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Neue Karrierewege für Nachwuchsforscher
Wissenschaftsministerin Dr. Stange: „Mit Tenure Track auf direktem Weg zu einer Lebenszeit-Professur“

Dresden. Das Sächsische Hochschulfreiheitsgesetz wird in einigen Passagen erneuert. Einem entsprechenden Entwurf des Wissenschaftsministeriums stimmte das Kabinett heute zu. Nun wird der Gesetzentwurf in den Landtag eingebracht. Wissenschaftsministerin Dr. Eva-Maria Stange begründet die Änderung: „Wir müssen und wollen die rechtlichen Voraussetzungen schaffen, damit sich unsere Hochschulen am Bundesförderprogramm für den wissenschaftlichen Nachwuchs beteiligen können. Zudem wollen wir die Hochschulen im Wettbewerb um die besten Fachleute stärken. Das ist nicht zuletzt für ihre Teilnahme an der Exzellenzstrategie nötig.“

Mit den Änderungen reagiert das Gesetz zum einen auf das Nachwuchsforscherprogramm des Bundes. Es zielt darauf ab, die Karrierewege von Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftlern planbarer zu gestalten. Kern des Programms ist der sogenannte Tenure Track – ein Karriereweg, der junge Forscher in sechs Jahren zu einer unbefristeten Professur führen kann. Erfolgreichen Nachwuchswissenschaftlern wird auf der Grundlage eines qualitätssichernden Berufungsverfahrens zunächst eine befristete Professur übertragen. Die kann nach einer erfolgreichen Evaluation in eine unbefristete Professur umgewandelt werden kann. Insgesamt schafft das Programm bundesweit 1000 solcher neuen Karrierewege. Sachsens Hochschulen haben Anträge auf 38 Tenure-Track-Professuren beim Bund gestellt. Die nun geplante gesetzliche Anpassung schafft die Möglichkeit, Professuren unter bestimmten Bedingungen zu entfristen und hochzustufen. Ministerin Dr. Stange begründet: „Wir schaffen mit der Gesetzesänderung die rechtlichen Rahmenbedingungen dafür, dass auch in Sachsen Nachwuchsforscher diesen für sie interessanten Weg einschlagen können. Der Tenure Track bietet jungen Wissenschaftlern einen direkten Weg zu einer ordentlichen Professur. Die Hochschulen können damit ihren besten jungen Forschern eine Perspektive geben.“

Eine weitere rechtliche Neuerung im Gesetz soll es ermöglichen, Professoren ein Bleibeangebot zu machen, wenn sie mit einem höher dotierten Angebot von einer anderen Hochschule umworben werden. Bisher war dafür ein erneutes Ausschreibungs- und Berufungsverfahren nötig. Künftig sollen die Hochschulen im Rahmen der Bleibeverhandlungen schneller reagieren können. „Sachsens Hochschulen bieten hervorragende Bedingungen in Lehre und Forschung, trotzdem erleben wir es nicht selten, dass Wissenschaftlern, die sich in Sachsen einen Namen gemacht haben, an anderen Hochschulen bundesweit und international noch bessere Bedingungen geboten werden. Dem Weggang von herausragenden Persönlichkeiten wollen wir so entgegenwirken“, erklärt Wissenschaftsministerin Dr. Stange.

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