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Dresden. Die Stadtverwaltungen von Litomìøice (Tschechien) und Dresden haben zu Beginn des Jahres bei den Themen nachhaltige Mobilität und Elektromobilität eine Zusammenarbeit vereinbart. Jetzt nimmt das Kooperationsprojekt „e-FEKTA“ Fahrt auf. Gestern, am 12. Juni, begrüßte Eva Jähnigen, Umweltbürgermeisterin der Landeshauptstadt Dresden, tschechische Kollegen zum Erfahrungsaustausch. Zu Gast waren Vertreter der Stadtverwaltung Litomìøice und des Zentrums für Verkehrsforschung (CDV) Brno.

Schwerpunkt bei den gestrigen Gesprächen war die Verkehrsmittelwahlforschung als Grundlage für moderne Verkehrsentwicklungspläne. Dresden verfügt hier mit dem System repräsentativer Verkehrsuntersuchungen (SrV) der TU Dresden über ein hervorragendes, seit mehreren Jahrzehnten eingesetztes Instrument. Die Workshop-Teilnehmer diskutierten darüber, wie die Verkehrserhebungen an gesellschaftliche Entwicklungen (z. B. Smartphone statt Papierfragebogen) angepasst werden können und wie die Ergebnisse bei der Verkehrsentwicklung unterstützen.

Besonderes Augenmerk liegt bei e-FEKTA auf der Nutzung von erneuerbaren Energien (Solarenergie) für die Elektromobilität. Zudem sollen die Betriebskosten und Emissionen der Dienstwagenflotten der Stadtverwaltungen gesenkt werden. „Unsere tschechischen Partner haben Erfahrungen im Energiemanagement und im Betrieb eigener Solaranlagen, die auch für die Nutzung im Mobilitätsbereich geeignet sind. In Dresden haben wir dagegen langjährige Erfahrungen beim Betrieb von Elektrofahrzeugen. Das gegenseitige Lernen ist Ziel des Projekts“, erläutert Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen.

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Elektrofahrzeuge verursachen nicht nur weniger Treibhausgase, sie verbreiten auch weniger Lärm und Luftschadstoffe. Davon profitieren gerade wachsende und verkehrsreiche Städte wie Dresden. Im Fuhrpark der Landeshauptstadt Dresden wurden bereits Erfahrungen mit E-Autos gesammelt, dies soll weiter ausgebaut werden. Für Eva Jähnigen ist das nur ein erster Schritt: „ Als nächstes sollte die Versorgung der E-Pkw mit erneuerbaren Energien und die Verwendung von Stromspeichern angegangen werden. Dafür muss zunächst die notwendige Infrastruktur geschafft werden.“

Das Projekt „e-FEKTA“ ist Teil des Kooperationsprogramms Tschechische Republik – Freistaat Sachsen 2014–2020, welches die Europäische Union mit insgesamt 742 000 Euro fördert. Dresden erhält davon 308 000 Euro. Das Projekt läuft bis Ende 2019.

Entsprechend der Dresdner Klimaschutzstrategie „Energie fürs Klima – Dresden schaltet.“ ist die Stärkung umweltverträglicher Verkehrsmittel eines der wichtigsten Potenziale zur Energieeffizienzsteigerung sowie zur Minderung des Treibhausgasausstoßes im Verkehrsbereich.

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