstigter der Ankäufe ist seit 1992 der Kunstfonds des Freistaats Sachsen. Seit 2005 kauft die Kulturstiftung die Werke zugunsten des Kunstfonds an. Aufgrund solcher Ankäufe hat der Kunstfonds unter anderem Werke von Dresdner Künstlern wie Martin Honert, Frank Nitsche, Sophia Schama, Tomas Scheibitz, Eberhard Havekost in seinem Bestand. Zudem konnten auf diese Weise für die Leipziger Schule repräsentative Werke von Matthias Hoch, Ricarda Roggan, Erasmus und Annette Schröter, Rosa Loy, Neo Rauch, David Schnell, Henriette Grahnert und anderen für den Bestand des Kunstfonds erworben werden. Unter den frühzeitig angekauften Arbeiten sind auch solche von Martin Honert und Neo Rauch, die später als Schlüsselwerke ihrer Zeit und ihres Stils erkennbar wurden.

In diesem Jahr kauft die Kulturstiftung des Freistaats Sachsen Werke im Gesamtwert von etwa 170 000 Euro an. Diese werden vom 10. Juni bis 2. Juli 2017 in HALLE 14 — Zentrum für zeitgenössische Kunst der Baumwollspinnerei Leipzig gezeigt. Seit der Kulturstiftung des Freistaats Sachsen ab dem Jahr 2005 der Ankauf der Werke übertragen wurde, investierte der Freistaat insgesamt knapp zwei Millionen Euro für 530 Arbeiten von 341 Künstlern. Die angekauften Werke werden in Ausstellungen der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden gezeigt, wenn sie thematisch passen. Als Auswahl der neugekauften Kunstwerke werden sie regelmäßig in Ausstellungen präsentiert, so auch in der Landesvertretung beim Bund. Zudem werden sie in staatlichen Liegenschaften wie den Ministerien gehängt. Aufbewahrt werden sie im Depot des Kunstfonds.

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