Gesangsinstitut bringt „Achtung Triebjagd! (K)ein Sommernachtstraum“ auf die Bühne

Weimar. Die beim Publikum besonders beliebten, experimentellen Gesangsprojekte der Bachelorstudierenden werden fortgesetzt. Jetzt lädt das Institut für Gesang & Musiktheater der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar zu drei Shakespeare-Abenden ein. Das Musiktheaterprojekt „Achtung Triebjagd! (K)ein Sommernachtstraum“ feiert am Donnerstag, 29. Juni um 19:30 Uhr im Studiotheater Belvedere seine Premiere. Folgevorstellungen finden am Samstag, 1. Juli um 19:30 Uhr sowie am Sonntag, 2. Juli um 15:00 Uhr ebenfalls im Studiotheater statt. Eintrittskarten zu 7,50 Euro, ermäßigt 5 Euro, gibt es bei der Tourist-Information Weimar sowie an der Abendkasse.

Die neun Gesangssolistinnen und -solisten sowie das kleine studentische Instrumentalensemble werden von Robert Nassmacher vom Klavier aus geleitet. Regie führt Paul Enke, Bühne und Kostüme entwarf Friederike Lettow. Die Arrangements der zu hörenden Werke und die Sprechkanons stammen aus der Feder von Robert Nassmacher. Auf der Bühne schlüpfen die Gesangsstudierenden in die Sommernachtstraum-Rollen von Titania und Oberon, Puck, Lysander, den Elfen etc. Es erklingen Werke von eher selten aufgeführten Komponistinnen und Komponisten der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wie Roger Quilter, Rebecca Clarke, Peter Warlock und Noel Coward.

Eine poetische Zusammenfassung seiner Regieideen gibt Paul Enke in einem Text zu seinem Projekt:

„Was ist ein Liebespaar? Gibt es sie überhaupt, die romantische Liebe? Und ist sie wirklich das Höchste der Gefühle? Welche Schönheit schenkt sie uns? Welche Grausamkeit? (…) Ist die Paarbeziehung nicht genauso ein aufgeladen romantischer Sehnsuchtsort, ebenso facettenreich in der Literatur aller Epochen beschworen, wie der Mythos vom Wald in den man sich flieht vor der bösen Welt? Auch im Wald gibt es einen Tag und eine Nacht, Hell und Dunkel, Leben satt und stinkendes Aas, Blüte und Totholz, das Lamm und den Tiger! Und wenn die Sonne hinter dem Horizont verschwindet, gnade Gott dem Wandrer ohne Zuflucht. Dann öffnet sich der Spalt zwischen hier und dort. (…) Dann bekommen die Bäume schaurige Gesichter und ihre Äste werden zu Tentakeln. Hier kehrt sich gegen uns, was eben noch wie Bilderbuch erschien. Es ist, als würde ein böser Kobold alle Geschicke lenken. Der Sommer dampft. Die Hormone spielen verrückt und niemand weiß mehr, was er tut.“

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