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Weimar. Anlässlich des 85. Geburtstages von Wolfgang Barton (1932–2012) zeigt die Klassik Stiftung Weimar vom 16. Juni bis 3. September 2017 im Bauhaus-Museum zwanzig Werke des lange in Erfurt tätigen Malers. Es handelt sich um acht Gemälde und zwölf Arbeiten auf Papier – darunter Aquarelle, Zeichnungen mit Ölkreide und Collagen –, die 2012 nach dem Tod des Künstlers als Schenkung in den Besitz der Klassik Stiftung gelangten. Die Exponate bilden das dem Bauhaus verpflichtete, mit Form- und Farbelementen experimentierende Werk Wolfgang Bartons über einen Zeitraum von rund zwanzig Jahren ab. Der Eintritt ist frei.

Der 1932 in Breslau geborene Wolfgang Barton studierte Kunst und Werkerziehung an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald sowie Gebrauchsgrafik an der Hochschule für Industrielle Formgestaltung Burg Giebichenstein, Halle/Saale. Seit 1964 als freischaffender Maler und Grafiker in Halle tätig, zog er 1995 nach Erfurt, wo er bis zu seinem Tod 2012 als freier Künstler arbeitete.

Bartons künstlerischer Ansatz zeichnet sich durch einen harmonischen Aufbau der bildnerischen Mittel sowie durch Reduktion auf das Wesentliche aus. Häufig arbeitete er in Serien und Collagen, die den konstruktiven Eigenwert der Bildelemente ausloten. Das Fundament seiner Kunst bilden die Naturanschauung und die Auseinandersetzung mit dem Bauhaus. Ausgebildet wurde Wolfgang Barton zunächst bei Herbert Wegehaupt, einem Maler, der unter anderem 1926/27 am Bauhaus in Dessau studiert hatte und für dessen Werk die Realitätsbeziehung und eine Ton-in-Ton-Malerei in gedeckten Farben bestimmend war. Später studierte Barton bei Lothar Zitzmann in Halle/Saale, dessen künstlerische Leitfigur Oskar Schlemmer war und der das Grundstudium an der Burg Giebichenstein auf der Basis des Bauhaus-Grundkurses konzipiert hatte. Walter Funkat, Bartons zweiter Lehrer in Halle, studierte von 1927 bis 1930 am Bauhaus in Dessau. Wolfgang Barton sah Funkats Anregung für sein Werk vor allem in der ständigen Ermutigung »zu systematischer Suche neuer Lösungen im Rahmen eines vorgegebenen Themas« (Barton, 1992). Weitere Bauhaus-Bezüge sind in Bartons Arbeiten ablesbar, so auch die Auseinandersetzung mit der Kunst von Paul Klee oder Lyonel Feininger.

Ausstellungsdaten

»Werke von Wolfgang Barton«
16. Juni bis 3. September 2017 | Mi – Mo 10 – 18 Uhr
Bauhaus-Museum Weimar | Seitenraum
Theaterplatz 1 | 99423 Weimar
Der Eintritt ist frei.

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