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Erfurt/Nordhausen. Thüringens Bauministerin Birgit Keller nimmt heute an der symbolischen Abschiedsfeier des Wilhelm-von-Humboldt Gymnasiums in Nordhausen teil. Der Auszug aus dem Hauptgebäude der Schule ist nur zeitweilig und dauert bis die Sanierungsarbeiten abgeschlossen sind. „Das Bauvorhaben wird mit fünf Millionen Euro des Schulinvestitionsprogramms des Landes gefördert. Das Geld ist gut angelegt. Schülerinnen und Schüler brauchen angemessene Räume und Gebäude, um gut lernen zu können“, sagt Ministerin Keller.

Die Baumaßnahmen am Wilhelm-von-Humboldt Gymnasium Nordhausen erfolgen in drei Bauabschnitten. Dabei ist die Sanierung des kompletten Schulareals geplant. Als Schulträger hat der Landkreis den ersten Bauabschnitt mit der Komplexsanierung des Hautgebäudes für das Schulinvestitionsprogramm angemeldet. Das Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft hat das Projekt in der Programmaufstellung 2017 berücksichtigt und fördert es mit 5 Millionen Euro. Für den ersten Bauabschnitt werden Gesamtkosten von 13,7 Millionen Euro erwartet.

In der Bauzeit bis 2020 werden Westflügel und Dachgeschoss des Gebäudes abgerissen und neuerrichtet sowie die übrigen Gebäudeteile saniert und teilweise umgebaut. „Es ist eines der wichtigsten Ziele der Landesregierung, den großen Sanierungsstau der letzten Jahre an den Thüringer Schulen zu beenden. Die Sanierung des Humboldt-Gymnasiums ist dafür ein weiterer Schritt“, so Keller.

Der in den letzten Jahrzehnten aufgestaute Investitionsbedarf an Schulgebäuden wird nicht innerhalb von fünf Jahren abzubauen sein. Ministerin Keller setzt sich deshalb dafür ein, das Schulinvestitionsprogramm fortzuführen. „Wir müssen den in dieser Legislaturperiode begonnenen Weg auch über 2019 hinaus erfolgreich fortsetzen“, sagt Keller.

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Die weiteren Bauabschnitte können nicht von der Schulbauförderung unterstützt werden, da die Förderobergrenze pro Schule bei 5 Millionen Euro liegt. Bei diesen Maßnahmen beabsichtigt der Schulträger die Schulsporthalle zur Multifunktionshalle mit Mensa umzubauen sowie die Außenanlagen zu sanieren.


Hintergrundinformationen:

Die Landesregierung unterstützt die Schulträger seit 2015 mit zusätzlichen 150 Millionen Euro für fünf Jahre über das neue Schulinvestitionsprogramm. In den ersten beiden Jahren wurden 18 Vorhaben mit Zuwendungen unterstützt. Im laufenden Jahr werden 12 weitere Schulbauprojekte gefördert, darunter auch das Humboldt-Gymnasium.

Im Rahmen des Schulinvestitionsprogramms stehen für staatliche Schulträger im Jahr 2017 Fördermittel in Höhe von ca. 25 Millionen Euro zur Verfügung, von denen bislang ca. 20 Millionen Euro bewilligt worden sind. Bei freien Schulen sind die 2017 verfügbaren Fördermittel in Höhe von ca. 2,4 Millionen Euro nahezu vollständig bewilligt.

Neben den vorstehend genannten Projektförderungen stellt das Land den staatlichen Schulträgern eine jährliche Investitionspauschale für Schulgebäude zur Verfügeng. Im Jahr 2017 beträgt diese insgesamt 15 Millionen Euro. Die Mittel sind bereits ausgezahlt und werden von den Schulträgern im Laufe des Jahres 2017 eigenverantwortlich für Schulbauvorhaben eingesetzt.

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