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Jena. Im Rahmen der Ringvorlesung des Studium Generale zum Thema „Freiheit. Ein Kernbegriff unserer Kultur in der Diskussion“ spricht Dr. Helmut Hühn am kommenden Mittwoch, dem 21. Juni, um 17.15 Uhr in der Aula der Universität über die Freiheitskonzeption Friedrich Schillers.

Die Idee der Freiheit ist das geistige Zentrum von Schillers Philosophie und Dichtung. Um die Bestimmung der menschlichen Freiheit geht es ihm immer und überall vor allem. Im Rahmen seiner anthropologisch begründeten und ethisch wie politisch orientierten Ästhetik und Kunsttheorie entwickelt Schiller, wie der Vortrag zeigt, eine komplementäre Konzeption von Freiheit: Diese hat demnach zwei grundlegende Erscheinungs- und Erfahrungsformen, die das Menschsein auszeichnen und einander komplementär ergänzen: die Freiheit des Schönen und die Freiheit des Erhabenen. Der Vortrag führt in Schillers Denken der Freiheit ein und vergegenwärtigt, dass die miteinander verschränkten Freiheiten eine je spezifische Zeitlichkeit haben.

Dr. Helmut Hühn studierte Philosophie, Literaturwissenschaft und Kunstgeschichte in Marburg und Berlin. Seine philosophische Promotion über das Erinnerungsdenken Friedrich Hölderlins erhielt den Ernst-Reuter-Preis der Freien Universität Berlin. Helmut Hühn ist Mitherausgeber des „Historischen Wörterbuchs der Philosophie“ und leitet drei Institutionen der Friedrich-Schiller- Universität Jena: Schillers Gartenhaus, die Goethe-Gedenkstätte und – gemeinsam mit Prof. Dr. Reinhard Wegner – die Forschungsstelle Europäische Romantik. Er gehört zu den Initiatoren des DFG-Schwerpunktprogramms 1688 „Ästhetische Eigenzeiten. Zeit und Darstellung in der polychronen Moderne“. Im Wintersemester 2016/17 wurde er als Alfried Krupp Senior Fellow an das Wissenschaftskolleg Greifswald berufen.

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